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Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes

Schneller Rührkuchen mit Kürbis und Haselnuss

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Heute Morgen nach dem Frühstück habe ich spontan beschlossen, zum Wochenende einen Kuchen zu backen. Ich hatte Lust auf Haselnusskuchen und hätte schwören können, dass ich in einem meiner Kochbücher ein tolles Rezept für einen klassischen Nusskuchen in einer Kastenform habe. Hatte ich aber doch nicht. Also musste ich mir selbst etwas ausdenken – und es ist ein toller Kürbis-Haselnuss-Kuchen geworden.

Gelegentlich investiert mein lieber Mann etliche Tage Urlaub fürs Kelleraufräumen. Ganz und gar freiwillig wohlgemerkt. Diese Woche war es mal wieder soweit. Er hatte sich die kurze Woche freigenommen (heute haben wir Nordlichter mit dem Reformationstag mal einen Feiertag, um den uns die Leute in anderen Bundesländern beneiden – sonst ist es ja eher andersherum), ich musste arbeiten. Nachdem er nun 3 Tage im Untergeschoss verbracht hat, stehen im Vorratskeller neue Regale, die Lebensmittelvorräte sind ausgemistet (alles mit MHD vor Beginn dieses Jahrzehnts musste weg) und neu sortiert. Da kann ich mich doch mal mit einem leckeren Kuchen bei Christoph revanchieren, oder?

Mir schwebte ein Haselnusskuchen aus der Kastenform vor. Und ich war mir sicher, dass in einem meiner Koch- und Backbücher bzw. meinem Leitz-Ordner mit Backrezepten ein tolles und bewährtes Rezept schlummert. Aber Fehlanzeige: Obwohl ich die aufgeschlagene Doppelseite (Zutaten und Beschreibung links, Bild des fertigen Kuchens rechts, so wie ich es mag) quasi bildlich vor Augen hatte, konnte ich das Rezept nicht finden.

Kürbisreste fix in einem Kuchen verwerten

Allerdings ist ein schlichter Haselnusskuchen, vielleicht mit einem Schokoladenüberzug, ja auch kein Hexenwerk. Und außerdem kam mir auf einmal die Idee, einen halben kleinen Hokkaido-Kürbis zu verwerten, der von der gestrigen Kürbis-Lasagne noch übrig war. Also beschloss ich, mir selbst ein Rezept herzuleiten. Und ich muss ganz unbescheiden sagen: Es hat total super funktioniert, und deshalb möchte ich es fix mit euch teilen. Denn vielleicht habt ihr ja auch von irgendeinem Halloween-Projekt oder einer Kürbissuppe ein wenig einsamen Hokkaido übrig. Dieser Kuchen ist eine gute Möglichkeit, Reste zu verwerten und ganz auf die Schnelle einen tollen Kuchen daraus zu zaubern.

Zutaten:

  • 280 Gramm Fruchtfleisch Hokkaido-Kürbis (ohne Kerne und Strunk gewogen, die Schale wird beim Kochen weich und kann problemlos mitverarbeitet und später gegessen werden)
  • 145 Gramm Butter
  • 100 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 60 Gramm gehackte Haselnüsse
  • 4 Eier Größe M
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 300 Gramm Mehl (Weizenmehr Type 550 oder anderes zum Backen geeignetes Mehl)
  • 100 Gramm Schokotröpfchen
  • Springform (26 Zentimeter Durchmesser)
  • einen Klecks Butter zum Einfetten der Form
  • ca. 2 Esslöffel Paniermehl
  • ca. 1 Esslöffel Puderzucker und ein feines Sieb

Zubereitung:

Hokkaido in Stücke schneiden und in ein wenig Wasser in einem kleinen Topf für ca. 10 Minuten kochen. Währenddessen Butter, Eier, Haselnüsse, Backpulver, Vanillezucker, Zimt und Zucker in eine Rührschüssel geben und gut durchmixen. Gern jetzt schon einmal den Ofen auf 180 Grad vorheizen, ab jetzt geht es sehr fix.

Sobald das Kürbisfleisch gar ist, Wasser abgießen und den gegarten Kürbis mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Kürbismus zu den übrigen Zutaten in die Rührschüssel geben und noch einmal gut durchmixen. Die Mischung ist jetzt recht flüssig. Mehl dazugeben, bis die Masse eine schöne geschmeidige Rührteigkonsistenz hat. Schokotröpfchen dazugeben und unterrühren.

Eine Springform (Durchmesser 26 Zentimeter) einfetten und mit Paniermehl ausschwenken, damit der Kuchen sich später leicht von der Form löst. Den Rührteig in die Springform geben und glattstreichen. Im vorgeheizten Ofen (180 Grad Celsius) für 45 Minuten backen. Puderzucker in das Sieb geben und den noch warmen Kuchen damit bestäuben – fertig! Bei nur ca. 20 Minuten Vorbereitungs- und 45 Minuten Backzeit ist das ein Kuchen, den man auch schnell spontan herzaubern kann. Uns hat er super geschmeckt, schön saftig und fluffig.

Nährwerte:

Wenn man den fertigen Kuchen in 12 gleichgroße Stücke teilt, wiegt jedes Stück nach Berechnungen meiner App „Fat Secret“ 111 Gramm und enthält 394 Kilokalorien, 22,11 Gramm Fett, 40,68 Gramm Kohlenhydrate und 7,2 Gramm Eiweiß. Da einige der enthaltenen Kohlenhydrate aus dem Kürbis stammen, bin ich persönlich bei der Insulinberechnung ein bisschen zurückhaltender als wenn die Kohlenhydrate nur aus Mehl stammen. Ich habe ein Stück mit 3 KE berechnet. Aber da hat ja jede*r eigene Erfahrungswerte.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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