Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


2 Kommentare

Tod eines Kindes mit Typ-1-Diabetes während der Klassenfahrt: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Lehrkräfte

Es gibt Recherchen, die ich nicht so einfach wegstecken kann. So ging es mir bei dieser Geschichte, die ich im Auftrag der Diabetes Zeitung recherchiert und aufgeschrieben habe. Wie interviewt man einen Mann, der vor ein paar Monaten seine Tochter verloren hat? Wir formuliert man Nachfragen zu den Dingen, die einem auf den ersten Blick komisch vorkommen? Ich hatte Herzklopfen, als ich zum vereinbarten Termin die Nummer seiner Anwältin wählte, die bei unserem Gespräch dabei war.

Wäre ich Raucherin, hätte ich nach dem Telefonat mit Kay Schierwagen und seiner Anwältin erstmal eine Zigarette gebraucht. Ich hatte von ihm zwar plausible Antworten auf alle meine Fragen bekommen, ohne dabei in irgendwelche Fettnäpfchen zu tappen und ihn unnötig psychisch zu belasten. Doch emotional hatte mich das Gespräch sehr aufgewühlt. Für den Rest des Tages war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Denn was Kay Schierwagen den Lehrkräften der Theo-Hespers-Gesamtschule in Mönchengladbach vorwirft, klingt so ungeheuerlich, dass man es zunächst kaum glauben mag. Weiterlesen


Ein Kommentar

Wohin mit Diabetesutensilien beim Laufen, Schwimmen, Radfahren und Tanzen?

Wer mit Typ-1-Diabetes Sport treiben möchte, sollte immer Traubenzucker oder andere schnell wirksame Kohlenhydrate greifbar haben, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Doch wo bringt man Hypohelfer und andere Diabetesutensilien am besten unter, ohne dass sie stören? Ich verrate euch hier mal meine bewährten Tricks für immerhin vier verschiedenen Sportarten.

Wer Typ-1-Diabetes hat, weiß meist schon, worauf bei Sport zu achten ist: Es sollte zum Trainingsbeginn möglichst kein Insulin mehr an Bord sein, außerdem darf der Glukosewert ruhig ein bisschen höher liegen als sonst – schließlich sorgt die Muskeltätigkeit in Windeseile dafür, dass überschüssiger Zucker verbrannt wird. Für mich als Morgensportlerin bedeutet das, dass ich frühestens drei bis vier Stunden nach dem Frühstücksbolus mit dem Training anfange – und beim Frühstück vorausschauend schon eine Einheit Insulin weniger gespritzt habe als sonst. Wenn alles gut geht, liegt mein Glukosewert dann zu Beginn meiner Sporteinheit bei 180 mg/dl. Mit ein bisschen Glück und bei gutem Trainingszustand reicht dieser Wert für etwa eine Stunde Sport, ohne dass ich etwas Süßes zu mir nehmen muss. Doch natürlich achte ich darauf, für den Notfall immer Traubenzucker und/oder ein Sportgel bei mir zu haben – ebenso wie mein Smartphone bzw. Lesegerät, damit ich jederzeit die Glukosewerte meines Freestyle Libre-Sensors auslesen kann.

Weiterlesen


Ein Kommentar

Motivation für Sport: Machen ist wie wollen – nur krasser!

Es wäre ein Leichtes, alles auf den Diabetes zu schieben. Immerhin funkt der nur zu gern dazwischen, wenn man eigentlich gerade ins Fitnessstudio oder auf die Laufstrecke will. Doch es war nicht der Diabetes, der mir diesen Sommer die sportliche Motivation geraubt hat. Sondern eine lange Liste ganz anderer Dinge, vor denen nun einmal auch Menschen mit Diabetes nicht verschont bleiben.

Die Sonne scheint, es steht kein fester Termin an, der Schrittzähler ruft… eigentlich eine perfekte Gelegenheit, die Laufschuhe zu schnüren. Doch Moment – da ist noch Insulin an Bord, das Frühstück gerade mal zwei Stunden her. Es wäre zu riskant, jetzt schon laufen zu gehen. Ich könnte unterzuckern, müsste vielleicht tonnenweise Traubenzucker in mich hineinschaufeln. Also warte ich lieber noch ein bisschen, bis der Diabetes grünes Licht für Sport gibt. Dummerweise haben sich bis dann häufig Regenwolken am Himmel aufgetürmt und das Telefon klingelt in einer Tour. Doch kein Sport. An solchen Tagen ist der Schuldige ganz einfach zu identifizieren: Der blöde Diabetes ist es, der mir einen Strich durch die Rechnung macht und mich am Sporteln hindert. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Closed Loop: Überflüssiger Firlefanz oder der heilige Gral?

Heute ist Tag 4 der Diabetes-Blog-Woche, und wir Schreiberlinge sind aufgefordert, über unsere Einstellung zum Closed Loop zu schreiben. Hat die DIY-Community da den heiligen Gral entdeckt, oder ist es ein riskantes Spiel mit der eigenen Gesundheit, auf eigene Faust Insulinpumpe und CGM-System zu koppeln und die Insulindosierung einem Algorithmus anzuvertrauen?

Ich nutze keinen Closed Loop. Nicht einmal eine Insulinpumpe. Mit meinen Insulinpens und dem Freestyle Libre fahre ich bislang echt gut, sehe also daher keinen Verbesserungsbedarf. Allerdings verfolge ich seit geraumer Zeit sehr interessiert, was sich in der DIY-Community tut – und habe schon den einen oder anderen Beitrag dazu verfasst. Hier mal ein Überblick über meine bisherigen Erkenntnisse. Weiterlesen


2 Kommentare

Brief an mein jüngeres Ich – oder: Dinge, die ich bei der Diagnose gern gewusst hätte

Heute ist Tag 2 der Diabetes-Blog-Woche, und das heutige Aufsatz-Thema erinnert mich an ein Projekt, das ich gern angeschoben hätte, das aber aus unerfindlichen Gründen leider nie in Schwung gekommen ist. Der Arbeitstitel seinerzeit war „Briefe an mein jüngeres Ich“. Und genau so einen Brief werde ich heute schreiben.

Die Idee für das Projekt stammte von einem Kongress der europäischen Diabetesgesellschaft EASD in Lissabon, wo ich in der Industrieausstellung am Stand von Novo Nordisk ein tolles Büchlein entdeckte. Es ist in englischer Sprache abgefasst, heißt „In your own words – Reflections on living with diabetes“ und enthält kurze Portraits und Briefe von Menschen mit Typ-2-Diabetes an ihr jüngeres Ich, in denen sie sich selbst Ratschläge für einen besonders kritischen Moment in ihrer „Diabeteskarriere“ geben. Weiterlesen


Ein Kommentar

Heilung von Diabetes: Fake News oder berechtigte Hoffnung?

Juchu, es ist wieder Diabetes-Blogwoche! Beim heutigen Thema am Tag 1 der DBW2019 geht es um die Heilung von Diabetes. Ist Heilung möglich? Was bedeutet Heilung überhaupt? Und was ist in meinen Augen eben keine Heilung?

Das sind spannende Fragen, mit denen ich mich auch hier in der Vergangenheit schon einmal beschäftigt habe. Und zwar im Zusammenhang mit einer Reise ins Forschungslabor von Novo Nordisk, wo man aus menschlichen Stammzellen neue Betazellen heranzüchtet, die irgendwann mittelfristig einmal für die Therapie des Typ-1-Diabetes eingesetzt werden sollen. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Heute ist Welt-Blutspendetag – aber warum dürfen Typ-Einser eigentlich nicht spenden?

Anlässlich des Weltblutspendentags heute am 14. Juni 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) darauf hingewiesen, dass in Zukunft besonders auf die ausreichende Versorgung mit Spenderblut geachtet werden muss und zur regelmäßigen Blutspende aufgerufen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind vom Blutspenden zwar ausgeschlossen, für mich ist das Stichwort „Blutspende“ trotzdem immer sehr bedeutsam – denn mein Diabetes wurde rein zufällig bei einer Blutuntersuchung nach dem Blutspenden entdeckt.

Die ausreichende Versorgung mit Blutprodukten in Deutschland wird aufgrund des demografischen Wandels zu einer immer größeren Herausforderung. Die Zahl der möglichen Blutspender zwischen 18 und 65 Jahren nimmt konstant ab. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die einen höheren Bedarf an Blutprodukten haben. „Wir beobachten seit einigen Jahren eine Zunahme der Patienten höheren Alters, die mehr Blut brauchen“, erläutert Professor Dr. med. Hermann Eichler, erster Vorsitzender der DGTI. Zwar dürften auch Menschen über 65 Jahren Blut spenden, wenn der voruntersuchende Arzt sie für geeignet hält, das sei aber seltener der Fall als bei jüngeren Menschen. Weiterlesen