Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Closed Loop: Überflüssiger Firlefanz oder der heilige Gral?

Heute ist Tag 4 der Diabetes-Blog-Woche, und wir Schreiberlinge sind aufgefordert, über unsere Einstellung zum Closed Loop zu schreiben. Hat die DIY-Community da den heiligen Gral entdeckt, oder ist es ein riskantes Spiel mit der eigenen Gesundheit, auf eigene Faust Insulinpumpe und CGM-System zu koppeln und die Insulindosierung einem Algorithmus anzuvertrauen?

Ich nutze keinen Closed Loop. Nicht einmal eine Insulinpumpe. Mit meinen Insulinpens und dem Freestyle Libre fahre ich bislang echt gut, sehe also daher keinen Verbesserungsbedarf. Allerdings verfolge ich seit geraumer Zeit sehr interessiert, was sich in der DIY-Community tut – und habe schon den einen oder anderen Beitrag dazu verfasst. Hier mal ein Überblick über meine bisherigen Erkenntnisse. Weiterlesen


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Brief an mein jüngeres Ich – oder: Dinge, die ich bei der Diagnose gern gewusst hätte

Heute ist Tag 2 der Diabetes-Blog-Woche, und das heutige Aufsatz-Thema erinnert mich an ein Projekt, das ich gern angeschoben hätte, das aber aus unerfindlichen Gründen leider nie in Schwung gekommen ist. Der Arbeitstitel seinerzeit war „Briefe an mein jüngeres Ich“. Und genau so einen Brief werde ich heute schreiben.

Die Idee für das Projekt stammte von einem Kongress der europäischen Diabetesgesellschaft EASD in Lissabon, wo ich in der Industrieausstellung am Stand von Novo Nordisk ein tolles Büchlein entdeckte. Es ist in englischer Sprache abgefasst, heißt „In your own words – Reflections on living with diabetes“ und enthält kurze Portraits und Briefe von Menschen mit Typ-2-Diabetes an ihr jüngeres Ich, in denen sie sich selbst Ratschläge für einen besonders kritischen Moment in ihrer „Diabeteskarriere“ geben. Weiterlesen


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Heilung von Diabetes: Fake News oder berechtigte Hoffnung?

Juchu, es ist wieder Diabetes-Blogwoche! Beim heutigen Thema am Tag 1 der DBW2019 geht es um die Heilung von Diabetes. Ist Heilung möglich? Was bedeutet Heilung überhaupt? Und was ist in meinen Augen eben keine Heilung?

Das sind spannende Fragen, mit denen ich mich auch hier in der Vergangenheit schon einmal beschäftigt habe. Und zwar im Zusammenhang mit einer Reise ins Forschungslabor von Novo Nordisk, wo man aus menschlichen Stammzellen neue Betazellen heranzüchtet, die irgendwann mittelfristig einmal für die Therapie des Typ-1-Diabetes eingesetzt werden sollen. Weiterlesen


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Heute ist Welt-Blutspendetag – aber warum dürfen Typ-Einser eigentlich nicht spenden?

Anlässlich des Weltblutspendentags heute am 14. Juni 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) darauf hingewiesen, dass in Zukunft besonders auf die ausreichende Versorgung mit Spenderblut geachtet werden muss und zur regelmäßigen Blutspende aufgerufen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind vom Blutspenden zwar ausgeschlossen, für mich ist das Stichwort „Blutspende“ trotzdem immer sehr bedeutsam – denn mein Diabetes wurde rein zufällig bei einer Blutuntersuchung nach dem Blutspenden entdeckt.

Die ausreichende Versorgung mit Blutprodukten in Deutschland wird aufgrund des demografischen Wandels zu einer immer größeren Herausforderung. Die Zahl der möglichen Blutspender zwischen 18 und 65 Jahren nimmt konstant ab. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die einen höheren Bedarf an Blutprodukten haben. „Wir beobachten seit einigen Jahren eine Zunahme der Patienten höheren Alters, die mehr Blut brauchen“, erläutert Professor Dr. med. Hermann Eichler, erster Vorsitzender der DGTI. Zwar dürften auch Menschen über 65 Jahren Blut spenden, wenn der voruntersuchende Arzt sie für geeignet hält, das sei aber seltener der Fall als bei jüngeren Menschen. Weiterlesen


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AMBA-Studie: Typ-1-Diabetes bei Kindern ist ein Karrierekiller für ihre Mütter

Was Mütter von Kindern mit Diabetes längst wissen, hat nun auch eine wissenschaftliche Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bestätigt. Sie ist zwar bislang noch nicht veröffentlicht, doch ihre Ergebnisse wurden bei der DDG-Jahrestagung in Berlin vorab präsentiert. Demnach tragen Mütter den Löwenanteil der Belastung und stecken beruflich (und auch finanziell) deutlich zurück.

Es passiert nicht oft beim Kongress einer medizinischen Fachgesellschaft, dass bei der Diskussion eines Vortrags eine Zuhörerin ans Mikro geht und in Tränen ausbricht. Denn meist sind es nicht allzu emotionale Themen, die in den wissenschaftlichen Sitzungen diskutiert werden. Und gleichzeitig betrachten die Vortragenden wie auch das Publikum die Themen in der Regel aus einer nüchtern-beobachtenden Warte, sind also selten selbst betroffen. Bei der Sitzung „Familiäre Belastungen und Diabetes“ vor gut einer Woche bei der DDG-Jahrestagung in Berlin war das anders. Dort trat tatsächlich eine Frau nach vorn, die den vorangegangenen Vortrag kommentieren wollte und dann kaum in der Lage war zu sprechen, weil sie mit den Tränen kämpfen musste. Die Frau war Ärztin und Mutter eines Kinds mit Typ-1-Diabetes. Weiterlesen


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Auf die Gurke, fertig, los! Über meinen zweiten Halbmarathon im Spreewald

In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mal gehört, was für eine tolle Veranstaltung der Spreewald-Marathon mit seinen unzähligen Lauf-, Walking-, Paddel-, Fahrrad- und Inliner-Events doch ist. Dieses Jahr waren Christoph und ich erstmals mit dabei, denn die IDAA hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen – und das verspricht immer viel nette zuckersüße Gesellschaft. Für mich stand im malerischen Biosphärenreservat um Lübbenau mein zweiter Halbmarathon auf dem Programm.

Nachdem im vergangenen Jahr meine beiden Projekte „Kampf den Kilos“ und „Ich kann jetzt auch Halbmarathon“ so erfolgreich verlaufen waren, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich grundsätzlich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und so hatte ich mir bei der Anmeldung für den Spreewald-Marathon natürlich erneut einen Halbmarathon herausgepickt und nicht irgendeinen popeligen kürzeren Lauf: „Pah, 10-Kilometer-Läufe sind ja sowas von 2017!“ Vielleicht war es also an der Zeit, dass mein Übermut einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt? Um es vorweg zu nehmen: Ich habe meinen Halbmarathon zwar geschafft, aber das Ganze war alles andere als ein Kindergeburtstag. Und mein Diabetes entpuppte sich tatsächlich mal als ein echter Spielverderber. Weiterlesen


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Durchhalten und Etappenziele verfolgen: Was Menschen mit Diabetes von der Bergsportlerin Gela Allmann lernen können

Es ist schon eine Weile her, dass ich im Februar beim Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg einen Vortrag von Gela Allmann gehört habe. Das ist eine Bergsportlerin, die einen Sturz von einem 800 Meter hohen Berg schwerverletzt überlebt hat. Sie hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen, aus der auch Menschen mit Diabetes Kraft schöpfen können. Inzwischen habe ich ihr Buch „Sturz in die Tiefe“ fertiggelesen und kann es euch wärmstens empfehlen.

Es war nicht unbedingt ein typischer Programmpunkt für den Bundeskongress Chirurgie. Und so rieb sich manch einer im Publikum erst ein wenig verwundert die Augen. Denn im Impulsvortrag von Gela (eigentlich Angelika) Allmann, der mit einem mehrminütigen, professionell produzierten Video im Großformat startete, ging es nicht um berufspolitische Prognosen oder philosophische Ausblicke in die Zukunft des Gesundheitswesens. Stattdessen wurde es persönlich. Wie kann man gestärkt aus persönlichen Krisen hervorgehen und sein Leben lächelnd und zuversichtlich meistern?

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