Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Eisige Temperaturen und tatsächlich Schnee: Wir waren wieder beim Sibirien-Marathon am Start!

Same procedure as last year? Same procedure as EVERY year! Bereits zum dritten Mal in Folge war am vergangenen Wochenende eine Staffel mit Läuferinnen und Läufern der IDAA beim Sibirien-Marathon in Elmshorn am Start. Kalt war’s – und cool war’s!

Wie schön, dass wir beim Sibirien-Marathon mittlerweile quasi zum Inventar gehören und deshalb wieder mit unser Typ-1-Diabetes-Staffel am Start sein konnten. Denn dieser Lauf ist klein, aber fein und hat nur eine sehr begrenzte Zahl an Startplätzen. 59-mal gilt es um einen See zu laufen, Staffeln können in jeder Runde aufs Neue entscheiden, ob sie wechseln möchten. Weiterlesen


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„Meine Oma hat auch Diabetes…“ ist für mich kein Spruch zum Aufregen mehr

Für viele von uns Typ-Einsern ist der Spruch „Meine Oma hat auch Diabetes…“ der Inbegriff des Unverstandenseins. Denn meist hat die besagte Oma einen Typ-2-Diabetes, der sich mit unserem Typ-1 nun einmal nur bedingt vergleichen lässt. Doch was ist, wenn das gar nicht stimmt und die Oma vielleicht ebenfalls Typ-1-Diabetes hat?

Ich frage das aus gutem Grund. Denn immerhin bin ich selbst seit gut einem Jahr Oma, und habe natürlich weiterhin Typ-1-Diabetes. Am vergangenen Freitag waren wir zur ersten Geburtstagsparty meiner Enkelin eingeladen, verputzten Kuchen, schwenkten Wunderkerzen, sangen im Kanon und übten mit der Kleinen, wie man mit der Kugelbahn spielt – natürlich ein pädagogisch wertvolles Oma-Geschenk.  Weiterlesen


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Was ältere Menschen mit Typ-1-Diabetes (bald hoffentlich nicht mehr) im Krankenhaus erleben können…

Demnächst soll eine neue Leitlinie zur Behandlung von Diabetes mellitus im Alter erscheinen, die Ärztinnen und Ärzten Empfehlungen für die Therapie und damit mehr Handlungssicherheit gibt. Was daran neu ist: Diese Leitlinie wird erstmals auch Empfehlungen für die Therapie älterer Menschen mit Typ-1-Diabetes enthalten.

Menschen mit Typ-1-Diabetes erreichen mittlerweile dank der besseren Therapiemöglichkeiten häufig ein stattliches Alter, und ihre Lebenserwartung unterscheidet sich gar nicht mehr so stark von der stoffwechselgesunder Menschen. Und trotzdem herrscht in der Öffentlichkeit noch immer das Bild vor, dass Typ-1-Diabetes eine Kinder- und Jugenderkrankung ist. Erschreckenderweise gilt dies auch für den Medizinbetrieb: Auch in der Welt vieler Ärztinnen und Ärzte werden alte Menschen mit Diabetes häufig automatisch in die Schublade „Typ-2-Diabetes“ einsortiert. Und wie man Menschen mit Typ-1-Diabetes im fortgeschrittenen Lebensalter behandelt, dazu gab es bislang keinen Konsens unter den Experten. Weiterlesen


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Panikattacke auf der Köhlbrandbrücke – oder: Tiefkühl-LKW-Fahren und andere stressige Jobs nach der Diagnose Typ-1-Diabetes

Ihr erinnert euch vielleicht an das Diabetestäschchen, das ich vom Diabetes-Barcamp mitgebracht hatte und für das ich keine Verwendung hatte. Ich habe es dem treuen Blogleser Thomas vermacht, der sich von allen Interessenten am schnellsten gemeldet hatte. Es gingen ein paar E-Mails hin und her, in denen sich herausstellte, dass Thomas einen Job hat, von dem einem bei Typ-1-Diabetes eigentlich dringend abgeraten wird. In einem Gastbeitrag erzählt er davon.

Hiermit erteile ich das Wort also Thomas alias @lowsugaralien!

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Die liebe Antje Thiel von @suesshappyfit hat mich also um einen Gastbeitrag gebeten. Ich denke zwar, es gibt nicht viel zu erzählen über einen Mann, der drölfzig Jobs in einer kleinen 4-Mann-Firma ausübt. Aber nun denn, ich gebe mein bestes um hier dem „journalistischen Standard“ gerecht zu werden. 🙂 Weiterlesen


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Die BamS berichtet über Typ-1-Diabetes – doch das Thema Diskriminierung fällt leider unter den Tisch

Heute hat mein Mann Christoph zum ersten Mal in seinem Leben, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen um nicht dabei erkannt zu werden, eine „Bild am Sonntag“ (BamS) gekauft. Der Grund: Darin sollte heute ein Artikel mit dem Thema „Diskriminierung bei Diabetes“ erscheinen, für den ich der Redaktion um ein paar Ecken auch eine Familie vermittelt hatte, die ich für mein Buch interviewt hatte. Blöd nur, dass die BamS kurzfristig umdisponiert hat.

Das Ganze war so abgelaufen: Vor ein paar Wochen, ich hatte gerade mein Buchmanuskript beim Kirchheim-Verlag abgegeben, klingelte bei mir das Telefon und Dr. Jens Kröger war dran. Er ist Diabetologe und Vorstandsvorsitzender von DiabetesDE, und er hat mein Buch (zusammen mit Prof. Bernhard Kulzer vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim) als Experte begleitet und unterstützt. Dr. Kröger hatte eine Anfrage von einer Redakteurin der BamS erhalten, die „irgendwas Aktuelles“ zum Weltdiabetestag bringen wollte, der am 14. November ansteht.  Weiterlesen


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Streifzug durch die Geschichte der Diabetestherapie in einem Münchener Reihenhaus

„Diabetesmuseum München“, das klingt nach weitläufigen Hallen mit Ticketschalter, Schließfächern und Wachpersonal. Dabei lagern die Exponate in den zwei kleinen ehemaligen Kinderzimmern eines Reihenhauses. Doch diese Zimmer haben es in sich, wie wir bei unserem Besuch dort feststellen durften.

Das Diabetesmuseum München beherbergt die vermutlich umfassendste Sammlung von Diabetesutensilien aller Art. Allerdings heißt das nicht, dass man sich in seinen Räumen verirren oder die Fuße wundlaufen könnte. Denn die Exponate des Museums sind im Obergeschoss des Reihenhauses von Werner und Petra Neumann untergebracht, in den ehemaligen beiden Kinderzimmern ihrer Töchter Carina und Anja. Wer sich im Diabetesmuseum umsehen möchte, muss einen Termin mit den beiden vereinbaren, denn regelmäßige Öffnungszeiten gibt es nicht. Weiterlesen


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Gedanken vor der Bundestagswahl: Warum ich das System PKV einfach nur Scheiße finde

Selbstständig und beruflich durchaus erfolgreich – damit wäre ich eigentlich eine typische Kandidatin für die private Krankenversicherung. Wenn da nicht mein Typ-1-Diabetes wäre. Mit dieser Vorerkrankung will mich nämlich keine PKV als Mitglied aufnehmen. Ich habe einmal darüber nachgedacht, was mich an dieser Tatsache so alles stört.

Morgen in einer Woche wird ein neuer Bundestag gewählt. Die Gesundheitspolitik spielt im Wahlkampf keine besonders große Rolle und wird sicherlich auch in den Koalitionsverhandlungen nicht den Ton angeben – obwohl die Konzepte der aussichtsreichen Parteien für die Zukunft unseres Gesundheitssystems deutlich auseinanderklaffen. Grob gesagt: Geht es nach CDU/CSU und FDP, bleibt das bisherige duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung erhalten. SPD, Grüne und Linke wiederum wollen es durch eine Bürgerversicherung mit Pflichtmitgliedschaft für alle ersetzen. Private Krankenversicherer sollen nach diesen Plänen allenfalls Zusatzversicherungen anbieten dürfen. Wer es genauer wissen möchte, kann hier die Wahlprogramme der Parteien studieren. Weiterlesen