Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Was genau ist eigentlich ein „schwerer Diabetes“?

Seit gestern wird in den Medien viel über einen jungen Mann berichtet, bei dem nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Typ-1-Diabetes festgestellt wurde. Die Geschichte ist interessant, sicherlich auch ein wenig beängstigend, doch nix Genaues weiß man (noch) nicht. Was ich allerdings genau weiß: Es stört mich, dass im Zusammenhang mit diesem Fall überall vom „schweren Diabetes“ die Rede ist.

Die ursprüngliche Meldung, auf die auch im Grunde alle seit gestern erschienenen Medienberichte zurückgehen, findet man in einer Pressemitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel von gestern. Darin heißt es unter anderem:

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Veranstaltungstipp: 6 Online-Events mit Diabetes-Talk

Es ist nun schon echt lange her, dass ich einmal an einem analogen Diabetes-Kongress oder wie auch immer gearteten Event teilgenommen habe. Dank Corona sehen wir uns heutzutage nur noch via Zoom oder ähnlichen Videokonferenz-Plattformen. Doch eigentlich finde ich diese Entwicklung gar nicht so schlecht.

Denn bei Online-Veranstaltungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung, niemand muss von weit her anreisen und sich Gedanken darüber machen, wer möglicherweise die Reisekosten erstattet. Und im besten Fall kann man sich die gespeicherten Vorträge oder Präsentationen hinterher sogar noch einmal ansehen. Und auch wenn ich große Lust hätte, anderen Menschen mit Diabetes auch mal wieder leibhaftig zu begegnen, sind das tatsächlich Pluspunkte der digitalen Corona-Kultur, die uns hoffentlich auch nach der Pandemie erhalten bleiben werden.

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Pennadel-Vorräte aufgestockt – und ein paar Sachen dazugelernt!

Heute morgen bin ich zu meiner Diabetespraxis geradelt und habe endlich mein Rezept für neue Nadeln für meine Insulinpens abgeholt. Und es auch gleich in der Apotheke gegenüber eingelöst. Dank diverser Tipps von euch in den vergangenen Tagen könnte es beim nächsten Mal aber vielleicht gelingen, mein Rezept endlich auch mal bei einem Online-Shop einzulösen.

Erst einmal vielen Dank für eure vielen Kommentare auf verschiedenen Kanälen zu meinem Beitrag über meine jüngste Pennadel-Misere! So wurden mir u. a. Pennadeln zum Überbrücken meines Engpasses angeboten, damit ich doch noch genug Zeit hätte, mein Rezept bei DiaExpert oder Diashop einzureichen. Andere gaben mir den Tipp, mir doch eine elektronische Erinnerung einzurichten, damit ich rechtzeitig an ein neues Rezept für Pennadeln denke.

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Corona stellt alltägliche Gewohnheiten auf den Kopf – auch in Sachen Sport

Es soll ja Leute geben, die haben mit Beginn der Corona-Pandemie ihre Lust am Laufen entdeckt. Oder am Spazierengehen, überhaupt an Sport und Bewegung. Mir hingegen fiel es in den vergangenen Monaten eher schwer, mich zu sportlichen Aktivitäten zu motivieren, obwohl es eigentlich keine rationalen Gründe dafür gab.

Mir persönlich hat die Corona-Pandemie viel weniger abverlangt als manch anderen Leuten. Ich arbeite sowieso vom heimischen Schreibtisch aus, musste mich also nicht erst an das Home Office gewöhnen. Meine Auftragslage als freie Medizinjournalistin veränderte sich infolge der Pandemie nicht, ich saß also nicht frustriert zu Hause und starrte Löcher in die Luft. Doch es gab natürlich eine Reihe von Veränderungen: Medizinkongresse und Pressekonferenzen fielen aus, manche von ihnen wurden durch virtuelle Veranstaltungen ersetzt. Restaurantbesuche, Konzerte und Verabredungen mit Freundinnen und Freunden gab es natürlich auch erst einmal nicht. Aber insgesamt hielt sich mein Leidensdruck in Grenzen. Wenn der eigene Alltag durch Corona also nicht in eine dramatische Schieflage gerät, sollte man eigentlich meinen, dass in Corona-Zeiten auch die sportliche Motivation unverändert hoch ist.

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Rezepte online einlösen, das kann doch nicht so schwer sein – doch, isses aber!

Verordnungen für die vielen verschiedenen Diabetes-Sachen in einer klassischen Apotheke einzulösen, kann eine ziemlich nervige Sache sein. Und trotzdem kriege ich es einfach nicht hin, mir den Kram von einem der Online-Händler liefern zu lassen.

Ich ärgere mich regelmäßig darüber, dass ich beim Einlösen eines Rezepts für Pennadeln in einer klassischen Apotheke immer angeben muss, wie lange diese Menge Nadeln wohl ausreichen wird bzw. wie viele Pennadeln ich pro Tag benötige.

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Manchmal sieht das Leben mit Diabetes nach außen ein bisschen zu leicht aus…

„Mit Diabetes kann man heute gut leben.“ Das ist so ein Satz, der ebenso wahr wie blöd ist. Wahr, weil es natürlich stimmt, dass man an Diabetes nicht sterben muss, weil mittlerweile tolle Therapien zur Verfügung stehen. Ein bisschen blöd, weil damit der gewaltige Aufwand unter den Tisch fällt, den man für gute Therapieergebnisse trotz alledem betreiben muss.

Es gibt typische Situationen, in denen mir so ein Satz ein bisschen sauer aufstoßen kann. Ein BeispieL: Ich treffe mich mit anderen Menschen (die keinen Diabetes haben) zum Essen. Eine Weile, bevor die gefüllten Teller auf dem Tisch stehen, packe ich mein Diabetestäschchen aus, messe meinen Glukosewert, spritze Insulin für die bevorstehende Mahlzeit und packe mein Diabetestäschchen dann wieder weg. Für Außenstehende sieht das sicherlich ziemlich easy aus. Und so fällt dann auch schnell mal ein Spruch wie: „Wie schön, dass man heute mit Diabetes so gut leben kann!“ oder „du hast deinen Diabetes ja immer so prima im Griff.“

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Achtung, unbekannter Code… Oder: Diabetisch für Anfänger!

Wie die meisten Menschen, die ihr Leben miteinander teilen, haben auch Christoph und ich eine ganz eigene Sprache entwickelt, die nur wir beide verstehen. Einige unserer Codes haben direkt mit meinem Diabetes zu tun.

Wenn Außenstehende mich und meinen Mann Christoph bei unseren Unterhaltungen belauschen würden, hätten sie sicherlich schnell ziemlich viele Fragezeichen in den Augen. Und zwar nicht nur, weil wir uns im Umgang miteinander im Laufe der vergangenen elf Jahre unseren ganz eigene Paar-Code zugelegt haben. Sondern auch, weil ich Diabetes habe und das ganze Diabetes-Drumherum unseren Sprachgebrauch beeinflusst.

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Advocacy Burnout: Wenn Aufklärung über Diabetes auf die Nerven geht…

Wer sich in der Blogszene engagiert, wird schnell als Patientenvertreterin und Expertin und für alle Fragen rund um den Diabetes wahrgenommen. Doch deshalb muss man längst nicht alle Themen aufgreifen, die gerade in der Community diskutiert werden. Und man muss ebenso wenig zu allen Fragen Rede und Antwort stehen.

Vor kurzem habe ich das aktuelle Buch „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay gelesen. Darin geht es um den Einfluss von Denkmustern und –schablonen auf unseren Sprachgebrauch, und wie umgekehrt Sprache unser Denken prägt. Das Buch hat mein Interesse geweckt, weil ich mich bekanntlich seit einer Weile mit dem Thema „Diabetes und Sprache“ auseinandersetze und etliche Begriffe und Redewendungen kritisch hinterfrage, mit denen über Menschen mit Diabetes gesprochen wird. Weiterlesen


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Der neue Trend: Rezepte für die schnelle und leckere Corona-Küche

Auch wenn die Infektionszahlen weiter rückläufig sind, arbeiten wegen der Covid-19-Pandemie nach wie vor viele Menschen im Home Office statt an ihrem Büro-Arbeitsplatz. Ohne Kantine in Reichweite ist auf einmal Selberkochen angesagt. Obwohl wir auch sonst nicht kochfaul sind, haben wir in den vergangenen Monaten ebenfalls häufiger den Kochlöffel geschwungen.

Christoph arbeitet seit Anfang März von zu Hause aus und war seither erst zwei- oder dreimal wieder im Büro. Ich verdiene meine Brötchen ohnehin vom heimischen Schreibtisch aus. Da wir in unserem Haus beide ein eigenes Arbeitszimmer haben, kommen uns im Arbeitsalltag nicht in die Quere. Also eigentlich fast alles wie immer. Allerdings essen wir nun immer zusammen zu Mittag. Und abends fielen die Restaurantbesuche weg, die wir uns vor Corona meist einmal die Woche gegönnt hatten. Weiterlesen


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Vorbild oder Stressfaktor? Was ein Marathon-Weltrekord mit glatten Glukoseverläufen zu tun hat

Wer sich in den sozialen Medien tummelt, stößt immer wieder mal auf Bilder von nahezu geraden Glukoseverläufen oder beinahe 100 Prozent Zeit im Zielbereich (time in range, TIR). Tolle Sache – aber wie wirken sie auf jene, denen das Diabetesmanagement nicht so gut gelingt? Auf mich haben diese Bilder denselben Effekt wie Rekordmeldungen aus dem Spitzensport – etwa als der Laufstar Eliud Kipchoge im Oktober 2019 in Wien die Marathondistanz in unter zwei Stunden bewältigte.

Seit einer Weile folge ich auf Facebook dem Chefredakteur der Lauf-Zeitschrift „Runners World“, Martin Grüning. Er nutzt seine Facebook-Präsenz immer wieder für Umfragen unter den Leserinnen und Lesern. Vor einer Weile lautete seine Frage: „Wie wichtig sind die Laufstars und ihre Laufrekorde für unseren Sport? Sind Sie eine Inspiration? Braucht es nicht Vorbilder?“ Ich fühlte mich gleich von dieser Frage angesprochen. Denn ich hatte im Oktober 2019 mitgefiebert, als der kenianische Top-Läufer Eliud Kipchoge in Wien als erster Mensch die Marathondistanz von 42,195 Kilometern in unter zwei Stunden lief. Wenn ich mir das Finish seines Rennens auf Youtube anschaue, habe ich auch heute wieder Gänsehaut. Weiterlesen