Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


Hinterlasse einen Kommentar

In den Kopf geschaut: Das Gehirn mag weder Hypo- noch Hyperglykämien

Leichte Unterzuckerungen, wie sie im Alltag kaum vermeidbar sind, schaden unserem Denkorgan nicht. Schwere Hypoglykämien nimmt das Gehirn allerdings ebenso übel wie zu hohe Glukosewerte. All das kann man erkennen, wenn man Menschen in die MRT-Röhre schiebt. Beim ATTD-Kongress präsentierten Forscher ihre neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet.

Der eine stammelt unverständliches Zeug, der andere wird apathisch, wieder andere neigen zu aggressivem Verhalten. Dass eine akute Hypoglykämie die Funktion des Gehirns stört, dürfte jedem klar sein, der mit Menschen mit Diabetes zu tun hat. Doch was genau während einer Unterzuckerung im Gehirn passiert, ist längst nicht vollständig untersucht. Ähnlich vage sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, was die Kurz- und Langzeiteffekte von zu hohen Glukosewerten auf das Gehirn angeht. Neulich beim ATTD-Kongress in Berlin präsentierte daher eine Reihe von Forschern den aktuellen Wissensstand auf diesem Gebiet. Weiterlesen


6 Kommentare

Insulinpumpen sind modern, Insulinpens sind vorsintflutliche Technologie. Was ist falsch an diesem Satz?

Wenn man sich wie ich viel in der Diabetes-Online-Community und Blog-Szene tummelt, dann gewinnt man schnell den Eindruck, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes heute technisch ziemlich hochgerüstete Cyborgs sind. Auf Blogs, in Foren und in den sozialen Medien scheint sich beinahe alles um ein Thema zu drehen: Diabetestechnik. Da komme ich, die ich mit meiner bewährten intensivierten Insulintherapie (ICT) mit zwei mechanischen Insulinpens glücklich und zufrieden bin, manchmal fast ein wenig aus der Zeit gefallen vor.

Zumindest unter den Bloggerinnen und Bloggern ist der Anteil derer enorm hoch, die Insulinpumpen, CGM-Systeme oder sogar selbstgebaute Closed Loop-Systeme nutzen und ihre Glukosekurven auf der Smartwatch stets im Blick haben. Wenn ich mir die Blogs in meiner Blogroll einmal ansehe, dann finde ich darunter nur ganz vereinzelt Typ-Einser, die sich ihr Insulin – ebenso wie ich – mit dem Insulinpen zuführen. Daran gibt es natürlich erst einmal gar nichts auszusetzen. Doch es lässt sich wohl kaum leugnen, dass die Lebenswirklichkeit der Leute in der Blogger-Szene in vielen Punkten von der gelebten Realität der allermeisten Menschen mit Typ-1-Diabetes abweicht. Weiterlesen


4 Kommentare

Meine Wunschliste an die neue App für das Freestyle Libre 2

Als ich neulich das neue Freestyle Libre 2 (FSL2) zum Testen in Betrieb hatte, habe ich im Anschluss auch einen Fragebogen der Firma Abbott ausgefüllt, in dem ich meine Eindrücke aus der Testphase zusammengefasst habe. Bei den meisten Fragen galt es nur Zutreffendes anzukreuzen. Doch im Freitext-Feld habe ich mich ausgetobt: mit einer Wunschliste für die neue App, die irgendwann im Laufe des ersten Halbjahres 2019 herauskommen soll.

Denn so zufrieden ich mit dem FSL2 im Probezeitraum auch war – dass ich es erstmal nur mit dem Lesegerät und nicht mit der iPhone-App verwenden konnte, wie ich sie vom FSL1 kenne, habe ich doch als kleinen Rückschritt empfunden. Ich hoffe deshalb, dass die geplante Neuauflage der App bereits am Start sein wird, wenn im August 2019 mein Rezept für das FSL1 ausläuft und ich dann mit FSL2-Sensoren beliefert werde. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Sensorvergleich! Am linken Arm Freestyle Libre 1, rechts Freestyle Libre 2. Und dann?

Ebenso wie etliche andere Bloggerinnen und Blogger habe auch ich Ende 2018 ein Paket mit zwei Sensoren des Freestyle Libre 2 bekommen und konnte die neue Version ausgiebig testen. Gemeinsam mit Christoph habe ich mir genauer angeschaut, wie sich die Glukosekurven des neuen Systems vom Freestyle Libre der ersten Generation unterscheiden. Dabei sind im Wesentlichen drei Beobachtungen herausgekommen.

Mein Mann Christoph ist Elektroingenieur und arbeitet in einem Prüflabor, in dem er sich den ganzen Tag mit Messtechnik und statistischen Auswertungen von Messdaten beschäftigt. Das muss ich vorwegschicken, damit ihr versteht, warum er so heiß darauf war, mit mir eine kleine Testreihe zum Vergleich des Freestyle Libre 1 (FSL1) und des Freestyle Libre 2 (FSL2) zu machen. Als ich also mein Testpaket* mit zwei Sensoren des neuen FSL2 sowie einem neuen Lesegerät von Firma Abbott erhielt, beschlossen wir, dass ich beide Sensoren parallel tragen würde und dass wir im Anschluss die Glukosekurven übereinanderlegen und uns die Unterschiede genauer anschauen. Weiterlesen


3 Kommentare

Online-Fragebogen zu Hautreaktionen und Kontaktallergien auf Glukosesensoren

Leute, hier gibt es eine Möglichkeit, der Wissenschaft zu helfen! Weil ich hier ja schon häufiger über Hautreaktionen auf das Freestyle Libre geschrieben habe, wurde ich von einer Ärztin (Allergieabteilung der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München) angeschrieben, die sich mit dem Thema Hautreaktionen und Kontaktallergien auf Glukosesensoren beschäftigt.

Meine Haut verträgt die Freestyle Libre-Sensoren ja zum Glück weiterhin anstandslos – da klopfe ich mal schön auf Holz. Wenn ihr aber mit solchen Problemen zu kämpfen habt, dann nehmt euch bitte knapp zehn Minuten Zeit und füllt den anonymen Online-Fragebogen zu diesem Thema aus. Christine Schönmann (Assistenzärztin der Klinik) und Prof. Knut Brocknow (Oberarzt Allergologie) versuchen nämlich derzeit, die Therapieoptionen bei Kontaktallergien auf Glukosesensoren wie FreeStyle Libre oder Dexcom und deren Aussicht auf Erfolg zu erfassen. Außerdem möchten sie die Erkenntnisse ihrer Arbeit an Patientinnen und Patienten weiterleiten und ggf. Einfluss auf die Hersteller ausüben.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Kinners, wie die Zeit vergeht! Das war mein (Diabetes-) Jahr 2018

Mein Jahr 2018 war in vielerlei Hinsicht ein ziemlich bewegtes und aufregendes. Vielleicht habt ihr ja Lust, es gemeinsam mit mir Revue passieren zu lassen…

Weiterlesen


Ein Kommentar

Hautreaktionen auf das Freestyle Libre: AKdÄ informiert über Kontaktallergien und ihre Ursachen

Heute hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) eine Bekanntgabe zu Kontaktallergien nach Verwendung des Freestyle Libre im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die verantwortliche Substanz ist vermutlich Isobornylacrylat (IBOA).

Ich persönlich vertrage den Sensor ja sehr gut und habe auch sonst keine Probleme mit dem Freestyle Libre. Trotzdem hatte mich hier schon verschiedentlich mit dem Thema Hautreizungen auseinandergesetzt. Im April 2016 etwa mit der Frage, ob der Hersteller bei Hautreaktionen haftbar gemacht werden kann, und im August 2017 mit dem Thema Acrylate als mögliche Auslöser für die heftigen allergischen Reaktionen, die doch bei einem erheblichen Teil der Anwender auftreten. Nun gibt es also neue Informationen, die für all jene wichtig sein dürften, die mit nässenden und juckenden Ekzemen auf den Sensor und seine Bestandteile reagieren. Weiterlesen