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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Diabetesmanagement: Wie lebt es sich in einem digitalen Ökosystem?

Schluss mit Kabelsalat und inkompatiblen Schnittstellen beim Diabetesmanagement – für diese Probleme hat Roche Diabetes Care künftig eine Lösung parat: Sie nennt sich „digitales Ökosystem“ und ist eine Cloud, die automatisch alle Daten aus sämtlichen Messsystemen sammelt. Der Arzt kann in Echtzeit darauf zugreifen und Tipps geben. Klingt verlockend. Ich habe dennoch meine Zweifel, dass das im Alltag funktionieren wird – und vielleicht ist das auch besser so.

Langsame Kohlenhydrate, schnelle Kohlenhydrate, Insulinzufuhr, Bewegung, Stress, Krankheit, Menstruationszyklus, Schlafqualität – wir wissen alle, dass diese Dinge unsere Glukosekurven beeinflussen. Und zwar immer alle zusammen. Doch in der Realität lassen sich die Daten aus der Diabetes-App nicht mit Pulsfrequenz, Schrittzähler und Schlaftracker aus dem Fitnessarmband zusammenführen. Und die Zyklus-App hat sowieso keine Schnittstelle mit anderen Programmen. Dabei wäre es doch praktisch, wenn ich meine Glukosekurven anschauen und dabei erkennen könnte, wie mein Menstruationszyklus, meine letzte Sporteinheit oder meine hektische Dienstreise dazwischenfunken. Weiterlesen


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In meinem Täschchen wacht neuerdings ein kleiner Schutzengel über mein Insulin

Insulin ist ein temperaturempfindliches Medikament, und deshalb sollte man darauf achten, dass es nicht zu kalt oder zu warm gelagert wird. Wer ganz sichergehen will, kann mit Medangel einen kleinen Schutzengel nutzen und via App die Temperatur seines Insulins überwachen. Ich habe den kleinen Sensor – Produkt eines Diabetes-Startups – nun ein paar Wochen lang getestet.

Ich bewahre meine Insulinvorräte im Butterfach des Kühlschranks auf. Fertig. Damit endet eigentlich mein Temperaturmanagement für Insulin. Wenn ich ein Rezept in der Apotheke einlöse und den Insulinvorrat auffülle, dann höre ich von dem Menschen hinter dem Apothekentresen gelegentlich den Rat, das Insulin am besten gleich nach Hause in den Kühlschrank zu bringen und nicht eine ganze Shopping-Tour lang in meiner Tasche mit mir herumzutragen. Ich habe auch schon einmal eine Apotheke erwischt, wo man mir das Insulin in eine kleine Thermo-Tüte gepackt hat, damit es den Nachhauseweg unbeschadet übersteht. Weiterlesen


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Streifzug durch die Geschichte der Diabetestherapie in einem Münchener Reihenhaus

„Diabetesmuseum München“, das klingt nach weitläufigen Hallen mit Ticketschalter, Schließfächern und Wachpersonal. Dabei lagern die Exponate in den zwei kleinen ehemaligen Kinderzimmern eines Reihenhauses. Doch diese Zimmer haben es in sich, wie wir bei unserem Besuch dort feststellen durften.

Das Diabetesmuseum München beherbergt die vermutlich umfassendste Sammlung von Diabetesutensilien aller Art. Allerdings heißt das nicht, dass man sich in seinen Räumen verirren oder die Fuße wundlaufen könnte. Denn die Exponate des Museums sind im Obergeschoss des Reihenhauses von Werner und Petra Neumann untergebracht, in den ehemaligen beiden Kinderzimmern ihrer Töchter Carina und Anja. Wer sich im Diabetesmuseum umsehen möchte, muss einen Termin mit den beiden vereinbaren, denn regelmäßige Öffnungszeiten gibt es nicht. Weiterlesen


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Kontaktallergien und Hautreaktionen auf das Freestyle Libre: Die Acrylate im Kleber scheinen Schuld zu sein!

In der Fachzeitschrift „Contact Dermatitis“ ist vor wenigen Tagen ein Beitrag zum Thema Hautreaktionen auf das Freestyle Libre erschienen. Man kann ihn zwar kostenfrei nur als Abstract lesen, doch die Botschaft ist klar: Schuld an den Hautreaktionen, mit denen sich viele Anwender herumschlagen, sind Acrylate im Klebstoff. Genauer gesagt Isobornyl-Acrylat.

Ich bringe deshalb an dieser Stelle mal einen Beitrag von mir, der im März 2017 in der Blood Sugar Lounge zu genau diesem Thema erschienen ist. Er war bis dato noch nicht hier auf meinem Blog zu lesen. Weiterlesen


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Tipp zur Fixierung des Freestyle Libre-Sensors: Lieber keinen allzu großen Vorrat Tape bunkern!

Da ich mit einem Blick in die Blogstatistik gerade festgestellt habe, dass mein Beitrag zum Fixieren des Freestyle Libre-Sensors mit Tape von Juni 2016 noch immer großer Beliebtheit erfreut, möchte ich euch an dieser Stelle ein kleines Update zum Thema liefern.

Ich nutze nach wie vor Kinesiotape zum Fixieren des Sensors. Zwar hält der Klebstoff des Sensors bei mir in der Regel völlig einwandfrei bis zum Ende der Laufzeit. Ich muss oft sogar gehörig an dem Teil rupfen, bis er sich nach den 14 Tagen von meiner Haut löst. Und doch fühle ich mich sicherer, wenn ich einen Streifen Tape über den Sensor klebe. Ganz einfach, weil sich dann ein BH-Träger nicht an der Kante verfangen und den Sensor rausreißen kann. Oder der berühmt-berüchtigte Türrahmen auch viel weniger Angriffsfläche bietet, wenn der Sensor mit einem Stück Tape bedeckt ist. Weiterlesen


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Bye bye mySugr… ein Abschied wider Willen – ich nutze nun die Dokumentation des Freestyle Libre

Eins vorweg: Ich mag  mySugr total gern. Sie ist in meinen Augen eine tolle Option für das Diabetesmanagement via App. Immer cool und mit einem Augenzwinkern, aber trotzdem ein zugelassenes Medizinprodukt mit vielen praktischen, fachlich abgesicherten Zusatz-Features. Und trotzdem habe ich der App, die ich über vier Jahre lang sehr gern verwendet habe, nun den Rücken gekehrt.

Es begann, ein bisschen kompliziert zu werden, als ich im Oktober 2014 anfing, das Freestyle Libre zu nutzen. Bei mySugr kann man Blutzuckerwerte eintragen, das Freestyle Libre hingegen misst Gewebezucker – allerdings macht man ja das eine oder andere Mal blutige Kontrollmessungen. Ich selbst wäre darüber vermutlich gar nicht groß gestolpert, doch mein Diabetologe machte mich bei einem Quartals-Check darauf aufmerksam, als er die pdf-Berichte studierte, die ich aus meiner mySugr-Dokumentation generiert und ihm vor meinem Termin per Mail geschickt hatte. Weiterlesen


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Bye bye Fitbit: Warum ich keine Lust mehr auf meinen Schrittzähler habe

Ein gutes Jahr lang war mein Fitbit-Schrittzähler mein täglicher Begleiter. Er hat mich tatsächlich des öfteren auf Trab gebracht, wenn ich sonst eher herumgesessen hätte. Doch zuletzt hat er mich auch immer mehr genervt. Und nun scheint sein Akku aus dem letzten Loch zu pfeifen – Zeit für einen Abschied also.

Am Anfang meiner Fitbit-Karriere überwog die neugierige Begeisterung: Welche Strecken in meinem Alltag ergeben wie viele Schritte? Und wie kann man ein mageres Schrittekonto kurz vor dem Schlafengehen noch ein wenig pimpen? All das waren spannende Fragen. Dann beschäftigte ich mich mit den Details: Es ging nicht nur noch um die Gesamtschrittzahl pro Tag, sondern auch um die Verteilung der Schritte über den Tag. Außerdem erkundete ich die Fitbit-Szene und ihre Protagonisten. Und schließlich verfiel ich auch in einen gewissen Shopping-Rausch, weil man für den Fitbit-Schrittzähler einiges an Accessoires kaufen kann. Weiterlesen