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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Hautreaktionen auf das Freestyle Libre: AKdÄ informiert über Kontaktallergien und ihre Ursachen

Heute hat die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) eine Bekanntgabe zu Kontaktallergien nach Verwendung des Freestyle Libre im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Die verantwortliche Substanz ist vermutlich Isobornylacrylat (IBOA).

Ich persönlich vertrage den Sensor ja sehr gut und habe auch sonst keine Probleme mit dem Freestyle Libre. Trotzdem hatte mich hier schon verschiedentlich mit dem Thema Hautreizungen auseinandergesetzt. Im April 2016 etwa mit der Frage, ob der Hersteller bei Hautreaktionen haftbar gemacht werden kann, und im August 2017 mit dem Thema Acrylate als mögliche Auslöser für die heftigen allergischen Reaktionen, die doch bei einem erheblichen Teil der Anwender auftreten. Nun gibt es also neue Informationen, die für all jene wichtig sein dürften, die mit nässenden und juckenden Ekzemen auf den Sensor und seine Bestandteile reagieren. Weiterlesen


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Alle mal herhören: Neuigkeiten zur Verfügbarkeit und Kostenerstattung beim Freestyle Libre 2!

Heute kam mir brandaktuell eine Pressemitteilung von Abbott reingeflattert, deren Inhalt viele von euch vermutlich ebenso sehr interessiert wie mich. Die wichtigste Info lautet: Mit TK, Barmer, DAK Gesundheit und AOK Bayern haben bereits die größten gesetzlichen Krankenkassen zugesagt, die Kosten für das Freestyle Libre 2 zu erstatten.

Damit ist dann hoffentlich Schluss mit den vielen wilden Spekulationen in den diversen Facebook-Gruppen. Da konnte man in den vergangenen Tagen nämlich so einige Dinge lesen, die doch schon sehr an abstruse Verschwörungstheorien erinnerten. Etwa, dass die gesetzlichen Krankenkassen sich zunehmend aus der Kostenerstattung beim Freestyle Libre zurückziehen (?) oder nicht interessiert an einer Kostenerstattung für das Freestyle Libre 2 interessiert sind (??), weil es sich für sie nicht rentiert (???). Diese oder ähnliche Sachen wollen einzelne Gruppenmitglieder von ihrer Diabetesberaterin oder ihrem Diadoc gehört haben, die es natürlich aus verlässlicher Quelle erfahren haben. Ja nee ist klar. 🙂 Weiterlesen


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Demnächst verfügbar: Freestyle Libre 2 mit optionalen Alarmen bei niedrigen oder hohen Glukosewerten

Gemunkelt wurde in der Diabetes-Community ja schon eine ganze Weile, dass es demnächst eine neue Version des Flash Glukose Monitoring Systems Freestyle Libre geben soll. Auch von Alarmen war in der Gerüchteküche die Rede. Nun ist die Katze aus dem Sack: Das FreeStyle Libre 2 von Abbott mit optionalen Real-time Alarmen hat ein CE-Kennzeichen für Europa erhalten und kommt damit in Kürze auf den Markt.

Als diese Nachricht gestern wie eine Bombe einschlug, saß ich gerade mit etlichen anderen Bloggerinnen und Bloggern aus der internationalen Diabetes-Community beim Roche Diabetes Meetup im Vorfeld des Kongresses der Europäischen Diabetes-Gesellschaft (EASD) in Berlin. Erst kam eine Pressemitteilung, kurz darauf auch noch eine ähnliche Nachricht an die Bloggerinen und Blogger per Mail reingeflattert. Heute beim EASD-Kongress habe ich mich dann auch gleich am Stand der Firma Abbott und im Gespräch mit anderen Experten schlaugemacht und dabei die Fragen geklärt, die aus der offiziellen Pressemitteilung noch nicht hervorgingen. Weiterlesen


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„Zeit im Zielbereich“ statt HbA1c-Wert: Was internationale Experten raten

Ein HbA1c von unter 7 Prozent galt lange als Maßstab für ein gutes Diabetesmanagement. Doch wer ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung nutzt, interessiert sich mittlerweile mehr dafür, wie viel Zeit er im Glukose-Zielbereich verbringt. Nun haben sich internationale Experten endlich auf Empfehlungen für den Zielbereich von Glukosewerten bei Menschen mit Typ-1-Diabetes verständigt.

Wer in den sozialen Medien in Diabetes-Gruppen unterwegs ist oder den entsprechenden Hashtags folgt, der kennt diese Beiträge: Posts, in denen jemand nach dem Quartalsbesuch beim Diadoc seinen aktuellen HbA1c-Wert mitteilt, gefolgt von unzähligen Kommentaren. Ist der Wert eher hoch, sind es entweder mehr oder weniger zartfühlende Mahnungen vor Folgeerkrankungen oder solidarische Beileidsbekundungen wie „Mein letzter Wert war auch so hoch, jetzt habe ich den Zucker zum Glück wieder besser im Griff – du schaffst das, Kopf hoch!“ Je niedriger das HbA1c, desto häufiger schreiben die Kommentarschreiber Sätze wie: „Hauptsache nicht mit Hypos erkauft!“ oder „Bei einem HbA1c von 5,6% wäre ich permanent unterzuckert!“ Weiterlesen


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Diabetes-Blog-Woche: Sind smarte Insulinpens nach Pumpen, CGM und Loop „the next big thing?“ Für mich eher nicht!

diabetes-blog-woche

Die Diabetestechnologie ist eine zunehmend vernetzte Angelegenheit. Pumpen kommunizieren mit CGM-Systemen, Blutzuckermessgeräte mit Apps auf dem Smartphone etc. Wer wie ich in diesen Zeiten noch einen ganz klassischen mechanischen Insulinpen benutzt, kommt sich da beinahe schon ein wenig anachronistisch vor. Eine Zeitlang war ich in Versuchung, meine Insulinzufuhr zu digitalisieren. Doch ich habe wieder Abstand davon genommen.

Ich mag das Geräusch, wenn ich meinen Insulinpen klack-klack-klack aufziehe und genau weiß, dass mit jedem spürbaren Schritt des Gewindes eine halbe Einheit Insulin hinzukommt. Und auch beim Spritzen gibt mir das simple klack-klack-klack die Sicherheit, dass das Insulin in der vorgesehenen Dosis in meinem Bauchschwabbel angelangt ist. Man kann nicht allzu viel falsch machen, wenn man mit einem Insulinpen hantiert. Weiterlesen


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Auf dem Weg zum Closed Loop: Was die Diabetes-Industrie für uns in der Pipeline hat

Mein eigenes Diabetesmanagement halte ich lieber frei von allzu viel technischem Schnickschnack. Und trotzdem verfolge ich aufmerksam, was sich auf dem Markt der Diabetestechnologie tut. Zum Beispiel der Jahrestagung der DDG, bei der ein Überblick über neue Produkte gegeben wurde, die so langsam auch den Namen „künstliche Bauchspeicheldrüse“ verdienen.

Ich persönlich bin mit meinem ganz gewöhnlichen, mechanischen Insulinpen und mit meinem FreeStyle-Libre-Sensor ja hochzufrieden. Bedarf für eine Insulinpumpe oder ein rtCGM-System sehe ich in meinem Diabetesmanagement nicht. Erst recht nicht für ein System, das Pumpe und Sensor miteinander koppelt und daraus eine quasi automatisierte künstliche Bauchspeicheldrüse („Closed Loop“) macht. Trotzdem finde ich es ungeheuer spannend, was andere Menschen mit Diabetes so alles anstellen, die mehr Spaß an Technik haben als ich. Unter dem Hashtag #wearenotwaiting findet man im Internet mittlerweile jede Menge Informationen von der und über die Community, die keine Lust mehr hat, auf die Industrie zu warten, bis endlich ein kommerzielles Closed-Loop-System verfügbar ist.

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Kontinuierliche Glukosemessung mit dem Dexcom G5: Warum ich unsere kleine Affäre am 5. Tag beendet habe

Über die Ostertage hatte ich die Gelegenheit, den Dexcom G5 zur Probe zu tragen. Die Firma Dexcom hatte mir freundlicherweise das vollständige Equipment für einen ganzen Monat zur Verfügung gestellt. Allerdings ist mir bereits am fünften Tag der Geduldsfaden gerissen: Der G5 und ich sind einfach keine Freunde geworden. Das lag zum einen an den Alarmen und zum anderen an der dazugehörigen App.

Ich bin ein Mensch, dem die Penetranz moderner Geräte manchmal gehörig auf den Zeiger geht. Vor allem, weil diese ihre Bedürfnisse in der Regel nur ebenso undifferenziert artikulieren können wie ein neugeborener Säugling. Ein Säugling schreit, wenn irgendwas nicht passt, ein Gerät piept. In unserer Küche haben wir einen Induktionsherd, der piept, sobald das Bedienfeld nass wird – sei es, weil etwas überkocht oder weil man es etwas zu feucht abgewischt hat. Der Herd piept dann alle paar Sekunden und lässt nicht locker, bis man sein Riesenproblem beseitigt hat. Weiterlesen