Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Auf die Gurke, fertig, los! Über meinen zweiten Halbmarathon im Spreewald

In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mal gehört, was für eine tolle Veranstaltung der Spreewald-Marathon mit seinen unzähligen Lauf-, Walking-, Paddel-, Fahrrad- und Inliner-Events doch ist. Dieses Jahr waren Christoph und ich erstmals mit dabei, denn die IDAA hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen – und das verspricht immer viel nette zuckersüße Gesellschaft. Für mich stand im malerischen Biosphärenreservat um Lübbenau mein zweiter Halbmarathon auf dem Programm.

Nachdem im vergangenen Jahr meine beiden Projekte „Kampf den Kilos“ und „Ich kann jetzt auch Halbmarathon“ so erfolgreich verlaufen waren, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich grundsätzlich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und so hatte ich mir bei der Anmeldung für den Spreewald-Marathon natürlich erneut einen Halbmarathon herausgepickt und nicht irgendeinen popeligen kürzeren Lauf: „Pah, 10-Kilometer-Läufe sind ja sowas von 2017!“ Vielleicht war es also an der Zeit, dass mein Übermut einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt? Um es vorweg zu nehmen: Ich habe meinen Halbmarathon zwar geschafft, aber das Ganze war alles andere als ein Kindergeburtstag. Und mein Diabetes entpuppte sich tatsächlich mal als ein echter Spielverderber. Weiterlesen


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Eine Ode an mein Pankreas – und weitere Songs aus meiner Diabetes-Playlist

Ich habe mir einmal den Spaß gemacht, bei Musik-Streaming-Diensten nach „süßen“ Schlagwörtern zu suchen. Herausgekommen ist eine ziemlich lange und lustige Diabetes-Playlist. Doch es gibt auch Songs, die für mein ganz persönliches Verhältnis zu meinem Diabetes Bedeutung haben.

Als wir Autorinnen und Autoren der Blood Sugar Lounge die Info bekamen, dass es bei der Monatsaktion im April um das Thema Musik bzw. „Dein Hit für die Diabetes-Playlist“ gehen soll, da hielt ich das für Gedankenübertragung. Denn ich hatte erst kurz zuvor spaßeshalber begonnen, mir eine Diabetes-Playlist zu erstellen. Dafür habe ich auf den Musik-Streaming-Diensten Amazon Music und Spotify nach ein paar „süßen“ Schlagwörtern gesucht – und natürlich noch meine ganz persönlichen Favoriten hinzugefügt. Voilà, auf geht’s! Weiterlesen


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Gastbeitrag: Weitere Gedanken zum Thema ‚Heilung‘ von Arndt Fiolka

Wie ihr in meinem gestrigen Blogbeitrag lesen konntet, ist das Thema ‚Heilung durch Stammzelltherapie‘ in der Typ-1-Gruppe bei Facebook auf ziemlich großes Interesse gestoßen. Einen Leser hat es nicht losgelassen. Arndt Fiolka, mit dem wir über die IDAA seit vielen Jahren befreundet sind, hat weiterrecherchiert und präsentiert seine Ergebnisse in einem Gastbeitrag.

Ein Hallo in die Runde. Mein Name ist Arndt. Ich bin jetzt  seit fast 50 Jahren Typ-1-Diabetiker und arbeite in der IT-Branche. Beschäftige mich dort mit u. a. mit der Datenanalyse. Zu meinen Aufgaben zählt die Aufbereitung großer Datenmengen aus strukturierten, definierten Daten, wie man sie i.d.R. in Datenbanken findet. Daneben recherchiere ich in meiner Freizeit häufig das, was mich interessiert, im Internet und werde vielfach auch fündig. Anfang Dezember letzten Jahres stellte Antje in einer kleinen fb-Umfrage für einen Artikel im FOCUS Diabetes die Frage, was Heilung für uns Menschen mit Diabetes bedeuten könnte.
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Von der Stammzelle zur nagelneuen Betazelle: Ist das bereits Heilung oder „nur“ eine Therapie?

Vor einigen Wochen ist die aktuelle Ausgabe des ‚Focus Diabetes’ erschienen. Darin könnt ihr u. a. einen vierseitigen Artikel von mir darüber lesen, wie Forscher des Pharmaunternehmens Novo Nordisk aus embryonalen Stammzellen im Labor Betazellen herstellen, die Insulin produzieren. Im nächsten Schritt soll daraus eine Therapie für Menschen mit Typ-1-Diabetes werden. Kann man dabei von einer ‚Heilung’ für unsere Autoimmunerkrankung sprechen?

Was macht eine neugierige Journalistin, Bloggerin und Typ-1-Diabeterin wie ich, wenn sie in die Zentrale des Pharmaunternehmens Novo Nordisk eingeladen wird, um sich dort über die Stammzellforschung für eine neue Therapie des Typ-1-Diabetes zu informieren und sich direkt mit den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu unterhalten? Na klar, sie sagt zu. Und so verbrachte ich Anfang Dezember 2018 zwei Tage in Kopenhagen – erst beim besagten Termin zum Thema Stammzellen, und dann beim DEEP-Event, über das ich hier in einem anderen Blogbeitrag bereits geschrieben habe.* Weiterlesen


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Insulinpumpen sind modern, Insulinpens sind vorsintflutliche Technologie. Was ist falsch an diesem Satz?

Wenn man sich wie ich viel in der Diabetes-Online-Community und Blog-Szene tummelt, dann gewinnt man schnell den Eindruck, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes heute technisch ziemlich hochgerüstete Cyborgs sind. Auf Blogs, in Foren und in den sozialen Medien scheint sich beinahe alles um ein Thema zu drehen: Diabetestechnik. Da komme ich, die ich mit meiner bewährten intensivierten Insulintherapie (ICT) mit zwei mechanischen Insulinpens glücklich und zufrieden bin, manchmal fast ein wenig aus der Zeit gefallen vor.

Zumindest unter den Bloggerinnen und Bloggern ist der Anteil derer enorm hoch, die Insulinpumpen, CGM-Systeme oder sogar selbstgebaute Closed Loop-Systeme nutzen und ihre Glukosekurven auf der Smartwatch stets im Blick haben. Wenn ich mir die Blogs in meiner Blogroll einmal ansehe, dann finde ich darunter nur ganz vereinzelt Typ-Einser, die sich ihr Insulin – ebenso wie ich – mit dem Insulinpen zuführen. Daran gibt es natürlich erst einmal gar nichts auszusetzen. Doch es lässt sich wohl kaum leugnen, dass die Lebenswirklichkeit der Leute in der Blogger-Szene in vielen Punkten von der gelebten Realität der allermeisten Menschen mit Typ-1-Diabetes abweicht. Weiterlesen


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Typ 1? Typ 2? Lasst uns doch bitte Misstrauen und Abschottung überwinden!

An Menschen mit Typ-2-Diabetes ist online nur schwer heranzukommen. Diese Erfahrung habe zumindest ich gemacht. Ich wundere mich, wieso so viele Typ-Zweier lieber unter sich bleiben. Denn eigentlich sind die Schnittmengen zwischen den Diabetestypen doch groß genug – zudem sind sich bei manchen Leuten oft nicht einmal Experten sicher, zu welchem Diabetestyp sie tatsächlich gehören.

Ich muss hier mal ein bisschen Frust ablassen. Und möchte gleichzeitig die Community um Rat und Meinungen bitten. Mein Problem ist Folgendes: Es will mir einfach nicht gelingen, über die sozialen Netzwerke Zugang zu Menschen mit Typ-2-Diabetes zu bekommen. Nun sagt ihr vielleicht: „Warum willst du dich denn mit Typ-Zweiern austauschen, du hast doch selbst Typ-1-Diabetes?“ Ja, das stimmt. Aber zum einen interessiert es mich auch unabhängig von meinem eigenen Diabetestyp, wie es sich mit einem Typ-2-Diabetes lebt und was die Betroffenen beschäftigt und umtreibt. Und zum anderen nutze ich die sozialen Netzwerke im Rahmen meiner Arbeit als Journalistin gern für die Recherche bzw. Suche nach geeigneten Interviewkandidaten. Weiterlesen


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Serie über Diabetes-Selbsthilfe, Teil 3: Meine Ideen für Neuordnung und mehr Sichtbarkeit

Die großen Organisationen der Diabetes-Selbsthilfe sind in erster Linie mit sich selbst beschäftigt und könnten ihre Ressourcen vermutlich deutlich besser nutzen und vor allem bündeln. So zumindest mein bisheriger Eindruck. Doch ich habe auch ein paar Ideen, wie klassische Selbsthilfe und Online-Community stärker aufeinander zugehen könnten.

Bei jüngeren Menschen mit Diabetes steht die klassische Selbsthilfe nicht besonders hoch im Kurs. Sie verbinden damit langweilige Treffen, Stuhlkreis und Vereinsmeierei. Die Online-Community mit ihren verschiedenen Facebook-Gruppen, Diabetes-Blogs und Community-Events kommt bei der jüngeren Generation dafür umso besser an. Das geht auch mir so, obwohl ich nun auch schon ein paar mehr Jährchen auf dem Buckel habe als der gefühlte Rest, der mich in meiner Diabetes-Filterblase umgibt. Weiterlesen