Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Erste Erfahrungen mit dem Freestyle Libre 3: Darf’s ein bisschen weniger sein?

Demnächst will die Firma Abbott eine neue Generation ihres beliebten Glukosesensors einführen. Er ist deutlich kleiner als das bisherige Modell, kommt mit weniger Verpackungsmaterial und einem reduzierten Applikator aus und funkt die Messwerte ohne Scannen selbst an die App – weniger Arbeitsschritte also bis die aktuelle Kurve auf dem Display erscheint. Ich habe den Freestyle Libre 3 ausprobiert – und freue mich darauf, ihn ab September hoffentlich regulär zu nutzen.

Ich nutze den das FGM-System Freestyle Libre (FSL), seit es im Herbst 2014 auf den Markt gekommen ist. Seither gab es eine ganze Reihe von Weiterentwicklungen: Während das FSL1 nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden konnte und auch noch nicht über Alarme bei Hypo- oder Hyperglykämien verfügte, ließ sich das FSL2 mit einer App auslesen und machte sich – sofern gewünscht – bei grenzwertig hohen oder niedrigen Werten akustisch bemerkbar. Nun steht mit dem FSL3 noch einmal eine neue Generation in den Startlöchern. Ich habe den neuen Sensor neulich gratis testen dürfen* und erzähle euch hier einmal von meinen Beobachtungen.

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Frechheit, die haben doch glatt den Wasserwiderstand erhöht!

Puh, das war anstrengend! Ich bin heute seit letztem Sommer zum ersten Mal wieder im Freibad geschwommen und haben natürlich gleich gemerkt, wie sehr mir (und auch meinem Zucker!) meine sportlichen Routinen abhanden gekommen sind…

Seit kurzem dürfen in Schleswig-Holstein die Freibäder wieder öffnen. Es dürfen nur eine begrenzte Zahl von Schwimmern ins Wasser, die Liegewiesen sind gesperrt, man muss sein Ticket vorher online und mit Angabe der Kontaktdaten buchen. Das ist ein bisschen lästig, aber okay – und immerhin braucht man keinen negativen Schnelltest. Dass das ungeordnete Herumplantschen derzeit nicht erlaubt ist, sondern nur ordentliches Bahnenschwimmen, kommt mir sogar entgegen. Heute also Premiere für mich und meinen Diabetes.

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Diabetes ist… wie den ganzen Tag einen Ballon in der Luft balancieren

Die meisten Menschen wissen nicht viel darüber, was das Leben mit Diabetes bedeutet. Manchen ist vielleicht bekannt, dass man regelmäßig den Blutzucker checken und ggf. Insulin spritzen muss. Doch wie sich das im Alltag anfühlt und wieviel Aufmerksamkeit der Diabetes in Anspruch nimmt, können nur die wenigsten nachfühlen. Und genau darum geht es bei der #blueballoonchallenge!

Ich bin ein bisschen spät dran mit meinem Beitrag zu dieser coolen Challenge von #dedoc. Aber egal, nun bin ich dabei! Beim (leider sehr flüchtigen) Lesen der ersten Infomail hatte ich zunächst gedacht, dabei gehe es um eine Aktion, bei der Menschen mit Diabetes gasgefüllte blaue Ballons steigen lassen, um auf die Herausforderungen des Lebens mit Diabetes hinzuweisen. Das gefiel mir nicht, weil solche Luftballons nun einmal irgendwann wieder zurück auf die Erde fallen und dann gern als Müll irgendwo im Gebüsch hängenbleiben. Tja, hätte ich die Mail nur ein ganz bisschen aufmerksamer gelesen, wäre mir aufgegangen, dass es genau darum NICHT geht. 🙂

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10 Gründe, warum ich keine Lust auf einen Testlauf mit Lyumjev habe

Seit September 2020 ist das neue Mahlzeiteninsulin ultra rapid lispro (kurz: URLi) von Fa. Eli Lilly in Deutschland unter dem Handelsnamen Lyumjev erhältlich. Und seither scheint fast jeder in der Community heiß darauf zu sein, das neue Zeug auszuprobieren. Warum also habe ich keinen Drang, Lyumjev zu testen?

Ich bin nun einmal in mich gegangen und habe über genau diese Frage nachgedacht. Und bin tatsächlich auf 10 Gründe für mein eher lahmes Interesse an dem neuen Insulin gestoßen. Ob es gute Gründe sind, wird wohl jeder anders sehen. 🙂

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Warum manche Menschen (mit oder ohne Diabetes) früher gegen Corona geimpft werden

Heute schreibe ich über Impfneid. Ich finde, das ist ein ziemlich hässliches Thema. Klar, niemand möchte sich gern mit Corona infizieren. Alle haben mehr oder weniger Angst davor, was die Krankheit mit ihnen anstellen, welche Langzeitfolgen sie nach sich ziehen könnte. Es ist also verständlich, wenn Menschen gern möglichst früh gegen das Virus geimpft werden möchten.

Aber weil Impfstof (noch) knapp ist, haben manche Leute etwas seltsame Vorstellungen davon, wer zuerst geimpft werden sollte und wer sich noch ein wenig gedulden sollte. In den vergangenen Wochen ist mir bei meinen Streifzügen durch’s Netz bzw. durch die sozialen Medien zweierlei aufgefallen: Zum einen scheinen viele die Vorstellung zu haben, dass eine Impfung eine „Belohnung“ für besondere Verdienste ist. Und zum anderen gibt es die Meinung, dass Menschen, die sich in der Vergangenheit vielleicht nicht so gewissenhaft um ihre eigene Gesundheit gekümmert haben, eine frühzeitige Impfung nicht „verdient“ haben.

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Heute frisch ausprobiert: Rezept für vegetarische Frikadellen aus Buchweizen

Seit über einem Jahr nun lacht mich jedes Mal, wenn ich die Küchenschublade mit den verschiedenen Mehlen, Backzutaten und Getreideflocken aufziehe, eine Packung Buchweizen an. Wir hatten sie uns im Dezember 2019 aus dem Urlaub an der polnischen Ostseeküste mitgebracht. Dort gab es abends am Hotel-Buffet häufig Buchweizen als Beilage zu deftigen Fleischgerichten, und ich mochte das sehr gern. Und doch habe ich noch nie selbst etwas aus Buchweizen zubereitet – bis heute, als mir die Idee kam, ihn als Grundlage für vegetarische Frikadellen zu verwenden.

Wir essen zwar gern Fleisch, doch es muss natürlich nicht jeden Tag Fleisch auf den Tisch kommen. Lieber etwas weniger, aber dafür in Bio-Qualität von unserem lokalen Bio-Bauernhof, der uns jede Woche mit unserer Bio-Kiste beliefert. Ich finde es grundsätzlich völlig okay, sich bei vegetarischen Gerichten auch mal an der Machart typischer Fleischgerichte zu orientieren. Allerdings widerstrebt es mir, hierfür industriell vorgefertigte Produkte (Stichwort Beyond Meat und ähnliches) zu verwenden, die in Geschmack und Textur auf Fleisch getrimmt sind, bei denen man aber lieber keinen Blick auf die ellenlange Liste der Inhaltsstoffe werfen sollte. Zumal es gar nicht so schwer ist, auch ohne vorgefertigte Mische eine schöne vegetarische Frikadelle zu zaubern.

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Wenn Diadocs sich im Ton vergreifen – Reaktionen auf meinen letzten Beitrag zu #LanguageMatters

Auf meinen Beitrag neulich – Stichwort ‚der schwer einstellbare Diabetespatient mit der Cola‘ – gab es eine ganze Reihe Rückmeldungen. Auch mit persönlichen Geschichten von Menschen, deren Diabetologen sie in schwierigen Phasen ebenfalls mit Vorwürfen und Kritik überhäuften anstatt Empathie zu zeigen und gemeinsam nach einer machbaren Lösung zu suchen. Ich stelle euch heute zwei dieser Geschichten vor und erzähle euch auch von dem Kommentar eines Arztes, der mich sehr gefreut hat.

Alle drei Beiträge zeigen, dass empathische Kommunikation kein flauschig-esoterischer Schnickschnack ist, sondern dass sie tatsächlich über Erfolg oder Misserfolg der Therapie entscheiden kann. Wenn Ärztinnen und Ärzte keine Bereitschaft zeigen, sich für die individuelle Lage ihrer Patientinnen und Patienten zu interessieren und ihnen bei Problemen grundsätzlich Faulheit, Dummheit, mangelnde Motivation oder gar bösen Willen unterstellen, dann werden sie kaum die Menschen sein, an die man sich in einer schwierigen Situation wenden mag.

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Happy Diaversary to me – mit einem ganz besonderen Geschenk!

Mein Diabetes-Jahrestag rückt näher. Seit ich am 30. März 2010 die Diagnose Typ-1-Diabetes erhalten habe, sind mittlerweile schon elf Jahre vergangen. In diesem Jahr mache ich mir selbst anlässlich meines Diaversary ein ganz besonderes Geschenk: einen handgefertigten Gold-Anhänger in Form des Blue Circle, dem internationalen Symbol für Diabetes und die Diabetes-Community.

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch, dass ich zum Weltdiabetestag im vergangenen November ein Foto meines Dekolleté gepostet habe, in dem ein solcher Blue Circle an einer Kette hing. Allerdings handelte es sich bei dem Anhänger „nur“ um den blauen Ring, den ich von meinem Diaversary-Pin abgeknipst hatte, damit ich ihn an eine Kette hängen und um den Hals tragen kann.

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Der „schwer einstellbare Patient“, der mit Colaflasche ins Sprechzimmer kommt

Ich war mal wieder auf Twitter. Das kommt in letzter Zeit nicht allzu häufig vor. Zu viel Corona, zu viel Streit, zu viel Häme, jeder weiß alles besser – ihr wisst schon. Mir ist es derzeit lieber, mich aus den vielen mit großer Inbrunst geführten Diskussionen in den sozialen Medien rauszuhalten, vor allem um meines eigenen Seelenfriedens willen. Doch dann las ich beim Scrollen einen Tweet, den ich nicht unkommentiert lassen konnte. Stichwort: #LanguageMatters!

Der Tweet ging so: „Der Diabetespatient, der schwer einzustellen ist und wieder einmal wegen seiner abgedreht hohen Zuckerwerte einbestellt wurde, nimmt im Sprechzimmer Platz. Die ihn begleitende Literflasche Cola stellt er unbekümmert auf den Tisch.“ Er stammt von einer Userin, die sich Doc Frauke nennt, laut ihrem Twitter-Profil ‚Haus- und Internetärztin, Medizinjournalistin, Moderatorin, Sängerin, Fußballfan, Börsenfreak, Mensch‘. Ich weiß nicht, welche Intention hinter ihrem Tweet stand. Vielleicht war er als Auftakt zu einer ‚Black Story‘ zu verstehen? Also quasi der Schlusssatz zu einem dramatischen Kriminalfall, dessen Vorgeschichte nun die Follower erraten mussten?

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Die IDAA trifft sich in Corona-Zeiten via Zoom

Am Anfang stand eine – eher aus der Not geborene – Online-Mitgliederversammlung im September 2020. Dann der Gedanke, es wäre angesichts so vieler abgesagter Sport-Events doch schön, sich wenigstens virtuell zu sehen. Und nun haben wir eine ganze IDAA-Veranstaltungsreihe via Zoom, die auf ziemlich große Resonanz stößt.

Als Verein muss die IDAA einmal jährlich eine Mitgliederversammlung abhalten, für 2020 stand außerdem die Wahl zweier freigewordener Vorstandsposten an. Normalerweise verbinden wir diese (eigentlich eher etwas lästigen) Formalitäten mit einem schönen sportlichen Event, an dem wir gemeinsam teilnehmen. Ohne ein solches Sportereignis wäre es vermutlich eher schwierig, ausreichend viele der im ganzen Bundesgebiet verstreuten Vereinsmitglieder zur Anreise zu einer Mitgliederversammlung zu bewegen. Im Jahr 2019 etwa war das der Spreewaldmarathon im Mai, wo ich meinen zweiten Halbmarathon bestritt. Doch das Corona-Jahr 2020 war in Sachen Sportwettkämpfe bekanntlich ein glatter Reinfall: Nacheinander wurde ein Event nach dem anderen abgesagt.

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