Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Swim, bike, run – Triathlon beim kühlem Nieselpiesel in Hamburg

Bei Sonne und etwas höheren Temperaturen macht es eindeutig mehr Spaß, in der Alster zu schwimmen, durch die Hafencity und über die Reeperbahn zu radeln und durch die Hamburger City zu laufen. Aber man kann sich das Wetter nun einmal nicht aussuchen – ebenso wenig wie die Kapriolen, die der Blutzucker am Wettkampftag veranstaltet.

Eigentlich hatte ich mir für den diesjährigen Hamburger Triathlon am ersten Juliwochenende ja vorgenommen, erstmals in der Olympischen Distanz zu starten. Meine sportlichen Erfolge und meine richtig coole Trainingsmotivation von 2018 (persönliche Bestzeit in der Volksdistanz beim Hamburger Triathlon, der erste Halbmarathon in Amsterdam) hatten mich – vielleicht ein bisschen leichtsinnig – motiviert, mir ein neues sportliches Ziel zu stecken. Bei der Olympischen Distanz im Triathlon geht es um 1500 Meter Schwimmen (statt 500 in der Volksdistanz), 40 (statt 20) Kilometer Radfahren und 10 (statt 5) Kilometer Laufen. Wow, ganz schön happig – aber es sollte zu schaffen sein, oder? Ich meldete mich an. Weiterlesen


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Verdorbener Magen, Übelkeit und Erbrechen – und 6 Einheiten Insulin an Bord

Seit meiner Diagnose vor gut 9 Jahren bin ich vor Magen-Darm-Infekten zum Glück verschont geblieben. Die Vorstellung, für Essen zu spritzen, das ich dann nicht im Magen behalten kann, war für mich immer der absolute Horror. Nun, heute habe ich diesen Horror – zumindest im handlichen Pocketformat – einmal durchexerziert. Und so langsam geht es mir wieder besser.

Irgendetwas stimmte nicht mit meinem Frühstück heute. Dass mein Magen nicht ganz einverstanden war mit meiner Essensauswahl am Morgen, merkte ich irgendwann am späten Vormittag. Ein Ziehen in der Magengegend, Unwohlsein, leicht erhöhter Puls. Woran denke ich als Mensch mit Diabetes als erstes? Na klar, das wird wohl eine sich anbahnende Hypo sein. War es aber nicht, der Glukosewert lag bei stabilen 104 mg/dL. Um meinen Magen nicht weiter zu stressen, beschloss ich zum Mittagessen ein Porridge aus Haferflocken zu kochen. Das vertrage ich normalerweise auch mit empfindlichem Bauch anstandslos. Weiterlesen


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Leben mit Diabetes: Woran man echte Verbündete erkennt

Vor ein paar Tagen habe ich auf meiner Facebook-Seite bereits den Link zu einem tollen Blogbeitrag geteilt, in dem es um die echten Verbündeten von Menschen mit Behinderungen geht: Woran erkennt man sie? Und wer gibt nur vor, Verbündeter zu sein und zeigt im Alltag dann doch übergriffiges oder anmaßendes Verhalten?

Christianes Blogbeitrag „Woran man Verbündete behinderter Menschen erkennt (und wie man eine/r wird)“ ist eher allgemein gehalten, ihre 10 Punkte lassen sich daher auf jegliche Art von Behinderung anwenden – ob körperliche oder geistige Behinderung, gravierende oder weniger starke, sichtbare oder unsichtbare Beeinträchtigung. Ich habe auf Facebook schon ganz spontan schon ein paar von Christianes Punkten auf das Thema Diabetes hin konkretisiert. Das Thema hat mich aber nicht losgelassen. Weiterlesen


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#FitnessFueledT1d – das war meine Woche in der aktuellen Community-Challenge!

Habt ihr in der vergangenen Woche auch die Challenge in der Diabetes-Community verfolgt, die Lisa und Ramona von den Nachbar-Blogs Lisabetes und TattoosTravelTypeOne initiiert haben? Unter dem Hashtag #FitnessFueledT1d haben eine ganze Menge Typ-Einser jeden Tag über ihre Erfahrungen zum Thema „Sport mit Diabetes“ berichtet.

Klar, dass ich bei so einer Challenge mit dabei bin! Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmam bei Lisa und Ramona für diese coole Initiative bedanken. Die Challenge hat gezeigt, dass eine ganze Menge von uns sportlich aktiv sind und sich von ihrem Typ-1-Diabetes nicht davon abhalten lassen. Außerdem praktizieren wir enorm viele verschiedene Sportarten – die beim Diabetesmanagement mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen und mindestens ebenso vielen möglichen Lösungsanästzen einhergehen. Weiterlesen


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Ein kleines Experiment: Schreiben über Diabetes mit lauter einsilbigen Wörtern

Das hier ist mit Sicherheit eine ziemlich alberne Idee. Ich versuche es trotzdem: Ihr werdet gleich Zeuge, wie ich einen Text zum Thema Diabetes schreibe, in dem alle Wörter nur eine einzige Silbe haben. Die Wörter „Zucker“, „Glukose“, „Diabetes“ oder „Sensor“ sind damit schon mal verboten. Ob ich wohl trotzdem einen Text schreiben kann, der halbwegs Sinn ergibt?

Es ist gar nicht schlecht, auch mal auf seinen eigenen Blog zu stöbern. Manchmal kann man da richtig gute Texte finden. So ging es mir heute zum Beispiel, als ich auf meinem beruflichen Blog über eine Weiterbildung berichtet habe, die ich gestern besucht habe.  Bei der Gelegenheit ist mir ein älterer Blogbeitrag in die Finger gekommen, in dem ich ein anderes Seminar reflektiert habe. Thema war: „Schreiben unter Zeitdruck“ und wie man seine Schreibprozesse möglichst effizient organisiert. Weiterlesen


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Es hilft alles nix, wir müssen vorerst weiter selbst Kohlenhydrate schätzen und berechnen!

Kohlenhydrate richtig zu schätzen ist vermutlich die größte Fehlerquelle, die es im Umgang mit Diabetes so gibt. Und deshalb kommen findige Startups auch immer wieder mit neuen Apps und Gadgets auf den Markt, die einem das lästige Schätzen, Abwiegen und Rechnen ersparen sollen. Beim ATTD-Kongress Anfang dieses Jahres in Berlin habe ich hierzu eine Vortragssitzung besucht – und dabei leider keine wirklich ausgereiften Lösungen gefunden.

Ein saftiges Steak mit Stampfkartoffeln, eine verlockende Lasagne oder ein unwiderstehlicher Cupcake – es gibt einfach jede Menge Leckereien, die für Menschen mit Diabetes zur komplexen Textaufgabe werden. Dummerweise ist es nicht immer leicht, die exakten Zutaten und Nährstoffzusammensetzung einer Mahlzeit herauszufinden. Klar, dass es unter diesen Umständen zu Fehlern beim Schätzen der Kohlenhydrate und damit auch bei der Insulindosierung kommt. In einer Sitzung mit dem Titel „Nutrition and Technology“ beim diesjährigen ATTD-Kongress berichtete Prof. Ram Weiss von der Hebrew University of Jerusalem: „Wenn Patienten im Alltag die Kohlenhydratmenge schätzen, dann verschätzen sie sich bei industriell gefertigten Lebensmitteln um bis zu 30 Prozent und bei selbst zubereiteten Mahlzeiten sogar um bis zu 50 Prozent.“ Weiterlesen


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In der Sprechstunde beim Diadoc auf’s Laufband – eine coole Idee!

Die Deutschen bewegen sich zu wenig. Sitzen ist das neue Rauchen. Bewegung wirkt effektiver als die meisten Medikamente. Undsoweiter. Schlagzeilen wie diese haben wir alle schon oft gelesen. Trotzdem kommt es viel zu selten vor, dass Ärzte ihre Patienten in Arztpraxen tatsächlich aktiv zu mehr Bewegung ermuntern und anleiten. Eine dieser Ausnahmen ist Hauke Groth, niedergelassener Diabetologe aus Rellingen bei Hamburg. Für eine Reportage in der Diabetes Zeitung und in der Blood Sugar Lounge habe ich ihn in seiner Praxis besucht.

Thomas Gundlach hat einen Termin in der Sprechstunde seiner Diabetespraxis. Dafür hat der 58-jährige Busfahrer, seit 17 Jahren Typ-2-Diabetiker und seit einigen Monaten insulinpflichtig, ein Muskelshirt, Turnschuhe und eine kurze Sporthose angezogen. Für seinen sportlichen Aufzug gibt es einen guten Grund: Wenn sein Diabetologe Hauke Groth ihn ins Sprechzimmer aufruft, dann bietet er ihm keinen Sitzplatz an. „Na, wollen Sie heute wieder auf’s Laufband?“, fragt der Arzt ihn stattdessen. Ja, Thomas Gundlach will sich lieber bewegen als sitzen, wenn er mit seinem Arzt am Bildschirm die von seinem Glukosesensor gesammelten Daten analysiert und über seine aktuellen Blutzuckerkurven und Insulindosen spricht. Und ich darf als Reporterin live dabei sein. Weiterlesen