Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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10 Dinge, die man wissen sollte, wenn man sich eine künstliche Bauchspeicheldrüse selbst bauen will

Eine künstliche Bauchspeicheldrüse Marke Eigenbau, auf Englisch auch „DIY Closed Loop“ genannt, ist momentan DER heiße Scheiß in der Diabetes-Community. Beim Diatec-Kongress und beim T1Day Ende Januar in Berlin habe ich mich schlau gemacht, was geht und was nicht geht – und über welche Risiken man als Anwender unbedingt Bescheid wissen sollte.

Man nehme: eine Insulinpumpe, ein CGM-System und ein Steuerungsmodul, das die beiden Elemente per Algorithmus miteinander verknüpft – und voilà, schon hat man eine künstliche Bauchspeicheldrüse, die vollautomatisch die aktuell gerade passende Insulinzufuhr regelt. Das zumindest stellen sich viele Menschen unter einem DIY Closed Loop vor. Ganz so einfach ist das alles allerdings nicht. Und das liegt nicht nur an den haftungsrechtlichen Herausforderungen, über die ich hier neulich ja schon einmal geschrieben hatte. Weiterlesen


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T1Day: DIY-Closed Loop überzeugt Anwender eher als der Minimed 670G Hybrid Closed Loop

Wenn der Vertreter eines Medizintechnik-Konzerns und zwei Ärzte vor Patienten auftreten und ihnen erklären, wie ein selbstgebauter Closed Loop bzw. OpenAPS (Open Artificial Pancreas System) funktioniert, dann begeben sie sich in eine rechtliche Grauzone.

Doch mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen schrecken nicht jeden davon ab, sich mit der Technologie zu beschäftigen, die derzeit so viele Herzen von Typ-1-Diabetikern höher schlagen lässt. „Ihr verlasst jetzt den sicheren Sektor“, unkte der Diabetologe Dr. Bernhard Gehr (Bad Heilbrunn) zu Beginn seines Vortrags vor rund 500 Menschen mit Typ-1-Diabetes, die am 28. Januar 2018 zum T1Day nach Berlin gekommen waren. Dort ging es wie immer um den neuesten „heißen Scheiß“, den die Diabetestechnologie zu bieten hat. Weiterlesen


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Kontaktallergien und Hautreaktionen auf das Freestyle Libre: Die Acrylate im Kleber scheinen Schuld zu sein!

In der Fachzeitschrift „Contact Dermatitis“ ist vor wenigen Tagen ein Beitrag zum Thema Hautreaktionen auf das Freestyle Libre erschienen. Man kann ihn zwar kostenfrei nur als Abstract lesen, doch die Botschaft ist klar: Schuld an den Hautreaktionen, mit denen sich viele Anwender herumschlagen, sind Acrylate im Klebstoff. Genauer gesagt Isobornyl-Acrylat.

Ich bringe deshalb an dieser Stelle mal einen Beitrag von mir, der im März 2017 in der Blood Sugar Lounge zu genau diesem Thema erschienen ist. Er war bis dato noch nicht hier auf meinem Blog zu lesen. Weiterlesen


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Schluss mit den Werbelügen: Leben mit Diabetes heißt leider auch Leben mit Einschränkungen!

„Mit Typ-1-Diabetes kann man heute ein ganz normales Leben führen!“ Es gibt Tage (und diese Woche hatte ich einige davon), an denen ich Sprüche wie diesen um’s Verrecken nicht hören möchte. Weil sie schlicht und ergreifend mit dem realen Alltag nichts zu tun haben.

Wer heutzutage die Diagnose Typ-1-Diabetes erhält, der bekommt von Beginn an Botschaften wie „Sie können weiter alles essen, was Sie essen möchten“ oder „Sie müssen sich mit nichts wirklich einschränken“ mit auf den Weg. Auf der Internetseite des Profil-Instituts liest sich das so: „ (…) mit guter Blutzuckerkontrolle können Diabetiker jedoch – abgesehen von der Therapie – ein vollkommen beschwerdefreies und normales Leben führen.“ Das ist sicherlich beruhigend und ermutigend gemeint, denn eine Aussage wie „Sie haben sich hier eine lebensbedrohliche Stoffwechselerkrankung angelacht, die Sie permanent auf Trab halten und Ihnen regelmäßig den Tag versauen wird“ würde wohl kaum dabei helfen, die Diagnose zu akzeptieren und mutig nach vorn zu schauen. Weiterlesen


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T1Day 2017: Hier gibt es ein paar erste Eindrücke aus Berlin

Du warst gestern nicht beim T1Day in Berlin? Tja, Pech gehabt, du hast eine tolle Veranstaltung verpasst! Ich bin froh, dass ich vom 28. bis 29. Januar 2017 in Berlin war und dieses Jahr auch meinen Mann Christoph zum ersten Mal mit zum T1Day geschleift habe. Der hat es übrigens nicht bereut, den Sonntag mit 260 Typ-1-Diabetikern bei Vorträgen und Workshops in einem Hotelsaal mit vollaufgedrehter Heizung zu verbringen.

In den kommenden Tagen werde ich noch den einen oder anderen Bericht über den T1Day schreiben, der dann in Kürze in der diabetes zeitung der DDG, in der Blood Sugar Lounge und hier auf meinem Blog zu lesen sein wird. Aber so lange die Eindrücke noch frisch sind, hier schon ein klitzekleiner Kurzbericht. Weiterlesen


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Wir sind Blutsbrüder! Eine Kampagne für mehr Aufmerksamkeit für Typ-1-Diabetes

Die ALS Ice Bucket Challenge hat gezeigt, wie viel Aufmerksamkeit eine Schneeball-Aktion in den sozialen Medien für eine bis dato noch ziemlich unbekannte Krankheit erzeugen kann. Beim T1Day in Berlin fiel daher der Startschuss für eine ähnliche Kampagne – Ziel: Mehr Aufmerksamkeit und Verständnis für Typ-1-Diabetes wecken.

Der stolze Apachenhäuptling Winnetou war meine erste große Liebe. Auf seinen Blutsbruder Old Shatterhand war ich (zumindest im Alter von etwa zehn Jahren) deshalb ziemlich eifersüchtig. Schließlich heißt Blutsbrüderschaft, dass man gemeinsam durch dick und dünn geht, füreinander einsteht und einander blind vertraut. So verschossen wie ich in Winnetou war, hätte ich diesen Status dem Bleichgesicht Lex Barker eigentlich gern streitig gemacht. Weiterlesen


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T1Day: Warum habe ich Diabetes? Und ist vielleicht doch bald Heilung in Sicht?

Kein Fingerstechen, keine Insulinspritzen mehr, kein mühsames Berechnen von Kohlenhydraten und Insulineinheiten, keine Geräte am Körper oder in der Handtasche, die uns beim Simulieren dessen helfen, was der Körper eigentlich allein können sollte… Dürfen wir irgendwann auf eine Heilung vom Typ-1-Diabetes hoffen?

Als ich Ende März 2010 – kurz nach meinem 40. Geburtstag – die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, war mein erster (zugegebenermaßen ziemlich absurder) Gedanke: „Ich SCHREIBE über so etwas, ich HABE so etwas doch nicht! Warum ich?“ Doch leider sind auch Medizinjournalisten ebenso wenig wie andere Menschen immun gegen gesundheitliche Schicksalsschläge, gegen unerklärliche Launen der Natur wie das Entstehen eines Typ-1-Diabetes. Es gibt zwar immer wieder Theorien und Forschungsansätze zu der Frage, was diese Stoffwechselerkrankung auslöst oder begünstigt. Doch auch ein Experte wie der Privatdozent Dr. Klemens Raile, der an der Berliner Charité in der Kinder- und Jugenddiabetologie forscht, hat auf diese Frage bislang keine klare Antwort. Umweltfaktoren? Möglich, aber nicht belegt. Als Baby zu kurz oder gar nicht gestillt und zu früh mit Kuhmilch ernährt worden? Könnte sein – doch die Bedeutung dieses Faktors scheint zu gering zu sein, als dass man deswegen Heerscharen frischgebackener Mütter verrückt machen sollte, die vielleicht gute Gründe haben, warum sie nicht stillen können oder wollen. Weiterlesen