Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Verdorbener Magen, Übelkeit und Erbrechen – und 6 Einheiten Insulin an Bord

Seit meiner Diagnose vor gut 9 Jahren bin ich vor Magen-Darm-Infekten zum Glück verschont geblieben. Die Vorstellung, für Essen zu spritzen, das ich dann nicht im Magen behalten kann, war für mich immer der absolute Horror. Nun, heute habe ich diesen Horror – zumindest im handlichen Pocketformat – einmal durchexerziert. Und so langsam geht es mir wieder besser.

Irgendetwas stimmte nicht mit meinem Frühstück heute. Dass mein Magen nicht ganz einverstanden war mit meiner Essensauswahl am Morgen, merkte ich irgendwann am späten Vormittag. Ein Ziehen in der Magengegend, Unwohlsein, leicht erhöhter Puls. Woran denke ich als Mensch mit Diabetes als erstes? Na klar, das wird wohl eine sich anbahnende Hypo sein. War es aber nicht, der Glukosewert lag bei stabilen 104 mg/dL. Um meinen Magen nicht weiter zu stressen, beschloss ich zum Mittagessen ein Porridge aus Haferflocken zu kochen. Das vertrage ich normalerweise auch mit empfindlichem Bauch anstandslos. Weiterlesen


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Leben mit Diabetes: Woran man echte Verbündete erkennt

Vor ein paar Tagen habe ich auf meiner Facebook-Seite bereits den Link zu einem tollen Blogbeitrag geteilt, in dem es um die echten Verbündeten von Menschen mit Behinderungen geht: Woran erkennt man sie? Und wer gibt nur vor, Verbündeter zu sein und zeigt im Alltag dann doch übergriffiges oder anmaßendes Verhalten?

Christianes Blogbeitrag „Woran man Verbündete behinderter Menschen erkennt (und wie man eine/r wird)“ ist eher allgemein gehalten, ihre 10 Punkte lassen sich daher auf jegliche Art von Behinderung anwenden – ob körperliche oder geistige Behinderung, gravierende oder weniger starke, sichtbare oder unsichtbare Beeinträchtigung. Ich habe auf Facebook schon ganz spontan schon ein paar von Christianes Punkten auf das Thema Diabetes hin konkretisiert. Das Thema hat mich aber nicht losgelassen. Weiterlesen


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Ein kleines Experiment: Schreiben über Diabetes mit lauter einsilbigen Wörtern

Das hier ist mit Sicherheit eine ziemlich alberne Idee. Ich versuche es trotzdem: Ihr werdet gleich Zeuge, wie ich einen Text zum Thema Diabetes schreibe, in dem alle Wörter nur eine einzige Silbe haben. Die Wörter „Zucker“, „Glukose“, „Diabetes“ oder „Sensor“ sind damit schon mal verboten. Ob ich wohl trotzdem einen Text schreiben kann, der halbwegs Sinn ergibt?

Es ist gar nicht schlecht, auch mal auf seinen eigenen Blog zu stöbern. Manchmal kann man da richtig gute Texte finden. So ging es mir heute zum Beispiel, als ich auf meinem beruflichen Blog über eine Weiterbildung berichtet habe, die ich gestern besucht habe.  Bei der Gelegenheit ist mir ein älterer Blogbeitrag in die Finger gekommen, in dem ich ein anderes Seminar reflektiert habe. Thema war: „Schreiben unter Zeitdruck“ und wie man seine Schreibprozesse möglichst effizient organisiert. Weiterlesen


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Heute ist Welt-Blutspendetag – aber warum dürfen Typ-Einser eigentlich nicht spenden?

Anlässlich des Weltblutspendentags heute am 14. Juni 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) darauf hingewiesen, dass in Zukunft besonders auf die ausreichende Versorgung mit Spenderblut geachtet werden muss und zur regelmäßigen Blutspende aufgerufen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sind vom Blutspenden zwar ausgeschlossen, für mich ist das Stichwort „Blutspende“ trotzdem immer sehr bedeutsam – denn mein Diabetes wurde rein zufällig bei einer Blutuntersuchung nach dem Blutspenden entdeckt.

Die ausreichende Versorgung mit Blutprodukten in Deutschland wird aufgrund des demografischen Wandels zu einer immer größeren Herausforderung. Die Zahl der möglichen Blutspender zwischen 18 und 65 Jahren nimmt konstant ab. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die einen höheren Bedarf an Blutprodukten haben. „Wir beobachten seit einigen Jahren eine Zunahme der Patienten höheren Alters, die mehr Blut brauchen“, erläutert Professor Dr. med. Hermann Eichler, erster Vorsitzender der DGTI. Zwar dürften auch Menschen über 65 Jahren Blut spenden, wenn der voruntersuchende Arzt sie für geeignet hält, das sei aber seltener der Fall als bei jüngeren Menschen. Weiterlesen


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AMBA-Studie: Typ-1-Diabetes bei Kindern ist ein Karrierekiller für ihre Mütter

Was Mütter von Kindern mit Diabetes längst wissen, hat nun auch eine wissenschaftliche Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bestätigt. Sie ist zwar bislang noch nicht veröffentlicht, doch ihre Ergebnisse wurden bei der DDG-Jahrestagung in Berlin vorab präsentiert. Demnach tragen Mütter den Löwenanteil der Belastung und stecken beruflich (und auch finanziell) deutlich zurück.

Es passiert nicht oft beim Kongress einer medizinischen Fachgesellschaft, dass bei der Diskussion eines Vortrags eine Zuhörerin ans Mikro geht und in Tränen ausbricht. Denn meist sind es nicht allzu emotionale Themen, die in den wissenschaftlichen Sitzungen diskutiert werden. Und gleichzeitig betrachten die Vortragenden wie auch das Publikum die Themen in der Regel aus einer nüchtern-beobachtenden Warte, sind also selten selbst betroffen. Bei der Sitzung „Familiäre Belastungen und Diabetes“ vor gut einer Woche bei der DDG-Jahrestagung in Berlin war das anders. Dort trat tatsächlich eine Frau nach vorn, die den vorangegangenen Vortrag kommentieren wollte und dann kaum in der Lage war zu sprechen, weil sie mit den Tränen kämpfen musste. Die Frau war Ärztin und Mutter eines Kinds mit Typ-1-Diabetes. Weiterlesen


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Durchhalten und Etappenziele verfolgen: Was Menschen mit Diabetes von der Bergsportlerin Gela Allmann lernen können

Es ist schon eine Weile her, dass ich im Februar beim Bundeskongress Chirurgie in Nürnberg einen Vortrag von Gela Allmann gehört habe. Das ist eine Bergsportlerin, die einen Sturz von einem 800 Meter hohen Berg schwerverletzt überlebt hat. Sie hat eine unglaubliche Geschichte zu erzählen, aus der auch Menschen mit Diabetes Kraft schöpfen können. Inzwischen habe ich ihr Buch „Sturz in die Tiefe“ fertiggelesen und kann es euch wärmstens empfehlen.

Es war nicht unbedingt ein typischer Programmpunkt für den Bundeskongress Chirurgie. Und so rieb sich manch einer im Publikum erst ein wenig verwundert die Augen. Denn im Impulsvortrag von Gela (eigentlich Angelika) Allmann, der mit einem mehrminütigen, professionell produzierten Video im Großformat startete, ging es nicht um berufspolitische Prognosen oder philosophische Ausblicke in die Zukunft des Gesundheitswesens. Stattdessen wurde es persönlich. Wie kann man gestärkt aus persönlichen Krisen hervorgehen und sein Leben lächelnd und zuversichtlich meistern?

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Eine Ode an mein Pankreas – und weitere Songs aus meiner Diabetes-Playlist

Ich habe mir einmal den Spaß gemacht, bei Musik-Streaming-Diensten nach „süßen“ Schlagwörtern zu suchen. Herausgekommen ist eine ziemlich lange und lustige Diabetes-Playlist. Doch es gibt auch Songs, die für mein ganz persönliches Verhältnis zu meinem Diabetes Bedeutung haben.

Als wir Autorinnen und Autoren der Blood Sugar Lounge die Info bekamen, dass es bei der Monatsaktion im April um das Thema Musik bzw. „Dein Hit für die Diabetes-Playlist“ gehen soll, da hielt ich das für Gedankenübertragung. Denn ich hatte erst kurz zuvor spaßeshalber begonnen, mir eine Diabetes-Playlist zu erstellen. Dafür habe ich auf den Musik-Streaming-Diensten Amazon Music und Spotify nach ein paar „süßen“ Schlagwörtern gesucht – und natürlich noch meine ganz persönlichen Favoriten hinzugefügt. Voilà, auf geht’s! Weiterlesen