Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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10 Jahre Diabetes – mein Diaversary im Schatten von Corona

Es ist ja nicht so, dass ich schon seit Wochen diesem großen Datum entgegenfiebere. Auch am Jahrestag meiner Diabetesdiagnose war mir bislang nie so richtig nach Feiern zumute. Doch bis vor einer Weile dachte ich, dass ich den quasi runden Geburtstag doch sicher als bedeutsamen Tag empfinden würde. Doch nun haben wir eine Corona-Pandemie, die Welt steht quasi still, und ich habe keine Lust auf mein Diaversary.

Obwohl ich sicherlich nicht übermäßig gefährdet bin, mich zu infizieren und einen schweren Verlauf zu erleben, obwohl ich weiterhin Arbeit habe und meine Auftragslage unverändert gut ist, obwohl ich das Arbeiten im Home Office gewöhnt bin und sich eigentlich nur wenig an meinem Joballtag geändert hat, obwohl Christoph und ich uns gut vertragen und auch über Wochen der Zweisamkeit nicht schnell genervt voneinander sind… drückt mir Corona mittlerweile auf die Stimmung. Weiterlesen


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Was Jugendliche mit Typ-1-Diabetes auf dem Weg ins Erwachsenenleben bewegt

Auf Fachkongressen habe ich schon häufiger darüber gehört, dass es für Jugendliche mit Typ-1-Diabetes nicht leicht ist, von der kinderdiabetologischen Einrichtung in eine „normale“ diabetologische Schwerpunktpraxis für Erwachsene zu wechseln. Welche Gedanken sich manche von ihnen über ihren Weg ins Erwachsenenleben mit Diabetes machen, habe ich diese Woche bei einem Schulungsabend erlebt.

Vor einer Weile erreichte mich die Anfrage einer Diabetesberaterin aus Hamburg, die in einem Kinderkrankenhaus Kids und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes betreut und schult. Ob ich nicht einmal zu einem ihrer Schulungsabende vorbeikommen und über mein Leben als Erwachsene mit Typ-1-Diabetes erzählen könne. Ich fand diese Bitte zunächst etwas ungewöhnlich – schließlich habe ich meine Diagnose ja erst im bereits fortgeschrittenen Erwachsenenalter erhalten, und ich habe keine Ahnung, wie sich der Übergang von Jugend zu Erwachsenenalter mit Typ-1-Diabetes anfühlt. Doch die Diabetesberaterin versicherte mir, das sei kein Problem: Für die Jugendlichen sei es einfach spannend, einmal aus erster Hand zu erfahren, wie es sich als Erwachsene mit Typ-1-Diabetes lebt. Viel besser, als wenn eine Diabetesberaterin graue Theorie predigt. Okay, also einverstanden. Weiterlesen


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8 triftige Gründe, warum ich nicht mehr beim Hamburger Triathlon antreten werde

Seit 2013 bin ich bis auf eine Ausnahme jedes Jahr beim Hamburger Triathlon angetreten. Ich muss zugeben: Ohne diese Veranstaltung wäre ich wohl nie angefixt worden und würde mich heute nicht für Triathlon interessieren. Doch die Abzocke bei diesem kommerziellen Groß-Event hat inzwischen Ausmaße angenommen, dass ich künftig keinen Startplatz beim Hamburger Triathlon mehr haben möchte.

Irgendwann gibt es den einen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Dieser Punkt war vor zwei Wochen bei mir erreicht, als ich beim Hamburger Triathlon in der Volksdistanz angetreten bin und mich mehrfach über die unverschämte Abzocke bei diesem Event geärgert habe. Weiterlesen


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Swim, bike, run – Triathlon beim kühlem Nieselpiesel in Hamburg

Bei Sonne und etwas höheren Temperaturen macht es eindeutig mehr Spaß, in der Alster zu schwimmen, durch die Hafencity und über die Reeperbahn zu radeln und durch die Hamburger City zu laufen. Aber man kann sich das Wetter nun einmal nicht aussuchen – ebenso wenig wie die Kapriolen, die der Blutzucker am Wettkampftag veranstaltet.

Eigentlich hatte ich mir für den diesjährigen Hamburger Triathlon am ersten Juliwochenende ja vorgenommen, erstmals in der Olympischen Distanz zu starten. Meine sportlichen Erfolge und meine richtig coole Trainingsmotivation von 2018 (persönliche Bestzeit in der Volksdistanz beim Hamburger Triathlon, der erste Halbmarathon in Amsterdam) hatten mich – vielleicht ein bisschen leichtsinnig – motiviert, mir ein neues sportliches Ziel zu stecken. Bei der Olympischen Distanz im Triathlon geht es um 1500 Meter Schwimmen (statt 500 in der Volksdistanz), 40 (statt 20) Kilometer Radfahren und 10 (statt 5) Kilometer Laufen. Wow, ganz schön happig – aber es sollte zu schaffen sein, oder? Ich meldete mich an. Weiterlesen


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#FitnessFueledT1d – das war meine Woche in der aktuellen Community-Challenge!

Habt ihr in der vergangenen Woche auch die Challenge in der Diabetes-Community verfolgt, die Lisa und Ramona von den Nachbar-Blogs Lisabetes und TattoosTravelTypeOne initiiert haben? Unter dem Hashtag #FitnessFueledT1d haben eine ganze Menge Typ-Einser jeden Tag über ihre Erfahrungen zum Thema „Sport mit Diabetes“ berichtet.

Klar, dass ich bei so einer Challenge mit dabei bin! Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmam bei Lisa und Ramona für diese coole Initiative bedanken. Die Challenge hat gezeigt, dass eine ganze Menge von uns sportlich aktiv sind und sich von ihrem Typ-1-Diabetes nicht davon abhalten lassen. Außerdem praktizieren wir enorm viele verschiedene Sportarten – die beim Diabetesmanagement mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen und mindestens ebenso vielen möglichen Lösungsanästzen einhergehen. Weiterlesen


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Auf die Gurke, fertig, los! Über meinen zweiten Halbmarathon im Spreewald

In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mal gehört, was für eine tolle Veranstaltung der Spreewald-Marathon mit seinen unzähligen Lauf-, Walking-, Paddel-, Fahrrad- und Inliner-Events doch ist. Dieses Jahr waren Christoph und ich erstmals mit dabei, denn die IDAA hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen – und das verspricht immer viel nette zuckersüße Gesellschaft. Für mich stand im malerischen Biosphärenreservat um Lübbenau mein zweiter Halbmarathon auf dem Programm.

Nachdem im vergangenen Jahr meine beiden Projekte „Kampf den Kilos“ und „Ich kann jetzt auch Halbmarathon“ so erfolgreich verlaufen waren, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich grundsätzlich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und so hatte ich mir bei der Anmeldung für den Spreewald-Marathon natürlich erneut einen Halbmarathon herausgepickt und nicht irgendeinen popeligen kürzeren Lauf: „Pah, 10-Kilometer-Läufe sind ja sowas von 2017!“ Vielleicht war es also an der Zeit, dass mein Übermut einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt? Um es vorweg zu nehmen: Ich habe meinen Halbmarathon zwar geschafft, aber das Ganze war alles andere als ein Kindergeburtstag. Und mein Diabetes entpuppte sich tatsächlich mal als ein echter Spielverderber. Weiterlesen


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Sibirien im Februar – ein ganz besonderer Marathon

Es war dieses Jahr nun schon das vierte Mal, dass wir mit einer Staffel der IDAA beim Sibirien-Marathon in Elmshorn angetreten sind. Doch bevor ihr entnervt wegklickt, weil euch die Story bekannt vorkommt: Dieses Jahr gab es zwei Besonderheiten.

Als wir uns 2016 zu unserem ersten Sibirien-Marathon angemeldet hatten und den Lauf bei Facebook angekündigt hatten, sorgte das noch für ungläubige und besorgte Reaktionen im Familienkreis: „Ihr wollt doch nicht wirklich im Februar in Sibirien einen Marathon laufen?“ Inzwischen können wir zumindest unsere Verwandtschaft nicht mehr damit schocken. Denn sie wissen mittlerweile, dass dieser Marathon nicht irgendwo im eisigen Novosibirsk stattfindet, sondern fünf Autominuten von unserem Zuhause entfernt im Elmshorner Forst Sibirien. Weiterlesen