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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Erste Erfahrungen mit dem Freestyle Libre 3: Darf’s ein bisschen weniger sein?

Demnächst will die Firma Abbott eine neue Generation ihres beliebten Glukosesensors einführen. Er ist deutlich kleiner als das bisherige Modell, kommt mit weniger Verpackungsmaterial und einem reduzierten Applikator aus und funkt die Messwerte ohne Scannen selbst an die App – weniger Arbeitsschritte also bis die aktuelle Kurve auf dem Display erscheint. Ich habe den Freestyle Libre 3 ausprobiert – und freue mich darauf, ihn ab September hoffentlich regulär zu nutzen.

Ich nutze den das FGM-System Freestyle Libre (FSL), seit es im Herbst 2014 auf den Markt gekommen ist. Seither gab es eine ganze Reihe von Weiterentwicklungen: Während das FSL1 nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden konnte und auch noch nicht über Alarme bei Hypo- oder Hyperglykämien verfügte, ließ sich das FSL2 mit einer App auslesen und machte sich – sofern gewünscht – bei grenzwertig hohen oder niedrigen Werten akustisch bemerkbar. Nun steht mit dem FSL3 noch einmal eine neue Generation in den Startlöchern. Ich habe den neuen Sensor neulich gratis testen dürfen* und erzähle euch hier einmal von meinen Beobachtungen.

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Wenn der Sensor die Haut irritiert: Woran erkennt man eine allergische Kontaktdermatitis?

Meine Haut verträgt das Pflaster des Freestyle Libre-Sensors zum Glück prima. Allerdings weiß ich von vielen anderen Typ-Einsern, dass sie Probleme mit den Klebstoffen verschiedener CGM-Sensoren oder Katheter-Pflaster haben. Doch woran erkennt man, dass es sich um ein ernstes dermatologische Problem handelt?

Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung können Lebensqualität und Therapieergebnisse von insulinpflichtigen Menschen mit Diabetes entscheidend verbessern. Allerdings führt ihre Nutzung häufig zu Hautreaktionen auf Klebstoffe in Pflastern oder Sensoren. Ich habe darüber schon 2016 hier auf dem Blog schon berichtet, etwa zu der Frage, ob Abbott als Hersteller für derartige Hautreaktionen haftet. Inzwischen haben sich glücklicherweise viele schlaue Leute mit dem Thema befasst. Beim DiaTec-Kongress etwa, der Anfang 2020 (vor Corona, also noch live und in Farbe in einem nach heutigem Empfinden geradezu unanständig und gefährlich überfüllten Vortragssaal) stattgefunden hat, erklärte die Hautärztin und Allergologin Dr. Stefanie Kamann aus Feldafing, selbst Mutter eines Jungen mit Typ-1-Diabetes, worauf man bei Hautirritationen achten sollten. Ihr Vortrag richtete sich in erster Linie an Diabetologen. Ich habe darüber in Ausgabe 7/8.2020 der Diabetes Zeitung der DDG berichtet. Doch auch betroffenen Typ-Einsern dürfte dieses Wissen helfen, weshalb ich den Artikel nun auch hier auf meinem Blog noch einmal veröffentliche.

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Erholsamer Urlaub – trotz oder sogar wegen unfreiwilliger Sensor-Pause

Eine Woche Urlaub in Dänemark. Juchu, wir schmeißen im Ferienhaus die Sauna an! Kaum war mir aufgefallen, dass ich keinen Ersatz-Sensor dabei hatte, riss ich mir nach der Sauna mein Freestyle Libre vom Arm. Ich musste mich also eine Woche lang wieder mit täglich 5–7 Messwerten begnügen.

Normalerweise bin ich auf Reisen in Sachen Diabetes-Ausrüstung nie ohne Netz und doppelten Boden unterwegs. Auch wenn ich nur für ein Wochenende wegfahre, packe ich immer einen Ersatz-Sensor ein, außerdem ausreichend Blutzuckerteststreifen, um für den Fall der Fälle ganz auf blutige Messungen umsteigen zu können. Genug Insulin und Pennadeln gehören natürlich auch ins Gepäck. Tja, doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Und so habe ich unseren Urlaub in Dänemark, von dem wir gestern zurückgekehrt sind, tatsächlich ganz ohne kontinuierliche Glukosemessung überstehen müssen.

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Schlaflose Gedanken nach einem nächtlichen Hypo-Fehlalarm

Nächtliche Fehlalarme wegen einer vermeintlichen Unterzuckerung sind das Nervigste, was ein Glukosesensor zu bieten hat. Ich kann dann oft nicht wieder einschlafen und wälze mich mit allen möglichen Gedanken. Heute Morgen um 3 Uhr kreisten sie auf einmal um die fiese Art, wie immer noch mit vielen Menschen mit Diabetes mit Folgeerkrankungen gesprochen wird.

Und das kam so: Ich schlafe gern auf der Seite. Dann wird das Gewebe, in dem der Sensorfaden meines Freestyle Libre 2 sitzt, leider manchmal so stark komprimiert, dass es nur wenig Gewebeflüssigkeit und damit auch kaum Zucker enthält. Der Sensor erkennt dann eine Hypo, obwohl der Glukosewert eigentlich völlig in Ordnung ist. So auch vergangene Nacht. Gegen 3 Uhr weckte mich der Alarm. Ich scannte schlaftrunken den Wert: 53 mg/dl mit stark fallender Tendenz! Das kam mir seltsam vor, also knipste ich das Licht an, kramte ich nach einem Blutzuckerteststreifen und piekste mir in den Finger, um den Blutzuckerwert zu testen.

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Rückblick auf 5 Jahre Diabetesmanagement mit dem Freestyle Libre

Seit November 2014 nutze ich das iscCGM-System Freestyle Libre aus dem Hause Abbott und bin damit quasi eine Anwenderin der ersten Stunde. Das System war damals ein echter „Game Changer“ für mich und mein Diabetesmanagement, wie man auf Neudeutsch so schön sagt. Ich habe diese Zeit mit ihren Höhen und Tiefen, Erfahrungen und Erkenntnissen nun einmal Revue passieren lassen.

Kinners, wie die Zeit vergeht! Nun ist es bereits über fünf Jahre her, dass ein am Arm aufgeklebter Knopf mein Leben mit Diabetes verändert hat. Schon seit Anfang 2014 gab es in der Community Gerüchte, die Firma Abbott werde ein neues Glukosemesssystem herausbringen, eine Art „CGM light“. Die Spannung war groß – und dann im Oktober schaltete Abbott endlich seinen Online-Shop frei, in dem man Starterpakete mit Lesegerät und zwei Sensoren bestellen konnte. Zunächst auf eigene Rechnung, denn das Freestyle Libre (FSL) war noch keine Kassenleistung. Weiterlesen


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Auf die Gurke, fertig, los! Über meinen zweiten Halbmarathon im Spreewald

In den vergangenen Jahren hatte ich immer wieder mal gehört, was für eine tolle Veranstaltung der Spreewald-Marathon mit seinen unzähligen Lauf-, Walking-, Paddel-, Fahrrad- und Inliner-Events doch ist. Dieses Jahr waren Christoph und ich erstmals mit dabei, denn die IDAA hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung eingeladen – und das verspricht immer viel nette zuckersüße Gesellschaft. Für mich stand im malerischen Biosphärenreservat um Lübbenau mein zweiter Halbmarathon auf dem Programm.

Nachdem im vergangenen Jahr meine beiden Projekte „Kampf den Kilos“ und „Ich kann jetzt auch Halbmarathon“ so erfolgreich verlaufen waren, war ich felsenfest davon überzeugt, dass ich grundsätzlich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Und so hatte ich mir bei der Anmeldung für den Spreewald-Marathon natürlich erneut einen Halbmarathon herausgepickt und nicht irgendeinen popeligen kürzeren Lauf: „Pah, 10-Kilometer-Läufe sind ja sowas von 2017!“ Vielleicht war es also an der Zeit, dass mein Übermut einen kleinen Dämpfer verpasst bekommt? Um es vorweg zu nehmen: Ich habe meinen Halbmarathon zwar geschafft, aber das Ganze war alles andere als ein Kindergeburtstag. Und mein Diabetes entpuppte sich tatsächlich mal als ein echter Spielverderber. Weiterlesen


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Meine Wunschliste an die neue App für das Freestyle Libre 2

Als ich neulich das neue Freestyle Libre 2 (FSL2) zum Testen in Betrieb hatte, habe ich im Anschluss auch einen Fragebogen der Firma Abbott ausgefüllt, in dem ich meine Eindrücke aus der Testphase zusammengefasst habe. Bei den meisten Fragen galt es nur Zutreffendes anzukreuzen. Doch im Freitext-Feld habe ich mich ausgetobt: mit einer Wunschliste für die neue App, die irgendwann im Laufe des ersten Halbjahres 2019 herauskommen soll.

Denn so zufrieden ich mit dem FSL2 im Probezeitraum auch war – dass ich es erstmal nur mit dem Lesegerät und nicht mit der iPhone-App verwenden konnte, wie ich sie vom FSL1 kenne, habe ich doch als kleinen Rückschritt empfunden. Ich hoffe deshalb, dass die geplante Neuauflage der App bereits am Start sein wird, wenn im August 2019 mein Rezept für das FSL1 ausläuft und ich dann mit FSL2-Sensoren beliefert werde. Weiterlesen


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Sensorvergleich! Am linken Arm Freestyle Libre 1, rechts Freestyle Libre 2. Und dann?

Ebenso wie etliche andere Bloggerinnen und Blogger habe auch ich Ende 2018 ein Paket mit zwei Sensoren des Freestyle Libre 2 bekommen und konnte die neue Version ausgiebig testen. Gemeinsam mit Christoph habe ich mir genauer angeschaut, wie sich die Glukosekurven des neuen Systems vom Freestyle Libre der ersten Generation unterscheiden. Dabei sind im Wesentlichen drei Beobachtungen herausgekommen.

Mein Mann Christoph ist Elektroingenieur und arbeitet in einem Prüflabor, in dem er sich den ganzen Tag mit Messtechnik und statistischen Auswertungen von Messdaten beschäftigt. Das muss ich vorwegschicken, damit ihr versteht, warum er so heiß darauf war, mit mir eine kleine Testreihe zum Vergleich des Freestyle Libre 1 (FSL1) und des Freestyle Libre 2 (FSL2) zu machen. Als ich also mein Testpaket* mit zwei Sensoren des neuen FSL2 sowie einem neuen Lesegerät von Firma Abbott erhielt, beschlossen wir, dass ich beide Sensoren parallel tragen würde und dass wir im Anschluss die Glukosekurven übereinanderlegen und uns die Unterschiede genauer anschauen. Weiterlesen


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Online-Fragebogen zu Hautreaktionen und Kontaktallergien auf Glukosesensoren

Leute, hier gibt es eine Möglichkeit, der Wissenschaft zu helfen! Weil ich hier ja schon häufiger über Hautreaktionen auf das Freestyle Libre geschrieben habe, wurde ich von einer Ärztin (Allergieabteilung der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Technische Universität München) angeschrieben, die sich mit dem Thema Hautreaktionen und Kontaktallergien auf Glukosesensoren beschäftigt.

Meine Haut verträgt die Freestyle Libre-Sensoren ja zum Glück weiterhin anstandslos – da klopfe ich mal schön auf Holz. Wenn ihr aber mit solchen Problemen zu kämpfen habt, dann nehmt euch bitte knapp zehn Minuten Zeit und füllt den anonymen Online-Fragebogen zu diesem Thema aus. Christine Schönmann (Assistenzärztin der Klinik) und Prof. Knut Brocknow (Oberarzt Allergologie) versuchen nämlich derzeit, die Therapieoptionen bei Kontaktallergien auf Glukosesensoren wie FreeStyle Libre oder Dexcom und deren Aussicht auf Erfolg zu erfassen. Außerdem möchten sie die Erkenntnisse ihrer Arbeit an Patientinnen und Patienten weiterleiten und ggf. Einfluss auf die Hersteller ausüben.

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Kinners, wie die Zeit vergeht! Das war mein (Diabetes-) Jahr 2018

Mein Jahr 2018 war in vielerlei Hinsicht ein ziemlich bewegtes und aufregendes. Vielleicht habt ihr ja Lust, es gemeinsam mit mir Revue passieren zu lassen…

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