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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Meine erste OP mit Diabetes: Alles gut überstanden!

Eine Operation wegen eines schnellenden Daumens ist zwar kein komplexer Eingriff und dauert nur ein paar Minuten. Aber weil mein Chirurg ihn lieber in einer kurzen Vollnarkose durchführen wollte, war ich doch ein wenig nervös, wie meine Glukosewerte darauf reagieren würden.

Gestern nun habe ich mich unters Messer gelegt – und kann nur 24 Stunden nach der OP ganz offensichtlich schon wieder tippen. Und auch mein Diabetes hat mir das kleine chirurgische Abenteuer nicht übelgenommen. Nun muss nur noch die Wunde schön verheilen, dann ist alles wieder paletti.

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Forschung an neuen Insulinen: Alles leider kein Wunschkonzert…

Im großen Jubiläumsjahr blickt die Diabeteswelt nicht nur zurück in die vergangenen 100 Jahre mit dem Lebensretter Insulin, sondern auch in die Zukunft: Was lässt sich in der Insulintherapie noch verbessern? Wird es bald Insuline in Tablettenform geben? Oder Depot-Insuline, die selbst erkennen, wann der Blutzucker steigt, und dann erst aktiv werden? Ich habe mich bei verschiedenen Kongressen einmal umgehört, woran in der Insulinforschung aktuell gearbeitet wird.

Wenn ich mir mein Traum-Insulin selbst anmixen dürfte, wäre es mir besonders wichtig, dass es in Sekundenschnelle wirkt, sobald mein Blutzuckerspiegel ansteigt. Dann bräuchte ich nicht mehr auf einen Spritz-Ess-Abstand zu achten, der bei mir je nach Tageszeit schon mal bei 20–30 Minuten liegen kann. Am besten erkennt mein Traum-Insulin auch von ganz allein, wann es etwas zu tun gibt – das würde mir die lästige Rechnerei ersparen, sobald Kohlenhydrate im Spiel sind. Ohne Spritzen wäre die Insulintherapie natürlich ebenfalls erheblich angenehmer.

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Neulich beim DEEP Talk in Mainz: Es sind nicht immer die Kohlenhydrate…

Wer noch nicht allzu viel Insiderwissen in Sachen Diabetes hat, neigt dazu, jegliche Ausreißer immer auf die Kohlenhydrate zu schieben. Falsch berechnet, verschätzt, für den Nachschlag kein Insulin gespritzt… Klar, das kommt vor. Aber es gibt auch jede Menge andere Faktoren, die den Glukoseverlauf beeinflussen. Bei einem Kurzvortrag in Mainz bei Novo Nordisk vergangene Woche habe ich einige davon aufgezählt – der Talk wurde live gestreamt und ist nun auch dauerhaft online verfügbar.

Vorletzte Woche war ich so intensiv auf Tour wie schon sehr lange nicht mehr: Am Donnerstag fuhr ich mit der Bahn nach Mainz zu einem „DEEP Talk“ bei Novo Nordisk.* Von dort aus am Freitag weiter nach Jena, wo ich bei einer Diabetestagung einen Vortrag zum Thema ‚Sensible Sprache bei Diabetes‘ halten sollte. So viele Bahnkilometer habe ich schon sehr lange nicht mehr in so kurzer Zeit verfahren! Über den zweiten Teil meiner Reise werde ich in den nächsten Tagen noch ausführlich berichten. Heute ist erst einmal mein Trip nach Mainz an der Reihe.

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Hypo bei der Gartenarbeit ignoriert – ein klarer Fall für die Wissenschaft!

Im Garten zu buddeln und Unkraut auszureißen, kann die Glukosewerte ganz schön in den Keller schicken. So erging es mir vor einer Weile: Ich spürte die Anzeichen einer Unterzuckerung zwar, hatte aber keine Lust, sofort darauf zu reagieren. Ironischerweise stand kurz darauf ein Fachvortrag zum Thema Hypo-Wahrnehmung auf meiner Agenda, in dem u.a. darüber diskutiert wurde, warum Menschen mit Diabetes ihre Hypos gelegentlich ignorieren.

Das war wirklich eine denkwürdige Situation neulich. Ich hatte den Auftrag, über eine Reihe von Vorträgen bei der JA-PED zu berichten, wie die gemeinsame Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Diabetologie (AGPD) und der Deutschen Gesellschaft für Kinderendokrinologie und -diabetologie (DGKED) abgekürzt genannt wird. Es war Ende Juni 2021, wegen der Corona-Maßnahmen fand der Kongress für die Teilnehmenden ausschließlich digital statt. Ich musste also über viele Stunden nonstop vor dem Rechner hocken und virtuellen Sitzungen folgen. Kein Wunder also, dass es mich zwischendurch in den Füßen juckte und ich mich ein bisschen bewegen wollte. Also verzog ich mich zwischen zwei Sitzungen kurz in den Garten, um ein bisschen herumzubuddeln und Unkraut auszureißen.

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Für euch getestet: Neue Traubenzucker-Kautabletten aus dem Plastikröhrchen

Vor gut anderthalb Jahren habe ich bei einer Marktforschung mitgemacht. Dabei sind wir in einem einstündigen Telefoninterview der Frage nachgegangen, wie der perfekte Traubenzucker für mich beschaffen sein müsste, mit dem ich meine Hypos bekämpfe. Und nun habe ich ein Testpaket bekommen, das Proben der Produkte enthält, die am Ende bei dem Entwicklungsprozess herausgekommen sind.

Absender des Pakets war die Firma Sanotact*, die schon seit vielen Jahren die kleinen, in Plastikfolie verpackten Traubenzuckerdrops mit dem Namen ‚intact‘ vertreibt, die man vor allem im Kassenbereich von Apotheken findet. Nun hat das Unternehmen also ein Produkt herausgebracht, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes eingeht und in das auch die Erkenntnisse aus den besagten Telefoninterviews eingeflossen sind. Um mein Fazit schon mal vorwegzunehmen: Das Ergebnis gefällt mir nur so mittelmäßig.

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100 Jahre Insulin: Ein Geburtstag mit vielen Gänsehautmomenten

Der Festakt von DiabetesDE anlässlich dieses historischen Meilensteins ist zwar schon einen Monat her, aber für mich ist eigentlich dieses ganze Jahr ein Festjahr, in dem ich mehr als ohnehin schon jeden Tag dankbar für die großartige Entdeckung des Arztes Frederick Banting und des Biochemikers Charles Best bin.

Am 24. Juli 2021 kamen in Berlin Menschen aus der Diabetesszene zusammen – wenn auch nicht ganz so viele, wie man sonst zu einem solch großen Anlass eingeladen hätte. Doch immerhin – es war die erste Präsenzveranstaltung von DiabetesDE seit Beginn der Corona-Pandemie vor anderthalb Jahren.

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10 Gründe, warum ich keine Lust auf einen Testlauf mit Lyumjev habe

Seit September 2020 ist das neue Mahlzeiteninsulin ultra rapid lispro (kurz: URLi) von Fa. Eli Lilly in Deutschland unter dem Handelsnamen Lyumjev erhältlich. Und seither scheint fast jeder in der Community heiß darauf zu sein, das neue Zeug auszuprobieren. Warum also habe ich keinen Drang, Lyumjev zu testen?

Ich bin nun einmal in mich gegangen und habe über genau diese Frage nachgedacht. Und bin tatsächlich auf 10 Gründe für mein eher lahmes Interesse an dem neuen Insulin gestoßen. Ob es gute Gründe sind, wird wohl jeder anders sehen. 🙂

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Warum manche Menschen (mit oder ohne Diabetes) früher gegen Corona geimpft werden

Heute schreibe ich über Impfneid. Ich finde, das ist ein ziemlich hässliches Thema. Klar, niemand möchte sich gern mit Corona infizieren. Alle haben mehr oder weniger Angst davor, was die Krankheit mit ihnen anstellen, welche Langzeitfolgen sie nach sich ziehen könnte. Es ist also verständlich, wenn Menschen gern möglichst früh gegen das Virus geimpft werden möchten.

Aber weil Impfstof (noch) knapp ist, haben manche Leute etwas seltsame Vorstellungen davon, wer zuerst geimpft werden sollte und wer sich noch ein wenig gedulden sollte. In den vergangenen Wochen ist mir bei meinen Streifzügen durch’s Netz bzw. durch die sozialen Medien zweierlei aufgefallen: Zum einen scheinen viele die Vorstellung zu haben, dass eine Impfung eine „Belohnung“ für besondere Verdienste ist. Und zum anderen gibt es die Meinung, dass Menschen, die sich in der Vergangenheit vielleicht nicht so gewissenhaft um ihre eigene Gesundheit gekümmert haben, eine frühzeitige Impfung nicht „verdient“ haben.

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Grippeimpfung für Risikogruppen: Wär halt schön, wenn es Impfstoff gäbe!

Eine Impfung gegen das Influenzavirus gehört für mich seit vielen Jahren zur Herbst-Routine. Ich hatte ein einziges Mal in meinem Leben eine echte Grippe – noch vor meiner Diagnose Typ-1-Diabetes – und möchte so etwas nicht noch einmal erleben.

In diesem Jahr wird die Grippeimpfung den bekannten Risikogruppen (über 60-Jährige, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen und medizinisches Personal) noch einmal deutlich eindringlicher empfohlen als sonst. Man möchte möglichst viele schwere Influenza-Verläufe und damit Engpässe in Krankenhäusern vermeiden, wenn Corona im Herbst und Winter vielleicht noch einmal heftig zuschlägt. Allerdings ist es dieses Jahr gar nicht so leicht, an eine Grippeimpfung heranzukommen. Bei meiner Diabetespraxis und auch bei meinem Hausarzt wurde ich schon auf Ende Oktober / Anfang November vertröstet, weil aktuell alle Impfdosen aufgebraucht sind. In ein paar Wochen soll die nächste Lieferung eintreffen.

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Hallo Burnout: Wie Diabetesberaterinnen besser mit den psychischen Belastungen ihrer Arbeit umgehen können

Wer einen Gesundheitsberuf ergreift, verspürt meist den innigen Wunsch, anderen Menschen zu helfen. So geht es auch Diabetesberaterinnen. Doch nicht alle Patientinnen und Patienten lassen sich immer so bereitwillig helfen, wie die Leitlinien es vorsehen. Und dann machen sich schnell Frust und Überforderung breit.

Es war eine der allerletzten Sitzungen der Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im November 2019. Und obwohl sich wohl alle schon auf die Heimreise und ein entspanntes Restwochenende freuten, war diese Sitzung rappelvoll. Offenbar fühlten sich viele angesprochen von den Themen Selbstfürsorge bei medizinischem Personal und Teufelkreise in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten. Weiterlesen