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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Diabetes-Blog-Woche: Warum ich NICHT loope…

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Es ist total spannend, was sich seit ein paar Jahren in der DIY-Looper-Szene tut. Da programmieren Leute Algorithmen und verbinden Insulinpumpen und CGM-Systeme, die bis dato offiziell nicht miteinander kommunizieren – und voilà, fertig ist die künstliche Bauchspeicheldrüse.

Okay, ganz so einfach ist es nicht. Ich hatte ja schon verschiedentlich über das Thema berichtet, das beim T1Day für Aufsehen sorgte und mittlerweile auch seinen Weg in die offiziellen Kongressprogramme gefunden hat. Ich verfolge die Entwicklung mit großem Interesse. Doch um die Antwort auf die heutige Frage bei der Diabetes-Blog-Woche zu beantworten: Nein, ich loope nicht. Weiterlesen


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Diabetes-Blog-Woche: Sind smarte Insulinpens nach Pumpen, CGM und Loop „the next big thing?“ Für mich eher nicht!

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Die Diabetestechnologie ist eine zunehmend vernetzte Angelegenheit. Pumpen kommunizieren mit CGM-Systemen, Blutzuckermessgeräte mit Apps auf dem Smartphone etc. Wer wie ich in diesen Zeiten noch einen ganz klassischen mechanischen Insulinpen benutzt, kommt sich da beinahe schon ein wenig anachronistisch vor. Eine Zeitlang war ich in Versuchung, meine Insulinzufuhr zu digitalisieren. Doch ich habe wieder Abstand davon genommen.

Ich mag das Geräusch, wenn ich meinen Insulinpen klack-klack-klack aufziehe und genau weiß, dass mit jedem spürbaren Schritt des Gewindes eine halbe Einheit Insulin hinzukommt. Und auch beim Spritzen gibt mir das simple klack-klack-klack die Sicherheit, dass das Insulin in der vorgesehenen Dosis in meinem Bauchschwabbel angelangt ist. Man kann nicht allzu viel falsch machen, wenn man mit einem Insulinpen hantiert. Weiterlesen


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Auf dem Weg zum Closed Loop: Was die Diabetes-Industrie für uns in der Pipeline hat

Mein eigenes Diabetesmanagement halte ich lieber frei von allzu viel technischem Schnickschnack. Und trotzdem verfolge ich aufmerksam, was sich auf dem Markt der Diabetestechnologie tut. Zum Beispiel der Jahrestagung der DDG, bei der ein Überblick über neue Produkte gegeben wurde, die so langsam auch den Namen „künstliche Bauchspeicheldrüse“ verdienen.

Ich persönlich bin mit meinem ganz gewöhnlichen, mechanischen Insulinpen und mit meinem FreeStyle-Libre-Sensor ja hochzufrieden. Bedarf für eine Insulinpumpe oder ein rtCGM-System sehe ich in meinem Diabetesmanagement nicht. Erst recht nicht für ein System, das Pumpe und Sensor miteinander koppelt und daraus eine quasi automatisierte künstliche Bauchspeicheldrüse („Closed Loop“) macht. Trotzdem finde ich es ungeheuer spannend, was andere Menschen mit Diabetes so alles anstellen, die mehr Spaß an Technik haben als ich. Unter dem Hashtag #wearenotwaiting findet man im Internet mittlerweile jede Menge Informationen von der und über die Community, die keine Lust mehr hat, auf die Industrie zu warten, bis endlich ein kommerzielles Closed-Loop-System verfügbar ist.

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10 Dinge, die man wissen sollte, wenn man sich eine künstliche Bauchspeicheldrüse selbst bauen will

Eine künstliche Bauchspeicheldrüse Marke Eigenbau, auf Englisch auch „DIY Closed Loop“ genannt, ist momentan DER heiße Scheiß in der Diabetes-Community. Beim Diatec-Kongress und beim T1Day Ende Januar in Berlin habe ich mich schlau gemacht, was geht und was nicht geht – und über welche Risiken man als Anwender unbedingt Bescheid wissen sollte.

Man nehme: eine Insulinpumpe, ein CGM-System und ein Steuerungsmodul, das die beiden Elemente per Algorithmus miteinander verknüpft – und voilà, schon hat man eine künstliche Bauchspeicheldrüse, die vollautomatisch die aktuell gerade passende Insulinzufuhr regelt. Das zumindest stellen sich viele Menschen unter einem DIY Closed Loop vor. Ganz so einfach ist das alles allerdings nicht. Und das liegt nicht nur an den haftungsrechtlichen Herausforderungen, über die ich hier neulich ja schon einmal geschrieben hatte. Weiterlesen


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Aufgepasst: Eine „smarte Insulinpumpe, die unter die Haut geht“ – sorry Leute, so etwas gibt es bis dato nicht!

Bitte nicht alles glauben, was auf Facebook & Co. verbreitet wird: Nicht weniger als ein „geschlossenes Regelsystem, das unter die Haut eingesetzt wird und vollautomatisch den Blutzuckerspiegel für 3 Tage regelt und dann nachgefüllt werden kann“ versprach eine Meldung, die kurz vor dem ATTD-Kongress in vielen Medien und Facebook-Gruppen geteilt wurde. Das Ärgerliche daran: Sie stimmt ganz einfach nicht. Ich habe einmal nachgeforscht.

Der ATTD-Kongress (ATTD steht für Advances in Technlogies and Treatments of Diabetes) ist immer für ein paar technische Neuheiten und Überraschungen gut. Immerhin trifft sich dort die internationale Créme de la Créme der Wissenschaftler und Unternehmen, die auf dem Gebiet der Diabetestechnologie herumtüfteln. Doch was im Vorfeld des diesjährigen ATTD, der Mitte Februar 2018 in Wien stattgefunden hat, als vermeintliche sensationelle Innovation angekündigt wurde, toppte doch alles bisher dagewesene. Weiterlesen


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T1Day: DIY-Closed Loop überzeugt Anwender eher als der Minimed 670G Hybrid Closed Loop

Wenn der Vertreter eines Medizintechnik-Konzerns und zwei Ärzte vor Patienten auftreten und ihnen erklären, wie ein selbstgebauter Closed Loop bzw. OpenAPS (Open Artificial Pancreas System) funktioniert, dann begeben sie sich in eine rechtliche Grauzone.

Doch mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen schrecken nicht jeden davon ab, sich mit der Technologie zu beschäftigen, die derzeit so viele Herzen von Typ-1-Diabetikern höher schlagen lässt. „Ihr verlasst jetzt den sicheren Sektor“, unkte der Diabetologe Dr. Bernhard Gehr (Bad Heilbrunn) zu Beginn seines Vortrags vor rund 500 Menschen mit Typ-1-Diabetes, die am 28. Januar 2018 zum T1Day nach Berlin gekommen waren. Dort ging es wie immer um den neuesten „heißen Scheiß“, den die Diabetestechnologie zu bieten hat. Weiterlesen


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Pumpe oder nicht Pumpe? So langsam bekomme ich Lust, ein Cyborg zu sein…

„Lasst mich bloß in Ruhe mit Insulinpumpen!“ Das war meine Haltung, seit ich davon gehört hatte, dass man sich seinen Insulinvorrat auch an den Bauch schnallen und damit per Knopfdruck Insulin zuführen kann. Ein wenig skeptisch bin ich nach wie vor, doch so langsam erscheinen mir die vielen Optionen der modernen Diabetestechnik ziemlich reizvoll.

Über das Für und Wider von Insulinpumpen ist schon viel geschrieben worden. Natürlich ist mir bewusst, dass man seine Insulinversorgung mit einer Pumpe deutlich feiner justieren kann. Dass man beim Sport die Basalzufuhr drosseln und dadurch vielleicht sogar ganz auf Sport-KE verzichten kann. Dass man diskret einen Bolus abgeben kann, ohne sich erst einmal den Bauch auspacken zu müssen. Ich weiß, dass die meisten Pumpis im Brustton der Überzeugung sagen, sie würden ihre Pumpe nie wieder hergeben. Weiterlesen