Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Pumpe oder nicht Pumpe? So langsam bekomme ich Lust, ein Cyborg zu sein…

„Lasst mich bloß in Ruhe mit Insulinpumpen!“ Das war meine Haltung, seit ich davon gehört hatte, dass man sich seinen Insulinvorrat auch an den Bauch schnallen und damit per Knopfdruck Insulin zuführen kann. Ein wenig skeptisch bin ich nach wie vor, doch so langsam erscheinen mir die vielen Optionen der modernen Diabetestechnik ziemlich reizvoll.

Über das Für und Wider von Insulinpumpen ist schon viel geschrieben worden. Natürlich ist mir bewusst, dass man seine Insulinversorgung mit einer Pumpe deutlich feiner justieren kann. Dass man beim Sport die Basalzufuhr drosseln und dadurch vielleicht sogar ganz auf Sport-KE verzichten kann. Dass man diskret einen Bolus abgeben kann, ohne sich erst einmal den Bauch auspacken zu müssen. Ich weiß, dass die meisten Pumpis im Brustton der Überzeugung sagen, sie würden ihre Pumpe nie wieder hergeben. Weiterlesen


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Hypos vermeiden: Auf die richtige Technik kommt es an!

Wer im Dezember u2016 meine Geschichte über technische Helfer für die Vermeidung niedriger Glukosewerte im Focus Diabetes verpasst hat, kann sie heute hier auf dem Blog nachlesen. Darin geht es um die kontinuierliche Glukosemessung mit FGM und CGM, die niedrige Glukosewerte zeigen, bevor es zu spät ist. Ein Closed Loop-System schaltet sogar beizeiten selbst die Insulinzufuhr ab. Ein Streifzug durch die technischen Möglichkeiten zur Hypovermeidung.

Wenn Verena Kilian heute die Laufschuhe schnürt um eine Runde zu joggen, dann hat sie keine Angst vor plötzlich sinkenden Glukosewerten. An ihrem Oberarm klebt ein FGM-Sensor (Flash Glucose Monitoring), der kontinuierlich den Zuckerwert in ihrem Unterhautfettgewebe misst und mit einem kurzen Scan auf das dazugehörige Lesegerät überträgt. Auf dem Display kann die 35-jährige Typ-1-Diabetikerin dann ihren Glukosewert und auch seine aktuelle Tendenz ablesen: Ein nach oben oder unten zeigender Trendpfeil verrät ihr, ob der Zucker gerade steigt oder den Sinkflug angetreten hat. Weiterlesen


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Diabetes und Technik: Es geht doch nichts über den eigenen Hirnschmalz!

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge technischer Hilfsmittel, die uns Diabetikern das Leben erleichtern – und natürlich hoffen wir auf weitere Innovationen auf diesem Gebiet. Doch können wir unser ganzes Diabetes-Denken bald wirklich komplett kleinen schlauen Maschinen überlassen? Wohl eher nicht, habe ich zusammen mit knapp 300 anderen Typ-1-Diabetikern beim T1Day 2015 in Berlin gelernt.

Es gibt ja viele Menschen, die mit Mathematik ein bisschen auf dem Kriegsfuß stehen. Als Typ-1-Diabetiker nutzt es einem leider rein gar nichts, einen kreativ-künstlerischen Beruf zu ergreifen – die Alltagsmathematik hat einen immer fest im Griff. Wir müssen nicht nur den Kohlenhydratanteil von Lebensmitteln korrekt schätzen, sondern auch das noch wirkende Restinsulin im Blick behalten und dann – je nach aktuellem Blutzuckerwert und mit dem zur jeweiligen Tageszeit geltenden KH-Faktor – die richtige Dosis Insulin abgeben. Leider gelingt es zwischen 59 und 64 Prozent der Patienten nicht, die Insulindosis korrekt nach KE-Faktor und Korrekturfaktor zu berechnen, erklärte Sabine Carstensen von der Firma Abbot beim T1Day am 25. Januar in Berlin. Das geht zumindest aus etlichen internationalen Studien mit dem Diabetes Numeracy Test  hervor. Kein Wunder also, dass die Anbieter von Insulinpumpen und Blutzuckermessgeräten seit einigen Jahren immer mehr Geräte mit Bolusrechnern anbieten. Weiterlesen