Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Auf den Tag genau 8 Jahre mit Diabetes – eine rechnerische Bestandsaufnahme

Der 30. März ist seit 2010 ein besonderer Tag für mich. Nämlich der Jahrestag meiner Diabetesdiagnose, mit der sich in meinem Leben zwangsläufig allerhand geändert hat. Eine gute Gelegenheit mich zu freuen, dass ich die vergangenen acht Jahre recht gut bewältigt habe – und am Leben bin!

In den vergangenen Jahren habe ich an dieser Stelle immer wieder meinen ersten Blogbeitrag zum Jahrestag meiner Diabetesdiagnose herausgekramt. Ich finde den Beitrag immer noch gut und zutreffend, also lest ihn gern noch einmal ;-). Doch irgendwann ist es auch mal gut mit dem Text-Recycling und es muss ein neuer Diaversary-Beitrag her. Hier ist er – und er hat viel mit Zahlen zu tun. Weiterlesen


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Was würdest du tun, wenn es eine Pille gegen Diabetes gäbe?

Diese Frage wurde neulich in irgendeiner Facebook-Gruppe gestellt. Klingt auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen albern – doch die Antworten und Diskussionen in dem langen daraus entstandenen Thread zeigen ganz deutlich, was Diabetiker am allermeisten an ihrer Erkrankung nervt.

Eine Pille gegen Diabetes, einfach runterschlucken und weg ist die Erkrankung, die Bauchspeicheldrüse funktioniert wieder. Das ist natürlich ein völlig unrealistischer Gedanke. Es gibt eine solche Pille nicht einmal ansatzweise in den Forschungslabors – und wenn es sie gäbe, hätte sie (wie jedes andere Medikament auch) vermutlich Nebenwirkungen, die den einen oder anderen von ihrem Gebrauch abschrecken würde. Das wussten natürlich auch alle diejenigen, die neulich eine solche Frage in einer Facebook-Gruppe kommentiert haben. Und trotzdem haben sie ihren Gedanken spaßeshalber einmal freien Lauf gelassen und sich ausgemalt, was sie als erstes tun würden, wenn sie durch eine solche Wunderpille spontan von ihrem Diabetes befreit wären. Ich fand die Antworten unheimlich spannend, weil sie im Umkehrschluss sehr deutlich zeigen, was unsereins am Diabetes am meisten nervt. Weiterlesen


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Je weniger Bildung und Wohlstand, desto Diabetes?!

Man sollte ja meinen, dass in unserer modernen westlichen Zivilisation alle Menschen den gleichen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben und dass Bildung und Sozialstatus keine Rolle dabei spielen, ob jemand Diabetes bekommt und wie dieser Diabetes dann behandelt wird. Bei der DDG-Jahrestagung musste ich leider feststellen: Fehlanzeige! Und zwar sowohl im sozialen Schweden als auch bei uns in Deutschland.

„Egal, was Sie bislang über Chancengleichheit in Schweden gehört haben – in Bezug auf den Diabetes stimmt es einfach nicht.“ Mit diesen Worten eröffnete Prof. Sofia Gudbjörnsdottir von der Universität Göteborg eine Sitzung bei der DDG-Jahrestagung am 6. Mai 2016 in Berlin. Dazu muss man wissen, dass Daten aus Schweden in der Versorgungsforschung hohes Ansehen genießen, denn dort gibt es nationale Register, in welche die Gesundheitsdaten ausnahmslos aller Patienten einfließen. Wenn eine schwedische Versorgungsforscherin also radikal aufräumt mit sozialromantischer Bullerbü-Idylle, dann ist vermutlich etwas dran. Weiterlesen


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Von wegen Rumstehen – warum man als Marathon-Zuschauer fit sein sollte!

Für die Läufer ist ein Marathon 42,195 Kilometer lang. Für einen aktiven Zuschauer und Unterstützer bedeutet er Kurzsprints zur U-Bahn, viele Schritte um den perfekten Platz zum Anfeuern zu finden, Samba-Tanzen an der Strecke – und immer eine Hand am Blutzuckermessgerät.

Selbst einmal einen Marathon zu laufen, steht bei mir überhaupt nicht auf der Wunschliste. Und zwar sowas von überhaupt nicht. Aber andere Läufer beim Marathon anzufeuern, macht mir immer wieder großen Spaß. In diesem Jahr hatte ich beim Hamburger Marathon am 17. April 2016 ganz besonders viel zu tun, denn auf unserer Laufreise nach Andalusien hatte ich eine Menge Leute kennen gelernt, die sich mithilfe unseres gemeinsamen Aktivurlaubs auf dieses Event vorbereiten wollten. Anstatt an der Strecke nur nach meinem Mann Christoph und ein paar anderen Freunden Ausschau zu halten, hatte ich auf einmal eine Liste von 20 Läufern, die es zu supporten galt, wie es neudeutsch so schön heißt. Zum Glück war ich nicht allein mit dieser Aufgabe, sondern Teil eines siebenköpfigen Support-Teams – lauter Mädels von der Laufreise, die in Hamburg nicht selbst mit am Start waren. Wir trafen uns zum Supporter-Frühstück, schauten uns den Marathon-Start im Fernsehen an – und dann ging es ab an die Strecke. Weiterlesen


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Alltagsmathematik: Kleine Vollkornscheiben, große Rechnung

Es wird uns Diabetikern im Alltag nicht immer leicht gemacht. Gestern hatten wir zum Beispiel Gäste zum Brunch und tischten unter anderem kleine Vollkornhappen mit Frischkäse und Lachs auf. Bis ich wusste, wie viele Gramm Kohlenhydrate eine dieser Minischeiben Vollkornbrot enthält, musste ich ein ganzes Weilchen rechnen.

Kennt ihr diese kleinen Pumpernickelhäppchen, kreisrund mit einem Durchmesser von etwa vier Zentimetern? Perfekt für kleine Brunch-Häppchen, fanden Christoph und ich, als wir gestern ein paar Leckereien für ein Brunch mit Gästen vorbereiteten. Für mich ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viele Gramm Kohlenhydrate in einem dieser Häppchen enthalten sind. Ein Blick auf die Nährwerttabelle auf der Packung zeigte mir: Es wird mal wieder kompliziert. Weiterlesen


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#DBW2015: Blick in die Zukunft – Auf dem Weg zur Heilung des Diabetes bis 2025?


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Nein, an eine Heilung des Typ-1-Diabetes bis 2025 glaube ich nicht. Ganz sicher aber an Innovationen, die uns Diabetikern das Leben erleichtern, so dass wir durch unsere Stoffwechselstörung im Alltag noch weniger beeinträchtigt werden. Mein heutiger Beitrag zur Diabetes Blog Woche #DBW2015.

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“, dieses Zitat von Karl Valentin (oder auch Mark Twain, da sind sich die Experten nicht einig) kennt wohl jeder, der ein paar Freunde bei Facebook hat, die gern Bildchen mit bedeutungsschwangeren Sinnsprüchen posten. Aber es stimmt: Schließlich bin ich bis heute beim Laufen noch nie von einem Youngster auf dem Hoverboard überholt worden, das in den 1980er Jahren mal vorhergesagt worden war… Was also sagt der Blick in die Zukunft für uns Diabetiker? Weiterlesen


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Alltagsmathematik: Ferrero will es einfach nicht verstehen…

Kürzlich habe ich eine Packung Mon chéri geschenkt bekommen. Mit Mon chéri verbindet mich eine besondere Kindheitserinnerung. Denn als ich ungefähr elf Jahre alt war, nahm mich irgendwann eine Freundin beiseite, mit der ich gemeinsam im Flötenkreis spielte: „Komm Antje, wir kaufen uns nach dem Flöten ein Mon chéri!“, sagte sie mit verschwörerischer Miene.

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Ein Stück Mon chéri kostete seinerzeit im Jedermann-Markt 35 Pfennig an der Kasse

Im Jedermann-Markt in Lemgo-Brake – vermutlich ist das heute ein Edeka-Markt – konnte man an der Kasse Mon chéri einzeln kaufen, für 35 Pfennig das Stück. Und auch Elfjährige wurden nicht nach dem Alter gefragt, obwohl Mon chéri doch einen ganz ordentlichen Schluck Alkohol enthält. Ich bin also recht früh auf den Geschmack der Piemont-Kirsche gekommen. Es wurde unser gemeinsames heimliches Ritual: Jeden Montag nach dem Flötenkreis ein Mon chéri beim Jedermann-Markt. „Mon chéri, nicht irgendwas zum Naschen – wer kann da schon Nein sagen?“ war seinerzeit die Botschaft der Marke im Werbefernsehen. Weiterlesen