Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


Ein Kommentar

Ein bisschen Tri schadet nie… Generalprobe für den Triathlon 2015 überstanden!

Bis zum ITU Triathlon 2015 (Eingeweihte nennen ihn auch nur „Tri“) in Hamburg ist es nur noch eine Woche. Zeit für eine Generalprobe, bei der ich nacheinander alle drei Wettkampfdisziplinen in ihren Wettkampfdistanzen trainiert habe.

Am Sonnabend, den 18. Juli 2015, werde ich nach den Wettkämpfen in 2013 und 2014 zum dritten Mal beim Hamburger Triathlon in der Sprintdistanz antreten. Das ist die Distanz beim Triathlon, die – abgesehen von den Kinder-Wettkämpfen – am wenigsten mit einem Iron Man zu tun. Manche nennen es auch Volks-Triathlon, weil 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen von einem normal trainierten Freizeitsportler eigentlich gut zu schaffen sind. Für mich ist es dennoch zum dritten Mal in Folge ein Ereignis, das mir großen Respekt einflößt, auch wenn ich mittlerweile keine Zweifel mehr daran habe, dass ich den Wettkampf heil überstehen und im Ziel eintreffen kann, bevor der Kehrwagen die Reste zusammenfegt. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte einmal alles ganz schnell umkrempeln: Neuer Faktor, neue Basaldosis gefällig?

Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Blutzucker meist relativ brav und vorhersehbar benimmt. Die Betonung liegt auf MEIST. Denn in den vergangenen Wochen habe ich recht intensiv daran basteln müssen, die Dosis für mein Basalinsulin und meinen morgendlichen KE-Faktor wieder in den Griff zu bekommen.

Mein Diabetes mag keine schleichenden Veränderungen. Wenn er sich überlegt, dass er künftig mehr Basalinsulin braucht, dann entscheidet er das sehr plötzlich. Das gleiche gilt für KE-Faktoren: Gestern reichten 0,5 Insulineinheiten (IE) pro Kohlenhydrateinheiten (KE)? Macht nix, ab heute sollen es bitteschön 1,2 sein. Zum Glück passiert das nicht oft, sodass ich überwiegend gut klarkomme und nur selten mit größeren Blutzuckerschwankungen zu kämpfen habe. Doch in letzter Zeit war ein bisschen der Wurm drin. Es fing damit an, dass gegen Ende November 2014 mein morgendlicher Insulinbedarf für das Frühstück schlagartig von 0,5 IE/KE auf 1,0 IE/KE anstieg. Es kostete mich ein wenig Überwindung, mir auf einmal die doppelte Menge Insulin für eine Mahlzeit zu spritzen, doch die Blutzuckerwerte sprachen für sich: Das ist offenbar mein neuer Bedarf. Weiterlesen


2 Kommentare

Freestyle Libre: Erste Krankenkassen wollen die Kosten übernehmen

Den Anfang machte die DAK mit ihrer Ankündigung, in Kürze für Versicherte aus ihren Disease-Management-Programmen (DMP) die Kosten für das Glukose-Messsystem Freestyle Libre zu übernehmen. Kurz darauf kündigte auch die Techniker Krankenkasse (TK) an, zumindest anteilig die Kosten zu erstatten.

Seit der Pharmariese Abbott Mitte Oktober 2014 sein neues Glukose-Messsystem „Freestyle Libre“ auf den Markt gebracht hat, ist in der Diabetes-Community eine regelrechte Massenhysterie ausgebrochen, über die ich ja bereits gegen Ende 2014 einmal berichtet habe. Die Option, lückenlose Glukoseprofile zu erstellen, ohne sich für jeden einzelnen Messwert in den Finger pieksen zu müssen, hat offenbar einen Bedarf getroffen. Allerdings hätte offenbar niemand vorhersagen können, WIE groß dieser Bedarf tatsächlich ist. Denn obwohl das Freestyle Libre bislang keine Kassenleistung ist und den Anwender nach der Erstinvestition in das Lesegerät monatlich gut 120 Euro für die Sensoren kostet, kommt Abbott mit der Produktion nicht hinterher und beliefert derzeit nur Bestandskunden. Die Zustände erinnern an Autobestellungen in der DDR: Neue Interessenten haben bis auf Weiteres das Nachsehen, sie können sich nur auf eine Warteliste setzen lassen. Weiterlesen


4 Kommentare

Freestyle Libre: Diabetiker wollen Kurven statt Punkte!

Die Firma Abbott Diabetes Care vermarktet ihr Flash Glukose Messsystem (FGM) „Freestyle Libre“ zwar durchaus selbstbewusst als „Meilenstein in der Diabetestherapie“. Doch mit dem aktuellen Massenansturm auf das neue Produkt hatte das Unternehmen offenbar nicht gerechnet.

Herzlichen Glückwunsch an die Firma Abbott Diabetes Care: Was seit Einführung des neuen Freestyle Libre Glukosemesssystems in der Diabetes Community los ist, kann man eigentlich nur mit Massenhysterie vergleichen, die regelmäßig beim Verkaufsstart einer neuen Generation iPhone ausbricht. Schon seit Jahresbeginn 2014 kursierten Gerüchte, dass die Firma Abbott ein neues Glukosemesssystem herausbringen wird, eine Art CGM (Continuous Glucose Monitoring, kontinuierliche Glukosemessung), aber letztlich dann doch kein CGM, weil es zwar den Gewebezucker in der Unterhaut misst, aber nicht permanent die Messwerte an das Handgerät überträgt. Vor allem aber sollte es deutlich kostengünstiger als ein CGM und damit für viel mehr Diabetiker bezahlbar sein. Es wurde allerhand gemunkelt von einer Art „CGM light“. Weiterlesen