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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Vorstufen einer Demenz? Ausgerechnet Termine beim Diadoc kann ich mir nicht merken…

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In diesem Jahr ist es mir schon dreimal passiert, dass ich nicht zum vereinbarten Termin in der Praxis meines Diabetologen war. Ein bisschen peinlich – oder sollte ich lieber eine großangelegte Verschwörung dahinter vermuten?

Vergangenen Freitag, 9. Oktober 2015, 9 Uhr. Eigentlich steckte ich mitten in der Schlussredaktion für mein Chirurgen Magazin und hatte überhaupt keine Zeit. Doch in meinem Kalender stand dick und fett der Termin für den Quartals-Check bei meinem Diabetlogen. Hilft ja nix, also auf’s Radel geschwungen und ab zur Praxis. Dort wurde ich dann allerdings erstaunt von den Damen am Tresen begrüßt: „Ihr Termin ist doch erst am 21. Oktober um 9 Uhr!“ Sie schauten mich ein bisschen skeptisch an, was vermutlich daran lag, dass ich beim Radfahren in den Regen geraten war und deshalb Wimperntusche im ganzen Gesicht und dicke Wassertropfen auf meinen Brillengläsern hatte. Oder aber, weil sie ein ganz klein wenig an meinen kognitiven Fähigkeiten zweifelten. „Sollen wir Ihnen den Termin nochmal ausdrucken?“ Ja, bitte, sicher ist sicher.

„Na, haben Sie schön ausgeschlafen?“

Dieser Lapsus wäre ja nicht weiter erwähnenswert, wenn mir so etwas in diesem Jahr nicht schon weitere zwei Mal passiert wäre. Anfang des Jahres, bei zwei aufeinander folgenden Terminen. Beim ersten Mal kam ich exakt einen Tag später als vereinbart zum Termin und stellte im Nachhinein fest, dass ich den in der Praxis ausgedruckten Terminzettel falsch in meinen Kalender im Rechner eingetragen hatte. OK, da war mein Fehler offensichtlich. Beim zweiten Mal wurde es schon etwas rätselhafter: Ich hatte meinen langfristig gebuchten Termin telefonisch verschoben und mir den neuen Termin noch am Telefon in den Kalender am Rechner eingetragen. Als ich zum vereinbarten Termin in der Praxis ankam, musste ich erstmals länger als fünf Minuten warten. So etwas passiert sonst nie in meiner Diabetespraxis, was ich sogar manchmal ein bisschen schade finde, weil ich dann nie dazu komme, mal etwas ausführlicher in der Gala zu blättern. Den Grund für die Wartezeit erfuhr ich dann, als ich zur Blutabnahme aufgerufen wurde: „Na, haben Sie schön ausgeschlafen?“, fragte mich die Diabetesberaterin fröhlich. Ich war genau eine Stunde zu spät erschienen. Am liebsten wäre ich vor Scham im Boden versunken. Dass einem so etwas einmal passiert – ok, Schwamm drüber. Aber zweimal direkt hintereinander? Ich überlegte kurz, meinen Diabetologen zu wechseln, verwarf den Gedanken aber schnell wieder, da ich mich in der Praxis sehr gut betreut fühle.

Ich wittere eine großangelegte Verschwörung

Nun also ein dritter Gedächtnis-Aussetzer. Immerhin war ich dieses Mal 12 Tage zu früh dran statt einen Tag oder eine Stunde zu spät. Es besteht also eine gute Chance, dass das nicht in meiner Karteikarte dokumentiert wird. Allerdings gerate ich nun doch ein wenig ins Grübeln, warum mir so etwas ausschließlich im Zusammenhang mit meinen Diadoc-Terminen passiert. Denn normalerweise habe ich keine Probleme damit, mir Termine korrekt zu notieren und dann auch einzuhalten. Wäre auch ein bisschen blöde in meinem Job, für den ich ja durchaus häufiger mal einen Zug erwischen, einen Interviewtermin einhalten oder eine Pressekonferenz pünktlich besuchen muss. Was steckt also dahinter? Ist es möglicherweise ein tiefenpsychologisches Problem? Eine unterschwellig fehlende Akzeptanz meines Diabetes, die mich unbewusst den falschen Termin in meinen Kalender eintragen lässt? Doch was wäre, wenn der Fehler gar nicht bei mir liegt, sondern in der Praxissoftware? Die mir den einen Termin ausdruckt, intern aber ganz anders einträgt, um mich nach und nach in den Wahnsinn zu treiben? Vielleicht hat meine Krankenkassen die Finger im Spiel, die noch Teilnehmer für ein neues DMP Alzheimer sucht? Ich werde die Sache ganz genau im Auge behalten! Den neu ausgedruckten Terminzettel jedenfalls werde ich als Beweisstück erst einmal aufbewahren. Sicher ist sicher.

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Foto: Lupo/pixelio

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