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Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes

CGM-Studie an der Uni Bayreuth: Welcher Sensor misst am besten?

31 Kommentare

Unsere diesjährige IDAA-Mitgliederversammlung fand in am Zentrum für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth (BaySpo) statt. Wir konnten dort an einer Studie teilnehmen, in der die Messgenauigkeit von vier drei verschiedenen Glukosesensoren unter Alltagsbedingungen und bei sportlicher Belastung verglichen wurde. Im Verlauf der sieben Tage, in denen neben meinem eigenen Sensor drei weitere an meinen Armen klebten, reifte dann auch mein Entschluss, zum Dexcom G7 zu wechseln.

Angeschoben wurde die Studie von der IDAA-Vorsitzenden Ulrike Thurm und Prof. Othmar Moser vom BaySpo. Für mich war es das erste Mal, dass ich an einer wissenschaftlichen Studie teilgenommen habe. Es ging damit los, dass wir alle wirklich pünktlich am Freitag, den 27.9.24 nachmittags um 14 Uhr in Bayreuth sein mussten, damit nach einer Einweisung in den Studienablauf alle Teilnehmenden zeitgleich ihre Sensoren starten und auf diese Weise vergleichbare Daten produzieren. Für uns Nordlichter hieß das: einen Tag Urlaub nehmen, Aufstehen um 5:30 Uhr, Abfahrt um 6:00 Uhr, Frühstück unterwegs im Auto und dann Hoffen auf eine staufreie Fahrt. Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft!

Zum Glück erreichten wir rechtzeitig unser Ziel. Insgesamt wollten 25 Mitglieder der IDAA an der Studie teilnehmen. Wer den Verein noch nicht kennt: Die IDAA ist ein Verein für sportlich aktive Menschen mit Typ-1-Diabetes, in dem man sich über die Tücken des Diabetesmanagements beim Sport austauschen und ganz generell nette sportbegeisterte Typ-Einser unterschiedlichster sportlicher Leistungslevel kennen lernen kann. In den Tagen zuvor hatten wir uns in Vorbereitung auf die Studie bereits die Apps von zwei der vier CGM-Systeme heruntergeladen, die im Verlauf der Studie getestet werden sollten. Für die anderen beiden erhielten wir ein Empfangsgerät und brauchten daher keine App auf dem Smartphone. Folgende Sensoren sollten verglichen werden:

  • Freestyle Libre 3 (FSL3)
  • Dexcom G7
  • Medtronic Simplera (noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich)
  • Sinocare iCan i3 (ebenfalls noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich)

Chinesischer Sensor schafft es nicht in die Studie

Letzteres CGM-System stammt von einem chinesischen Hersteller, der uns für die Studie eine Betaversion seiner App zur Verfügung gestellt hatte. Doch kurz vor Studienbeginn war es auf einmal nicht mehr möglich, Sensoren mit der App zu verbinden. Der Hersteller war nicht erreichbar bzw. konnte nichts zur Lösung des Problems beitragen. Also entschloss sich das Studienteam des BaySpo kurzerhand, den Sinocare-Sensor aus der Studie rauszuschmeißen. Na gut – drei zusätzliche Sensoren neben dem eigenen sind auch schon eine ordentliche Hausnummer, oder?

Als erstes bekamen wir IDAA-Turnbeutel mit allen Studienutensilien ausgehändigt: je einen Sensor des jeweiligen Fabrikats, Empfänger (G7, FSL3), Blutzuckermessgerät, jede Menge Teststreifen, Studienprotokoll. Alle Teilnehmenden bekamen zunächst den Simplera-Sensor (7 Tage Laufzeit) gesetzt, weil dieser mit zwei Stunden die längste Aufwärmzeit beansprucht. Als nächstes waren der FSL3 (14 Tage Laufzeit, 60 Minuten Aufwärmzeit) und der G7 (10 Tage Laufzeit, 25 Minuten Aufwärmzeit) dran. Damit im Verlauf der Studie auch bloß kein Sensor abfällt oder am Türrahmen hängenbleibt, wurden unsere Arme wie Mumien eingewickelt großzügig mit Tape versehen.

Alle zwei Stunden Werte aufschreiben und blutig gegenmessen

Unsere Aufgaben als Teilnehmende sahen dann so aus: Während des Wochenendes in Bayreuth mussten wir von 8 bis 22 Uhr alle zwei Stunden die Sensorwerte inklusive Trendpfeile aller drei Studien-Sensoren sowie den unseres eigenen Sensors und zusätzlich zwei Blutzuckerwerte (möglichst aus ein- und demselben Blutstropfen) eintragen. Es ist wirklich lange her, dass ich so häufig blutig gemessen habe – mir war gar nicht mehr klar, wie sehr dieses ständige Blutzuckermessen die Fingerkuppen beansprucht! Therapieentscheidungen sollten wir ausschließlich anhand der Werte unseres eigenen Sensors treffen. Am Samstag standen dann zwei gemeinsame Sporteinheiten (einmal HIIT, einmal Yoga) auf dem Programm, am Sonntag nochmal ein HIIT-Training. Während der Sporteinheiten ungefähr auf halber Strecke eine weitere Dokumentation von Sensor- und Blutzuckerwerten. Nach dem Wochenende mussten wir nicht mehr ganz so häufig unsere Werte dokumentieren, aber immerhin noch täglich viermal: einmal morgens nüchtern, dann vor dem Mittagessen, vor dem Abendessen und vor dem Schlafengehen. Am Donnerstagabend hatten wir unser Soll dann erfüllt, denn mit Ende der Laufzeit des Simplera-Sensors endete auch die Zeit, in der man drei Sensoren parallel laufen lassen und vergleichen konnte. Es stand uns frei, die anderen Sensoren noch bis zum Ende der Laufzeit weiterzutragen – doch spätestens danach mussten wir unsere Aufzeichnungen, das für die Studie zur Verfügung gestellte Blutzuckermessgerät und die Lesegeräte (für G7 und FSL3) zurück nach Bayreuth schicken. Dort konnte sich das Studienteam dann unsere gesammelten Daten herunterladen und sich an die Auswertung machen. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis die Ergebnisse vorliegen, doch die Studie mit dem schönen Titel „Comparison of the Sensor Accuracy of Different Real Time Continuous Glucose Monitoring Devices in Adults with Type 1 Diabetes Mellitus. A Quasi-Experimental Study“ soll definitiv veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit präsentiert werden. Ich bin schon sehr gespannt, was dabei herauskommt und werde euch natürlich darüber berichten!

Der Freestyle Libre 3 ist für mich ein alter Bekannter

Und nun zu meinen Eindrücken und Beobachtungen, die ich mit den drei Studien-Sensoren gemacht habe. Den FSL3 kenne ich ja nun schon sehr gut, ich nutze ihn seit seiner Markteinführung 2021, wie man in meinem jüngsten Rückblick anlässlich 10 Jahre Freestyle Libre nachlesen kann. Mit seinen wesentlichen Funktionen war ich immer sehr zufrieden: Bei mir misst das System sehr genau, der Sensor hält für die gesamte Tragzeit gut auf meiner Haut und verursacht keine Hautreizungen. An Handling und Service habe ich auch nichts auszusetzen. Auch im Verlauf der Studie war mein eigener Sensor, der bei Studienstart noch 10 Tage Restlaufzeit hatte, immer sehr nah dran an den blutig gemessenen Werten. Das alles ist auch der Grund, warum ich in den vergangenen Jahren keinerlei Motivation hatte, das System zu wechseln – auch wenn ich mich immer wieder über mangelnde Konnektivität und Interoperabilität ärgerte. Deshalb möchte ich mich vor allem auf die beiden anderen Sensoren konzentrieren, die ich im Rahmen der Studie testweise tragen durfte.

Glatt durchgefallen: der Medtronic Simplera

Fangen wir also mit dem Medtronic Simplera an. Über den kann ich leider nicht allzu viel Positives berichten. Es fängt schon damit an, dass er der größte der drei Sensoren ist und tatsächlich etwas arg klobig daherkommt (auf dem Foto unten seht ihr den Simplera im Vergleich zum FSL3) . Aber auch die kurze Laufzeit von nur 7 Tagen – zusammen mit einer Aufwärmphase von 2 Stunden – finde ich nicht so recht überzeugend. Irritierend fand ich zunächst, dass die App nur dann Trendpfeile anzeigt, wenn der Wert steigt oder sinkt. Einen Pfeil für „gleichbleibend“ wie man es von anderen Systemen gewohnt ist, gibt es nicht. Nun gut, all das könnte man ggf. verschmerzen, wenn der Sensor denn akkurat und zuverlässig messen würde. Das genau tat er aber nicht. Es kam doch recht häufig zu Signalverlust (bei den anderen Teilnehmenden noch mehr als bei mir) bzw. ließ sich der Sensor erst im xten Anlauf überhaupt mit der App verbinden. Außerdem maß er bei mir (und auch bei etlichen anderen Leuten) deutlich zu niedrig (so zwischen 20–50 mg/dl) im Vergleich zu den anderen Sensoren und vor allem im Vergleich zum parallel gemessenen Blutzuckerwert. Das ist natürlich völlig indiskutabel, wenn man auf Basis der CGM-Werte Therapieentscheidungen treffen möchte. Unterirdisch fand ich aber auch die Simplera-App. Zum einen ist es extrem umständlich, darin Ereignisse wie Essen, Insulinzufuhr oder Sport zu dokumentieren. Häufig genug muss man ja mehrere Ereignisse parallel eintragen: etwa wenn man vor dem Sport noch ein paar KE einwirft. Oder zum Essen Insulin spritzt (ist ja bei Typ-1-Diabetes wohl eher die Regel als die Ausnahme…). Anstatt dass man alles über eine einzige Maske eingeben kann, muss man für jeden einzelnen Punkt einen neuen Button drücken und kann erst dann die jeweiligen Werte eintragen. Wenn man jeden Tag mehrfach mit so einer App hantieren muss, ärgert man sich über jeden überflüssigen Klick – diese Oberfläche ist also definitiv nicht effizient zu handhaben. Extrem nervig fand ich auch die Alarme der Simplera-App. Ich hatte zwar in den Einstellungen alle Alarme deaktiviert, die man deaktivieren kann. Doch beim Hypo-Alarm (alles unter 55 mg/dL) geht das nicht. Da der Sensor konsequenz zu niedrig maß, gab es leider etliche Fehlalarme dieser Sorte – und nichts ist ätzender als ein nächtlicher Hypo-Alarm, der sich als Fehlalarm entpuppt. Auch den Alarm bei schwachem Ladezustand des Smartphones kann man leider nicht ausschalten, über den ärgerte ich mich also auch mehrfach. Als die Studie vorüber war und ich den Simplera-Sensor entfernt hatte, meldete sich die App sogar mehrfach mit Alarmen, dass sie keinen verbundenen Sensor finden kann. Da hilft dann nur noch eins: App deinstallieren. Nun bekomme ich nur noch E-Mails vom Medtronic-Kundendienst, wenn irgendein Update oder sonstwas ansteht. Um auch die loszuwerden, muss ich vermutlich mein für die Studie eingerichtetes Kundenkonto löschen. Insgesamt heißt es für mich also: Der Medtronic Simplera ist kein Sympathieträger, Daumen runter!

Meine kleine Vorgeschichte mit dem G5…

Ganz anders sah die Sache mit dem G7 aus. Man muss wissen, dass ich vor etlichen Jahren schon einmal einen Dexcom G5 probegetragen habe. Damals hatte mir das System überhaupt nicht gefallen. Dieser überdimensionierte und komplizierte Applikator… der Transmitter, den man auf den Sensor drauffriemeln musste… die gruselige App, in der man seinerzeit nicht einmal die Möglichkeit hatte, zwischen Bolus- und Basalinsulin zu differenzieren… die vielen Alarme, mit denen ich überhaupt nicht klarkam… Und zu allem Überfluss konnte der G5 in Sachen Genauigkeit bei mir nicht mit dem FSL (damals noch der Sensor der ersten Generation) mithalten. Damals wurden der Dexcom-Sensor und ich keine Freunde, wie man hier nachlesen kann. Und ich hatte auch erst einmal überhaupt keine Lust, ein weiteres Mal einen Dexcom-Sensor zu testen – auch wenn es mich prinzipiell gereizt hätte, mir meine Glukosewerte z. B. auch auf meiner Apple Watch anzeigen zu lassen – eine Sache, die sich FSL-User ja seit Jahren vergeblich wünschen.

Der gefällt mir: Dexcom G7

Nun machte ich in Bayreuth also die Bekanntschaft mit dem G7, den man nur noch für einen entfernten Verwandten des G5 halten kann. Er ist mittlerweile fast genauso klein wie der FSL3 und kommt ohne separaten Transmitter aus, der noch auf den Sensor draufgeklickt werden muss. Auch bei der Setzhilfe hat man sich in Sachen Bedienfreundlichkeit einiges vom Libre abgeguckt. Auch die G7-App sowie Clarity als Analyse-Software haben deutliche Fortschritte gemacht, die weit darüber hinausgehen, dass man nun auch Basalinsulin eintragen kann. Während des Studienzeitraums bekam ich die Dexcom-Werte auf dem Empfangsgerät angezeigt und stellte rasch fest, dass die vom G7 gemessenen Werte sich nur marginal von denen des FSL3 (mein eigener Sensor ebenso wie der Studiensensor) unterschieden. Manchmal brauchte der eine, manchmal der andere Sensor ein wenig länger, um sich dem blutig gemessenen Wert zu nähern. Aber es waren immer Werte, auf Basis derer ich ruhigen Gewissens Insulin hätte dosieren können.

Einfach durchgewunken: Problemloser Wechsel zum G7

Zum Ende des Studienzeitraums war für mich klar, dass ich gern vom FSL3 zum Dexcom G7 wechseln möchte. Der Zeitpunkt war günstig: Ich hatte ohnehin wenige Wochen zuvor eine Benachrichtigung von Abbott bekommen, dass meine Verordnung Ende Oktober ausläuft und ich ein neues Rezept einreichen muss. Ich beschloss also, meinen Diabetologen um eine Verordnung des G7 zu bitten. Das alles klappte zum Glück völlig problemlos und quasi in Lichtgeschwindigkeit: Am 7. Oktober holte ich mein Rezept aus der Diabetespraxis ab und schickte einen Tag später einen Scan davon vorab schon mal an Dexcom. Parallel ging das Papierrezept per Post auf die Reise. Nur einen Tag später hatte ich bereits ein Schreiben der Techniker Krankenkasse im Briefkasten, datiert auf den 8. Oktober (!), in dem sie mir mitteilte, dass meine Versorgung mit dem G7 bewilligt wurde. Wie es aussieht, wurde mein eingescanntes Rezept von Dexcom umgehend an die Kasse weitergeleitet, die es ebenso umgehend noch am selben Tag einfach durchgewunken hat. Großartig! Als nächstes absolvierte ich die obligatorische technische Einweisung in Form eines Online-Trainings. Und Ende Oktober war das erste Paket mit 9 Sensoren da. Morgen läuft mein FSL3-Sensor ab und ich starte in die neue CGM-Ära.

Gründe für meinen Wechsel zum G7

Nun ist die Tatsache, dass sich der Dexcom-Sensor in etlichen Punkten dem Libre angeglichen hat und in der Handhabung nun ähnlich unkompliziert ist, kein triftiger Grund für einen Wechsel. Ausschlaggebend waren für mich vielmehr folgende Punkte:

  • Der G7 lässt sich mit 3 Empfangsgeräten gleichzeitig koppeln. Ich kann meine Werte also parallel auf der Smartphone-App, dem Empfänger und der Apple Watch anzeigen lassen. Beim FSL3 muss ich mich entscheiden: entweder App oder Lesegerät. Ich hatte nie Lust, neben dem Smartphone dauerhaft auch noch ein zweites Gerät mit mir herumzutragen, daher fiel meine Wahl immer auf die App. Doch wenn ich z. B. beim Schwimmen mein iPhone am Beckenrand deponieren musste, damit ich zwischendurch und unmittelbar nach dem Schwimmen meine Glukosewerte checken kann, hatte ich oft ein etwas mulmiges Gefühl. Schließlich ist ein iPhone recht teuer, weswegen ich es eigentlich nicht unbeaufsichtigt am Beckenrand liegen lassen möchte. Mit dem G7 habe ich die Option, mein iPhone im Schließfach der Umkleidekabine zu lassen, weil ich meine Werte ja auch über die Uhr angezeigt bekomme – unabhängig davon, ob das iPhone in der Nähe ist. Das finde ich super, mal abgesehen davon, dass es natürlich auch beim Autofahren oder Lauftraining komfortabel ist, die Glukosewerte am Handgelenk zu haben. Beim Autofahren ist der Griff nach dem Smartphone während der Fahrt ja strenggenommen untersagt, und beim Laufen (oder Radfahren oder Tanzen oder Fitnesskurs oder was auch immer) ist es auch immer mit einigem Gezuppel verbunden, das Smartphone hervorzukramen, die App zu öffnen und nach den Werten zu schauen.
  • Die Dexcom-Daten lassen sich zu Apple Health übertragen. Beim FSL habe ich wieder und wieder moniert, dass ich meine Daten nicht ohne Weiteres in andere Apps exportieren kann. Ja, ich weiß, dass in der Community Workarounds für dieses Problem kursieren. Man kann xDrip oder Nightscout nutzen, für Android steht auch Jugglukco zur Verfügung. Doch zum einen kann man meines Wissens, sobald man Glukosedaten über diese Apps statt via die FSL3-App empfängt, die Daten nicht mehr via LibreView mit der Diabetespraxis teilen. Und zum anderen bin ich da auch einfach stur: Ich finde, es ist Aufgabe des Herstellers, mir freien Zugang zu meinen (ja, MEINEN!) Daten zu gewähren, damit ich sie mit einer App meiner Wahl teilen, verwalten und analysieren kann. Dexcom verfolgt in diesem Punkt schon seit Langem eine weniger restriktive Politik als Abbott. So kann man seine Glukosedaten z. B. mit mySugr oder Apple Health verbinden, wo sie (ggf. mit einer Verzögerung von ein paar Stunden) zusammen mit den anderen dort erhobenen Gesundheitsdaten angezeigt werden. Da ich zunehmend Wert darauf lege, meine Gesundheitsdaten möglichst lückenlos in Apple Health zu sammeln, finde ich das gut. Noch nicht perfekt, aber deutlich besser als beim FSL.
  • Mehr Konfigurationsmöglichkeiten. Beim G7 kann man die Schwellenwerte für Alarme deutlich flexibler einstellen als beim FSL. So liegt der Standardwert für den Hyperglykämie-Alarm zwar bei 250 mg/dL, man kann ihn je nach persönlichem Bedarf aber auf bis zu 400 mg/dL einstellen – warum auch immer jemand erst bei einem derart hohen Wert gewarnt werden möchte. Praktischer finde ich persönlich die Möglichkeit, auch die Grenze für den Hypoglykämie-Alarm flexibel zu konfigurieren: Der standardmäßige Tiefwert liegt bei 70 mg/dL, kann jedoch in einem Bereich von 60 bis 150 mg/dL verändert werden. Beim FSL hingegen ist 100 mg/dL der höchste Wert, ab dem ich mich vor einer Hypo warnen lassen kann. Das ist beim Sport für meinen Geschmack ein bisschen knapp bemessen – da wäre mir durchaus geholfen, wenn ich schon bei 150 mg/dL mit sinkender Tendenz gewarnt würde. Ebenfalls super finde ich die Option, die Alarmhäufigkeit zu reduzieren, z. B. durch die Möglichkeit, den „Ersten-Alarm-verzögern“-Modus zu aktivieren. Dann wird nur dann ein hoher Blutzuckerwert gemeldet, wenn dieser bereits eine bestimmte Zeit anhält. Denkt mal an diese klassische Situation: Essen korrekt berechnet, aber leider zu wenig Spritz-Ess-Abstand eingehalten. Es ist dann unvermeidlich, dass der Zucker z. B. eine Stunde nach dem Essen erstmal hochrauscht. Es ist ärgerlich, wenn dann gleich ein Alarm losgeht – doch wenn die Insulindosis stimmte, gibt es ja keinen Handlungsbedarf, man muss einfach nur abwarten. Da ist es eine nette Option, wenn mich der Sensor erst dann warnt, wenn der Glukosewert z. B. schon über 2 Stunden auf einem zu hohen Niveau ist. Denn dann sollte man vielleicht wirklich über eine Korrektur nachdenken. Ebenfalls sinnvoll finde ich die Option, dass man nun auch beim G7 jegliche Alarme temporär auf Vibrationsmodus umstellen oder komplett stumm schalten kann. So etwas habe ich beim FSL immer mal gemacht, etwa wenn der Sensor an einer Stelle saß, auf der ich nachts häufiger mal zum Liegen kam, so dass das Gewebe komprimiert wurde und der Sensor falsche Hypo-Alarme abgab. Ich weiß noch nicht, ob und wie häufig mir so etwas auch mit dem G7 passiert, aber die Option zu haben, finde ich gut. Mal schauen, wie häufig ich diese flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten im Alltag tatsächlich anwende…
  • Der G7 ist nicht so eine Drama-Queen. Ich gebe zu: Bei diesem Punkt handelt es sich mehr um „gefühlte Wahrnehmung“ als um konkret belegbares Wissen. Ich beschreibe es mal so: Im Verlauf des Testzeitraums hatte ich immer wieder den Eindruck, dass sich der Algorithmus des G7 im Vergleich zu dem des FSL3 mit steilen Trendpfeilen ein wenig zurückhält. Sprich: Wenn der FSL3 z. B. nach dem Essen 223 mg/dL↑ anzeigt, kann es sein, dass der G7 nur einen moderaten Aufwärtstrend ↗ anzeigt. Gleiches gilt natürlich auch für fallende ↘ bzw. stark fallende Werte. Oft genug behielt der G7 mit seiner etwas moderateren Einschätzung am Ende recht, während der FSL3 seine arg dramatische Einschätzung nach einer Weile wieder korrigierte. Diese „No drama“-Einschätzung beim G7 gefällt mir gut, denn stark fallende bzw. steigende Pfeile sind für mich ein beunruhigender und stressbehafteter Anblick, ähnlich wie ein Alarm ein beunruhigender Ton ist. Ich möchte diese Warnungen deshalb eigentlich nur dann bekommen, wenn die Werte auch wirklich aus dem Ruder laufen und ich etwas unternehmen muss. Ansonsten verzichte ich gern auf Drama und den damit verbundenen überflüssigen Stress. Denn letztlich verleitet einen eine überdramatische Darstellung von Glukosetrends ja manchmal auch Kurzschlussreaktionen wie eine übereilte Korrektur, die man rückblickend vielleicht lieber sein gelassen hätte.

Ja liebe Leute, das also sind die Gründe, die mich zum Wechsel vom FSL3 zum Dexcom G7 bewogen haben. Wie sich der G7 im Alltag schlägt, ob die Verbindung mit der Apple Watch wirklich reibungslos funktioniert, ob ich meine Alarmeinstellungen wirklich so individuell konfiguriere wie ich es theoretisch kann und ob sich der erste Eindruck in Sachen „weniger Drama, mehr Gelassenheit“ verfestigt – all das weiß ich jetzt natürlich noch nicht. Ich bin gespannt und werde bei Gelegenheit berichten – gleiches gilt natürlich auch für die Studienergebnisse aus Bayreuth, sobald sie mir vorliegen!

31 Kommentare zu “CGM-Studie an der Uni Bayreuth: Welcher Sensor misst am besten?

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  4. Avatar von Thomas

    Ist der Bericht jetzt allgemein verfügbar und wenn ja, wo kann ich den finden?

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    • Avatar von Antje Thiel

      Moin Thomas, die Daten sind inzwischen ausgewertet, die Studie wurde aber noch nicht veröffentlicht. Allerdings wurden die Daten beim DDG-Kongress als Poster vorgestellt – ich bekomme das in den nächsten Tagen und werde es dann gern teilen! LG Antje

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  6. Avatar von ViSa

    Hallo Antje, unbekannterweise,

    ein richtiger und wichtiger Test den ihr da gemacht habt. Ich bin echt auf das
    Ergebnis gespannt. Meine Frau, die seit 11 1/2 Jahren Typ 1 hat, ist nach einem
    kurzen „Ausflug“ zum G7, leider Probleme mit der Haut bekommen, wieder zurück
    beim Libre 3 gelandet. Ein Anruf vor ein paar Wochen bei Dexcom brachte leider
    keine Nachricht darüber, dass Seitens des Herstellers, Dexcom, eine Änderung des Pflaster
    (Klebstoffes), laut der Hotline ein Acrylkleber, vorgesehen ist. Sehr schade,
    da die G7 App einen bedeutend, für uns „reiferen“ Eindruck macht/e in der Handhabung,
    als der „kleine“ Brüllaffe Libre 3. Vorteil beim Libre 3: minütlicher Wert. Beim Dexcom
    „nur“ alle 5 Minuten. Bei niedrigen Werten war das bei meiner Frau leider stark auffallend.
    Da hätte man sich manches Mal kürzere Intervalle gewünscht.

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  7. Avatar von tobias.wurm@googlemail.com

    coole Seite, super geschrieben, Danke für Deine Eindrücke.

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  8. Avatar von Wolfgang

    Tschuldigung, ich muss mich korrigieren. Habe einen Bildschirm für Alarm in der Gebrauchsanweisung bei niedrigen Werten überlesen. Der stand da in hellgrau und konnte beim Überfliegen leicht übersehen werden: „Aktivieren , um wiederholt eine Warnung zu erhalten, wenn der Messwert Ihres Sensors über einen längeren Zeitraum niedrig bleibt. Sie bestimmen, wie lange.“ Weiter unten stand dann noch Genaueres: „Aktivieren Sie beispielsweise Erinnerung für Ihren Alarm bei hoher Glukose und stellen Sie die Dauer auf 30 Minuten ein. Dann wird, nachdem Sie die erste Warnung für hohe Glukose akzeptiert haben, die Warnung wiederholt, wenn der Sensormesswert 30 Minuten lang über Ihrer Einstellung für die Warnung für hohe Glukose bleibt.“ Genau das habe ich gesucht. Das fehlt mir doch beim FSL3. Mitgeteilt habe ich dieses Manko bei Abbott schon für den Libre 2, aber offensichtlich ohne Erfolg.

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  9. Avatar von annereinery

    Liebe Antje, danke für den interessanten und ausführlichen Bericht! Ich hatte immer wieder gehört, dass der Dexcom genauer sein soll als der FSL3 (den ich nutze), spannend, dass das bei Dir nicht so war.

    Mich hat beim Dexcom immer die kurze Tragedauer gestört. Und ich hatte über das Geofencing von Dexcom gelesen, ich weiß nicht, ob das Problem gelöst ist. Sollte man vor einem Auslandsurlaub checken: https://thesavvydiabetic.com/savvy-updates-7-22-24-sensulin-glucose-responsive-insulin-bulsai-infrared-sensor-for-placing-for-insulin-injections-iaps-trio-diy-insulin-algorithm-replica-health-personalized-metabolic-healthca/

    Halt uns mit Deinen Erfahrungen auf dem Laufenden!

    Viele Grüße, Nanette

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    • Avatar von Antje Thiel

      Liebe Nanette,
      danke für den Hinweis auf Geofencing, das wusste ich bis dato noch nicht. Dexcom warnt selbst davor, also scheint es nach wie vor der Fall zu sein. https://www.dexcom.com/de-DE/dexcom-g7 (bis ganz unten scrollen). Es ist also wohl schlau, für den Fall der Fälle auch das Empfangsgerät mitzunehmen. Da ich kein AID oder Loop nutze, sind die anderen in dem obigen Artikel geschilderten Probleme für mich zum Glück nicht relevant.
      Ich schreibe gern mal wieder was über meine ersten Erfahrungen mit dem G7, fuchse mich gerade noch rein in diese neue Welt… 🙂
      LG Antje

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      • Avatar von annereinery

        Liebe Antje, mich hat dein Bericht, dass man den G7 auf mehreren Geräten ablesen kann, nachdenklich gemacht. Das ist die eine Sache, die mich am FSL3 wirklich stört – plus die Tatsache, dass man die Messwerte nicht in andere Apps kriegt.

        Ich werde den Dexcom G7 jetzt testen. Ich bin noch ein bisschen hin und hergerissen, ob ich ihn anstatt FSL3 trage oder parallel. Deshalb noch einmal die Frage an Dich, bei Eurem Test hattet Ihr für beide Sensoren die App auf dem selben Handy und das funktionierte? Und hast Du die Sensoren am selben Arm getragen?

        Liebe Grüße, Nanette

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      • Avatar von Antje Thiel

        Liebe Nanette, bei unserem Test hatten wir für den Test-G7 und den Trst-FSL3 jeweils Lesegeräte bekommen. Denn alle von uns hatten ja schon eigene CGM-Sensoren in Betrieb (entweder Dexcom oder FSL), die mit der App gekoppelt waren. Man hätte ja nicht zwei Sensoren mit der jeweiligen App verbinden können. In der Summe haben wir 4 Sensoren getragen, an jedem Oberarm zwei Stück. Das ging problemlos. Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich an einem Arm FSL und am anderen G7 tragen. Ich habe es nicht ausprobiert, aber ich kann mir nicht vorstellen, warum nicht beide Apps auf demselben Handy parallel laufen sollten.
        Viel Spaß beim Vergleichen!
        Liebe Grüße, Antje

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      • Avatar von annereinery

        Danke für Deine ausführliche Antwort!

        Mir ist gerade eingefallen, dass ich ja FSL3 über mein Lesegerät laufen lassen kann. Dann habe ich sicher keine Interferenzen.

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  11. Avatar von Eva Maria Koch

    Hallo, ich habe seit einen Jahr Dexcom G6 in Verbindung mit Omnipod. Ich möchte lieber G7 haben. Kann ich da einfach wechseln? LG Eva

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    • Avatar von Antje Thiel

      Das kann ich dir leider nicht beantworten – das solltest du am besten mit deiner Diabetespraxis und/oder Krankenkasse besprechen. In meinem Fall war es ganz einfach, weil meine FSL-Verordnung ohnehin gerade ausgelaufen war und bei mir keine Pumpen- bzw. AID-Verordnung mit dranhängt.

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    • Avatar von Antje Thiel

      Aktuell ist es meines Wissens auch noch nicht möglich, den G7 zusammen mit dem Omnipod als AID zu nutzen.

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  12. Avatar von Andrea

    Vielen Dank, Antje, für den umfangreichen Bericht. Ich nutze den G6 und werde dabei wohl auch bleiben, da ich wegen Unverträglichkeit die Pflaster tauschen muss. Das ist ein bisschen lästig, aber ich krieg es gut hin. Beim G7 soll Pflastertausch nicht möglich sein. Herzlichen Gruß

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    • Avatar von Antje Thiel

      Moin Andreas, ja, das ist natürlich ein triftiger Grund, nicht zu wechseln. Ich habe zum Glück noch nie Hautprobleme mit einem Sensor gehabt. Dann hoffe ich, dass du dein bewährtes System noch lange so nutzen kannst!

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  13. Avatar von Wolfgang HULLMANN

    Danke für den interessanten Bericht. Eine kleine Anmerkung zu den Vergleichen: Was mir am meisten beim FSL3 (und den Vorgängern) fehlt, ist eine Alarmwiederholung. Wenn z.B. ein hoher Alarm losgeht, das Essen u. Spritzen nicht allzu lange zurückliegen, warte ich erst einmal. Leider vergisst man dann auch schon mal, erneut nachzuschauen. Dann kann es sein, dass man 2 Std. später einen viel zu hohen Wert abliest. Aber leider blieb das Gerät nach dem ersten Alarm stumm. Gefährlicher kann es sein, wenn man nachts einen Tief-Alarm bekommt, drückt den weg, sagt sich im Halbschlaf, man müsse etw. essen, darüber aber leider wieder einschläft. Da bleibt das Gerät, selbst wenn der niedrige Zucker weiter absinkt, ebenso still. Das kann dann gefährlich sein. Diese optionale Zuschaltung von Alarmwiederholungen vermisse ich am meisten. Geht das anderen nicht so?

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    • Avatar von Antje Thiel

      Ja, da hast du recht, das sehen viele als Manko an. Ich war bei meinem ersten Versuch mit dem G5 schnell sehr „alarmmüde“, zumal ich ohnehin regelmäßig nach meinen Werten schaue und von selbst sehe, wenn der Wert länger hoch bleibt. Tagsüber zumindest, aber ich neige glücklicherweise auch nicht zu nächtlichen Hypos. Ich bin mal gespannt, wie sich die Wiederholungsalarme etc. nun im Alltag für mich anfühlen.

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      • Avatar von Wolfgang

        Aha, verstehe ich das richtig, dass es beim G7 eine Einstellung für die Wiederholung desselben Alarms gibt? Dann wäre dieser Sensor ja für manche eine interessante Alternative, gerade für die Nacht.

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      • Avatar von Antje Thiel

        Ja, genau, man kann auch individuell einstellen, nach welchem Zeitraum der Wiederholungsalarm („Schlummern“) kommt.

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      • Avatar von Wolfgang

        Danke, aber ich glaube, es sieht doch etwas anders aus. Ich habe merkwürdigerweise die Gebrauchsanleitung auf der deutschen Dexcom-Site nicht gefunden, nur auf der belgischen. Dort las ich unter „Alarme“ das, was aber der FSL3 auch schon macht: Es gibt frei einstellbare Alarme, die ich annehmen kann. Damit, so habe ich es jedenfalls verstanden, verstummt der Alarm und wird eben nicht wiederholt. Sollte ich aber, z.B. weil ich bei hohem Zucker das Spritzen wg. eines Telefonats vergesse, weiter steigen, tut der BZ das nun in aller Ruhe, und ich höre keinen Ton mehr von meinem Gerät und merke erst den Anstieg, wenn ich selber aktiv nachschaue. Das gilt blöderweise, auch für weiter sinkenden BZ (besonders nachts), da noch gefährlicher. Man wird gewarnt, klickt den Alarm weg, ist müde, schläft wieder ein, ohne Traubenzucker zu nehmen. Dann sinkt der Zucker ggf. fröhlich weiter, der Sensor übermittelt das zwar, sagt aber (wg. bereits erfolgter Alarmannahme) keinen Piepser mehr. Kurzum, das war eigentlich, was ich mit Alarmwiederholung meinte: Wenn (aufgrund fehlender Aktion) der BZ sich weiter verändert, gibt es nach einmal erfolgter Alarmannahme keinen erneuten Alarm mehr trotz weiterer Verschlechterung der Werte. Wenn ich es richtig sehe, hat weder Dexcom noch Abbott an eine solche kritische, im Leben vorkommende Situation gedacht.

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      • Avatar von Antje Thiel

        Ich verstehe, was du meinst. Also ich kann beim G7 definitiv in den Alarmeinstellungen eine „Schlummerfunktion“ aktivieren und auch die Zeitspanne, nach der ich nochmal gewarnt werden möchte, sollte sich der Wert nicht normalisieren. Ich habe für hypos nun 30 Minuten und für Hypers 1 h30 eingestellt. Insofern gibt es da die Wiederholungsalarme, die du dir wünschst.

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      • Avatar von Wolfgang

        Danke sehr, Antje, für die Bestätigung. Allerdings stellte ich gerade noch eine andere Sache fest, die der ein od. anderen Krankenkasse ein Stirnrunzeln entlocken könnten: Während ich als Dauerbesteller bei Abbott immer noch 59 Euro bezahle fand ich gerade heraus, dass z.B. bei https://dia-log.com/dexcom-g7-sensoren-stp-gt-002/0000003280 für den G7 stolze 101,50 verlangt werden, und dass bei 3,5 Tagen kürzerer Laufzeit (wenn man die Toleranzzeit mit einberechnet), was ihn noch teurer macht. Da müsste man gute Gründe für die Annahme eines Wechsels von FSL3 zu G7 vorlegen. Welche Begründung musstest Du vorweisen, damit Deine Kasse tiefer in die Tasche greift?

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      • Avatar von Antje Thiel

        Moin Wolfgang, ich musste keinerlei Begründung vorweisen. Die Selbstzahlerpreise lassen sich nicht mit den Preisen vergleichen, die die Kassen mit den jeweiligen Anbietern ausgehandelt haben. In dem Schreiben, mit dem mir die Techniker den G7 als Hilfsmittel bewilligt hat, heißt es „Gern übernehmen wir die vertraglich vereinbarten Kosten für: Komplexpauschale rtCGM“. Ich gehe deshalb davon aus, dass die TK mit beiden Herstellern denselben Preis ausgehandelt hat, weshalb es für sie Jacke wie Hose ist, ob ich nun FSL3 oder G7 bekomme. Entsprechend konnten sie mein Rezept auch in derartiger Geschwindigkeit durchwinken. So jedenfalls meine Interpretation der Angelegenheit. Das kann aber von Kasse zu Kasse anders gehandhabt werden.

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      • Avatar von Wolfgang

        Aha, Antje, das kann natürlich sein. Aber selbst wenn beide Preise in gleicher Höhe ausgehandelt wurden, bleibt immer noch der Laufzeitunterschied von satten 3,5-4 Tagen, der den G7 auf diese Weise deutlich teurer macht. Es scheint allerdings so, dass die Einstellmöglichkeiten des G7 ein Mehr bieten, dass diesen indirekten Preisunterschied rechtfertigen könnte.

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  14. Avatar von besunni

    Es war so toll, euch getroffen zu haben ☺️🙏🏻

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