Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


Ein Kommentar

Taddaaahhh! Nach vielen Jahren Abstinenz habe ich wieder einen Hausarzt!

Wenn es um die Gesundheitsversorgung anderer Leute geht, bin ich immer sehr dafür, dass sie einen Hausarzt haben. Einen Arzt also, der einen gut kennt und immer einen gewissen Überblick über alles behält, was bei einem Menschen so gesundheitlich los ist.

Nur für mich fand ich einen Hausarzt viele Jahre lang schlicht überflüssig. Die gesundheitlichen Baustellen, bei denen ich ärztlichen Rat brauche, gehören nicht zum Haus-, sondern zum Facharzt: mein Diabetes zum Diabetologen, meine gynäkologische Vorsorge zum Frauenarzt, der Check meiner vielen Leberflecken zum Dermatologen, die Netzhautuntersuchung zum Augenarzt. Wozu also noch einen Hausarzt zwischenschalten, der mir ohnehin nur eine Überweisung ausstellt zu genau dem Facharzt, den ich auch allein angesteuert hätte? Weiterlesen


4 Kommentare

Mit dem Optomap bis hinter die Linse geschaut – und Halleluja: „Ihre Augen sind komplett gesund!“

Einmal im Jahr sollte jeder Diabetiker zum Augenarzt, um seine Netzhaut auf zuckerbedingte Veränderungen untersuchen zu lassen. Ich gebe zu: Im vergangenen Jahr habe ich in diesem Punkt geschlampt und es versäumt, einen Termin zu vereinbaren. Zum Glück gab es trotzdem beim heutigen Check keine schlechten Nachrichten. Und da ich seit ein paar Jahren für die Netzhautuntersuchung den Optomap für mich entdeckt habe, blieben mir auch die blöden Augentropfen zur Pupillenerweiterung erspart.

Was habe ich diese Termine in der Vergangenheit gehasst! Als Kurzsichtige waren jährliche Netzhautuntersuchungen für mich auch vor der Diagnose Typ-1-Diabetes schon Pflicht. Und das bedeutete jedes Mal: laaaaaannnnngggeeeeeee im Wartezimmer sitzen, sich immer wieder Augentropfen einträufeln lassen, bis sich die Pupillen auf Untertassengröße erweitert haben, und dann ab ins Untersuchungszimmer. Dort leuchtete der Augenarzt mit einer Speziallampe durch die künstlich erweiterten Pupillen, deren erschlaffter Muskel sich nicht mehr gegen die heftigen Lichtreize wehren konnte. Unangenehm. Weiterlesen


3 Kommentare

Diabetes-Monat November: Muss ich wirklich bei jeder Aktion mitmachen?

Am 14. November ist wie in jedem Jahr Weltdiabetestag, und alle großen Diabetes-Organisationen haben den gesamten Monat November zum „Diabetes-Awareness-Monat“ erklärt, und auf einmal ändern alle schnell ihre Profilbilder. Zu diesen ganzen Aktionen habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis.

Der Monat hatte kaum begonnen, da häuften sich in meiner Facebook-Timeline die Infos, dass dieser oder jene Kontakt von mir sein Profilfoto gewechselt hat. Statt eines einfachen Fotos ist es dann in der Regel ein Meme mit dem Schriftzug „#this is diabetes“ (von der American Diabetes Association, ADA), ein blauer Kreis als Diabetes-Symbol oder mit dem Schriftzug „T1D looks me“ (von der Juvenile Diabetes Research Foundation, JDRF). Letztere hat auf ihrer Website auch einen kleinen Gimmick parat, mit dem man anhand des Diagnosedatums ausrechnen lassen kann, wie viele Tage man schon mit Diabetes lebt, wie viele Stunden Schlaf man deswegen entbehren musste, wie viele Fingerpiekser und wie viele Katheterwechsel man erdulden musste. Weiterlesen