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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Eisige Temperaturen und tatsächlich Schnee: Wir waren wieder beim Sibirien-Marathon am Start!

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Same procedure as last year? Same procedure as EVERY year! Bereits zum dritten Mal in Folge war am vergangenen Wochenende eine Staffel mit Läuferinnen und Läufern der IDAA beim Sibirien-Marathon in Elmshorn am Start. Kalt war’s – und cool war’s!

Wie schön, dass wir beim Sibirien-Marathon mittlerweile quasi zum Inventar gehören und deshalb wieder mit unser Typ-1-Diabetes-Staffel am Start sein konnten. Denn dieser Lauf ist klein, aber fein und hat nur eine sehr begrenzte Zahl an Startplätzen. 59-mal gilt es um einen See zu laufen, Staffeln können in jeder Runde aufs Neue entscheiden, ob sie wechseln möchten.

Der NDR schickte ein Fernseh-Team nach Sibirien

Das allein wäre ja schon skurril genug, doch es kommt noch besser. Beim Sibirien-Marathon treten überdurchschnittlich viele Läufer aus der Ultramarathon-Szene und dem 100-Marathon-Club an. Und damit hat man nebenbei eine tolle Chance, viele verrückte Paralleluniversen zu entdecken. Über den Veranstalter Christian Hottas, der mittlerweile auf seinen 2700. Marathon zusteuert, hatte ich vor zwei Jahren hier schon einmal berichtet. Und auch in diesem Jahr waren wieder so viele ungewöhnliche Menschen mit am Start, dass sogar der NDR ein Fernseh-Team nach Sibirien geschickt hat. Im TV-Beitrag, der noch am selben Abend im Schleswig-Holstein Magazin gesendet wurde und hier (zumindest für die übliche Zeit) in der Mediathek abrufbar ist, wurde dann zum Beispiel ein Läufer aus Frankfurt gezeigt, der tatsächlich den gesamten Marathon bei Schnee in Crocs lief und auf Nachfrage des Reporters erklärte, er habe sich vor fünf Wochen den Fuß gebrochen. Der sei halt immer noch geschwollen und passe nicht in die normalen Laufschuhe – daher die zum Laufen eher ungeeigneten Crocs.*

Fünf Läuferinnen und Läufer aus der IDAA in einer Staffel

Im Vergleich dazu waren wir fünf mit unserer IDAA-Diabetes-Staffel geradezu langweilig. Den Start machte Bernd (Typ F), der nach 11 Runden an Bianca (Typ 1) übergab. Bianca ließ sich nach 10 Runden von mir ablösen, woraufhin auch ich 10 Runden durchs Schneegestöber trabte und mich insgeheim ein bisschen ärgerte, dass ich auf meine Kontaktlinsen verzichtet und einfach meine Brille aufgesetzt hatte – bei Schnee ist die Sicht damit nicht optimal. Doch trotz einiger matschiger oder glatter Abschnitte und diversen Wurzeln auf dem Waldboden brachte ich meine Streckenanteil unbeschadet hinter mich. Klasse fand ich übrigens die Samba-Truppe, die an der Strecke stand und trotz des eisigen Wetters unbeirrt für mindestens 2 Stunden trommelte. Nach mir lief Nils (Typ 1) weitere 10 Runden, die letzte Etappe von 18 Runden übernahm dann Tobias (Typ 1). Wir fünf waren dann nach insgesamt etwas über 4 Stunden im Ziel und konnten uns dann – auch das ist eine Besonderheit dieses Laufes – im Gasthof Sibirien am warmen Buffet inklusive Kaffee und Kuchen stärken. Wie schon in den vergangenen Jahren hatten die Betreiber des Traditionslokals, Familie Thormählen, nicht nur die Laufstrecke zur Verfügung gestellt, sondern luden auch alle Läuferinnen und Läufer zum üppigen Essen ein. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank für diese großzügige Gastfreundschaft!

Mein Zucker dieses Mal nicht optimal – doch sowas kommt halt auch mal vor

Mein Zucker benahm sich am Sonntag beim Lauf zwar nicht ganz astrein, doch so etwas kommt halt manchmal vor. Ich hatte einigermaßen rechtzeitig gefrühstückt und vorsorglich weniger Bolus gespritzt. Mit einer Spitze von etwa 250 mg/dl hatte ich allerdings nicht gerechnet. Beim Laufen sank der Wert dann auch ohne Korrektur, doch mir lag das Frühstück immer noch etwas schwer im Magen – insbesondere mit der Aussicht auf das tolle Buffett hätte ich da wohl etwas sparsamer sein sollen. Was soll’s – wir waren dabei, wir hatten Spaß, wir hatten echtes Sibirien-Feeling, und wir sind alle heil angekommen!

Hier noch ein paar Bilder, die zum Teil von mir stammen und mir zu anderen Teil von Andreas Villwock – herzlichen Dank dafür.

*Nur für alle, die es nicht ohnehin schon ahnen, sage ich euch jetzt als Medizinredakteurin mit einer gewissen Erfahrung im Fach Chirurgie: Es gibt sicher keinen Fußchirurgen, der es gutheißt, wenn sein Patient bereits fünf Wochen nach einer Fraktur am Fuß wieder einen Marathon läuft, zumal wenn der Fuß noch geschwollen ist. Bitte nicht nachmachen, und erst recht nicht behaupten, ich hätte euch dazu angestiftet!

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