Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Lampenfieber! Was ich mir für morgen früh beim Hamburger Triathlon vorgenommen habe

Dabei sein ist alles, klar. Aber ganz ehrlich: Ein paar Ziele verfolge ich doch, wenn ich morgen beim Hamburger Triathlon antrete. Und zwar in Sachen sportlicher Leistung ebenso wie in Sachen Zuckerkontrolle. Wollen wir doch mal sehen, was ich mir vornehmen und was davon dann tatsächlich gelingt!

In sportlicher Hinsicht wäre es cool, wenn ich beim Schwimmen die 500 Meter in 15 Minuten schaffen würde, beim Radfahren für die 22 Kilometer 43 Minuten und beim Laufen für die 5 Kilometer 33 Minuten. Schön wäre es auch, wenn ich in der Wechselzone weniger tüdelig als im letzten Jahr wäre: Also nicht den Helm verkehrt herum aufsetzen, das Startnummernband erst vergessen oder an meinem Wechselplatz vorbeilaufen. Einfach mal ein bisschen konzentrieren. Dann sollte jeder Wechsel auch in 7 Minuten zu schaffen sein. Macht insgesamt 1:45 Stunden. Ui! Ob ich das schaffe? Weiterlesen


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Pille statt Sport? Das ist auch in Zukunft keine Option – zum Glück!

Es gibt ja kaum etwas, das nicht von Wissenschaftlern erforscht wird. Also dürfte ich mich eigentlich nicht wundern, dass im Labor an Medikamenten getüftelt wird, die sportliche Aktivität überflüssig machen. Dass diese Forschung bislang nicht erfolgreich war, finde ich allerdings eher beruhigend.

Sport kräftigt die Muskeln, kurbelt den Stoffwechsel an, verbessert die Blutzuckereinstellung, senkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Wir wissen das alles natürlich. Insbesondere als Diabetiker – ob nun Typ 1 oder 2 – kann man sich gutgemeinten sportlichen Ratschlägen ja kaum entziehen. Und Hand auf’s Herz: Den meisten von uns ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und schöneren Blutzuckerverläufen doch auch längst aufgefallen. Wenn da nicht der elendige Schweinehund wäre, der einem manchmal jeglichen sportlichen Antrieb raubt. Einen hypnotisiert und umschmeichelt, bis man auf der Couch hängenbleibt anstatt draußen in der Natur zu joggen. Zumindest bei mir ist in der Regel der Schweinehund verantwortlich, wenn ich mein Sportprogramm einmal sausen lasse. Weiterlesen


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Ein bisschen Tri schadet nie… Generalprobe für den Triathlon 2015 überstanden!

Bis zum ITU Triathlon 2015 (Eingeweihte nennen ihn auch nur „Tri“) in Hamburg ist es nur noch eine Woche. Zeit für eine Generalprobe, bei der ich nacheinander alle drei Wettkampfdisziplinen in ihren Wettkampfdistanzen trainiert habe.

Am Sonnabend, den 18. Juli 2015, werde ich nach den Wettkämpfen in 2013 und 2014 zum dritten Mal beim Hamburger Triathlon in der Sprintdistanz antreten. Das ist die Distanz beim Triathlon, die – abgesehen von den Kinder-Wettkämpfen – am wenigsten mit einem Iron Man zu tun. Manche nennen es auch Volks-Triathlon, weil 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen von einem normal trainierten Freizeitsportler eigentlich gut zu schaffen sind. Für mich ist es dennoch zum dritten Mal in Folge ein Ereignis, das mir großen Respekt einflößt, auch wenn ich mittlerweile keine Zweifel mehr daran habe, dass ich den Wettkampf heil überstehen und im Ziel eintreffen kann, bevor der Kehrwagen die Reste zusammenfegt. Weiterlesen


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Mylife Daily Dose Insulinspritze: Ein kleiner Schuss Insulin für unterwegs?

Beim Sport ist das Risiko zu unterzuckern deutlich größer als die Gefahr hoher Zuckerwerte. Doch manchmal ist es auch beim Sport ratsam, ein bisschen Insulin dabei zu haben. Ich habe hierfür einmal die Einweg-Insulinspritzen „Mylife Daily Dose“ von Ypsomed getestet.

In den vergangenen Monaten musste ich leider häufiger einmal beobachten, dass sportliche Aktivität den Zuckerwert nicht immer sinken, sondern manchmal auch kräftig ansteigen lässt. So geschehen beim Staffellauf beim Hamburger Marathon und kurz darauf beim Itzehoer Störlauf. Ich habe inzwischen eine plausible Erklärung für die Anstiege gefunden – doch die beste Erklärung hilft nichts, wenn im entscheidenden Moment kein Insulin greifbar ist, weil ich den großen Insulinpen nicht beim Laufen mit mir herumschleppen wollte. Weiterlesen


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Rennrad-Tour im Hamburger Flachland – mit Blutzucker auf Berg- und Talfahrt

Wenn ich Ende August bei den Vattenfall Cyclassics mein erstes Radrennen bestreiten will, muss ich mich an das Radeln im Pulk gewöhnt haben. Deshalb habe ich neulich erstmals an einer RTF – sprich: Radtourenfahrt – teilgenommen. Das Radfahren in einer großen Gruppe und die vielen Handzeichen, mit denen Rennradfahrer untereinander kommunizieren, waren erst ziemlich ungewohnt. Am meisten Probleme bereitete mir bei dieser Fahrt allerdings mein Blutzucker.

Mein hübsches kleines Rennrad ist mittlerweile fast ein Jahr alt, und ich freue mich schon darauf, wenn es in exakt 18 Tagen erstmals beim Hamburger Triathlon zum Einsatz kommt. Ende August steht mir allerdings eine ganz neue Herausforderung bevor, nämlich die Vattenfall Cyclassics, bei denen ich mir mit 55 Kilometern zwar nur die kürzeste aller verfügbaren Strecken (55, 100 und 155 Kilometer) vorgenommen habe – aber immerhin sind 55 Kilometer auch kein Pappenstiel. Die Strecke selbst macht mir wenig Sorgen, doch das Radfahren im Pulk, ganz dicht an dicht, ist noch völlig neu für mich. Schließlich ist beim Triathlon Windschattenfahren streng verboten, alle Triathleten sind angehalten, beim Radfahren ordentlich Abstand vom nächsten Radler zu halten. Weiterlesen


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Versehentlich nüchtern gestartet: Blutzucker-Chaos bei zwei Läufen

Woran liegt es, wenn bei einem 10-Kilometer-Lauf trotz eines perfekten Blutzuckerwertes beim Start der Blutzucker ab der Hälfte der Strecke steil ansteigt? Darüber durfte ich auch beim Itzehoer Störlauf grübeln – und habe tatsächlich eine Theorie entwickelt.

Vor einer Weile hatte ich euch ja über mein Blutzucker-Chaos bei der IDAA-Staffel beim Hamburger Marathon berichtet , bei dem ich eine Etappe von 9,2 Kilometern bestritten habe. Unmittelbar nach dem Lauf hatte ich darüber nachgedacht, warum wohl mein Blutzucker nach ein paar Kilometern so steil auf über 200 mg/dl anstieg und beinahe bis zum Ende des Laufes nicht wieder absinken wollte. Ich hatte es auf das für meine Verhältnisse sehr hohe Tempo zurückgeführt, das mich vermutlich über die anaerobe Schwelle (hallo Adrenalin?) getragen und dadurch meinen Blutzucker hat ansteigen lassen. Weiterlesen


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Hamburg-Marathon 2015: Mit einer Staffel der IDAA durch’s Ziel

Gleich vorweg: Ein ganzer Marathon steht für mich nicht zur Diskussion. Doch bei einer Staffel der International Diabetic Athletes Association (IDAA) einspringen und die letzte Etappe von 9 Kilometern ins Ziel laufen? Klar, warum eigentlich nicht!

Der diesjährige Hamburg-Marathon am 26. April 2015 stand bei mir schon seit geraumer Zeit im Kalender. Nicht etwa, weil ich selbst mitlaufen wollte – die vollen 42,195 Kilometer sind eine Distanz, die für mich vermutlich im Leben nicht zur Diskussion stehen wird. Doch mein Mann war angemeldet, denn er hatte mit dem Hamburger Marathon noch eine Rechnung offen. Ich hatte mich also darauf eingestellt, mentale Unterstützung zu leisten, mich an verschiedenen Punkten der Strecke zu postieren, Christoph anzufeuern und zu fotografieren. Doch es sollte anders kommen. Weiterlesen


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Rennradtraining: Was die einschlägige Triathlon-Literatur uns verschweigt

Das Blutzuckermanagement ist nicht immer das einzige Problem beim Sport. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass mir auf dem Rennrad gleich nach den ersten Metern die Nase läuft. In der einschlägigen Triathlon-Literatur spielt das Thema keine Rolle, also musste ich auf eigene Faust üben, beim Fahren den Schnodder loszuwerden. Wer sich vor Rotz und Bauerntaschentuch ekelt, bitte nicht weiterlesen!

Was tun, wenn beim Rennradfahren die Nase trieft? Das ist absolut kein triviales Problem, bei mir läuft der Schnodder beinahe unmittelbar, nachdem ich meinen Drahtesel bestiegen und ein paar kräftige Tritte gemacht habe. Warum Rennradfahren die Produktion von Nasensekret anregt, ist mir schleierhaft, doch das Problem ist real und wird in der einschlägigen Triathlon-Literatur schlicht totgeschwiegen. Papiertaschentücher sind keine Lösung, denn es ist motorisch einfach zu anspruchsvoll, auf dem Rennrad aus einer Trikottasche einhändig eine Packung Tempos hervorzufriemeln, den kleinen Verschlussaufkleber zu lösen, ein Taschentuch herauszuziehen, die Packung wieder in der Trikottasche zu verstauen, das Taschentuch zu entfalten und kräftig hineinzuschnäuzen. Weiterlesen


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Erste Rennradfahrt im Frühjahr: Hallo, wie geht das noch mal mit dem Schalten?

Über die Wintermonate, die mein schönes kleines Rennrad still in der Garage verbracht hat, habe ich so ziemlich alles vergessen, was man über das Rennradfahren wissen muss. Gestern war es Zeit, meinen Körper daran zu erinnern, wie man auf so einem Drahtesel sitzt, wie man schaltet und wie man bremst. Und es war Zeit auszuprobieren, wie man beim Fahren mit dem Freestyle Libre den Zuckerwert scannen kann.

In diesem Jahr habe ich mir nicht nur vorgenommen, zwei Triathlon-Wettkämpfe zu bestreiten, sondern bin auch erstmals für die Hamburg Cyclassics angemeldet. Ich habe mir als Anfängerin zwar nur die 55 Kilometer-Distanz ausgesucht, doch auch diese Strecke muss man ja erst einmal bewältigen – und zwar möglichst nicht als allerletzte Teilnehmerin vor dem Kehrwagen. Deshalb nutzte ich gestern also das tolle Frühlingswetter für eine erste Fahrt mit meinem schönen kleinen Rennrad, das ich erst im vergangenen Sommer gekauft habe. Weiterlesen