Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Der Itzehoer Störlauf 2016: Einer muss schließlich auch die Schafe fotografieren…

Wenn es warm und schwül ist, habe ich wenig Lust zu laufen. So ging es mir gestern. Zu blöd, wenn man just an so einem Tag für einen Wettkampf angemeldet ist! Na, sei’s drum… ich ließ meinen Schweinehund an der langen Leine laufen und machte bei meiner schweißklebrigen 10-Kilometer-Strecke einfach etliche Gehpausen, in denen ich die Landschaft genoss und Schafe fotografierte.

Auf den gestrigen Störlauf in Itzehoe hatten mein Mann Christoph und ich uns seit langem gefreut und vorbereitet. Christoph, weil er für seine Firma nach Feierabend eine Laufgruppe trainiert und auf den Wettkampf vorbereitet hatte. Zusammen mit ein paar Kollegen hatte er sich den Halbmarathon vorgenommen. Ich wiederum hatte mich auf die Veranstaltung gefreut, weil ich den Lauf als Team-Event für insgesamt vier Mitglieder der IDAA (International Diabetes Athletes Association, ein Verein für Sportler mit Diabetes)  angemeldet hatte. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 8: Tempo, Tempo, kleine Schnecke!

Heute standen „nur“ zwei Trainingseinheiten auf unserem Plan: Frühsport mit Lauf-ABC am Strand, und dann am Vormittag Tempotraining – ebenfalls am Strand. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und nutzten die Gelegenheit, einmal den nächstgelegenen Ort Chiclana de la Frontera zu erkunden – lauffaul und per Bus.

So langsam habe ich mich an diese morgendlichen Sporteinheiten gewöhnt und finde sie auch ganz angenehm – zum Wachwerden, zum Morgensonnenstrahlensammeln und für das schöne Gefühl, schon so früh am Morgen aktiv gewesen zu sein. Heute hieß es für uns beim Frühsport nach einer Weile: Schuhe ausziehen, barfuß Laufen! Der feuchte Sand war zwar noch recht kalt, aber das Laufen mit nackten Füßen auf Sand fühlte sich gut an. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 3: Alter Schwede, straffes Pensum heute!

Heute morgen hätte mich mein Schweinehund beinahe ausgetrickst. Ich bin dann trotzdem heroisch zum Frühsport am Strand gegangen. Und habe am Mittag Kräftigungsübungen gemacht. Und bin mit dem Fahrrad etwa 9 Kilometer zum Leuchtturm von Conil gefahren, wo ich das Rad an eine Teamkollegin übergeben habe, um die selbe Strecke wieder zurück zu laufen.

Man hat ja so seine eingespielte Morgenroutine, die man nur schwer durchbrechen kann. Bei mir besteht sie aus: Zuckermessen, über das geplante Frühstück nachdenken, eine passende Dosis Insulin spritzen. Beinahe hätte ich mir also heute morgen vier Einheiten Insulin in den Bauch gejagt, obwohl doch wieder ein Nüchternlauf am Strand angesagt war. Mein Schweinehund war angesichts dieser großartigen Chance sofort zur Stelle und flüsterte mir ein: „Wenn du jetzt – so ganz versehentlich – Insulin spritzt, dann kannst du nicht zum Frühsport, weil du sofort frühstücken musst. Jetzt ist DIE Gelegenheit!“ Aber nix da. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Also in letzter Sekunde den Insulinpen beiseite gelegt, rein in die Laufklamotten, raus an den Strand. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 2: Nüchternlauf? Geht auf einmal doch!

Mein nagelneues Fitbit-Armband (Geburtstagsgeschenk! 🙂 )sagt, dass ich heute knapp 25.000 Schritte gegangen bin. Das finde ich für meinen ersten Trainingstag hier in Andalusien schon ganz beachtlich. Beachtlich (um nicht zu sagen TOLL) finde ich auch, wie mein Zucker heute bei dem straffen Programm mitgespielt hat.

Der Tag begann mit Frühsport am Strand. Gegen Sport am Strand ist ja überhaupt nicht einzuwenden, aber das Wörtchen „früh“ hatte mir im Vorfeld ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Zum einen, weil ich es eigentlich überhaupt nicht mag, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen, geschweige denn Sport zu treiben. Zum anderen, weil Nüchternläufe für mich bislang eine ziemlich knifflige Angelegenheit waren. Ihr wisst schon: Bei nüchternem Magen zapft der Körper schneller die Glykogenreserven in der Muskulatur und in der Leber an. Die freiwerdende Glukose braucht Insulin, doch davon habe ich – bis auf mein Basalinsulin – keines in der Blutbahn mehr. Der Zuckerspiegel steigt trotz Bewegung ins Unermessliche. Nicht gut. Weiterlesen


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Bald geht es los: Kofferpacken für meine Laufreise nach Andalusien

So langsam bekommt mein Schweinehund eine Ahnung davon, auf was ich mich da eingelassen habe. Doch ob er nun einverstanden ist oder nicht: Ich werde tatsächlich im März für eine 10-tägige Laufreise nach Andalusien fliegen, wo wir praktisch rund um die Uhr sportlich auf Trab gebracht werden.

Natürlich ist mal wieder mein Mann Schuld. Wie so oft, wenn es um meine sportlichen Ziele geht. Christoph hat ja bereits einige Marathons auf dem Buckel und trainiert auch in diesem Frühjahr wieder für den Hamburger Marathon. Und wie schon2015, bereitet er sich hierauf unter anderem mit einem Vorbereitungskurs beim Hamburger Laufladen „Laufwerk“ auf dieses sportliche Highlight vor. Das Laufwerk ist aber nicht nur ein Laden, in dem man Laufklamotten kaufen und Laufkurse buchen kann. Im vergangenen Jahr hatte er mitbekommen, dass etliche seiner Laufkurs-Mitstreiter im März für zehn Tage zu einer Laufreise nach Andalusien verschwanden, danach toptrainiert zurückkamen und den Marathon quasi mit links… naja, vielleicht nicht ganz, aber die Laufreise mit täglichem Frühsport plus Lauftrainings-Einheiten am Vormittag und noch einmal am Nachmittag war nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Weiterlesen


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Versehentlich nüchtern gestartet: Blutzucker-Chaos bei zwei Läufen

Woran liegt es, wenn bei einem 10-Kilometer-Lauf trotz eines perfekten Blutzuckerwertes beim Start der Blutzucker ab der Hälfte der Strecke steil ansteigt? Darüber durfte ich auch beim Itzehoer Störlauf grübeln – und habe tatsächlich eine Theorie entwickelt.

Vor einer Weile hatte ich euch ja über mein Blutzucker-Chaos bei der IDAA-Staffel beim Hamburger Marathon berichtet , bei dem ich eine Etappe von 9,2 Kilometern bestritten habe. Unmittelbar nach dem Lauf hatte ich darüber nachgedacht, warum wohl mein Blutzucker nach ein paar Kilometern so steil auf über 200 mg/dl anstieg und beinahe bis zum Ende des Laufes nicht wieder absinken wollte. Ich hatte es auf das für meine Verhältnisse sehr hohe Tempo zurückgeführt, das mich vermutlich über die anaerobe Schwelle (hallo Adrenalin?) getragen und dadurch meinen Blutzucker hat ansteigen lassen. Weiterlesen