Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Rennradtraining: Was die einschlägige Triathlon-Literatur uns verschweigt

Das Blutzuckermanagement ist nicht immer das einzige Problem beim Sport. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass mir auf dem Rennrad gleich nach den ersten Metern die Nase läuft. In der einschlägigen Triathlon-Literatur spielt das Thema keine Rolle, also musste ich auf eigene Faust üben, beim Fahren den Schnodder loszuwerden. Wer sich vor Rotz und Bauerntaschentuch ekelt, bitte nicht weiterlesen!

Was tun, wenn beim Rennradfahren die Nase trieft? Das ist absolut kein triviales Problem, bei mir läuft der Schnodder beinahe unmittelbar, nachdem ich meinen Drahtesel bestiegen und ein paar kräftige Tritte gemacht habe. Warum Rennradfahren die Produktion von Nasensekret anregt, ist mir schleierhaft, doch das Problem ist real und wird in der einschlägigen Triathlon-Literatur schlicht totgeschwiegen. Papiertaschentücher sind keine Lösung, denn es ist motorisch einfach zu anspruchsvoll, auf dem Rennrad aus einer Trikottasche einhändig eine Packung Tempos hervorzufriemeln, den kleinen Verschlussaufkleber zu lösen, ein Taschentuch herauszuziehen, die Packung wieder in der Trikottasche zu verstauen, das Taschentuch zu entfalten und kräftig hineinzuschnäuzen. Weiterlesen


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Erste Rennradfahrt im Frühjahr: Hallo, wie geht das noch mal mit dem Schalten?

Über die Wintermonate, die mein schönes kleines Rennrad still in der Garage verbracht hat, habe ich so ziemlich alles vergessen, was man über das Rennradfahren wissen muss. Gestern war es Zeit, meinen Körper daran zu erinnern, wie man auf so einem Drahtesel sitzt, wie man schaltet und wie man bremst. Und es war Zeit auszuprobieren, wie man beim Fahren mit dem Freestyle Libre den Zuckerwert scannen kann.

In diesem Jahr habe ich mir nicht nur vorgenommen, zwei Triathlon-Wettkämpfe zu bestreiten, sondern bin auch erstmals für die Hamburg Cyclassics angemeldet. Ich habe mir als Anfängerin zwar nur die 55 Kilometer-Distanz ausgesucht, doch auch diese Strecke muss man ja erst einmal bewältigen – und zwar möglichst nicht als allerletzte Teilnehmerin vor dem Kehrwagen. Deshalb nutzte ich gestern also das tolle Frühlingswetter für eine erste Fahrt mit meinem schönen kleinen Rennrad, das ich erst im vergangenen Sommer gekauft habe. Weiterlesen


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Ostseelauf in Timmendorf: Knackig kalt, schön sonnig und Blutzucker auf Talfahrt

Am Abend vor dem Ostseelauf regnete und windete es in Timmendorf so ungemütlich, dass mein Mann und ich (auf einen Samstagabend!) uns schnell ins Hotelzimmer flüchteten und ungelogen schon um 21 Uhr im Bett lagen. Der Lauftag selbst entschädigte uns dafür mit tollster Frühlingssonne. Doch irgendwas ist ja immer: Weil mein Frühstück beim Laufstart noch nicht lang zurücklag und noch ein Bolus wirkte, musste ich auf der 10-km-Strecke permanent Traubenzucker einwerfen, um den Blutzucker stabil zu halten.

Es gibt ein Gedicht von Wilhelm Busch, das funktioniert bei mir als Universal-Trost:

Fortuna meint es gut mit uns,

doch will sie uns nie ganz beglücken.

Schenkt sie uns einen Sommertag,

so schenkt sie uns auch Mücken.

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Tanzsport mit Typ-1-Diabetes: Daumendrücken für Matthias Steiner bei Let’s dance!

Bislang hatte Matthias Steiner beim Sport eher eine Langhantel als eine Tanzpartnerin im Arm. Jetzt tritt er in der RTL-Show „Let’s dance“ an, lernt tanzen und zeigt der Fernsehnation, wie er mit seinem persönlichen „Hindernis“ Typ-1-Diabetes umgeht. Bei mir jedenfalls harmonieren Diabetes und Tanzsport super!

Als kürzlich beim T1Day darüber diskutiert wurde, wie man mehr und vor allem positive mediale Aufmerksamkeit für Typ-1-Diabetes erreichen kann, tauchte von irgendwo aus dem Plenum der Vorschlag auf, man könne doch einmal Matthias Steiner (Olympiasieger im Gewichtheben, Typ-1-Diabetiker seit seinem 18. Lebensjahr) ins Dschungelcamp schicken – dann könnte die Fernsehnation hautnah miterleben, wie er im Zweikampf mit Kakerlaken und sonstigem Getier heroisch seinen Diabetes managt. Darauf hatte Matthias zwar keine Lust, wie neulich in Steffis Blog nachzulesen war. Doch mir persönlich gefällt es ohnehin viel besser, dass er nicht in der nächsten Staffel des Dschungelcamps zu sehen sein wird, das ich überhaupt nicht verfolge, sondern ab 13. März 2015 in der RTL-Show „Let’s dance“. Weiterlesen


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Neues vom Schweinehund: „Du hast deine Schuhe doch noch gar nicht eingelaufen!“

Ja, ich habe neue Laufschuhe. Nein, ich habe sie vor dem ersten richtigen Lauf nicht vorsichtig eingelaufen. Das ist ein großes Problem, findet mein Schweinehund. Und ein Lauf ohne GPS-Ortung via Runtastic hat im Grunde ja auch gar nicht stattgefunden.

Mein Jahr 2015 hatte schweinehundtechnisch eigentlich ganz gut angefangen. Das fiese Borstenvieh hatte sich so gut wie gar nicht zu Wort gemeldet, als ich im Schwimmbad weiter das mühsam erlernte Kraulen übte (immerhin schon zwei mal seit Jahresbeginn) oder als ich einmal gute 11 und einmal gute 8 Kilometer Laufen war (letztere Strecke sogar ziemlich heroisch an einem Sonntagmorgen, an dem es hagelte, stürmte und regnete). Ich dachte schon, ich hätte dem Schweinehund nun endgültig ein Schnippchen geschlagen – bis er sich heute mit ganz neuen Tricks zu Wort meldete. Weiterlesen


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Ich bin die Zuckerpuppe von der Bauchtanztruppe…

Bauchtanz ist weit mehr als ein bisschen anzügliches Popowackeln. Es geht dabei um die Isolation einzelner Muskelgruppen, um die Koordination verschiedener Bewegungsabläufe – und um jede Menge Spaß mit anderen Frauen, die ebenfalls Freude am sinnlichen Tanz in wunderbaren Glitzerkostümen haben.

Ok, ihr müsst zugeben, dass man nicht um den ollen Schlager von Bill Ramsey aus dem Jahre 1961 herumkommt, wenn man als Diabetikerin über ihr Bauchtanztraining schreiben will. Ich sage ganz bewusst „Training“, denn Bauchtanz bzw. orientalischer Tanz ist ein hartes Stück körperliche Arbeit, wenn man die Sache halbwegs ernst nimmt. Ich nehme das Training zumindest halbwegs ernst und übe mich also seit ungefähr zwei Jahren zusammen mit ein paar anderen Frauen unter Anleitung unserer Lehrerin im ägyptischen Cabaret-Stil. Weiterlesen


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Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf – sportlich, sportlich bis zum Jahresende

Bei diesem Lauf konnte man einfach nicht übersehen, dass der Hauptsponsor und Namensgeber ein großer Baustoffhersteller ist: Die Laufstrecke führte uns 8 oder 14 Kilometer um mehrere Kreidegruben herum.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele große und kleine Volksläufe in unserer Umgebung veranstaltet werden. Auf den traditionellen Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf (in der Nähe von Itzehoe) sind mein Mann und ich erst über den Lauftreff Raa-Besenbek aufmerksam geworden. Bei Distanzen von 2,5, 4,5, 8 und 14 Kilometern ohne Zeitnahme ist für jeden Läufer eine passende Distanz dabei, um das Jahr sportlich ausklingen zu lassen und nicht erst am verkaterten Neujahrstag mit den guten Vorsätzen zu starten. Weiterlesen


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Mit Diabetes durch das Jahr: Mein persönlicher Rückblick auf 2014

Im ausklingenden Jahr jährte sich meine Diagnose Typ-1-Diabetes bereits zum vierten Mal. Zum Glück hinderte mich mein lästiger Begleiter auch in diesem Jahr nicht daran, meinen Alltag ganz gut zu wuppen und ein paar neue persönliche sportliche Bestleistungen aufzustellen.

Nachdem WordPress uns schon mit ein paar Statistiken zur Nutzung dieses noch recht neuen Blogs versorgt hat (ich bin ehrlich gesagt baff, dass unter meinen Leser Menschen aus 31 Nationen waren), möchte ich auch noch einen kleinen persönlichen Rückblick hinterherschieben. Weiterlesen


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Frohe Weihnachten: Kleiner Gassilauf mit meinem Schweinehund

Wahnsinn: Nun ist der Dezember beinahe vorbei, und dank einiger Reisen und Abgabetermine im Job und anschließender blöder Erkältung war ich noch kein einziges Mal Laufen. Dafür benahm sich mein Schweinehund heute allerdings erstaunlich gesittet – das kenne ich von ihm durchaus auch anders…

Bislang gab es meinem Dezember 2014 noch nicht allzu viele sportliche Aktivitäten. Während ich in meiner mySugr-Diabetes-App normalerweise pro Woche fünf bis acht Stunden Sport dokumentiere, kann ich mich bis zum heutigen zweiten Weihnachtstag den ganzen Monat hindurch nur an einmal Schwimmen (Kraulkurs) erinnern. Aber manchmal ist es halt so: Da jagt ein Abgabetermin den nächsten, ich sitze von früh bis spät am Schreibtisch – und kaum sind die Projekte abgearbeitet und der Stress lässt nach, entspannt sich der Körper mit einer hübschen Erkältung. So auch in den vergangenen Wochen. Weiterlesen


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Erfahrungsbericht Freestyle Libre: Schon ziemlich toll, ABER…

Seit dem 11. November 2014 teste ich das neue Flash Glucose Monitoring (FGM) System, besser bekannt unter dem Handelsnamen Freestyle Libre. Mein Fazit: Leichte Handhabung, der Sensor stört überhaupt nicht und macht im Alltag alles mit, und die Verlaufskurven haben mir so manchen Aha-Effekt beschert. Aber: Mein Vertrauen in die neue Technik steht und fällt mit der Messgenauigkeit. Und an der zweifele ich mehr als es das Beitragsbild vermuten lässt.

Seit Mitte Oktober 2014 ist ein neues System zur Glukosemessung für Diabetiker auf dem Markt, das Flash Glucose Monitoring (FGM) System „Freestyle Libre“  der Firma Abbott Diabetes Care. Über den beinahe schon skurrilen Hype um das neue System habe ich euch bereits berichtet. Heute möchte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Freestyle Libre erzählen. Wohlgemerkt: Es sind meine ganz individuellen Eindrücke. Wer in den einschlägigen Facebook-Gruppen die Diskussionen zum Freestyle Libre verfolgt, dem ist sicherlich schon aufgefallen, dass das System nicht bei jedem Diabetiker gleich gut funktioniert und entsprechend auch nicht jeder gleich zufrieden damit ist. Ich erzähle euch nun von meinen Erfahrungen anhand verschiedener Kriterien, die mir bei einem System zur Glukosemessung relevant erscheinen. Weiterlesen