Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Seit heute können es alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland nachlesen: #LanguageMatters!

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Wie ihr vielleicht wisst, wurde mir im November 2019 der Medienpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in der Kategorie Onlineverliehen. Eine der Jurorinnen war Martina Schulte-Lenzen, Redakteurin beim Deutschen Ärzteblatt (DÄB). Sie hat sich dafür eingesetzt, dass mein Text – in leicht überarbeiteter Fassung – auch im offiziellen Organ der deutschen Ärzteschaft erscheint. Und heute ist es nun soweit.

Als sich Martina Schulte-Lenzen bei mir meldete, habe ich der Publikation natürlich sofort begeistert zugestimmt. Denn mehr Reichweite als mit dem Deutschen Ärzteblatt kann man in deutschen medizinischen Fachpresse eigentlich nicht generieren. Die Zeitschrift ist das offizielle Organ der deutschen Ärzteschaft und wird wöchentlich an sämtliche Ärztinnen und Ärzte in Deutschland verschickt – das sind rund 370.000 Exemplare, die auf den Schreibtischen in Arztpraxen und Kliniken landen.

Medizinreport DÄB Screenshot 06012020

Screenshot der Online-Fassung meines Beitrags im aktuellen DÄB

Heute ist Ausgabe 1.2020 des DÄB erschienen, und darin findet man hier meinen Artikel. Die Redaktion hat ganz bewusst die erste Ausgabe im neuen Jahr ausgewählt, weil nun einmal viele Menschen den Jahreswechsel mit guten Vorsätzen verbinden – warum also nicht mit dem Vorsatz, mehr auf eine empathische und diskriminierungsfreie Sprache im Zusammenhang mit Diabetes zu achten? Ich fand diesen Ansatz toll, denn schließlich war es mein größter Wunsch, mit meinem Blogbeitrag eine überfällige Debatte nicht nur in der Diabetes-Community, sondern auch bei den Diabetesprofis in Klinken und Praxen anzustoßen.

Gestrafft und leicht umformuliert – inhaltlich aber unverändert

Ich musste meinen Blogbeitrag straffen, damit er den Rahmen der Printausgabe des DÄB nicht sprengt. Außerdem Ich-Aussagen ausmerzen und ein paar Formulierungen anpassen, die für ein konservatives Ärzteohr vielleicht doch zu schnodderig-bloggerisch klingen. So sind halt die Spielregeln in einer Zeitschrift, die viel Wert auf Wissenschaftlichkeit legt. In meinem Blogbeitrag hatte ich bereits diverse seriöse Quellen zitiert und damit meine Aussagen auch ausreichend wissenschaftlich untermauert. Daran gab es – bis auf die Zitierweise – deshalb auch nichts zu überarbeiten. Insgesamt unterscheidet sich mein DÄB-Artikel also nur im Ton und in der Länge ein wenig von meinem ursprünglichen Blogbeitrag, nicht aber in seinen Botschaften und Anregungen.

Ich bin gespannt auf die Debatte!

Und so bin ich nun gespannt, ob und wie sich die Ärzteschaft zu meinem Beitrag äußert. Ich wurde vorgewarnt, dass es immer wieder einmal erzkonservative Leserinnen und Leser gibt, die böse Briefe schreiben, wenn ein Artikel ihr Weltbild erschüttert oder irgendwie zu progressiv rüberkommt. Manchmal informierten diese Hardliner auch Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen, damit diese ihrem Sekretariat ebenfalls böse Briefe diktieren und damit quasi einen Snailmail-Shitstorm anzetteln. Ich bin nun also gespannt, ob mich eine Welle der Empörung erreicht oder vielleicht doch ein paar nachdenkliche, reflektierte Töne. In jedem Fall aber freue ich mich, dass die medizinische Standespresse nun dieses Herzensthema von mir aufgegriffen hat und uns allen damit Gelegenheit zur Debatte gibt. Ich halte euch gern auf dem Laufenden, was sich hier tut!

 

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