Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Süße Brötchen – und trotzdem ein Low Carb Frühstück

4 Kommentare

Seit einer Weile folge ich dem Blog „Happy Carb“ von Betti und habe auch schon das eine oder andere Rezept von ihr ausprobiert. Heute Morgen waren es ihre süßen Brötchen mit Apfel, Walnuss und Kokosmehl, die mir Appetit gemacht haben.

Beim Stichwort „süße Brötchen“ denken die meisten wahrscheinlich an ungeheure Mengen Insulin und gemeine Blutzuckerspitzen nach dem Frühstück. Bei diesen Brötchen Fehlanzeige. Schließlich stellt Betti nur kohlenhydratarme Rezepte vor, die übrigens dazu beigetragen haben, dass sie von ihrem Typ-2-Diabetes mittlerweile de facto „geheilt“ ist: Dank ihrer Ernährungsumstellung hat sie enorm viel Gewicht verloren und kann auf jegliche Medikamente zur Therapie ihres Diabetes verzichten.

Bettis Rezepte gibt es neuerdings mit Nährwertangaben

Doch zurück zu den Brötchen. Vor ein paar Tagen empfahl Betti via Facebook ein Rezept für Apfel-Walnuss-Frühstücksbrötchen, das sie zwar schon im Februar 2015 gebloggt hatte, das sie nun aber um Nährwertangaben ergänzt hatte. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes, die um’s Inulinspritzen nicht herum kommen, sehr angenehm, denn ansonsten muss ich immer selbst zum Taschenrechner greifen.

Tagatesse statt Erythrit, fünf statt vier Brötchen

Doch ich wäre nicht ich, wenn ich einem Rezept bis ins kleinste Detail folgen würde… Bei mir gab es also statt Erythrit als Süßungsmittel Tagatesse, weil ich (wie schon in den einem oder anderem Rezept erwähnt), diesen Zuckeraustauschstoff bevorzuge. Ich hatte auch kein Guankernmehl zur Hand, deshalb bin ich auf Johannisbrotkernmehl ausgewichen. Ansonsten habe ich mich brav an das Rezept gehalten. Allerdings habe ich aus dem Teig fünf anstatt nur vier Brötchen geformt – sonst wären das ziemliche Klopper geworden. (Das ist übrigens der Grund, warum ich bei meinen eigenen Rezepten lieber die Kohlenhydrate der Gesamtmenge angebe und zur Orientierung nur sage, für wie viele gute Esser die Gesamtmenge bei uns reicht. Jeder hat schließlich ein anderes Gefühl für Portionsgrößen.)

Pappsatt mit perfekter Zuckerkurve nach dem Frühstück

Ich habe ein Brötchen zum späten Frühstück gegen 11 Uhr gefuttert, dazu gab es einen Smoothie. Das klingt nicht wirklich viel, doch ich habe eigentlich erst jetzt (um immerhin 17 Uhr) erst wieder ein bisschen Hunger. Und die Zuckerkurve kann sich wirklich sehen lassen, finde ich – ein Spritz-Ess-Abstand von 20 Minuten, wie ich ihn sonst vor dem Frühstück einhalte, wäre gar nicht unbedingt notwendig gewesen, denn wie man sieht, ging der Zuckerwert unmittelbar nach dem Frühstück sogar erst einmal ein bisschen Richtung Keller (zumindest Richtung Kellertreppe).

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Ach ja, ich sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass die Brötchen ausgesprochen lecker schmecken! Einziges Manko: Man muss sie ein bisschen vorsichtig bearbeiten, damit sie beim Bestreichen mit Butter nicht zerfallen. Ganz sicher werde ich die Brötchen vor dem Backen nicht „brötchen-like“ einritzen, weil das ihre Stabilität gefährdet. Und beim nächsten Mal werde ich vielleicht gar keinen Zuckeraustauschstoff verwenden, damit ich die Brötchen auch mit deftigem Belag wie meinem geliebten Serranoschinken oder mit herzhaftem Käse essen kann.

 

4 Kommentare zu “Süße Brötchen – und trotzdem ein Low Carb Frühstück

  1. Liebe Ruth,
    lieben Dank für deine netten Zeilen! Es freut mich sehr, dass dir meine Schreiberei gefällt! ❤️
    Was die Zucker-Austauschstoffe angeht, mag ich aus geschmacklichen Gründen am liebsten Tagatesse, während Betti von Happycarb vor allem Erythrit verwendet. Ich habe bei mir selbst keine Unterschiede in der Reaktion meines Körpers auf die beiden Süßmittel feststellen können, mir geht es da allein um den Geschmack. Da empfehle ich persönlich Tagatesse.
    Liebe Grüße, Antje

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    • Liebe Antje, danke für Deine rasche Antwort! Da hab ich mich gestern nacht verlesen- Du nimmst ja Tagatesse statt Erythrist und nicht andersherum… ich hatte gelesen, dass Tagatesse von der Leber wie Fructose verstoffwechselt wird und hatte mir Gedanken gemacht bezüglich der Risiken einer Fettleber, die ja durch Fructose verschlimmert werden kann und bei Diabetikern ohnehin öfter vorkommt. Bislang habe ich aber nichts Genaues dazu gefunden- weisst Du da mehr? Herzliche Grüsse von Ruth

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  2. Liebe Antje, vielen Dank für Deine tollen Blog! ich bin heute im Zeitschriftenladen über den Focus Diabetes gestolpert, ein schönes Heft! Nachdem ich hier so ein bisschen gelesen habe, habe ich mich bei diesem Beitrag gefragt, warum Du Erythrit anstatt Tagatesse benutzt- gibt es einen speziellen Grund? Ich wollte Tagatesse nämlich gern ausprobieren, aber nicht, wenn es da gesundheitliche Bedenken dagegen gibt… Herzliche Grüsse von Ruth

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  3. Pingback: Buchtipp: Happy Carb – Mein Low-Carb-Weg zum Glück | Süß, happy und fit

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