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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Ein neues Diabetestäschchen von mysugarcase – und dieses Mal bin ich weniger krüsch!

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Es ist mal wieder Zeit für einen Produkttest. Die liebe Maren Schinz von mysugarcase hat mich vor ein paar Tagen mit einem Paket überrascht. Darin ein Exemplar ihres neuesten Produkts, dem Diabetes Organizer. Ich habe mich sehr über das Geschenk gefreut, den Organizer nun ausgiebig getestet* und möchte euch meine Eindrücke schildern.

Vor gut zwei Jahren hatte ich das erste Täschchen von mysugarcase genauer unter die Lupe genommen und hier darüber geschrieben. Kurz gesagt fand ich das Täschchen zwar schick und auch sehr gut durchdacht – doch für meine persönlichen Bedürfnisse passte es leider nicht ganz. Maren war mir nicht böse wegen meiner Kritikpunkte, im Gegenteil! Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass ich ihren Ehrgeiz gekitzelt hatte. 🙂 „Vielleicht gelingt es mir irgendwann einmal, ein Diabetestäschchen zu produzieren, das auch deinen Erwartungen gerecht wird“, sagte sie zu mir.

Nun gibt es also ein neues Produkt aus dem Hause mysugarcase, das sich in den vergangenen Jahren von einem klitzekleinen Startup zu einem richtigen Unternehmen gemausert hat und in jeglicher Hinsicht sehr professionell wirkt. Und ich möchte Maren ganz herzlich für die neue Tasche danken. Sie kommt für mich tatsächlich gerade genau richtig, da mein pinkfarbenes Täschchen, das mir nun etliche Jahre treue Dienste geleistet hat, so langsam arg verschlissen aussieht und leider nicht mehr nachbestellbar ist. Perfektes Timing, würde ich sagen! 🙂

Anderes Format und damit auch ein anderer Look

Der neue Diabetes Organizer hat ein anderes Format als die schmale Combi Case, für die man Mysugarcase bislang kannte. Während die Combi Case eher den Look einer Clutch hatte (für die männlichen Leser, die sich ebenso wie mein Mann Christoph nicht so gut mit den verschiedenen Gattungsbegriffen bei Handtaschen auskennen: das sind diese schmalen kleinen Handtaschen, die Frauen eher bei schicken Anlässen tragen und die oft keinen Schulterriemen haben, sondern in der Hand getragen werden), sieht der Organizer aus wie ein… Überraschung!… Organizer.

Erster Praxistest: Mein ganzer Krempel passt rein!

Nachdem ich beim letzten Mal Mühe hatte, alle meine Utensilien in der Combi Case zu verstauen, war dies natürlich der erste Härtetest, den der neue Organizer über sich ergehen lassen musste. Und tatsächlich sind die Laschen für die Insulinpens nun so angeordnet, dass ich den Reißverschluss des Organizers problemlos schließen kann, auch wenn ich alle meine Sachen eingepackt habe (2 Insulinpens, 1 Freestyle Libre-Lesegerät, 1 Stechhilfe, mehrere einzeln verpackte Teststreifen, mehrere Plättchen Traubenzucker, eine Handvoll Pennadeln, Diabetespass, Impfpass und eine Visitenkarte meines neuen Hausarztes – damit ich seinen Namen nicht gleich wieder vergesse). Den grundsätzlichen Funktionstest hat der Organizer also erst einmal prima bestanden.

Auch ansonsten fällt mein Urteil überwiegend positiv aus. Aber da ich bekanntlich ziemlich krüsch in Sachen Diabetestäschchen bin, gibt es natürlich auch ein paar Punkte, die mir nicht ganz so gut gefallen. Hier also meine Liste an Plus- und Negativpunkten, die mir nach ein paar Tagen Nutzung aufgefallen sind:

Was mir am Organizer von Mysugarcase gut gefällt:

  • Der Organizer sieht edel aus und ist sehr solide gearbeitet. Das optische i-Tüpfelchen sind der Druckknopf und die Griffplatte des Reißverschlusses im Mysugarcase-Design – echt schick! ❤
  • Die gewebten Loops aus elastischen Bändern im linken Teil der Tasche sind einfach genial. Ganz egal, welches Format der CGM-Empfänger oder das Blutzuckermessgerät hat und was sonst noch verstaut werden muss – hier passt es rein. Ich habe mich entschieden, mit den elastischen Bändern mein Freestyle Libre-Lesegerät, meine Stechhilfe, meine Teststreifen, eine Reserveampulle Insulin und ein Brillenputztuch zu fixieren. Andere Leute kommen sicher auf andere Ideen. Einfach eines der elastischen Bänder an einer anderen Stelle anheben, schwupp ergibt sich eine andere Staumöglichkeit.
  • Das Netztäschchen mit Reißverschluss eignet sich prima für Traubenzucker und Pennadeln. Dank des Netzstoffes sieht man auch auf den ersten Blick, ob es Zeit ist, die Vorräte wieder aufzufüllen.
  • Das kleine Reißverschlussfach für Diabetes-Müll mit dem praktischen kleinen Schlitz für gebrauchte Teststreifen ist ebenfalls super durchdacht. An solchen Details merkt man, dass das Produkt von jemand entwickelt wurde, die selbst Diabetes hat. Benutzte Teststreifen und Pennadeln fliegen nicht mehr durch die Gegend, sondern können sicher verstaut werden. Das kleine Fach ist mit Klett an der Tasche befestigt, man kann es also einfach abtrennen um den Müll wegzubringen.
  • Super ist auch das Einsteckfach im hinteren Teil, das Platz für ein Coolpack bietet, wenn es draußen heiß ist und man sein Insulin ein wenig kühlen möchte. Alternativ kann man dort auch sein Smartphone verstauen. Oder wie ich Diabetes- und Impfpass und Visitenkarten.

Was mir am Organizer von Mysugarcase nicht ganz so gut gefällt:

  • Wenn ich den Reißverschluss aufmache, um den Organizer geöffnet auf den Tisch zu legen, muss ich bei den letzten paar Zentimetern des Reißverschlusses immer noch ein bisschen nachhelfen, sonst liegt der Organizer nicht flach da. Ja, das ist jetzt Jammern auf sehr hohem Niveau, ich weiß. Ich bin halt krüsch. 🙂
  • Die Insulinpens sitzen mit ihren jeweils zwei elastischen Schlaufen bombenfest an ihrem Platz. Das bedeutet aber auch, dass ich beim Einstecken eines Insulinpens zweimal eine Lasche anheben und den Pen hindurchschieben muss. Mir wäre es lieber, es gäbe pro Insulinpen nur eine elastische Schlaufe, damit ich bei jedem Einstecken einen Handgriff sparen kann.
  • Da ich in den vergangenen Jahren immer bunte und verspielt gemusterte Diabetestäschchen hatte (die von Haus aus eigentlich als Kosmetiktäschchen gedacht waren), finde ich das Schwarz meines Organizers ein bisschen trist und allzu geschäftsmäßig.
  • Auch wenn ein Druckknopf mit Markenlogo natürlich sehr schick ist, hätte es diese Lasche mit Druckknopf für mich nicht unbedingt gebraucht – schließlich wird die Tasche ja mit einem Reißverschluss geschlossen und kann nicht einfach so aufgehen.
  • Der Organizer ist recht sperrig und lässt sich nicht in eine Handtasche knautschen wie ein Täschchen aus flexiblem Material.

Fazit: Yep, das könnte was werden mit mir und diesem neuen Organizer. Es sei denn, es kommt nochmal etwas ähnlich gut Durchdachtes mit witzigem buntem Design daher…

* Disclaimer: Mysugarcase hat mir den Organizer unentgeltlich zur Verfügung gestellt. An das Geschenk waren keine Bedingungen geknüpft. Ich schildere hier unbezahlt meine persönlichen, vom Unternehmen unbeeinflussten Eindrücke.

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