Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Pille statt Sport? Das ist auch in Zukunft keine Option – zum Glück!

Es gibt ja kaum etwas, das nicht von Wissenschaftlern erforscht wird. Also dürfte ich mich eigentlich nicht wundern, dass im Labor an Medikamenten getüftelt wird, die sportliche Aktivität überflüssig machen. Dass diese Forschung bislang nicht erfolgreich war, finde ich allerdings eher beruhigend.

Sport kräftigt die Muskeln, kurbelt den Stoffwechsel an, verbessert die Blutzuckereinstellung, senkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Wir wissen das alles natürlich. Insbesondere als Diabetiker – ob nun Typ 1 oder 2 – kann man sich gutgemeinten sportlichen Ratschlägen ja kaum entziehen. Und Hand auf’s Herz: Den meisten von uns ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und schöneren Blutzuckerverläufen doch auch längst aufgefallen. Wenn da nicht der elendige Schweinehund wäre, der einem manchmal jeglichen sportlichen Antrieb raubt. Einen hypnotisiert und umschmeichelt, bis man auf der Couch hängenbleibt anstatt draußen in der Natur zu joggen. Zumindest bei mir ist in der Regel der Schweinehund verantwortlich, wenn ich mein Sportprogramm einmal sausen lasse. Weiterlesen


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Mehr Proteine statt Kohlenhydrate essen: Spricht eigentlich irgendetwas dagegen?

„Bloß nicht zu viel Eiweiß, das schädigt doch die Nieren!“ Solche Sätze bekommen Diabetiker häufig zu hören, wenn sie sich als Anhänger einer wie auch immer gearteten Low-Carb- und High-Protein-Ernährung outen. Doch was ist wirklich dran an dieser Warnung?

Mit dem Thema kohlenhydratreduzierter Ernährung beschäftige ich mich schon seit einer ganzen Weile. Bereits bevor ich im Frühjahr 2010 die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, hatte ich das Standardwerk zur LOGI-Ernährung studiert und über die Zusammensetzung meiner Nahrung nachgedacht. Mit der Diagnose nahm dieses Nachdenken naturgemäß noch breiteren Raum ein. Außerdem konnte ich ganz hautnah beobachten, was Stoffwechselgesunde nie wirklich mitbekommen: Große Mengen Kohlenhydrate können den Blutzucker ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen – selbst wenn man ihre Menge richtig eingeschätzt und die korrekte Insulindosis dafür gespritzt hat. Ganz einfach deshalb, weil es sehr schwer ist, genau den richtigen Zeitpunkt für die Insulingabe zu treffen. Komplexe Kohlenhydrate oder Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett und Eiweiß brauchen viel länger, bis sie verstoffwechselt werden und den Blutzucker ansteigen lassen. Einfache Kohlenhydrate ohne solche Begleiter wiederum schießen schneller ins Blut als selbst das modernste Turboinsulin wirken kann. Weiterlesen


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Mit Diabetes durch das Jahr: Mein persönlicher Rückblick auf 2014

Im ausklingenden Jahr jährte sich meine Diagnose Typ-1-Diabetes bereits zum vierten Mal. Zum Glück hinderte mich mein lästiger Begleiter auch in diesem Jahr nicht daran, meinen Alltag ganz gut zu wuppen und ein paar neue persönliche sportliche Bestleistungen aufzustellen.

Nachdem WordPress uns schon mit ein paar Statistiken zur Nutzung dieses noch recht neuen Blogs versorgt hat (ich bin ehrlich gesagt baff, dass unter meinen Leser Menschen aus 31 Nationen waren), möchte ich auch noch einen kleinen persönlichen Rückblick hinterherschieben. Weiterlesen


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DDG-Jahrestagung: Leistungssport mit Typ-1-Diabetes? Das geht – und wie!

Basalratenanpassung, Blutzucker-Startwert, aerobes und anaerobes Training, Muskelauffülleffekt – die Hochleistungssportler der „Special Ones“ geben Diabetologen Tipps zur Betreuung ihrer sportlichen Patienten.

Noch Ende der 1980er Jahre kam die Diagnose Typ-1-Diabetes faktisch einem Sportverbot gleich. Empfohlen wurden Belastungen mit einer Herzfrequenz von maximal 130 Schlägen pro Minute, wegen der Gefahr einer Hypoglykämie sollten Typ-1-Diabetiker bitte grundsätzlich nur in Begleitung von Nicht-Diabetikern zum Sport aufbrechen. An Hochleistungssport war angesichts solcher Warnungen nicht zu denken. Heute können Typ-1-Diabetiker es dank verbesserter Monitoring- und Therapiemöglichkeiten nicht nur zum ambitionierten Freizeitsportler bringen, sondern auch sportliche Höchstleistungen erreichen. Trotzdem bleibt die Blutzuckereinstellung beim Sport eine kniffelige Angelegenheit – auch mit der intensivierten konventionellen Therapie (ICT) oder der Insulinpumpentherapie, die von vielen Sportlern mit der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) kombiniert wird. Weiterlesen


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Hilfe, mein Patient will auf Facebook mit mir befreundet sein!

Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin gab es auch Tipps, worauf Ärzte im Umgang mit Internet, Social Media und Apps achten sollten.

Ärzte gelten gemeinhin als konservativ, was ihr Verhältnis zu den neuen Medien angeht. Bei den meisten beschränkt sich die Nutzung des Internets auf E-Mail-Korrespondenz und die Recherche in Online-Medien wie Wikipedia, der Literaturdatenbank Pubmed, Leitlinien-Portalen oder Arzneimittel-Datenbanken. Wer Kongresse besucht, lädt sich vielleicht auch die App des Veranstalters herunter, um sich im Kongressprogramm zu orientieren oder auf dem Lageplan die Vortragssäle zu finden. Für die eigene Fortbildung nutzen die meisten Ärzte aber weiterhin am liebsten die klassische Fachzeitschrift oder den direkten Austausch mit Kollegen. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin, die ich zur Berichterstattung für die Medical Tribune besuchte, gab es für diese klassischen „digital immigrants“ Tipps, worauf sie im Umgang mit Internet, Social Media und Apps achten sollten. Weiterlesen


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Ärzte aufgepasst: Soziale Medien helfen beim Diabetesmanagement

Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin drehte sich ein einer Sitzung alles um die Frage, warum so viele Patienten gern Apps, Online-Foren und Arztbewertungsportale nutzen.

Für uns Diabetiker ist es längst selbstverständlich, Online-Foren, Facebook-Gruppen oder Apps zu nutzen, um uns den Alltag mit unserem nervigen Begleiter zu erleichtern oder uns miteinander auszutauschen. Ärzte gehören eher zur Spezies der „digital immigrants“ und tun sich gern ein wenig schwer mit der digitalen Vernetzung. Bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Ende Mai 2014 in Berlin, die ich zur Berichterstattung für die Medical Tribune  besuchte, drehte sich ein einer Sitzung alles um die Frage, warum so viele Patienten gern Apps, Online-Foren und Arztbewertungsportale nutzen – und wie man diese Vorlieben für Prävention und Schulung nutzen können. Weiterlesen