Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Knapp 4 Wochen mit Pumpe: Ab Montag starte ich in den Automode

Meine Pumpenschulung neigt sich dem Ende zu, das Wechseln von Katheter, Insulinampulle, Schlauch und Batterie geht mir inzwischen leichter von der Hand. Ich habe mit verzögertem und kombiniertem Bolus, kleinen Änderungen an den Bolusfaktoren und temporärer Basalrate experimentiert und freue mich nun darauf, den Algorithmus in Form des Automode mit an Bord zu nehmen.

„Die Summe allen Übels ist konstant“, lautet eine Weisheit, die für den deutschsprachigen Raum dem Psychologen Paul Watzlawick zugeschrieben wird. Demnach verschwinden Probleme und „Übel“ selten vollständig – sie verlagern sich nur in andere Bereiche. Dies ist nach den ersten Wochen mit meiner Ypsopump auch mein Eindruck von der Insulinpumpentherapie (Continuous Subcutane Insulin Injection, CSII): Sie ist definitiv nicht weniger aufwändig als eine Therapie mit Insulinpens (Intensivierte konventionelle Therapie, ICT). Der Aufwand entsteht nur an anderen Stellen als zuvor. Ich muss zwar nicht für jede Insulingabe meinen Bauch entblößen und die Nadel ansetzen, dafür mache ich mir nun Gedanken über geeignete Katheterstellen, Wechselintervalle, Tragevarianten und Bolus-Feintuning.

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12. Diabetes-Jubiläum – dieses Mal in Corona-Quarantäne

Heute vor exakt zwölf Jahren habe ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhalten. In den vergangenen Jahren habe ich zu diesem Anlass Blogbeiträge veröffentlicht, in denen ich von meiner Diagnose und der unmittelbaren Zeit danach erzählt habe. Oder in Zahlen dargestellt habe, was Diabetes für mich bedeutet. Oder euch das besondere Geschenk gezeigt habe, das ich mir 2021 zu meinem Diaversary bereitet habe.

Dieses Jahr verbringe ich den Jahrestag meiner Diagnose mit einem Virus, denn ich habe mich mit SARS-Cov-2 (Untergattung Omikron) infiziert. Statt Sektkorken lasse ich in diesem Jahr also den Schraubverschluss der Hustensaftflasche knallen. Und erzähle euch mal ein bisschen, wie es mir mit Corona so geht. Eins vorweg: Es ist – nicht zuletzt dank dreimaliger Impfung – ein milder Verlauf.

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Erste Erfahrungen mit dem Freestyle Libre 3: Darf’s ein bisschen weniger sein?

Demnächst will die Firma Abbott eine neue Generation ihres beliebten Glukosesensors einführen. Er ist deutlich kleiner als das bisherige Modell, kommt mit weniger Verpackungsmaterial und einem reduzierten Applikator aus und funkt die Messwerte ohne Scannen selbst an die App – weniger Arbeitsschritte also bis die aktuelle Kurve auf dem Display erscheint. Ich habe den Freestyle Libre 3 ausprobiert – und freue mich darauf, ihn ab September hoffentlich regulär zu nutzen.

Ich nutze den das FGM-System Freestyle Libre (FSL), seit es im Herbst 2014 auf den Markt gekommen ist. Seither gab es eine ganze Reihe von Weiterentwicklungen: Während das FSL1 nur mit einem speziellen Lesegerät gescannt werden konnte und auch noch nicht über Alarme bei Hypo- oder Hyperglykämien verfügte, ließ sich das FSL2 mit einer App auslesen und machte sich – sofern gewünscht – bei grenzwertig hohen oder niedrigen Werten akustisch bemerkbar. Nun steht mit dem FSL3 noch einmal eine neue Generation in den Startlöchern. Ich habe den neuen Sensor neulich gratis testen dürfen* und erzähle euch hier einmal von meinen Beobachtungen.

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