Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Genervt vom Loop: Mit meiner Kritik bin ich nicht allein!

Es ist wirklich selten, dass zu einem Blogbeitrag derart viele Kommentare eintrudeln wie neulich, als ich über meine Schwierigkeiten mit der Ypsopump und dem CamAPS fx-Algorithmus berichtet habe. Es scheint also eine ganze Reihe Menschen zu geben, die ihn eher als zusätzliche Belastung denn als Entlastung empfinden. Ich fasse hier einmal ein paar Aussagen zusammen und erzähle euch, wie es mir in den vergangenen Wochen ergangen ist.

Offenbar stört es also nicht nur mich, dass der Algorithmus häufig unverständliche Dinge tut und sich dabei nicht in die Karten gucken lässt. Dass er sich schnell aus dem Konzept bringen lässt, wenn sich Insulinempfindlichkeit oder Aktivitätslevel verändern. Und dass die Industrie und offenbar auch viele Diabetesteams unrealistische Erwartungen wecken, die sich am Ende nicht erfüllen. Besonders hellhörig macht mich allerdings, dass offenbar auch bei anderen gefährliche Situationen aufgrund seltsamer Dosierungsentscheidungen des Loop auftreten.

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Knapp 4 Wochen mit Pumpe: Ab Montag starte ich in den Automode

Meine Pumpenschulung neigt sich dem Ende zu, das Wechseln von Katheter, Insulinampulle, Schlauch und Batterie geht mir inzwischen leichter von der Hand. Ich habe mit verzögertem und kombiniertem Bolus, kleinen Änderungen an den Bolusfaktoren und temporärer Basalrate experimentiert und freue mich nun darauf, den Algorithmus in Form des Automode mit an Bord zu nehmen.

„Die Summe allen Übels ist konstant“, lautet eine Weisheit, die für den deutschsprachigen Raum dem Psychologen Paul Watzlawick zugeschrieben wird. Demnach verschwinden Probleme und „Übel“ selten vollständig – sie verlagern sich nur in andere Bereiche. Dies ist nach den ersten Wochen mit meiner Ypsopump auch mein Eindruck von der Insulinpumpentherapie (Continuous Subcutane Insulin Injection, CSII): Sie ist definitiv nicht weniger aufwändig als eine Therapie mit Insulinpens (Intensivierte konventionelle Therapie, ICT). Der Aufwand entsteht nur an anderen Stellen als zuvor. Ich muss zwar nicht für jede Insulingabe meinen Bauch entblößen und die Nadel ansetzen, dafür mache ich mir nun Gedanken über geeignete Katheterstellen, Wechselintervalle, Tragevarianten und Bolus-Feintuning.

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