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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes

Der neue Trend: Rezepte für die schnelle und leckere Corona-Küche

Ein Kommentar

Auch wenn die Infektionszahlen weiter rückläufig sind, arbeiten wegen der Covid-19-Pandemie nach wie vor viele Menschen im Home Office statt an ihrem Büro-Arbeitsplatz. Ohne Kantine in Reichweite ist auf einmal Selberkochen angesagt. Obwohl wir auch sonst nicht kochfaul sind, haben wir in den vergangenen Monaten ebenfalls häufiger den Kochlöffel geschwungen.

Christoph arbeitet seit Anfang März von zu Hause aus und war seither erst zwei- oder dreimal wieder im Büro. Ich verdiene meine Brötchen ohnehin vom heimischen Schreibtisch aus. Da wir in unserem Haus beide ein eigenes Arbeitszimmer haben, kommen uns im Arbeitsalltag nicht in die Quere. Also eigentlich fast alles wie immer. Allerdings essen wir nun immer zusammen zu Mittag. Und abends fielen die Restaurantbesuche weg, die wir uns vor Corona meist einmal die Woche gegönnt hatten.

Wir brauchten also mehr Ideen als sonst, mit denen wir unsere Mahlzeiten bestreiten können. Ich hatte gleich zu Beginn der Corona-Krise das Gefühl, dass diese Challenge anderen Leuten schwerer fallen könnte, die generell seltener zu Hause kochen als wir. Also beschloss ich, in mein „Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues“ auf meinem anderen Blog auch erprobte Rezepte aus unserer Küche zu integrieren. Diese Rezepte will ich auch euch nicht vorenthalten. Wäre ich ein wenig geschäftstüchtiger, schneller und fleißiger, dann hätte ich gleich ein Kochbuch daraus produziert. Doch nun sind mir längst andere zuvorgekommen. So gibt es mittlerweile Titel wie Kochbuch für Notfall und Krise -– Ein Notfallkochbuch nach der amtlichen Vorratstabelle oder #wirbleibenzuhause – Das Kochbuch für alle Krisen und Notfälle: Der Survival-Guide gegen Hunger in Zeiten von Quarantäne – Einfache Rezepte aus Vorräten … Corona und anderen Katastrophen oder Cooking against Corona: Das Kochbuch, das verbindet. Was soll’s, ich teile meine Rezeptideen gratis mit euch. Ihr findet hier nun also ein buntes Sammelsurium leckerer Gerichte, die sich einfach und schnell zubereiten lassen. Viel Spaß damit!

Rezepttipp 1: Wildlachsfilet mit Erbsenpürree und Spiegelei

TK-Wildlachsfilet auftauen (geht ganz schnell, wenn man die Spüle mit warmem Wasser füllt und das in Plastik eingeschweißte Filet hineinlegt). TK-Erbsen mit wenig Wasser in einem Topf dünsten, dann mit dem Pürierstab pürieren und mit Salz & Pfeffer abschmecken. Fett in einer Pfanne erhitzen und darin Wildlachsfilet und ein Spiegelei braten. Fertig in ca. 15 Minuten, sehr lecker und gesund.

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Rezepttipp 2: Nudeln mit Spinat, Knoblauch und Käse

Nudeln kochen (ich habe die Bio-Nudeln von Aldi auf Basis von Erbsen verwendet, geht aber auch mit anderen Nudelsorten). Frischen Spinat (ich hatte bei meinem letzten Einkauf einen 500-Gramm-Beutel besorgt, alternativ geht natürlich auch TK-Spinat aus dem Vorrat) waschen, zerkleinern und mit Zwiebeln in etwas Öl andünsten, bis er eingeschrumpft ist. Knoblauch dazu (das ist ja das Schöne am Home Office: Man kann jetzt so viel Knoblauch verwenden wie man lustig ist!), Käse würfeln (eine gut schmelzende Sorte verwenden) und dazugeben. Geht ziemlich schnell (20 Minuten?) und schmeckt sehr lecker.

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Rezepttipp 3: Pellkartoffeln mit Kräuterquark und Schnippelbohnen

Für den Kräuterquark habe ich frischen Basilikum und Rosmarin sowie TK-Petersilie (plus Salz und Pfeffer) verwendet. Eine TK-Kräutermischung tut es aber auch. Die Schnippelbohnen kann man genauso gut durch TK-Brechbohnen ersetzen.

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Rezepttipp Nr. 4: Überbackener Chicorée

Man nehme Chicorée, halbiere die einzelnen Köpfe der Länge nach und dünste sie ein paar Minuten lang in wenig Wasser, bis sie fast gar, aber noch bissfest sind. Währenddessen in einer Schüssel 2 Eier mit ca. einem Glas Milch verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Chicorée-Hälften in eine gefettete ofenfeste Form geben, mit dem Milch-Ei-Gemisch übergießen und Käsescheiben darüberlegen. Nach 20 Minuten im 180 Grad heißen Ofen ist das Essen auch schon fertig. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

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Rezepttipp Nr. 5: Ofengemüse

Die Vorbereitung geht schnell, und während das Gemüse im Ofen brutzelt, kann man dank Home Office ja weiter arbeiten, am Rechner daddeln oder Vertretungslehrer für die Kids spielen. Wir hatten heute Rote Bete, Paprika und Zuchini im Haus. Man kann aber auch anderes Wurzelgemüse wie Pastinake oder Möhren zu Ofengemüse verarbeiten. Rote Bete ist von all diesen Kandidaten der einzige, der vorgegart werden sollte. Also in einen Topf mit Wasser werfen und ca. 15 Minuten kochen. Dann Olivenöl in eine Lasagneform geben, Gemüse schälen und kleinschneiden und in die Form werfen, Kräuter (ich hatte Rosmarin, Basilikum und getrockneten Thymian hier) plus Knoblauch (gern großzügig, stört ja keinen!), nochmal mit Olivenöl besprenkeln und Käsewürfel draugeben. Für 35 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen.

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Rezepttipp Nr. 6: Erbsensuppe

Bei uns gibt es heute Erbsensuppe. Dafür braucht es nicht viel: Etwas Knollensellerie, ein paar Möhren, Zwiebel (oder auch Porree, was ihr gerade zur Hand habt) und TK-Erbsen. Sellerie, Möhren und Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, zusammen mit den Erbsen in einem Topf mit Wasser aufgießen und kochen. Das dauert nicht lang. Mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen. Dann  mit einem Pürierstab die Suppe pürieren. Wer mag, mit etwas Sahne abschmecken. Würstchen dazu, fertig. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

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Rezepttipp Nr. 7: Exotischer Grünkohl mit Kürbis

Wir hatten beim Hof Dannwisch, von dem wir unsere wöchentliche Biokiste beziehen (der aber neuerdings aufgrund des immensen Ansturms keine Neukunden mehr annimmt), den letzten Grünkohl der Saison bestellt. Normalerweise bin ich nicht so ein Grünkohl-Fan, zumindest nicht, was den klassisch norddeutschen Grünkohl mit Kochwurst oder Bauchfleisch angeht. Doch als exotisch gewürztes Gericht mit Kürbis fand ich ihn wirklich lecker. Das Rezept habe ich hier gefunden – und statt Hokaido einfach Butternut-Kürbis verwende. Sternanis hatte ich tatsächlich noch im Vorat, und zwar in einem Beutel mit acht verschiedenen Gewürzen für Lebkuchen, die ich irgendwann mal backen wollte. Ich habe leider vergessen, wann ich diesen Plan einmal gefasst hatte – es muss aber etliche Jahre her sein, denn das auf der Packung aufdruckte Mindesthaltbarkeitsdatum… nun, es war abgelaufen. Vielleicht duftete der Sternanis schon mal intensiver, doch er war durchaus noch aromatisch und hat das Gericht schön ergänzt. So sah am Ende alles aus – und war mit nicht allzu großem Aufwand leicht nachzukochen:

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Rezepttipp Nr. 8: Möhrenkuchen

Ich hatte das Rezept auf Instagram entdeckt, wo ich dem Rezeptteam von Köllnflocken folge. In dem Post hieß es, zum Zeitpunkt der Rezeptentwicklung habe man noch nicht ahnen können, dass neuerdings Mehl und Hefe in den Läden so schwer zu bekommen sind. Jedenfalls kommt das Möhrenkuchen-Rezept ganz ohne diese beiden Zutaten aus. Er war leicht nachzubacken, ist mir gut gelungen und schmeckte wirklich lecker. Weil er zu einem großen Anteil aus Möhren betsteht, geht er im Grunde sogar als Gemüsemahlzeit durch. Wir haben ihn vorhin auf der Terrasse gegessen, wo wir von unserem Paletten-Sofa aus einen schönen Blick auf die letzten Sonnenstrahlen hatten und den Vögeln lauschen konnten. Schön!

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Rezepttipp Nr. 9: Fadias Hähnchen-Fatteh

Ein bisschen aufwändiger war ein tolles Essen aus einem neuen Kochbuch mit Rezepten aus dem Libanon, das mir kürzlich als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Wir haben uns für ein Gericht namens „Fadias Hähnchen-Fatteh“ entschieden, das traditionell wohl während des Ramadans zum Fastenbrechen zubereitet wird. Unabhängig von jeglichem religiösen Hintergrund bin ich im Fastenbrechen ziemlich gut, und so habe ich mich sehr gefreut, als Christoph dieses Essen in Angriff genommen hat. Aus eigener Kreativität heraus wären wir wohl nicht auf die Idee gekommen, Joghurt und Tahin (Sesampaste) in einer Sauce zu vereinen, doch alles zusammen war eine wirklich tolle und überraschende Geschmacksexplosion – und trotz der etwas längeren Vorbereitungszeit ziemlich leicht zuzubereiten. Daumen hoch!

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Rezepttipp Nr. 10: Weißkohl-Pfanne mit Hackfleisch und Tomate

Das folgende Rezept ist ein absolutes Stehgreif-Essen, denn ich hatte noch einen Kopf Weißkohl in der Küche liegen, der endlich einmal verwertet werden musste. Ursprünglich hatte ich daraus Kimchi (so eine Art koreanisches Sauerkraut) selbermachen wollen. Doch irgendwie fehlten mir Muße und Muse für dieses Projekt – und so lag der Kohl herum und wurde mit den Wochen leider nicht ansehnlicher. Also stand gestern eine Weißkohl-Pfanne mit Hackfleisch und Tomate auf unserem Speiseplan. Weißkohl in Streifen schneiden und waschen, Rinderhack und Zwiebeln anbraten, Weißkohl dazugeben. Alles dünsten, bis der Weißkohl an Volumen verliert. Dann Knoblauch und eine Dose Pizzatomaten hinzufügen, die Sauce mit etwas Tomatenmark andicken. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und frischen Kräutern würzen. Lecker und schnell fertig! Beim nächsten Weißkohl mache ich dann aber wirklich mal Kimchi!

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Rezepttipp Nr. 11: Mit Polenta gefüllte Paprika

Das folgende Rezept hat mir ein Blogleser geschickt, der sich in Sachen Mahlzeitenplanung ebenfalls täglich das Hirn zermartern muss.

Paprika, gefüllt mit Polenta. Zwiebeln und Maiskörner in Olivenöl andünsten, Milch dazugeben und aufkochen. Polenta dazugeben und ausquellen lassen. Paprika halb mit Polenta füllen, dann einen guten Teelöffel Pesto drauf und danach wieder Polenta. In eine Auflaufform stellen, oben etwas Käse drüber. Eine Dose Tomaten in Stücken dazugeben und im Ofen ca. 30 min garen. Ich hatte noch ein paar Oliven zu den Tomaten gegeben.

Gestern hat Christoph sich also ans Werk gemacht und das Rezept nachgekocht. Er hat für 2 ganze Paprikaschoten 150 Gramm Polenta verwendet, das war wohl etwas üppig bemessen. 100 bis 120 Gramm hätten es sicher auch getan. Doch das Ergebnis war superlecker, dieses Rezept werden wir ganz sicher in unser Alltags-Repertoire aufnehmen! Die gebräunte Kruste auf der Polenta in unserem Bild stammt übrigens von der großzügigen Portion Mozzarella, die Christoph zum Überbacken verwendet hat.

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Rezepttipp Nr. 12: Pasta mit Spargel, Blattspinat und Räucherlachs

Pasta kochen, Spargel ebenfalls kochen und dann mit Blattspinat und Räucherlachs in Kräuterbutter schwenken, am Ende alles in der Pfanne mixen. Einfach und köstlich.

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Rezepttipp Nr. 13: Paprika-Eier mit Spinat

Wir hatten noch etwas frischen Spinat übrig, der weg musste. Christoph hat ihn mit Zwiebeln und Knoblauch angebraten und dann kurz im Ofen mit Feta und Tomaten gebacken. Für die beiden Paprikadinger hat er Deckel und Boden von zwei Paprika abgeschnitten, die Paprika an den Schnittstellen kurz angebraten und dann in den Paprikaformen je ein Spiegelei gebraten. Sehr effektvoll und witzig, aber halt auch einfach und schnell.

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Rezepttipp Nr. 14: Hartgekochte Eier mit Kartoffeln in Senfsauce

Eier und Kartoffeln kochen, Sauce aus Süßsenf, Milch und Creme fraiche in einem Topf erhitzen, Eier und Kartoffeln pellen und hineinwerfen. Erinnert mich total an meine Kindheit, das gab es bei uns früher öfter mal!

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Rezepttipp Nr. 15: Pasta mit Schwarzwurzeln

Das Rezept für Pasta mit Schwarzwurzeln stammt aus einem kleinen Heftchen, das ich offenbar 2018 einmal aus einer Brigitte herausgetrennt und irgendwo auf einen Papierstapel im Küchenregal gelegt hatte. Wir hatten keine frischen Schwarzwurzeln (habe ich auch noch nie selbst zubereitet), doch im Keller hatte ich erst kürzlich bei der Bestandsaufnahme unserer HamsterCorona-Vorräte ein Glas Schwarzwurzeln mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum aus 2015 entdeckt. Vermutlich in irgendeinem nostalgischen Moment gekauft, als ich mal „was wie früher bei Oma“ kochen wollte. Heute war eine gute Gelegenheit, diese Schwarzwurzeln endlich mal zu verwerten. Merke: Ein MDH von 2015 muss einen bei einem Glas mit diesem Gemüse nicht schrecken. Die Schwarzwurzeln erinnerten mich geschmacklich tatsächlich an Omas Küche. Obwohl es kein klassisches Oma-Rezept ist. Wie auch immer, probiert es aus, es war kinderlicht, schnell und lecker!

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Rezepttipp Nr. 16: Risotto mit grünem Spargel

Das folgende Rezept stammt schon wieder aus dem Zeit-Magazin. Wir haben es begeistert nachgekocht und können es sehr empfehlen. Hier der Link zum Rezept: Risotto mit grünem Spargel (nur für Abonnenten vollständig abrufbar, aber man kann auch erstmal ein gratis-Testabo abschließen und sich dann überlegen, ob man dabeibleibt).

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Rezepttipp Nr. 17: Kretische Kichererbsen mit Spinat

Auch dieses Rezept für Kichererbsen mit Spinat (sowie Tomaten, Feta und getrocknete Sauerkirschen) stammt aus dem Zeit-Magazin, auch hier gilt: zugänglich nur für (Probe-)Abonnenten.

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Rezepttipp Nr. 18: Nudeln mit Giersch-Pesto

Nudeln mit Pesto, buh langweilig, denkt ihr vielleicht. Kann doch jeder. Tja, es ist aber selbstgemachtes Pesto aus Giersch! Der wuchert leider ziemlich hartnäckig in unserem Garten, und meines Wissens gibt es auch eigentlich nichts, was man gegen ihn ausrichten kann. Außer ihn zu essen! Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal eine Quiche aus Giersch gemacht, die ich geschmacklich allerdings nur so mittelmäßig lecker fand. Nun hat Christoph im Garten Unkraut gejätet und Pesto aus dem Giersch gemacht. Wie ein klassisches Pesto also den Giersch mit Olivenöl, geriebenem Hartkäse und Pinienkernen sowie etwas Salz im Mixer zu einer breiigen Paste zerkleinern. Auf Spaghettig geben oder ein Tomatenbrot damit verfeinern – lecker!

Rezepttipp Nr. 19: Salat aus Wassermelone und Feta

Nun, wo es langwam wieder wärmer ist, steht euch vielleicht auch der Sinn nach einem erfrischenden Salat aus Wassermelone und Feta. Wir haben ihn mit etwas Olivenöl, weißem Balsamico und Zitronenmelissen angemacht. Superfix zubereitet und sehr lecker.

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Und was gab es bei euch so zu essen in den vergangenen Wochen und Monaten? Arbeitet (und kocht) ihr weiterhin zu Hause? Oder haben Büro und Kantine euch wieder?

Ein Kommentar zu “Der neue Trend: Rezepte für die schnelle und leckere Corona-Küche

  1. Erst einmal: Danke für die vielen Rezepte und Ideen/Insipirationen. Am besten hat mir der überbackene Chicorée gefallen. Den werde ich kommende Woche einmal nachmachen.

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