Wer das Basalinsulin Detemir (Levemir®) mit dem vergleichsweise kurzen Wirkfenster verwendet, muss sich demnächst nach einer Alternative umsehen. Denn der Hersteller Novo Nordisk nimmt es – zusammen mit anderen frühen Insulinen – Ende 2025 vom Markt.
Diese Marktbereinigung stellt eine kleine Gruppe von Menschen mit Typ-1-Diabetes vor große Probleme: nämlich sportlich aktive Personen, die aus guten Gründen eine intensivierte Insulintherapie (ICT) statt einer Pumpen- oder AID-Therapie nutzen und die Flexibilität mit diesem Basalinsulin zu schätzen wissen. Ein Umstieg auf ein längerwirksames Basalinsulin ist für sie keine praktikable Lösung.
Heute ist es auf den Tag genau 15 Jahre her, dass ich vom Hausarzt zum Diabetologen geschickt wurde, weil mein Blutzuckerwert absurd hoch war. Ist so ein Jahrestag ein Grund zum Feiern? Ich persönlich schmeiße zwar keine fette Party, aber ein bisschen feierlich ist mir jedes Jahr an diesem besonderen Tag dann doch zumute.
Heute morgen beim Frühstück beschwerte ich mich – mehr im Scherz als im Ernst – bei Christoph, dass er mir noch nicht zum Diaversary gratuliert hat. Obwohl ich in den vergangenen Tagen doch immer mal subtil darauf hingewiesen hatte, dass dieser für mich bedeutsame Tag naht. Nun ja, mit subtilen Hinweisen ist das bei Männern ja häufig so eine Sache. Aber Christoph hatte meine Hinweise tatsächlich registriert. Er fragte mich aber: „Willst du tatsächlich, dass man dir zu diesem Tag gratuliert?“
In den vergangenen Jahren war immer etwas dazwischen gekommen. Doch dieses Jahr haben wir am 8. Februar 2025 wieder zu fünft mit einer IDAA-Staffel am legendären Lauf im Elmshorner Forst Sibirien teilgenommen. Es war frostig kalt, aber die Stimmung wie immer warm und herzlich.
Unsere Teilnahme am Sibirien-Marathon als IDAA-Staffel hat eine gewisse Tradition, wie man auch auf diesem Blog nachlesen kann. Zum ersten Mal waren wir 2016 dabei, auch 2017 drehten wir gemeinsam 59 Runden um den See, 2018 lag tatsächlich Schnee, und auch 2019 waren wir mit der IDAA vertreten. Ein Jahr später war zwar eine IDAA-Staffel am Start, doch ich war beruflich unterwegs und konnte das Event nicht hier dokumentieren. Und dann kamen die Lockdown-Jahre, die erst einmal alle sportlichen Wettkämpfe unmöglich machten.
Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht gesehen: Im Diabetesmonat November hatte ich einen Pullunder auf der Nadel, den ringsrum das insgeheime Motto der Diabetes-Community ziert.
Ich hatte schon seit Jahren vorgehabt, mal eine Mütze oder einen Pulli mit dem Einstrickmuster I >∧∨zu stricken. Weil ich den Spruch „I am greater than my highs and lows“ insbesondere in Bezug auf den Diabetes (aber natürlich auch sonst) so treffend finde. Und weil ich ohnehin gern stricke, meist ohne vorgegebene Muster oder Anleitungen.
Seit meinem Wechsel zum Dexcom G7 kann ich nun auch meine Glukoseverläufe auf der Apple Watch sehen. Eine wirklich feine Sache, die ich schon nach wenigen Tagen nicht mehr missen mochte. Sie hat mich aber auch an einen Artikel erinnert, den ich kürzlich für die Diabetesmedien von MedTriX geschrieben habe.
Und da ging es darum, dass – vor allem besonders kostengünstige – Smartwatches definitiv noch nicht eigenständig den Blutzucker messen können. Wie eine Mini-Studie aus Ulm gezeigt hat, macht es für sie tatsächlich null Unterschied, ob man die Uhr um ein menschliches Handgelenk oder um eine Banane schnallt. In beiden Fällen erschienen die immer gleichen Glukosekurven, die mit den tatsächlichen Blutzuckerwerten rein gar nichts zu tun hatten.
Am 12. November 2014 habe ich hier meinen ersten Blogbeitrag veröffentlicht. Knapp 500 Beiträge sind seither erschienen. Und obwohl die Diabetesblog-Szene inzwischen fast geschlossen zu Instagram umgezogen ist, werde ich hier die Stellung halten.
Als ich vor 10 Jahren anfing, hier auf WordPress über mein Leben mit Typ-1-Diabetes zu bloggen, hatte ich noch keine genaue Vorstellung davon, wie lange ich das alles durchziehen, wie häufig ich schreiben und welche Themen ich im Laufe der Zeit aufgreifen würde. Ich hatte lediglich das diffuse Gefühl, dass ich mit meinem Diabetes manche Sachen erlebe, die auch für andere interessant sein könnten.
Unsere diesjährige IDAA-Mitgliederversammlung fand in am Zentrum für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth (BaySpo) statt. Wir konnten dort an einer Studie teilnehmen, in der die Messgenauigkeit von vier drei verschiedenen Glukosesensoren unter Alltagsbedingungen und bei sportlicher Belastung verglichen wurde. Im Verlauf der sieben Tage, in denen neben meinem eigenen Sensor drei weitere an meinen Armen klebten, reifte dann auch mein Entschluss, zum Dexcom G7 zu wechseln.
Angeschoben wurde die Studie von der IDAA-Vorsitzenden Ulrike Thurm und Prof. Othmar Moser vom BaySpo. Für mich war es das erste Mal, dass ich an einer wissenschaftlichen Studie teilgenommen habe. Es ging damit los, dass wir alle wirklich pünktlich am Freitag, den 27.9.24 nachmittags um 14 Uhr in Bayreuth sein mussten, damit nach einer Einweisung in den Studienablauf alle Teilnehmenden zeitgleich ihre Sensoren starten und auf diese Weise vergleichbare Daten produzieren. Für uns Nordlichter hieß das: einen Tag Urlaub nehmen, Aufstehen um 5:30 Uhr, Abfahrt um 6:00 Uhr, Frühstück unterwegs im Auto und dann Hoffen auf eine staufreie Fahrt. Aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft!
Kinners, wie die Zeit vergeht… Dieses Jahr ist es sage und schreibe schon zehn Jahre her, dass Abbott mit seinem Glukosesensor die Diabetesszene aufmischte. Als Journalistin, die regelmäßig über die kontinuierliche Glukosemessung mit dem Libre und anderen Sensoren schreibt, bekam ich neulich daher ein Jubiläumsgeschenk. Ironie des Schicksals: Da hatte ich mich just entschieden, zu Dexcom zu wechseln.
Als der UPS-Fahrer klingelte und mit einem riesigen Karton vor der Tür stand, war mein erster Gedanke: „Was hat Christoph denn da schon wieder bestellt?“ Denn ich wartete definitiv nicht auf die Lieferung eines Rasenmähers oder ähnlich dimensionierten Geräts. „Keine Sorge, das Paket ist ganz leicht!“, versicherte mir der Fahrer, der mir offenbar angesehen hatte, dass ich ein bisschen Sorge hatte, wie ich diese große Kiste wohl ins Haus tragen soll.
Seit etwa zwei Monaten nutze ich ein Östrogen-Gel, um eine Reihe von Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren in den Griff zu bekommen. Und das wirkt sich auch ganz erheblich auf meine Insulinempfindlichkeit aus.
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich so eine Kandidatin bin, an der die Wechseljahre supereasy vorbeiziehen. Als ich irgendwann vor nunmehr rund 7 Jahren meine letzte meine letzte Hormonspirale ziehen ließ und danach einfach gar keine Periode mehr hatte, kam mir das nicht wie ein gewaltiger Einschnitt vor. Und auch die mit der Postmenopause einhergehenden typischen Beschwerden hielten sich zunächst in Grenzen.
Last but not least berichtet uns heute mit Bianca nun auch die Dritte im Bunde von ihren Erfahrungen bei dem diesjährigen Radrennen rund um den Vätternsee. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwünsch an alle Finisher!
Ich bewundere Bianca wirklich dafür, wie zäh sie trotz diverser Widrigkeiten durchgehalten hat. Wirklich allerallerspätestens in dem Moment, in dem ihr Mann ihr 30 Kilometer vor dem Ziel mit dem Auto noch Ersatz-Equipment vorbeibrachte, hätte ich auf meinen Schweinehunds gehört. Der hätte mir nämlich garantiert nahegelegt, Regen und Kälte umgehend gegen ein warmes Plätzchen mit Sitzheizung zu tauschen. Aber lest selbst, was Bianca zu erzählen hat!