Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Knapp 4 Wochen mit Pumpe: Ab Montag starte ich in den Automode

Meine Pumpenschulung neigt sich dem Ende zu, das Wechseln von Katheter, Insulinampulle, Schlauch und Batterie geht mir inzwischen leichter von der Hand. Ich habe mit verzögertem und kombiniertem Bolus, kleinen Änderungen an den Bolusfaktoren und temporärer Basalrate experimentiert und freue mich nun darauf, den Algorithmus in Form des Automode mit an Bord zu nehmen.

„Die Summe allen Übels ist konstant“, lautet eine Weisheit, die für den deutschsprachigen Raum dem Psychologen Paul Watzlawick zugeschrieben wird. Demnach verschwinden Probleme und „Übel“ selten vollständig – sie verlagern sich nur in andere Bereiche. Dies ist nach den ersten Wochen mit meiner Ypsopump auch mein Eindruck von der Insulinpumpentherapie (Continuous Subcutane Insulin Injection, CSII): Sie ist definitiv nicht weniger aufwändig als eine Therapie mit Insulinpens (Intensivierte konventionelle Therapie, ICT). Der Aufwand entsteht nur an anderen Stellen als zuvor. Ich muss zwar nicht für jede Insulingabe meinen Bauch entblößen und die Nadel ansetzen, dafür mache ich mir nun Gedanken über geeignete Katheterstellen, Wechselintervalle, Tragevarianten und Bolus-Feintuning.

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Vier Tage mit meiner Pumpe: Das läuft richtig super!

Nachdem im Laufe des Dezember erst meine Insulinpumpe und dann auch die erforderlichen Verbrauchsmaterialien geliefert wurden, war es am Montag dann soweit. Ich hatte einen Einzeltermin bei der Diabetesberaterin, bei dem wir die Pumpe anlegten, die vorläufige Basalrate einrichteten und ich mich mit den Basisfunktionen meiner externen Bauchspeicheldrüse vertraut machte.

Am Tag vor der Pumpenanlage hatte ich nur die Hälfte der gewohnten Dosis Lantus gespritzt, damit zum Start der Pumpentherapie möglichst kein Basalinsulin mehr an Bord ist. Am Montag selbst – mein Termin fand um 11:30 Uhr statt – gab es dann gar kein Lantus mehr. Wider Erwarten hatte das Ausschleichen von Lantus überhaupt keinen Effekt auf meine Glukosewerte. Ich hatte mir vorsorglich schon einmal ausgerechnet, wie stark sie mit weniger bzw. dann sogar gar keinem Lantus ansteigen könnten und wieviel kurzwirksames Liprolog ich dann in welchen Abständen spritzen müsste, um das fehlende Basalinsulin zu kompensieren. Doch Pustekuchen – die Glukosekurve dümpelte derart gerade vor sich hin, dass ich schon fast die Hoffnung hegte, dass allein die Aussicht auf eine Pumpe mich spontan vom Diabetes geheilt hatte.

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Interoperabilität lässt weiter auf sich warten

Wann gibt die Diabetesindustrie endlich ihr Silo-Denken auf und lässt die verschiedenen Geräte und Systeme endlich nahtlos zusammenarbeiten? In anderen Lebensbereichen wundert sich doch auch längst niemand mehr darüber, dass sich Smartphones, Kopfhörer oder Tastaturen via Bluetooth mit unterschiedlichen Computern beliebigen Fabrikats verbinden lassen.

Liebe Leute, sorry für die lange Funktstille auf diesem Kanal! Ich weiß auch nicht, wieso die Zeit seit dem letzten Blogbeitrag so schnell verstrichen ist. Dabei habe ich doch eigentlich so viel zu erzählen! Zum Beispiel von den vielen interessanten Vorträgen, die ich im Auftrag der Diabetes Zeitung bei Kongressen wie dem der ATTD im März und dem der DDG im Mai 2024 gehört habe. Los geht’s also mit meinen Eindrücken von einer Sitzung zum Thema Interoperabilität beim ATTD-Kongress. Dass die verschiedenen Diabetes-Gerätschaften nicht dieselbe Sprache sprechen und deshalb nicht beliebig miteinander kombiniert werden können, ärgert mich ja schon seit geraumer Zeit, wie man z. B. hier oder hier nachlesen kann.

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