Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Des Libre wegen… Tschüs Techniker, hallo DAK

Heute habe ich es getan: Ich habe bei der Techniker Krankenkasse gekündigt und den Wechsel zur DAK-Gesundheit angeschoben. Die DAK übernimmt nämlich die Kosten für das Freestyle Libre als Satzungsleistung, während die Techniker weiterhin auf stur schaltet.

Normalerweise bin ich kein Freund von ständigen Wechseln. Wenn ich erst einmal einen Telefonanbieter, ein Fitnessstudio, einen Friseur, eine Hausratversicherung oder eine Krankenkasse gefunden habe, mit der ich prinzipiell einverstanden bin, dann bleibe ich auch dabei. Vor allem aus Trägheit, denn schließlich ist es total nervig, immer wieder Preise und Leistungen zu vergleichen, laufende Verträge zu checken und sich hier und da zu informieren, nur um bloß zu jedem Zeitpunkt das beste und kostengünstigste Angebot zu nutzen. Weiterlesen


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Warum mich das neue CGM-System Eversense nicht neugierig macht

Ein Implantat, das kontinuierlich den Gewebezucker misst und die Daten an das Smartphone sendet, ist zwar prinzipiell eine tolle Idee. Aber das System „Eversense“, das die Firma Senseonics aktuell in der Pipeline hat, hat für meinen Geschmack noch ein paar gravierende Macken.

Vor einer Weile wurde beim Roche Mediendialog das neue CGM-System „Eversense“ vorgestellt. Eigentlich lasse ich mir die Medien- und Blogger-Events von Roche Diagnostics nur ungern entgehen, doch in diesem Jahr war ich zum Zeitpunkt des Events zur Laufreise in Andalusien und konnte nicht teilnehmen. Schade eigentlich, denn in diesem Jahr stellte Roche etwas ganz Neues vor: den implantierbaren Glukosesensor Eversense mit dem dazugehörigen Transmitter und der Smartphone-App. Das System stammt zwar nicht aus dem Hause Roche selbst, doch das Unternehmen ist finanziell an der Firma Senseonics beteiligt und wollte das Blogger-Event offenbar dazu nutzen, das neue CGM-System der überwiegend sehr technikbegeisterten Blogger-Community vorzustellen. Weiterlesen


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Vorläufiges Aus für die Kostenerstattung beim Freestyle Libre

Nun ist es amtlich: Die Techniker Kasse wird ihren Versicherten die Kosten für das Glukosemesssystem Freestyle Libre künftig nicht mehr erstatten. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts von Juli 2015.

In den vergangenen Wochen wurde in den einschlägigen Facebook-Gruppen viel über die Gründe dafür gemunkelt, dass die Techniker Krankenkasse neuerdings keine Kostenerstattung für das Freestyle Libre mehr bewilligt. Die Kasse hatte als erste gesetzliche Krankenkasse Versicherten mit Typ-1-Diabetes generell zugesagt, die Kosten für das neue Messsystem mit bis zu 95 Euro pro Monat zu bezuschussen.

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#DBW2015: Blick in die Zukunft – Auf dem Weg zur Heilung des Diabetes bis 2025?


diabetes-blog-woche

Nein, an eine Heilung des Typ-1-Diabetes bis 2025 glaube ich nicht. Ganz sicher aber an Innovationen, die uns Diabetikern das Leben erleichtern, so dass wir durch unsere Stoffwechselstörung im Alltag noch weniger beeinträchtigt werden. Mein heutiger Beitrag zur Diabetes Blog Woche #DBW2015.

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“, dieses Zitat von Karl Valentin (oder auch Mark Twain, da sind sich die Experten nicht einig) kennt wohl jeder, der ein paar Freunde bei Facebook hat, die gern Bildchen mit bedeutungsschwangeren Sinnsprüchen posten. Aber es stimmt: Schließlich bin ich bis heute beim Laufen noch nie von einem Youngster auf dem Hoverboard überholt worden, das in den 1980er Jahren mal vorhergesagt worden war… Was also sagt der Blick in die Zukunft für uns Diabetiker? Weiterlesen


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Verdammt noch mal, was geht es mir doch gut!

Heute habe ich bei meinem Diadoc Rezepte für meinen Quartalsbedarf an Diabetesutensilien abgeholt. Klingt vielleicht albern, aber ich war (nicht zum ersten Mal) ganz gerührt und dankbar, wie gut meine Versorgung hier funktioniert und wie wenig sie mich persönlich kostet.

Als Diabetiker klagt und jammert man ganz gern einmal. Das ewige Gepiekse in die Finger, die Einstichstellen am Bauch, komische selbst verschuldete Blutzuckerwerte, komische unverschuldete Blutzuckerwerte, Angst vor Folgeerkrankungen, die regelmäßigen Arzttermine, das Unverständnis vieler Mitmenschen, Unlust auf Traubenzucker bei einer Hypoglykämie… und natürlich die gesetzliche Krankenversicherung, die nicht alles zahlt, was wir unserer Meinung nach für unsere optimale Versorgung benötigen. Manch einer hätte gern mehr Teststreifen im Quartal, ein anderer wünscht sich ein CGM-System oder versucht vergeblich, seine Kasse von der Erstattung seiner Kosten für das Freestyle Libre zu überzeugen. Weiterlesen


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DDG-Jahrestagung: Leistungssport mit Typ-1-Diabetes? Das geht – und wie!

Basalratenanpassung, Blutzucker-Startwert, aerobes und anaerobes Training, Muskelauffülleffekt – die Hochleistungssportler der „Special Ones“ geben Diabetologen Tipps zur Betreuung ihrer sportlichen Patienten.

Noch Ende der 1980er Jahre kam die Diagnose Typ-1-Diabetes faktisch einem Sportverbot gleich. Empfohlen wurden Belastungen mit einer Herzfrequenz von maximal 130 Schlägen pro Minute, wegen der Gefahr einer Hypoglykämie sollten Typ-1-Diabetiker bitte grundsätzlich nur in Begleitung von Nicht-Diabetikern zum Sport aufbrechen. An Hochleistungssport war angesichts solcher Warnungen nicht zu denken. Heute können Typ-1-Diabetiker es dank verbesserter Monitoring- und Therapiemöglichkeiten nicht nur zum ambitionierten Freizeitsportler bringen, sondern auch sportliche Höchstleistungen erreichen. Trotzdem bleibt die Blutzuckereinstellung beim Sport eine kniffelige Angelegenheit – auch mit der intensivierten konventionellen Therapie (ICT) oder der Insulinpumpentherapie, die von vielen Sportlern mit der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) kombiniert wird. Weiterlesen