Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Bye bye mySugr… ein Abschied wider Willen – ich nutze nun die Dokumentation des Freestyle Libre

Eins vorweg: Ich mag  mySugr total gern. Sie ist in meinen Augen eine tolle Option für das Diabetesmanagement via App. Immer cool und mit einem Augenzwinkern, aber trotzdem ein zugelassenes Medizinprodukt mit vielen praktischen, fachlich abgesicherten Zusatz-Features. Und trotzdem habe ich der App, die ich über vier Jahre lang sehr gern verwendet habe, nun den Rücken gekehrt.

Es begann, ein bisschen kompliziert zu werden, als ich im Oktober 2014 anfing, das Freestyle Libre zu nutzen. Bei mySugr kann man Blutzuckerwerte eintragen, das Freestyle Libre hingegen misst Gewebezucker – allerdings macht man ja das eine oder andere Mal blutige Kontrollmessungen. Ich selbst wäre darüber vermutlich gar nicht groß gestolpert, doch mein Diabetologe machte mich bei einem Quartals-Check darauf aufmerksam, als er die pdf-Berichte studierte, die ich aus meiner mySugr-Dokumentation generiert und ihm vor meinem Termin per Mail geschickt hatte. Weiterlesen


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Blutzucker messen – wie oft kommt das eigentlich noch im Alltag vor?

Bei der Antwort auf die Frage in der Überschrift muss ich nicht lange herumeiern: Es kommt dank Freestyle Libre mittlerweile ziemlich selten vor. So selten, dass ich meine Accu-Chek Mobile-Testkassetten, die noch meinem vor Ewigkeiten georderten Bestand entstammten, nicht vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums aufbrauchen konnte. Zum Glück kann ich gerade das Accu-Chek Guide probehalber testen.

Früher, also bevor ich das FGM-System Freestyle Libre für mich entdeckte, stellte mir mein Diabetologe bei jedem Quartalsbesuch ein Rezept für 600 Teststreifen (also 12 Testkassetten des Accu-Chek Mobile) aus. In der Regel reichte das für mich aus und ich musste nie zum Nachverhandeln in die Praxis kommen. Dann probierte ich das Freestyle Libre aus und fand Gefallen an den lückenlosen Glukosekurven statt weniger einzelner Messpunkte aus Blutzuckermessungen. Weiterlesen


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Neulich beim Diadoc: Demnächst gibt es andere Teststreifen…

Bei meinem letzten Besuch beim Diabetologen gab es eine schlechte Nachricht für mich: Die Praxis kann mir künftig nicht mehr meine gewohnten Teststreifen verordnen, weil sie zu teuer sind. Und das, obwohl ich dank des aus eigener Tasche finanzierten Freestyle Libre nur noch etwa 30 Teststreifen im Monat benötige (statt rund 200 Stück in Vor-Libre-Zeiten).

Seit meiner Diabetes-Diagnose im März 2010 nutze ich das AccuChek Mobile mit seinen Testkasseten à 50 Teststreifen. Ich mag es, weil ich mit diesem Gerät nicht viele verschiedene Komponenten (Messgerät, Lanzette, kleine Dose mit Teststreifen) einzeln hervorkramen und vor mir aufbauen muss, sondern alles in einem Gerät habe. Sehr praktisch. Ich finde es auch gut, dass ich nur alle 50 Tests einmal eine Kassette entsorgen muss und nicht nach jeder Messung einen Teststreifen – jeder Diabetiker kennt das, bei einzelnen Teststreifen fliegen die immer überall in der Wohnung herum, weil man sie ja gleich, gleich, bisschen später, na gut morgen endlich mal wegräumen will. Dummerweise sind die Testkassetten für das AccuChek Mobile aber auch etwas teurer die Teststreifen anderer Systeme. Weiterlesen


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Ehrlicher Sünden-Check: Wie mustergültig ist mein Diabetesmanagement?

Lisa hat mit ihrem heutigen Blogpost ein paar Tabus angesprochen, über die Diabetiker nicht sprechen, die sie aber wider besseres Wissen trotzdem tun.

Es geht um das konsequente Händewaschen vor dem Blutzuckermessen, das regelmäßige Wechseln der Lanzetten und Pen-Nadeln und das Desinfizieren der Haut vor dem Katheterwechsel. Okay, letzteres ist für mich kein relevantes Thema, da ich keine Pumpe trage. Doch die anderen Punkte kenne ich nur zu gut, da weicht mein Verhalten auch ab und an von dem ab, was ich in meiner Schulung gelernt habe. Machen wir also einmal den ganz ehrlichen Check: Wie mustergültig ist mein Diabetesmanagement? Weiterlesen


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#DBW2015: Über die leidige Routine des Blutzuckermessens


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Das heutige Tagesmotto der Diabetes Blog Woche #DBW2015 „Deutschland misst den Blutzucker“ spricht mich nicht so recht an. Es klingt nach dem Slogan einer Krankenkasse. Oder nach „morgens halb zehn in Deutschland“ oder nach „Hamburg räumt auf“. Aber egal – natürlich bin auch ich irgendwie Deutschland, und auch ich messe meinen Blutzucker. 🙂

Über die ungewöhnlichsten Orte, an denen ich je Blutzucker gemessen habe, soll ich hier schreiben. Und über Fehler beim Blutzuckermessen sowie über ungewöhnliche Momente, die sich durch das Blutzuckermessen für mich ergeben haben. Hmm, das ist gar nicht so einfach. Denn so wirklich ungewöhnlich erscheinen mir die Orte gar nicht, an denen ich meinen Blutzucker messe. Schließlich bestimme ich ihn einfach überall da, wo ich mich gerade aufhalte. Und das ist in der Regel kein Basiscamp am Mount Everest, keine NASA-Raumsonde und auch keine Wedding Chapel in Las Vegas. Sondern das sind ganz gewöhnliche und langweilige Orte wie mein Arbeitszimmer, mein Bett, mein Auto. Sind Orte wie „unter dem Tisch im Restaurant“, „auf meiner Laufstrecke“, „am Schwimmbeckenrand“ oder „in der U-Bahn“ eher erwähnenswert? Ich finde eigentlich nicht. Weiterlesen


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Heute hü, morgen hott – es ist doch wirklich zum Mäusemelken!

Heute muss ich einmal ein bisschen Luft ablassen. Mein Diabetes nervt! Nicht immer, aber heute definitiv. Was gestern und vorgestern noch hervorragend funktionierte, klappt heute überhaupt nicht.

Vielelicht erinnert ihr euch an das Rezept für vegetarisch gefüllte Spitzpaprika, das ich hier vorgestern veröffentlicht habe. Und möglicherweise auch an meinen Hinweis, dass die Linsen aus der Füllung ja langsam wirkende Kohlenhydrate enthalten und deshalb am besten mit Normalinsulin oder (für Pumpenträger) mit einem wie auch immer gesplitteten Bolus versorgt werden sollte. Nun, ich hatte eine größere Menge gefüllter Paprikaschoten zubereitet und damit nicht nur für vorgestern Abend, sondern auch für gestern und heute Mittag vorgesorgt. Jede Mahlzeit ungefähr dieselbe Menge. Da sollte man doch meinen, dass man nach drei Versuchen auch den Bogen raushat, wie die Kohlenhydrate einer solchen Mahlzeit zu berechnen sind. Weiterlesen


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Von Top bis Flop: Die coolsten und die dümmsten Sprüche zu meinem Diabetes

Manchmal kann einen das Umfeld mit seinen Sprüchen ganz schön in Erstaunen versetzen, wenn es um den Diabetes geht. Ich habe einmal ein paar besonders krasse Beispiele für diesen „Wow-Effekt“ zusammengetragen – doch ich bin sicher, ihr habt auch eine Menge davon auf Lager!

Man sieht mir nicht unbedingt an, dass ich Diabetes habe – wie auch, denn eine Bauchspeicheldrüse, die ihren Geist aufgegeben hat, steht einem schließlich nicht ins Gesicht geschrieben. Und so reagieren Menschen manchmal überrascht, gelegentlich sogar sehr ungewöhnlich oder lustig, wenn sie von meiner Erkrankung und meinem Umgang damit erfahren. Ich will euch nun gar nicht mit den üblichen Sprüchen wie „Mein Schwager hat seinen Diabetes ja mit ganz viel Sport wieder wegbekommen“ oder „Tut das nicht weh, sich selbst zu spritzen?“ langweilen, die jeder von euch sicherlich schon mehr als nur einmal in verschiedenen Varianten gehört hat. Sondern euch meine ganz persönlichen positiven wie negativen Highlights präsentieren. Weiterlesen


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Mein Diabetes wird fünf Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt.

Heute ist der fünfte Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Beim letzten Blutspendetermin hatte man außer der Reihe, als kleinen Service für die Blutspender, den Blutzuckerwert bestimmt. Ich bekam Post, weil mein Wert irgendwo bei 380 mg/dl lag. Ich wusste aus meiner Arbeit als Medizinjournalistin, dass das ein absurd hoher Wert war. Doch ich tippte auf einen Messfehler, weil ich keines der typischen Diabetes-Symptome wie übermäßigen Durst und ständiges Wasserlassen hatte. Ich hatte zwar seit Weihnachten zwei Kilo abgenommen, doch dieser Gewichtsverlust war hart erkämpft gewesen und ganz sicher nicht Folge einer gestörten Glukoseverwertung. Weiterlesen


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Ein Haufen Blogger, ein Wochenende im Schloss und ein etwas verstaubter Pharmakonzern

Die Firma Roche Diagnostics, bei Diabetikern vor allem durch ihre Marke Accu-Chek und eine kaum zu leugnende Schwerfälligkeit bei Innovationen bekannt, will sich künftig aktiver in den sozialen Medien engagieren. Dafür hat sie zu ihrem traditionellen Roche-Mediendialog dieses Jahr erstmals auch einen ganzen Haufen Diabetes-Blogger eingeladen. Und das hat Spaß gemacht.

Ich kenne die Firma Roche Diagnostics schon recht lange und inzwischen aus einigen verschiedenen Perspektiven. So habe ich etliche Jahre lang im Auftrag einer PR-Agentur Fachpressetexte für die Diabetes-Sparte des Konzerns geschrieben – und zwar lange bevor ich selbst an Typ-1-Diabetes erkrankt war. Mit meiner Diagnose gewann meine Beziehung zu Roche und seiner Diabetes-Marke Accu-Chek eine neue Facette: Ich wurde auch zur Kundin, denn bei meinem ersten Besuch in einer diabetologischen Praxis entschied ich mich intuitiv für das seinerzeit nagelneue Blutzuckermessgerät Accu-Chek Mobile. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich erst wenige Tage zuvor einen Fachpressetext zur Markteinführung des Geräts geschrieben hatte und daher eine recht gute Vorstellung davon hatte, wie das Ding funktioniert. Ich habe diese Produktentscheidung übrigens später auch nicht bereut, nachdem ich diverse andere Blutzuckermessgeräte getestet hatte. Erst das Freestyle Libre ist für mich mehr als ein bedeutungsloser Seitensprung, denn seit ich dieses System nutze, kommt mein Accu-Chek Mobile nur noch etwa zwei- bis dreimal am Tag zum Einsatz. Weiterlesen


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Bitte einmal alles ganz schnell umkrempeln: Neuer Faktor, neue Basaldosis gefällig?

Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Blutzucker meist relativ brav und vorhersehbar benimmt. Die Betonung liegt auf MEIST. Denn in den vergangenen Wochen habe ich recht intensiv daran basteln müssen, die Dosis für mein Basalinsulin und meinen morgendlichen KE-Faktor wieder in den Griff zu bekommen.

Mein Diabetes mag keine schleichenden Veränderungen. Wenn er sich überlegt, dass er künftig mehr Basalinsulin braucht, dann entscheidet er das sehr plötzlich. Das gleiche gilt für KE-Faktoren: Gestern reichten 0,5 Insulineinheiten (IE) pro Kohlenhydrateinheiten (KE)? Macht nix, ab heute sollen es bitteschön 1,2 sein. Zum Glück passiert das nicht oft, sodass ich überwiegend gut klarkomme und nur selten mit größeren Blutzuckerschwankungen zu kämpfen habe. Doch in letzter Zeit war ein bisschen der Wurm drin. Es fing damit an, dass gegen Ende November 2014 mein morgendlicher Insulinbedarf für das Frühstück schlagartig von 0,5 IE/KE auf 1,0 IE/KE anstieg. Es kostete mich ein wenig Überwindung, mir auf einmal die doppelte Menge Insulin für eine Mahlzeit zu spritzen, doch die Blutzuckerwerte sprachen für sich: Das ist offenbar mein neuer Bedarf. Weiterlesen