Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Alles vernetzt, alles automatisch: Wie viel Big Data verträgt mein Diabetesmanagement?

 

Es wäre toll, wenn meine Diabetes-App automatisch mit Bewegungsdaten aus meinem Schrittzähler gefüttert würde. Wenn noch viel mehr Daten automatisch gesammelt würden. Und doch haben mir manche Visionen, wie sie beim ATTD-Kongress in Paris heraufbeschworen wurden, auch ein wenig Angst eingejagt.

Vor ein paar Wochen habe ich erstmals den ATTD-Kongress besucht. ATTD steht für „Advanced Technologies and Treatment for Diabetes“, und der Kongress fand dieses Jahr zu meiner großen Freude in Paris statt. Die Firma Roche Diagnostics hatte mich und einen Haufen andere Blogger zu einem #Diabetesmeetup eingeladen, und ich nutzte die tolle Gelegenheit, auch den Kongress zu besuchen und Themen und Inhalte für verschiedene Diabetes-Publikationen zu sammeln. Weiterlesen


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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Event für Blogger und einem für die Presse?

Als Medizinjournalistin, die privat außerdem über Diabetes bloggt, erhalte ich regelmäßig Einladungen zu Presseveranstaltungen UND Einladungen zu Blogger-Events. Ist das nicht alles dasselbe? Nein, auf keinen Fall! Zeit für einen kleinen Vergleich.

Bevor ich anfing, über mein Leben mit Typ-1-Diabetes zu bloggen, waren mir nur Presseveranstaltungen vertraut, zu denen mich Unternehmen einladen, wann immer sie eine neue Studie vorstellen oder ein neues Produkt präsentieren möchten. Doch seit es mein Blog gibt, flattern auch regelmäßig Einladungen zu Blogger-Events wie dem   DXBerlin, DXStockholm (Fa. Abbott), dem Blogger-Event auf Schloss Hohenkammer oder dem DiabetesMeetUp (Fa. Roche Diagnostics) ins Haus. Worin also unterscheiden sich Blogger-Events von klassischen Presseveranstaltungen? Weiterlesen


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Datenmanagement ist halt noch mehr als Datensammeln

Die schönste Sammlung von Blutzuckerwerten hilft nichts, wenn damit keine Ereignisse verknüpft werden – und wenn man sie nicht auswertet, um sich beim Essen und Spritzen daran zu orientieren. Doch gewissenhaftes Datenmanagement kann auch stressen…

Als Diabetologe hat man es auch nicht immer leicht. Diesen Eindruck konnte ich zumindest bei der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Anfang Mai 2016 in Berlin gewinnen, als Dr. Stefan Gölz aus Esslingen und Dr. Hansjörg Mühlen aus Duisburg bei einem Symposium der Firma Roche Diagnostics über den Datenwust berichteten, der ihnen von manchen Patienten in die Sprechstunde geschleppt wird. Da gibt es anscheinend Tischler, die alle gemessenen Blutzuckerwerte feinsäuberlich auf Millimeterpapier (was man halt in einer Tischlerwerkstatt so an Papier findet) notieren. Allerdings ohne dazu das Datum, die Uhrzeit, die Kohlenhydratmenge der Mahlzeit und die dazugehörige Insulindosis zu notieren. „Das hat den gleichen Aussagewert, als würde mir jemand die Fußballergebnisse vorlesen, ohne dazu zu sagen, um welche Begegnung es sich gehandelt hat“, seufzte Dr. Gölz. Weiterlesen


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Mein Diabetes wird sechs Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt. Letzteres ist heute sechs Jahre her – und ich kann meinem Beitrag zum 5. Geburtstag vom Vorjahr eigentlich nichts hinzufügen. Deshalb veröffentliche ich ihn heute noch einmal.

Heute ist der sechste Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Weiterlesen


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Warum mich das neue CGM-System Eversense nicht neugierig macht

Ein Implantat, das kontinuierlich den Gewebezucker misst und die Daten an das Smartphone sendet, ist zwar prinzipiell eine tolle Idee. Aber das System „Eversense“, das die Firma Senseonics aktuell in der Pipeline hat, hat für meinen Geschmack noch ein paar gravierende Macken.

Vor einer Weile wurde beim Roche Mediendialog das neue CGM-System „Eversense“ vorgestellt. Eigentlich lasse ich mir die Medien- und Blogger-Events von Roche Diagnostics nur ungern entgehen, doch in diesem Jahr war ich zum Zeitpunkt des Events zur Laufreise in Andalusien und konnte nicht teilnehmen. Schade eigentlich, denn in diesem Jahr stellte Roche etwas ganz Neues vor: den implantierbaren Glukosesensor Eversense mit dem dazugehörigen Transmitter und der Smartphone-App. Das System stammt zwar nicht aus dem Hause Roche selbst, doch das Unternehmen ist finanziell an der Firma Senseonics beteiligt und wollte das Blogger-Event offenbar dazu nutzen, das neue CGM-System der überwiegend sehr technikbegeisterten Blogger-Community vorzustellen. Weiterlesen


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Ein Haufen Blogger, ein Wochenende im Schloss und ein etwas verstaubter Pharmakonzern

Die Firma Roche Diagnostics, bei Diabetikern vor allem durch ihre Marke Accu-Chek und eine kaum zu leugnende Schwerfälligkeit bei Innovationen bekannt, will sich künftig aktiver in den sozialen Medien engagieren. Dafür hat sie zu ihrem traditionellen Roche-Mediendialog dieses Jahr erstmals auch einen ganzen Haufen Diabetes-Blogger eingeladen. Und das hat Spaß gemacht.

Ich kenne die Firma Roche Diagnostics schon recht lange und inzwischen aus einigen verschiedenen Perspektiven. So habe ich etliche Jahre lang im Auftrag einer PR-Agentur Fachpressetexte für die Diabetes-Sparte des Konzerns geschrieben – und zwar lange bevor ich selbst an Typ-1-Diabetes erkrankt war. Mit meiner Diagnose gewann meine Beziehung zu Roche und seiner Diabetes-Marke Accu-Chek eine neue Facette: Ich wurde auch zur Kundin, denn bei meinem ersten Besuch in einer diabetologischen Praxis entschied ich mich intuitiv für das seinerzeit nagelneue Blutzuckermessgerät Accu-Chek Mobile. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich erst wenige Tage zuvor einen Fachpressetext zur Markteinführung des Geräts geschrieben hatte und daher eine recht gute Vorstellung davon hatte, wie das Ding funktioniert. Ich habe diese Produktentscheidung übrigens später auch nicht bereut, nachdem ich diverse andere Blutzuckermessgeräte getestet hatte. Erst das Freestyle Libre ist für mich mehr als ein bedeutungsloser Seitensprung, denn seit ich dieses System nutze, kommt mein Accu-Chek Mobile nur noch etwa zwei- bis dreimal am Tag zum Einsatz. Weiterlesen