Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Ob mit oder ohne Pumpe und Algorithmus: Diabetes bleibt eine Zumutung!

Es ist nun gut sechs Wochen her, dass ich mit meiner Ypsopump in den Automode gewechselt bin und die Insulindosierung in weiten Teilen dem CamAPS Fx-Algorithmus anvertraut habe. Seither hatte ich nur noch eine nächtliche Hypo und verbringe noch einmal mehr Zeit im Zielbereich als zuvor. Doch so richtig 100 Prozent glücklich bin ich mit dem System leider nicht. Denn die gewünschte mentale Entlastung lässt noch auf sich warten – und vielleicht sollte ich mich auch von genau dieser Erwartung verabschieden.

Wenn Menschen mit Diabetes im Internet schreiben, dass sie trotz toller Technik nicht so recht glücklich sind mit ihrer Therapie, dass sie müde und frustriert sind, obwohl ihnen alle Optionen offenstehen, dann müssen sie sich auf einen – je nach Reichweite – kleinen oder großen Shitstorm gefasst machen. Es ist doch undankbar zu jammern, wenn Menschen in ärmeren Ländern nicht einmal Zugang zu Insulin, geschweige denn zu moderner Diabetestechnik haben. Typ-Einser, die seit Jahrzehnten mit ihrem Diabetes leben, erinnern dann gern an Glasspritzen mit dicken Nadeln, die am heimischen Herd ausgekocht werden mussten. An Sammelurin in Gefäßen auf der Fensterbank, mit dem sich ab und an mal ein Glukosewert ermitteln ließ. Und an wenig flexible Insuline, die einen festen Mahlzeiten- und Spritzplan erforderten und sportliche Aktivität zu einem lebensgefährlichen Risiko machten. Menschen ohne Diabetes entfährt bei solchen Gelegenheiten gar ein wenig empathisches „Immerhin ist es nicht Krebs!“

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Liebe auf den zweiten Blick: Warum ich inzwischen doch Lyumjev nutze

Vor ein paar Tagen habe ich an einer Befragung zur Marktforschung rund um das neue kurzwirksame Insulin Lyumjev teilgenommen. Und das hat mich daran erinnert, dass ich euch noch gar nicht von meinem Sinneswandel erzählt habe. Denn mittlerweile nutze ich dieses Insulin und bin ziemlich begeistert.

Das mag manche von euch vielleicht verwundern, schließlich habe ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit 10 gute Gründe aufgelistet, warum ich keine Lust auf einen Versuch mit dem neuen Turbo-Insulin hatte. Aber wie das Leben nun mal so ist: Manchmal ändern sich die Rahmenbedingungen, und auf einmal erscheinen einem Optionen interessant, bei denen man zuvor nur müde abgewunken hat. Ich erzähle euch also mal, wie es dazu gekommen ist, dass ich meine Meinung geändert habe und wie ich nun mit Lyumjev klarkomme.

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