Eigentlich war ich beim Elmshorner Stadtlauf für die 10-Kilometer-Strecke angemeldet. Ich hatte auch ganz passabel dafür trainiert. Doch es reichte halt nicht. Ich schaffte es im Training nicht, mich auf die volle Distanz zu steigern. Auch der Zucker spielte mangels Ausdauer nicht so recht mit. Also trat ich bei unserem hiesigen Lokal-Event halt nur auf den 5 Kilometern an. Das klappte dafür dann aber ganz ordentlich.
So langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu, und leider ist es mir bislang nicht gelungen, meine Fitnessziele für 2026 zu erreichen. Furchteinflößend waren diese Ziele sowieso nicht – ich hatte mir lediglich vorgenommen, dieses Jahr wieder flüssig und locker aus der Hüfte 10 Kilometer laufen zu können. Und außerdem bei ein paar Wettkämpfe mit 10 Kilometern zu absolvieren. Und nun habe ich meine Sammlung nur um eine einzige Medaille erweitert – und zwar nicht für einen Zehner, sondern „nur“ für einen Fünfer.
Wenn ich daran denke, wie fit ich 2018 war, als ich innerhalb eines halben Jahres 8 Kilo abgenommen hatte und meinen ersten Halbmarathon gelaufen war, dann werde ich seit geraumer Zeit immer ein bisschen traurig. Denn seither habe ich – Corona und Wechseljahren sei Dank – die 8 Kilo längst wieder auf den Rippen und bin von meinem damaligen Fitnesslevel weit entfernt. Natürlich nehme ich mir immer wieder vor, mich diesem Leven wieder anzunähern. Doch es fällt mir schwerer als damals, das ist nicht zu leugnen.
Der Plan: Laufstrecken wieder kontinuierlich steigern
Dieses Jahr wollte ich eigentlich beim Elmshorner Stadtlauf, der alljährlich Ende September stattfindet, wieder den 10-Kilometer-Lauf mitmachen. Ich hatte auch dafür trainiert. Nach unserem Urlaub mit Bergwandern in den Alpen wollte ich meine Laufstrecken wieder kontinuierlich steigern, damit ich einen Zehner wieder locker aus dem Ärmel schütteln kann. Erstes Etappenziel: wieder 5 Kilometer ohne Gehpause schaffen. Dann jede Woche die Distanz ein bisschen steigern. Mit zunehmender Ausdauer würde auch mein Bedarf an Sport-KE sinken, die ich unterwegs einwerfen muss. So der Plan.
Die Realität: Es hapert an der Ausdauer
Leider schaffte ich es bis zum Wochenende vor dem Wettkampf nicht, einmal 10 Kilometer flüssig durchzulaufen. Ich kam bis 9 Kilometer, doch schon die waren eine ziemliche Quälerei. Ab Kilometer 7 waren auch die Zuckerreserven aufgebraucht, und weil ich zu spät Traubenzucker zu mir nahm, kam die Glukose auch nicht mehr rechtzeitig im Blut an. Aus Erfahrung weiß ich: Das alles klappt deutlich besser, wenn ich besser in Form bin.
Es fehlt auch an Wettkampf-Routine
Also meldete ich mich um auf 5 Kilometer. Die kürzere Distanz hatte nebenbei den Vorteil, dass ich nicht schon um 9 Uhr, sondern erst um 11:15 Uhr starten musste. Das ist in Sachen Restinsulin vom Frühstück eine deutlich angenehmere Startzeit. Bevor ich selbst an den Start ging, begrüßte ich noch Christoph im Ziel, der die 10 Kilometer gelaufen und mit seiner Zeit zufrieden war. Dann ging es auch für mich los. Unmittelbar nach dem Start merkte ich, dass ich schon länger nicht mehr in einer großen Gruppe gelaufen war. Weil ich mich von den anderen Läufer*innen ziehen ließ, hatte ich anfangs für meine Verhältnisse mit einer Pace von knapp über 7’/km ein etwas zu hohes Tempo drauf. Im Training war ich in der Regel nie schneller als 7:30’/km gelaufen.
Immerhin: Deutlich schneller im Ziel als gedacht
Als ich auf halber Strecke an der Verpflegungsstation kurz stehenblieb, um einen Schluck Wasser zu trinken, kam ich erst nur schwer wieder in den Tritt und musste ein Stück gehen, bis das plötzlich einsetzende Seitenstechen wieder nachließ. Doch dann war wieder alles im Lot und ich erreichte nach 36:28 Minuten das Ziel. Immerhin: deutlich schneller als ich in den vergangenen Trainingsmonaten je gelaufen war, und ohne das meine Glukosewerte in den Keller gerauscht wären.
Leider keine anderen IDAA-Mitglieder am Start
Die Stimmung an der Strecke war wie immer super. Es war nur ein bisschen schade, dass keine anderen IDAA-Mitglieder mit dabei waren. Wir hätten gern danach noch ein bisschen bei uns zusammengesessen und geklönt. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr – und da ich meine Fitnessziele nicht aufgebe, bin ich dann hoffentlich auch wieder auf der 10-Kilometer-Strecke am Start!







