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Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Weltdiabetestag 2020: Mein kleiner Beitrag zum Thema „Warum Selbsthilfe?“

Der Entdecker des Insulins, Frederick Banting, wurde am 14. November geboren. An seiem Geburtstag trifft sich jedes Jahr die Community zum Weltdiabetestag. Dieses Jahr findet er wegen Corona ausschließlich digital statt.

Just in diesem Moment läuft die Mittags-Session von #dedoc beim Weltdiabetestag, in der verschiedene Projekte zur Diabetes-Selbsthilfe vorgestellt werden. Wer diesem Blog schon länger folgt, erinnert sich vielleicht an meine Beitragsreihe zur Selbsthilfe (Teil 1: Warum sind Selbsthilfegruppen nicht so cool wie die Community? und Teil 2: Überblick über die verschiedenen Organisationen und Teil 3: Meine Ideen für Neuordnung und mehr Sichtbarkeit). Bastian Hauck fand deshalb, ich sei perfekt geeignet, mit ein paar einleitenden Worten die #dedoc-Session über Diabetes-Selbsthilfe zu eröffnen.

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Serie über Diabetes-Selbsthilfe, Teil 2: Überblick über die verschiedenen Organisationen

DiabetesDE? Deutscher Diabetiker Bund? Deutsche Diabetes Hilfe? Deutsche Diabetes Föderation? Deutsche Diabetiker Allianz? Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe? Wer Schwierigkeiten hat, in diesem Wirrwarr von Organisationen den Überblick zu behalten, sollte hier weiterlesen.

Kennt ihr den Film „Das Leben des Brian“? Eine meiner Lieblingsstellen in diesem Streifen ist die Passage, in der ein paar Männer in einem Amphitheater zusammensitzen. Einer von ihnen gehört der „Volksfront Judäa“ an. Auf der anderen Seite des Bauwerks hockt mit finsterer Miene ein anderer Typ, der das Gespräch mit den anderen verweigert, weil er Mitglied in der „Judäischen Volksfront“ ist. Die Situation ist natürlich völlig grotesk, weil beide Parteien identische Ziele verfolgen. Ein vergleichbarer Eindruck drängt sich mir immer dann auf, wenn ich mir die Diabetes-Szene mit ihren diversen zersplitterten Selbsthilfe-Organisationen anschaue. Weiterlesen


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Serie über Diabetes-Selbsthilfe, Teil 1: Warum sind Selbsthilfegruppen nicht so cool wie die Community?

Ein Stuhlkreis in einem schäbig möblierten Seminarraum, auf einem Tisch steht ein Teller mit zuckerfreien Keksen, das Wort ergreift ein waschechter Vereinsmeier älteren Semesters – das ungefähr stellen sich viele jüngere Typ-Einser unter einer Selbsthilfegruppe vor. Sie bevorzugen für den Erfahrungsaustausch die Diabetes-Community mit ihren Blogs, Tweetchats und regionalen Stammtischen. Ich bin also einmal der Frage nachgegangen, ob man Selbsthilfe und Community nicht besser miteinander verquicken kann.

Die klassische Selbsthilfe hat ein Imageproblem. Viele jüngere Typ-Einser verbinden mit ihr langweilige Treffen, bei denen man in einem Stuhlkreis in einem schäbig möblierten Seminarraum herumsitzt und gemeinsam langweiligen Vorträgen lauscht – garniert mit faden zuckerfreien Keksen und einer ordentlichen Portion Vereinsmeierei. Bäh. Da schließt man sich doch lieber verschiedenen Facebook-Gruppen an, folgt Diabetes-Blogs und besucht Community-Events um sich über seinen Diabetes auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Doch müssen Selbsthilfe und Diabetes-Community wirklich zwei so verschiedene Welten sein? Beim Diabetes-Barcamp am 22. September 2018 in Frankfurt gab es gleich zwei Sessions, in denen über die Bedeutung der Selbsthilfe und ihr Verhältnis zur Diabetes-Community diskutiert wurde. Weiterlesen


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Anonymisierte Stimmzettel zur Wahl der Delegierten der DDH-M – was ist denn das für ein Verständnis von Demokratie?

Wenn Typ-Einser gefragt werden, wer oder was sie im Alltag motiviert, bei der Stange zu bleiben, dann steht die Diabetes-Community ziemlich weit vorn auf der Liste. So konnte man es zumindest in den allermeisten Beiträgen zur diesjährigen Diabetes-Blog-Woche nachlesen. Was niemand als inspirierende Motivation geschildert hat, war die klassische Diabete-Selbsthilfe. Und ich habe auch eine Ahnung, warum das so ist.

Denn vor kurzem habe ich Post von der Deutschen Diabetes-Hilfe (DDH-M) bekommen. Es ging um die Wahl der Delegierten zur Bundesdelegiertenversammlung 2018. Das ist immerhin das höchste Organ der DDH-M, dessen gewählte Vertreterinnen und Vertreter gegenüber Politik, Fachgesellschaften und wem auch immer unsere Interessen artikulieren sollen – und dafür natürlich auch im engen Kontakt zur Basis stehen sollten. Weiterlesen


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#DBW2015: Wer vertritt eigentlich meine Interessen als Diabetikerin?

diabetes-blog-woche 
Ich bin Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund (DDB), in der International Diabetes Athletes Association (IDAA) und in diversen Facebook-Gruppen zum Thema Diabetes. Aber was bringt mir das eigentlich in meinem Alltag mit Diabetes?

Wenn mehrere Leute dasselbe Problem haben, dann tun sie sich zusammen, gründen eine Gruppe oder einen Verein und sprechen ab dann gemeinsam mit lauterer Stimme, um gegenüber der Öffentlichkeit ihre Interessen zu vertreten. So funktioniert gesellschaftliches Leben in Deutschland und vermutlich vielen weiteren Teilen der Welt. Zum einen ist es für den einzelnen schön und tröstlich zu spüren, dass er mit seinem Problem nicht allein auf weiter Flur ist. Zum anderen kann man gemeinsam tatsächlich mehr bewirken, wenn Dinge im Argen liegen, die sich allein nicht lösen lassen. Weiterlesen