Süß, happy und fit

Von wegen zuckerkrank – ein Blog über glückliches Leben, leckere Ernährung und Sport mit Typ-1-Diabetes


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Ein paar Gedanken zum Leben mit Diabetes in Zeiten von Corona

Moin und liebe Grüße aus dem Home Office. Für mich hat sich offen gestanden trotz der aktuellen Corona-Krise im Alltag herzlich wenig verändert. Ich arbeite bereits seit vielen Jahren zu Hause und erlebe regelmäßig Tage, an denen ich gar keinen Schritt vor die Tür setze. In diesen Tagen bin ich besonders dankbar, dass mein Job sich quasi von überall aus erledigen lässt, wo es eine Steckdose und W-LAN gibt.

Für andere ist die aktuelle Situation mit deutlich mehr Umgewöhnung verbunden. Für meinen Mann Christoph zum Beispiel, der die Option Home Office eigentlich nicht so gern nutzt, weil er lieber im Büro den direkten Kontakt mit seinen Kolleginnen und Kollegen pflegt. Doch mittlerweile arbeitet er seit über einer Woche ausschließlich zu Hause und scheint langsam Gefallen an der Sache zu finden. Weiterlesen


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Sensible Sprache zum Thema Diabetes: 10 Dinge, die ich aus der bisherigen Debatte gelernt habe

Im November 2019 hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) mich für einen Blogbeitrag mit ihrem Medienpreis in der Kategorie Online ausgezeichnet. Seither habe viele positive Rückmeldungen erhalten, aber auch Kritik einstecken müssen. Das Thema beschäftigt mich weiterhin, und ich bin noch lange nicht fertig damit, meine Gedanken zu den Reaktionen auf meine Vorschläge für eine diskriminierungs- und stigmatisierungsfreie Sprache zu sortieren. Doch einige dieser Gedanken möchte ich an dieser Stelle schon mal zusammenfassen.

Als ich meinen Blogbeitrag veröffentlicht habe, in dem ich ein Ende diskriminierender und stigmatisierende Sprache rund um das Thema Diabetes gefordert habe, habe ich mir eine Debatte gewünscht. Tja, was soll ich sagen? Manchmal werden Wünsche tatsächlich wahr! Die Auszeichnung mit dem DDG-Medienpreis hat meinem Beitrag schon erheblich mehr Reichweite verschafft als er sonst erzielt hätte. Doch als im Januar 2020 in seiner ersten Ausgabe des Jahres auch das Deutsche Ärzteblatt ihn in gekürzter Form in seiner Printausgabe veröffentlichte, konnten auf einen Schlag gut 370.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland lesen, welche Formulierungen in der Diabetestherapie ich mehr oder weniger sinnvoll und zielführend finde.

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Schluss mit negativer Sprache – Warum wir auch in Deutschland eine Bewegung wie #LanguageMatters brauchen

Sie leben zu Tausenden mitten unter uns: schlecht eingestellte Diabetiker, denen es an Therapietreue mangelt und die deshalb einer Lebensstilintervention zugeführt werden müssen. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man auf Kongressen lauscht und in Fachpublikationen liest, mit welchem Vokabular Diabetesprofis im Gesundheitswesen über ihre Patientinnen und Patienten berichten. An diesem Sprachgebrauch muss sich dringend etwas ändern.

Eine alte deutsche Volksweisheit bringt es schön auf den Punkt: „Wähle deine Worte mit Bedacht – bedenke stets der Worte Macht!“ Doch wenn es um Diabetes geht, begegnet einem hierzulande leider oft ziemlich gruseliges Vokabular (mehr konkrete Beispiele findet ihr weiter unten im Text, also bitte tapfer bis zum Ende durchhalten). Die Diabetes-Communitys im englischsprachigen Raum sind in diesem Punkt eindeutig weiter. Sie sammeln unter dem Stichwort #LanguageMatters nämlich seit einigen Jahren Anregungen für eine Sprache, die Menschen mit Diabetes nicht diskriminiert und stigmatisiert. Weiterlesen


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Serie über Diabetes-Selbsthilfe, Teil 2: Überblick über die verschiedenen Organisationen

DiabetesDE? Deutscher Diabetiker Bund? Deutsche Diabetes Hilfe? Deutsche Diabetes Föderation? Deutsche Diabetiker Allianz? Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe? Wer Schwierigkeiten hat, in diesem Wirrwarr von Organisationen den Überblick zu behalten, sollte hier weiterlesen.

Kennt ihr den Film „Das Leben des Brian“? Eine meiner Lieblingsstellen in diesem Streifen ist die Passage, in der ein paar Männer in einem Amphitheater zusammensitzen. Einer von ihnen gehört der „Volksfront Judäa“ an. Auf der anderen Seite des Bauwerks hockt mit finsterer Miene ein anderer Typ, der das Gespräch mit den anderen verweigert, weil er Mitglied in der „Judäischen Volksfront“ ist. Die Situation ist natürlich völlig grotesk, weil beide Parteien identische Ziele verfolgen. Ein vergleichbarer Eindruck drängt sich mir immer dann auf, wenn ich mir die Diabetes-Szene mit ihren diversen zersplitterten Selbsthilfe-Organisationen anschaue. Weiterlesen


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Raus aus der Tabuzone: Wir reden jetzt über Diabetes und weiblichen Zyklus!

Ich bin sehr dankbar, dass Tine beim Diabetes Barcamp eine Session zum Thema „(Bloody) Hell?! – Diabetes und Zyklus“ angeregt hat. Denn auf diesem Gebiet ergibt sich für mich persönlich dank Hormonspirale, Schilddrüsenerkrankung und möglicherweise anstehenden Wechseljahren aktuell gerade eine ganze Reihe von Fragen.

Es ist noch nicht lange her, da schilderte ich hier unter dem Titel „50 Shades of Sweat“ , mit welchen verschiedenen Sorten von Schweißausbrüchen ich es neuerdings zu tun habe. Meine Situation damals: Meine Schilddrüse verabschiedete sich gerade langsam aus ihrer vorübergehenden Überfunktion, wie sie für eine Hashimoto-Unterfunktion zu Beginn typisch ist. Eine überaktive Schilddrüse kann einem gelegentlich heftige nächtliche Hitze-Flashs und damit verbundene Schweißausbrüche bescheren. Parallel dazu hatte ich mir im Sommer bei meinem letzten Gynäkologen-Termin turnusmäßig meine Hormonspirale ziehen lassen, mit der ich in den vergangenen fünf Jahren verhütet hatte. Weiterlesen


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Der Hamburger Michel machte blau… Eindrücke von der Illumination zum gestrigen Weltdiabetestag

Es gibt genau zwei Erkrankungen, die von den Vereinten Nationen weltweit mit einem jährlichen Gedenktag bedacht wurden: Zum einen AIDS (der Welt-AIDS-Tag ist immer am 1. Dezember) und zum anderen Diabetes (der Weltdiabetestag wird immer am 14. November begangen).

Das Ziel von weltweiten Gedenktagen dieser Art ist es, die Öffentlichkeit besser aufzuklären und ein stärkeres Bewusstsein für die jeweilige Erkrankung zu schaffen. Was den Weltdiabetestag angeht, ist es in Deutschland mittlerweile Tradition, dass am Abend des 14. November markante Gebäude diabetesblau angestrahlt werden, um so ein öffentlich sichtbares Zeichen zu setzen. Gestern war die Hamburger Hauptkirche St. Michaelis, besser bekannt als der „Michel“, an der Reihe. Weiterlesen