Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Kohlenhydrate berechnen per App – ein tolles Projekt mit einigen Fragezeichen

GoCarb soll Nahrung anhand von Fotos erkennen, segmentieren und rekonstruieren, um dann ihren Kohlenhydratanteil zu berechnen. Doch an meinen Lieblingsgerichten würde das System vermutlich scheitern.

Eine hühnereigroße Kartoffel enthält etwa zehn Gramm Kohlenhydrate und damit eine KE, eine Scheibe Schwarzbrot etwa zwei KE. Zwei Esslöffel gekochter Reis entsprechen einer KE, ebenso wie eine halbe Banane. Mit solchen Faustformeln wurde ich – wie vermutlich jeder insulinpflichtige Diabetiker – vor knapp fünf Jahren aus meiner Schulung entlassen und stehe seither mehrmals täglich vor der Herausforderung, den Kohlenhydratanteil meines Essens korrekt abzuschätzen, damit ich die richtige Dosis Insulin spritzen kann. Weiterlesen


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LOGI-Alternative zum klassischen Rezept: Wirsing-Lasagne!

Blanchierte Kohlblätter statt Nudelplatten – fertig ist die Wirsing-Lasagne. Damit die Wirsingblätter auf den Fotos noch schön knackig grün aussehen, hat mein weltbester Ehemann sie extra mit Eiswasser abgeschreckt.

Diese LOGI-Variante kommt mit deutlich weniger Kohlenhydraten aus als die klassische italienische Lasagne. Schmeckt natürlich auch ein bisschen anders, aber ebenso wie „echte“ Lasagne sehr lecker. Manche Leute behaupten ja, Wirsing-Lasagne sei im Grunde dasselbe wie Dithmarscher Kohlpudding, doch der erinnert mich eher an Kohlrouladen als an Lasagne, oder was meint ihr? Weiterlesen


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Hackfleisch-Pizza: Kein Teig, keine Kohlenhydrate, kein großer Aufwand

Zugegebenermaßen schmeckt diese „Pizza“ nicht wirklich nach Pizza. Doch weil sie dem Prinzip folgt „Boden auf Blech ausbreiten, mit verschiedenen Gemüse belegen, mit Käse bestreuen und dann ab in den Ofen“, ist der Name „Hackfleisch-Pizza“ sicher nicht ganz verkehrt.

Bitstrips Pizza

Ab und zu muss es auch mal eine richtige Pizza sein. Mit einem Boden aus klassischem Pizzateig, ganz ungeachtet der vielen Kohlenhydrate. Mittlerweile gelingt es mir auch ganz gut, den richtigen Spitz-Ess-Abstand zu wählen, damit die Pizza keine Achterbahnfahrt des Blutzuckers auslöst. Im Alltag versuche ich allerdings, weniger Kohlenhydrate zu mir zu nehmen als mit einem typischen Pizzaessen einhergehen. In diversen Foren zur LOGI-Ernährung kursieren Rezepte für Hackfleisch-Pizza, mit der sich das hervorragend bewerkstelligen lässt. Das Ergebnis erinnert geschmacklich zwar nicht wirklich an Pizza, ist aber einfach zuzubereiten, enthält im Grunde überhaupt keine Kohlenhydrate und schmeckt superlecker. Weiterlesen


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Cannelloni LOGI-Style: Man nehme Eierpfannkuchen statt Teigrollen

Dem Charme der italienischen Küche, insbesondere der vielen leckeren Pasta-Gerichte, kann man sich nur schwer entziehen. Wenn man die Rezepte ein wenig kreativ abwandelt, kann man aber der damit verbundenen geballten Kohlenhydrat-Attacke durchaus entgehen.

Spaghetti, Tagliatelle, Lasagne, Cannelloni… es gibt so viele leckere Pasta-Gerichte in unendlich vielen Variationen, dass ein Menschenleben vermutlich nicht ausreicht, um alle zu probieren. Die meisten Diabetiker wissen allerdings aus leidvoller Erfahrung, dass Pasta-Gerichte ziemliche Kohlenhydrat-Bomben sind und eine Menge Insulin erfordern – zudem lässt sich nur selten auf den Punkt genau vorausplanen, wann die Kohlenhydrate ins Blut gelangen und wann genau man die erforderlichen Insulineinheiten spritzen muss, damit das Wirkmaximum des Insulins passgenau auf die Blutzuckerspitze trifft. Kurz gesagt: Wer sich eine Pasta-Mahlzeit gönnt, hat häufig mit blöden Achterbahnfahrten seines Blutzuckers zu kämpfen. Weiterlesen


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Fast Food LOGI-Style: Rosenkohl mit Schinkenwürfeln und Sahne

Heute hatte ich keine große Lust zu kochen, das Abendessen sollte also bitte schnell gehen und nach Möglichkeit kein Insulin benötigen. Dafür reichten drei Zutaten aus, die ich in unserem Kühlschrank gefunden habe: Rosenkohl, Schinkenwürfel und Sahne.

Kochen nach dem LOGI-Prinzip muss weder kompliziert noch zeitaufwändig sein. Heute reichten in unserer Küche drei simple Zutaten für ein leckeres und LOGI-konformes Abendessen, für das ich keinerlei Insulineinheiten spritzen musste. Der Zeitaufwand lag insgesamt bei nur etwa 20 Minuten – wobei ich noch einige Partien Ruzzle auf dem iPhone spielen konnte, während der Rosenkohl kochte. (Übrigens: Mein Name bei Ruzzle lautet Ontsche, wer also Lust hat mich herauszufordern – nur zu!) Weiterlesen


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Kekslein, rechne dich: Reaktionen auf meinen Blogbeitrag

Vor einer Weile habe ich hier darüber geschrieben, zu welchen mathematischen Höchstleistungen Diabetiker etwa bei der Berechnung von Keksen auflaufen müssen, wenn die Nährwerte auf der Packung nicht pro Stück, sondern nur pro 100 Gramm angegeben werden. Inzwischen sind ein paar Reaktionen der Hersteller eingetroffen.

Der eine oder andere von euch erinnert sich vielleicht an meinen Artikel kurz vor Weihnachten 2014 zur umständlichen Berechnen von Kohlenhydraten bei Keksen und anderen Leckereien. Umständlich ist es nämlich immer dann, wenn die Nährwerttabelle nur den Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm, nicht aber pro Stück enthält (nicht so vorbildlich). Ich hatte meinen Beitrag auch an die erwähnten Unternehmen weitergeleitet und war natürlich gespannt, ob und wie sie darauf reagieren würden. Weiterlesen


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Rezept: Kartoffelpuffer mit Zuchini und Hack

Bei Kartoffelpuffern lässt sich der Kohlenhydratanteil gewaltig reduzieren, wenn man einen Großteil der Kartoffeln durch geriebene Zuchini ersetzt. Dieses Mal habe ich auch etwas gebratenes Hackfleisch unter den Teig gemengt.

Kartoffelpuffer mit Apfelmus sind superlecker, aber leider ziemliche Kohlenhydratbomben. Ich bin daher seit geraumer Zeit dazu übergegangen, einen Großteil der Kartoffeln durch ebenso fein geriebene Zuchini zu ersetzen. Ansonsten bereite ich die Kartoffelpuffer wie gewohnt zu – und finde, sie schmecken fantastisch. Gestern habe ich dieses bewährte Rezept abgewandelt, indem ich gebratenes Hackfleisch unter den Teig gemischt habe (vielleicht, weil mich derzeit dieser eigenartige Hackfleisch-Song als penetranter Ohrwurm verfolgt?). Auch das fand ich sehr lecker, das Hack verträgt sich auch gut mit dem Apfelmus, das es zu den Puffern gab. Wer bei vegetarischen Puffern bleiben möchte, kann das Hack natürlich auch weglassen. Weiterlesen


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Der Nobelpreis für Alltagsmathematik geht an einen Diabetiker!

Mathe war noch nie meine Stärke, Kopfrechnen ging so gerade noch. Doch seit meiner Diagnose Typ-1-Diabetes laufe ich in Sachen Dreisatz zur Hochform auf!

In der Weihnachtszeit fällt mir immer besonders auf, wie viel ich in meinem Alltag mit Typ-1-Diabetes jeden Tag auszurechnen habe. Denn überall lauern Kekse, Dominosteine, gebrannte Mandeln, Stollen, Selbstgebackenes… und verlangen nach der korrekten Dosis Insulin. Man sollte meinen, dass diese Berechnung mittlerweile keine große Sache mehr ist, wo doch zumindest auf den Packungen von Fertigprodukten genaue Nährwerttabellen aufgedruckt sind. Doch wer es ganz genau nimmt, der muss trotzdem ziemlich fit im Kopfrechnen sein. Eigentlich sollte neben dem normalen Nobelpreis für abgefahrene Mathematik auch ein Nobelpreis für Alltagsmathematik verliehen werden – und ich bin ziemlich sicher, dass ihn ein Diabetiker einheimsen würde. Weiterlesen


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Rezept: Saftiger Käsekuchen mit wenig Kohlenhydraten

Der Mürbteig dieses Kuchens enthält dank Süßlupinenmehl nur wenig Kohlenhydrate, und Zucker habe ich durch den Zuckeraustauschstoff Tagatesse ersetzt.

Sonntags kommt es häufiger vor, dass ich Lust auf Kuchenbacken bekomme. So auch heute! Eines meiner Lieblingsrezepte, die ich blind beherrsche, ist Käsekuchen. Ebenso wie bei herzhaften Rezepten, reduziere ich auch beim Kuchenbacken gern den Anteil konventionellen Weizenmehls und ersetze einen Teil davon mit kohlenhydratarmen Alternativen. Am besten gefällt mir bislang Süßlupinenmehl, das ich auch für Quiche gern einsetze . Bei süßen Rezepten muss man sich zusätzlich auch über den Zuckergehalt Gedanken machen. Um Kohlenhydrate einzusparen, habe ich in den vergangenen Jahren diverse Zuckeraustauschstoffe ausprobiert. Mit Stevia kann ich mich geschmacklich nicht anfreunden, da stört mich der leicht bittere Nachgeschmack. Außerdem wird Stevia so niedrig dosiert, dass insbesondere Kuchenteigen schnell das nötige Volumen fehlt, das er sonst durch eine volle Ration Zucker erhält. Erythrit, das unter den Handelsnamen Sukrin, Xucker oder Erythrithol erhältlich ist, gefällt mir deutlich besser. Es sieht beinahe aus wie Zucker, wird ähnlich dosiert wie Zucker und verhält sich beim Backen wie Zucker. Der Geschmack ist in Ordnung, allerdings etwas „heller“ als Zucker, auch wenn das vielleicht nach einer seltsamen Beschreibung für Süße klingt. Weiterlesen