Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Mein heißer Tipp für den nachmittäglichen Süß-Jieper: ein paar Röllchen Geitost-Käse!

Wahrscheinlich kennt ihr das Gefühl: Das MIttagessen ist schon eine Weile her, der Arbeitstag leider noch nicht überstanden, und irgendwie macht sich eine schwer zu ignorierende Lust auf Süßes im Kopf breit. In solchen Fällen muss es nicht immer Schokolade sein – wie wäre es mal mit norwegischem Ziegenkäse?

Es ist ja nicht so, dass ich Schokolade gegenüber abgeneigt wäre, im Gegenteil! Ich gönne mir durchaus regelmäßig kakaohaltige Drogen und spritze brav Insulin dafür. Schokolade hat gegenüber anderen Süßigkeiten ja auch den Vorteil, dass sie aufgrund des enthaltenen Fetts den Blutzucker nicht rasend schnell ansteigen lässt – bei dem Tempo kann eine normale Portion Insulin also durchaus mithalten. Doch es gibt auch Momente, in denen ich der Schokolust nicht nachgeben möchte. Heute zum Beispiel, denn ich habe heute schon Schokolade genascht, um meinen Blutzucker vor dem Schwimmtraining auf ein sportverträgliches Niveau zu pushen. Weiterlesen


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Neues vom Schweinehund: „Du hast deine Schuhe doch noch gar nicht eingelaufen!“

Ja, ich habe neue Laufschuhe. Nein, ich habe sie vor dem ersten richtigen Lauf nicht vorsichtig eingelaufen. Das ist ein großes Problem, findet mein Schweinehund. Und ein Lauf ohne GPS-Ortung via Runtastic hat im Grunde ja auch gar nicht stattgefunden.

Mein Jahr 2015 hatte schweinehundtechnisch eigentlich ganz gut angefangen. Das fiese Borstenvieh hatte sich so gut wie gar nicht zu Wort gemeldet, als ich im Schwimmbad weiter das mühsam erlernte Kraulen übte (immerhin schon zwei mal seit Jahresbeginn) oder als ich einmal gute 11 und einmal gute 8 Kilometer Laufen war (letztere Strecke sogar ziemlich heroisch an einem Sonntagmorgen, an dem es hagelte, stürmte und regnete). Ich dachte schon, ich hätte dem Schweinehund nun endgültig ein Schnippchen geschlagen – bis er sich heute mit ganz neuen Tricks zu Wort meldete. Weiterlesen


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Kleines Update: Wie man die Messgenauigkeit des Libre-Sensors verbessern kann

Obwohl ich nach meinen ersten beiden Sensoren des Freestyle Libre ein paar Zweifel hegte, bin ich inzwischen doch zum regelmäßigen Nutzer geworden. Und zwar vor allem deshalb, weil es mir gelungen ist, die Messgenauigkeit des Sensors in den ersten Tagen nach dem Setzen zu verbessern.

Manch einer erinnert sich vielleicht an meinen ersten Erfahrungsbericht zum Freestyle Libre, dem neuen „Flash Glucose Monitoring“ (FGM)-System der Firma Abbott. Ich hatte darin berichtet, dass das System zwar sehr angenehm zu tragen ist und mir auch eine ganze Reihe wertvoller Erkenntnisse über meine Blutzuckerverläufe – etwa nach dem Frühstück oder beim Sport – beschert hat. Doch ich war enttäuscht, weil die Glukosemesswerte des Systems in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Setzen des Sensors doch sehr stark von den Blutzuckerwerten abwichen. Weiterlesen


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Ich bin die Zuckerpuppe von der Bauchtanztruppe…

Bauchtanz ist weit mehr als ein bisschen anzügliches Popowackeln. Es geht dabei um die Isolation einzelner Muskelgruppen, um die Koordination verschiedener Bewegungsabläufe – und um jede Menge Spaß mit anderen Frauen, die ebenfalls Freude am sinnlichen Tanz in wunderbaren Glitzerkostümen haben.

Ok, ihr müsst zugeben, dass man nicht um den ollen Schlager von Bill Ramsey aus dem Jahre 1961 herumkommt, wenn man als Diabetikerin über ihr Bauchtanztraining schreiben will. Ich sage ganz bewusst „Training“, denn Bauchtanz bzw. orientalischer Tanz ist ein hartes Stück körperliche Arbeit, wenn man die Sache halbwegs ernst nimmt. Ich nehme das Training zumindest halbwegs ernst und übe mich also seit ungefähr zwei Jahren zusammen mit ein paar anderen Frauen unter Anleitung unserer Lehrerin im ägyptischen Cabaret-Stil. Weiterlesen


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Cannelloni LOGI-Style: Man nehme Eierpfannkuchen statt Teigrollen

Dem Charme der italienischen Küche, insbesondere der vielen leckeren Pasta-Gerichte, kann man sich nur schwer entziehen. Wenn man die Rezepte ein wenig kreativ abwandelt, kann man aber der damit verbundenen geballten Kohlenhydrat-Attacke durchaus entgehen.

Spaghetti, Tagliatelle, Lasagne, Cannelloni… es gibt so viele leckere Pasta-Gerichte in unendlich vielen Variationen, dass ein Menschenleben vermutlich nicht ausreicht, um alle zu probieren. Die meisten Diabetiker wissen allerdings aus leidvoller Erfahrung, dass Pasta-Gerichte ziemliche Kohlenhydrat-Bomben sind und eine Menge Insulin erfordern – zudem lässt sich nur selten auf den Punkt genau vorausplanen, wann die Kohlenhydrate ins Blut gelangen und wann genau man die erforderlichen Insulineinheiten spritzen muss, damit das Wirkmaximum des Insulins passgenau auf die Blutzuckerspitze trifft. Kurz gesagt: Wer sich eine Pasta-Mahlzeit gönnt, hat häufig mit blöden Achterbahnfahrten seines Blutzuckers zu kämpfen. Weiterlesen


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Fast Food LOGI-Style: Rosenkohl mit Schinkenwürfeln und Sahne

Heute hatte ich keine große Lust zu kochen, das Abendessen sollte also bitte schnell gehen und nach Möglichkeit kein Insulin benötigen. Dafür reichten drei Zutaten aus, die ich in unserem Kühlschrank gefunden habe: Rosenkohl, Schinkenwürfel und Sahne.

Kochen nach dem LOGI-Prinzip muss weder kompliziert noch zeitaufwändig sein. Heute reichten in unserer Küche drei simple Zutaten für ein leckeres und LOGI-konformes Abendessen, für das ich keinerlei Insulineinheiten spritzen musste. Der Zeitaufwand lag insgesamt bei nur etwa 20 Minuten – wobei ich noch einige Partien Ruzzle auf dem iPhone spielen konnte, während der Rosenkohl kochte. (Übrigens: Mein Name bei Ruzzle lautet Ontsche, wer also Lust hat mich herauszufordern – nur zu!) Weiterlesen


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Kekslein, rechne dich: Reaktionen auf meinen Blogbeitrag

Vor einer Weile habe ich hier darüber geschrieben, zu welchen mathematischen Höchstleistungen Diabetiker etwa bei der Berechnung von Keksen auflaufen müssen, wenn die Nährwerte auf der Packung nicht pro Stück, sondern nur pro 100 Gramm angegeben werden. Inzwischen sind ein paar Reaktionen der Hersteller eingetroffen.

Der eine oder andere von euch erinnert sich vielleicht an meinen Artikel kurz vor Weihnachten 2014 zur umständlichen Berechnen von Kohlenhydraten bei Keksen und anderen Leckereien. Umständlich ist es nämlich immer dann, wenn die Nährwerttabelle nur den Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm, nicht aber pro Stück enthält (nicht so vorbildlich). Ich hatte meinen Beitrag auch an die erwähnten Unternehmen weitergeleitet und war natürlich gespannt, ob und wie sie darauf reagieren würden. Weiterlesen


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Verdammt noch mal, was geht es mir doch gut!

Heute habe ich bei meinem Diadoc Rezepte für meinen Quartalsbedarf an Diabetesutensilien abgeholt. Klingt vielleicht albern, aber ich war (nicht zum ersten Mal) ganz gerührt und dankbar, wie gut meine Versorgung hier funktioniert und wie wenig sie mich persönlich kostet.

Als Diabetiker klagt und jammert man ganz gern einmal. Das ewige Gepiekse in die Finger, die Einstichstellen am Bauch, komische selbst verschuldete Blutzuckerwerte, komische unverschuldete Blutzuckerwerte, Angst vor Folgeerkrankungen, die regelmäßigen Arzttermine, das Unverständnis vieler Mitmenschen, Unlust auf Traubenzucker bei einer Hypoglykämie… und natürlich die gesetzliche Krankenversicherung, die nicht alles zahlt, was wir unserer Meinung nach für unsere optimale Versorgung benötigen. Manch einer hätte gern mehr Teststreifen im Quartal, ein anderer wünscht sich ein CGM-System oder versucht vergeblich, seine Kasse von der Erstattung seiner Kosten für das Freestyle Libre zu überzeugen. Weiterlesen


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Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf – sportlich, sportlich bis zum Jahresende

Bei diesem Lauf konnte man einfach nicht übersehen, dass der Hauptsponsor und Namensgeber ein großer Baustoffhersteller ist: Die Laufstrecke führte uns 8 oder 14 Kilometer um mehrere Kreidegruben herum.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele große und kleine Volksläufe in unserer Umgebung veranstaltet werden. Auf den traditionellen Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf (in der Nähe von Itzehoe) sind mein Mann und ich erst über den Lauftreff Raa-Besenbek aufmerksam geworden. Bei Distanzen von 2,5, 4,5, 8 und 14 Kilometern ohne Zeitnahme ist für jeden Läufer eine passende Distanz dabei, um das Jahr sportlich ausklingen zu lassen und nicht erst am verkaterten Neujahrstag mit den guten Vorsätzen zu starten. Weiterlesen


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Mit Diabetes durch das Jahr: Mein persönlicher Rückblick auf 2014

Im ausklingenden Jahr jährte sich meine Diagnose Typ-1-Diabetes bereits zum vierten Mal. Zum Glück hinderte mich mein lästiger Begleiter auch in diesem Jahr nicht daran, meinen Alltag ganz gut zu wuppen und ein paar neue persönliche sportliche Bestleistungen aufzustellen.

Nachdem WordPress uns schon mit ein paar Statistiken zur Nutzung dieses noch recht neuen Blogs versorgt hat (ich bin ehrlich gesagt baff, dass unter meinen Leser Menschen aus 31 Nationen waren), möchte ich auch noch einen kleinen persönlichen Rückblick hinterherschieben. Weiterlesen