Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Insulinpumpe oder CGM: Was bringt uns der Vergleich von Äpfeln und Birnen?

Sowohl Insulinpumpen als auch CGM-Systeme können entscheidend dazu beitragen, mehr Glukosewerte im Zielbereich zu erreichen. Doch wenn man sich für das eine oder das andere entscheiden müsste – welches wäre das bessere Instrument? Darüber debattierten beim ATTD-Kongress zwei internationale Experten.

Wer an CGM-Systeme denkt, stellt sie sich häufig automatisch als Erweiterung einer Insulinpumpentherapie vor. Immerhin tragen viele der technikaffinen Typ-1-Diabetiker, die im Netz über ihre Erfahrungen mit dem neuesten Equipment berichten, beides: Pumpe und Sensor. Dabei ist eine Insulinpumpe kein Muss, wenn man die Vorzüge der kontinuierlichen Glukosemessung nutzen möchte. In letzter Zeit gibt es auch immer mehr wissenschaftliche Studien, in denen der Effekt der kontinuierlichen Glukosemessung im Zusammenhang mit Insulinpens (ICT) untersucht wird. Und schon stellt sich die Frage, welches Instrument mehr zum Therapieerfolg beiträgt: die Pumpe oder das CGM-System? Weiterlesen


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Nationale Diabetesstrategie: „Der Killer Nummer eins in unserem Land ist Diabetes!“

Wenn Menschen beim Stichwort Diabetes denken „ach, das bisschen Zucker…“, dann läuft etwas falsch. Genau deshalb haben Experten in den vergangenen Jahren immer wieder darauf gedrängt, einen nationalen Diabetesplan zu verabschieden. Im aktuellen Koalitionsvertrag taucht nun endlich das Stichwort „nationale Diabetesstrategie“ auf – sehr zur Freude aller Beteiligten, die bei der Veranstaltung „Diabetes 2030“ in Berlin über die Zukunft der Diabetesversorgung diskutiert haben.

Der Koalitionsvertrag war noch gar nicht unter Dach und Fach, da wurde er schon in den höchsten Tönen gelobt: „Es ist grandios, dass die Nationale Diabetesstrategie im Koalitionsvertrag steht. Wir haben fünf Jahre darauf hingearbeitet und werden nun darauf dringen, dass das auch verbindlich umgesetzt wird“, sagte Prof. Dirk-Müller-Wieland, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), am 1. März 2018 in Berlin. Anlass war die Veranstaltung „Diabetes 2030“, zu der das dänische Pharmaunternehmen Novo Nordisk Fachleute aus der Wissenschaft, aus der diabetologischen Versorgung, aus den Krankenkassen, aus der Politik, aus der Versorgungsforschung und aus der Medienlandschaft eingeladen hatte. Weiterlesen


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Auf den Tag genau 8 Jahre mit Diabetes – eine rechnerische Bestandsaufnahme

Der 30. März ist seit 2010 ein besonderer Tag für mich. Nämlich der Jahrestag meiner Diabetesdiagnose, mit der sich in meinem Leben zwangsläufig allerhand geändert hat. Eine gute Gelegenheit mich zu freuen, dass ich die vergangenen acht Jahre recht gut bewältigt habe – und am Leben bin!

In den vergangenen Jahren habe ich an dieser Stelle immer wieder meinen ersten Blogbeitrag zum Jahrestag meiner Diabetesdiagnose herausgekramt. Ich finde den Beitrag immer noch gut und zutreffend, also lest ihn gern noch einmal ;-). Doch irgendwann ist es auch mal gut mit dem Text-Recycling und es muss ein neuer Diaversary-Beitrag her. Hier ist er – und er hat viel mit Zahlen zu tun. Weiterlesen


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T1Day: DIY-Closed Loop überzeugt Anwender eher als der Minimed 670G Hybrid Closed Loop

Wenn der Vertreter eines Medizintechnik-Konzerns und zwei Ärzte vor Patienten auftreten und ihnen erklären, wie ein selbstgebauter Closed Loop bzw. OpenAPS (Open Artificial Pancreas System) funktioniert, dann begeben sie sich in eine rechtliche Grauzone.

Doch mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen schrecken nicht jeden davon ab, sich mit der Technologie zu beschäftigen, die derzeit so viele Herzen von Typ-1-Diabetikern höher schlagen lässt. „Ihr verlasst jetzt den sicheren Sektor“, unkte der Diabetologe Dr. Bernhard Gehr (Bad Heilbrunn) zu Beginn seines Vortrags vor rund 500 Menschen mit Typ-1-Diabetes, die am 28. Januar 2018 zum T1Day nach Berlin gekommen waren. Dort ging es wie immer um den neuesten „heißen Scheiß“, den die Diabetestechnologie zu bieten hat. Weiterlesen


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Pumpe oder nicht Pumpe? So langsam bekomme ich Lust, ein Cyborg zu sein…

„Lasst mich bloß in Ruhe mit Insulinpumpen!“ Das war meine Haltung, seit ich davon gehört hatte, dass man sich seinen Insulinvorrat auch an den Bauch schnallen und damit per Knopfdruck Insulin zuführen kann. Ein wenig skeptisch bin ich nach wie vor, doch so langsam erscheinen mir die vielen Optionen der modernen Diabetestechnik ziemlich reizvoll.

Über das Für und Wider von Insulinpumpen ist schon viel geschrieben worden. Natürlich ist mir bewusst, dass man seine Insulinversorgung mit einer Pumpe deutlich feiner justieren kann. Dass man beim Sport die Basalzufuhr drosseln und dadurch vielleicht sogar ganz auf Sport-KE verzichten kann. Dass man diskret einen Bolus abgeben kann, ohne sich erst einmal den Bauch auspacken zu müssen. Ich weiß, dass die meisten Pumpis im Brustton der Überzeugung sagen, sie würden ihre Pumpe nie wieder hergeben. Weiterlesen


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Sechs Beobachtungen zu Fiasp: Schneller, aber eben nicht Lichtgeschwindigkeit

Das neue Insulin Fiasp ist ja aktuell der „heiße Scheiß“, über den in der Diabetesszene jeder spricht. Seit Anfang August teste ich ebenfalls das neue Bolusinsulin – und dabei sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich gern mit euch teilen möchte.

Bei meinem letzten Termin beim Diadoc musste ich mir ein neues Rezept für Bolusinsulin ausstellen lassen, da ich nur noch wenige Ampullen Liprolog in meinem Vorrat hatte. Warum also nicht einmal das neue Turboinsulin Fiasp ausprobieren, von dem neuerdings so viele berichten? Beim DDG-Kongress im Mai in Hamburg hatte ich schließlich schon einiges über den Wirkeintritt und das Wirkprofil von Fiasp gelernt und auch hier darüber berichtet.

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Lipohypertrophien sind mehr als nur unschöne Gnubbel: Wie erkennt man die Stellen, an denen das Insulin nicht wirkt?

Lipohypertrophien sind geschwulstartige Vermehrungen von Binde- und Fettgewebe, die rund um Injektionsstellen entstehen können. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern verschlechtert auch die Insulinwirkung. Beim DDG-Kongress in Hamburg berichtete ein Diadoc von einem Feldversuch in seiner Praxis, der diese Fettgnubbel mit einer Wärmebildkamera sichtbar machte.

Dieser experimentierfreudige Diabetologe heißt Dr. Matthias Kaltheuner und arbeitet in Leverkusen. Er hält Lipohypertrophien für ein vernachlässigtes Problem in der Diabetologie: „Leider scheuen sich viele Diabetologen, bei ihren Patienten mal den Bauch anzuschauen.“ Dabei sollten sie dort unbedingt genauer hinsehen, „schließlich erlebt der Bauch im Laufe eines Diabetikerlebens enorm viele Injektionen pro Quadratzentimeter Haut.“ Jede einzelne Injektion aber sei eine kleine Hautverletzung, die in der Summe dann zu Lipohypertrophien führen kann. Weiterlesen


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Fahrradsturz, Flohbisse und Gelenkentzündung – das war dann wohl doch nichts mit meinem Hamburger Triathlon

Just in diesem Moment sollte ich eigentlich in Hamburg beim ITU Triathlon am Start sein. Und hatte ja auch trotz Schilddrüsen-Depression und Motivationsloch tapfer beschlossen, mich nicht von der Teilnahme abbringen zu lassen. Doch dann war noch an ein paar anderen Stellen der Wurm drin.

Es fing an mit unserem Urlaub am Gardasee, den mein Mann Christoph und ich aktiv gestalten und für Rennradausfahrten und Wandertouren nutzen wollten. Leider kam alles anders, denn ich erlebte dort meinen allerersten Sturz mit dem Rennrad. Der ereignete sich gleich am ersten Tag unseres Urlaubs am Gardasee, als wir unsere Rennräder geschnappt hatten, um zu einer ersten Erkundungstour aufzubrechen. Weiterlesen


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Spritz-Ess-Abstand adieu? Wie schnell ist das Turboinsulin Fiasp wirklich?

Seit das neue Insulin Fiasp auf dem Markt ist, stolpert man in den sozialen Netzwerken häufig über Bilder und Beiträge von Anwendern, die umgestiegen sind und sich aber noch nicht so sicher sind, wie schnell die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält. Beim Diabetes-Kongress der DDG informierte ich mich über das Wirkprofil des neuen Turboinsulins.

Seit einiger Zeit ist das neue Insulin Fiasp der Firma Novo Nordisk auf dem Markt. Fiasp steht für „Faster Insulin Aspart“ und ist im Grunde nichts anderes als das bekannte Novo-Insulin NovoRapid (Insulin Aspart), das allerdings mit dem Zusatzstoff Nicinamid versehen wurde, welcher den Wirkeintritt beschleunigen soll. Als Stabilisator wird die natürlich vorkommende Aminosäure L-Arginin zugesetzt. In einer vom Hersteller Novo Nordisk unterstützten Sitzung beim Diabetes-Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Mai 2017 in Hamburg präsentierten die Experten wissenschaftliche Daten zum Wirkprofil. Weiterlesen


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Vortrag & Diskussion mit Ulrike Thurm zu CGM am 13. Mai 2017 in der Berliner Urania

Ulrike Thurm, Diabetesberaterin und Autorin sowie Vorsitzende der IDAA, hat mich gebeten, meine Leser auf eine Vortragsveranstaltung Mitte Mail in Berlin aufmerksam zu machen. Es geht um CGM-Systeme und ihren Nutzen für die Diabetestherapie.

Ulrike Thurm wird bei ihrem Vortrag unterstützt von einigen Sportlern, einer Schwangeren, die CGM während dieser Zeit genutzt hat, aber auch einer Freestyle Libre-Trägerin, die vorher nie gemessen hat. Weiterlesen