Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Blutzucker meist relativ brav und vorhersehbar benimmt. Die Betonung liegt auf MEIST. Denn in den vergangenen Wochen habe ich recht intensiv daran basteln müssen, die Dosis für mein Basalinsulin und meinen morgendlichen KE-Faktor wieder in den Griff zu bekommen.
Mein Diabetes mag keine schleichenden Veränderungen. Wenn er sich überlegt, dass er künftig mehr Basalinsulin braucht, dann entscheidet er das sehr plötzlich. Das gleiche gilt für KE-Faktoren: Gestern reichten 0,5 Insulineinheiten (IE) pro Kohlenhydrateinheiten (KE)? Macht nix, ab heute sollen es bitteschön 1,2 sein. Zum Glück passiert das nicht oft, sodass ich überwiegend gut klarkomme und nur selten mit größeren Blutzuckerschwankungen zu kämpfen habe. Doch in letzter Zeit war ein bisschen der Wurm drin. Es fing damit an, dass gegen Ende November 2014 mein morgendlicher Insulinbedarf für das Frühstück schlagartig von 0,5 IE/KE auf 1,0 IE/KE anstieg. Es kostete mich ein wenig Überwindung, mir auf einmal die doppelte Menge Insulin für eine Mahlzeit zu spritzen, doch die Blutzuckerwerte sprachen für sich: Das ist offenbar mein neuer Bedarf. Weiterlesen
