Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Mylife Daily Dose Insulinspritze: Ein kleiner Schuss Insulin für unterwegs?

Beim Sport ist das Risiko zu unterzuckern deutlich größer als die Gefahr hoher Zuckerwerte. Doch manchmal ist es auch beim Sport ratsam, ein bisschen Insulin dabei zu haben. Ich habe hierfür einmal die Einweg-Insulinspritzen „Mylife Daily Dose“ von Ypsomed getestet.

In den vergangenen Monaten musste ich leider häufiger einmal beobachten, dass sportliche Aktivität den Zuckerwert nicht immer sinken, sondern manchmal auch kräftig ansteigen lässt. So geschehen beim Staffellauf beim Hamburger Marathon und kurz darauf beim Itzehoer Störlauf. Ich habe inzwischen eine plausible Erklärung für die Anstiege gefunden – doch die beste Erklärung hilft nichts, wenn im entscheidenden Moment kein Insulin greifbar ist, weil ich den großen Insulinpen nicht beim Laufen mit mir herumschleppen wollte. Weiterlesen


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Rennrad-Tour im Hamburger Flachland – mit Blutzucker auf Berg- und Talfahrt

Wenn ich Ende August bei den Vattenfall Cyclassics mein erstes Radrennen bestreiten will, muss ich mich an das Radeln im Pulk gewöhnt haben. Deshalb habe ich neulich erstmals an einer RTF – sprich: Radtourenfahrt – teilgenommen. Das Radfahren in einer großen Gruppe und die vielen Handzeichen, mit denen Rennradfahrer untereinander kommunizieren, waren erst ziemlich ungewohnt. Am meisten Probleme bereitete mir bei dieser Fahrt allerdings mein Blutzucker.

Mein hübsches kleines Rennrad ist mittlerweile fast ein Jahr alt, und ich freue mich schon darauf, wenn es in exakt 18 Tagen erstmals beim Hamburger Triathlon zum Einsatz kommt. Ende August steht mir allerdings eine ganz neue Herausforderung bevor, nämlich die Vattenfall Cyclassics, bei denen ich mir mit 55 Kilometern zwar nur die kürzeste aller verfügbaren Strecken (55, 100 und 155 Kilometer) vorgenommen habe – aber immerhin sind 55 Kilometer auch kein Pappenstiel. Die Strecke selbst macht mir wenig Sorgen, doch das Radfahren im Pulk, ganz dicht an dicht, ist noch völlig neu für mich. Schließlich ist beim Triathlon Windschattenfahren streng verboten, alle Triathleten sind angehalten, beim Radfahren ordentlich Abstand vom nächsten Radler zu halten. Weiterlesen


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Mehr Proteine statt Kohlenhydrate essen: Spricht eigentlich irgendetwas dagegen?

„Bloß nicht zu viel Eiweiß, das schädigt doch die Nieren!“ Solche Sätze bekommen Diabetiker häufig zu hören, wenn sie sich als Anhänger einer wie auch immer gearteten Low-Carb- und High-Protein-Ernährung outen. Doch was ist wirklich dran an dieser Warnung?

Mit dem Thema kohlenhydratreduzierter Ernährung beschäftige ich mich schon seit einer ganzen Weile. Bereits bevor ich im Frühjahr 2010 die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt, hatte ich das Standardwerk zur LOGI-Ernährung studiert und über die Zusammensetzung meiner Nahrung nachgedacht. Mit der Diagnose nahm dieses Nachdenken naturgemäß noch breiteren Raum ein. Außerdem konnte ich ganz hautnah beobachten, was Stoffwechselgesunde nie wirklich mitbekommen: Große Mengen Kohlenhydrate können den Blutzucker ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen – selbst wenn man ihre Menge richtig eingeschätzt und die korrekte Insulindosis dafür gespritzt hat. Ganz einfach deshalb, weil es sehr schwer ist, genau den richtigen Zeitpunkt für die Insulingabe zu treffen. Komplexe Kohlenhydrate oder Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett und Eiweiß brauchen viel länger, bis sie verstoffwechselt werden und den Blutzucker ansteigen lassen. Einfache Kohlenhydrate ohne solche Begleiter wiederum schießen schneller ins Blut als selbst das modernste Turboinsulin wirken kann. Weiterlesen


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Networking with other diabetes bloggers: We are off for a little experiment!

My last weekend was spent with about 20 other diabetes bloggers from entire Europe. Abbott Diabetes Care had invited us to Berlin to an event called „Diabetes Exchange“ (in brief: DXBerlin). Now we decided among the German bloggers to report on this event with a blog parade.

The idea for this blog parade came to us when we listened to the British fashion blogger Gemma Tomlinson who writes on fashion, beauty, lifestyle, cooking and all kinds of personal stuff on her blog „Hello Gemma“. Gemma has turned her hobby into a profession by now and earns her living by blogging. That’s why she keeps an eye on how to extend the range of her blog – and which strategies seem to be less efficient to reach her target audience. Weiterlesen


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Netzwerken mit Diabetes-Bloggern: Wir starten ein kleines Experiment!

Das vergangene Wochenende habe ich zusammen mit 20 anderen Diabetes-Bloggern aus ganz Europa auf Einladung der Firma Abbott in Berlin beim „Diabetes Exchange“ (kurz: DXBerlin) verbracht. Wir deutschen Blogger wollen euch nun in Form einer Blog-Parade oder Staffel von dem Event berichten.

Die Idee hierzu kam uns Bloggern durch einen Vortrag der britischen Fashion-Bloggerin Gemma Tomlinson, die auf „Hello Gemma“ über Mode, Beauty, Lifestyle, Kochen und diverse Facetten ihres Privatlebens schreibt. Gemma hat ihr Hobby mittlerweile zum Beruf gemacht und verdient ihren Lebensunterhalt mit Bloggen. Insofern hat sie natürlich ein Auge darauf, auf welchem Weg sich mehr Reichweite für ihr Blog erzielen lässt – und welche Strategien man getrost seinlassen kann. Weiterlesen


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Unnützes Wissen über das Freestyle Libre: Verträgt sich der Sensor mit einem starken Magneten?

Am vergangenen Wochenende war ich auf Einladung von Firma Abbott beim „Diabetes Exchange“, einem Netzwerktreffen für Diabetes-Blogger aus ganz Europa. Unsere Namensschilder ließen mit einem sehr starken Magneten an der Kleidung befestigen. Da kommt man schon mal auf dumme Gedanken…

Es gibt ja solche und solche Namensschilder bei Kongressen und Veranstaltungen. Manche hängt man sich an einem Benzel um den Hals, andere sind an einem Clip befestigt (und hängen einem dann meist irgendwie windschief im Dekolleté), andere werden mit einer Sicherheitsnadel an der Kleidung angebracht (die garantiert Fäden zieht). Namensschilder mit Magnethalterung (vorn das Schild, das durch einen Magneten auf der Innenseite der Kleidung in Position gehalten wird) finde ich daher ziemlich innovativ. Genau diese Sorte Namensschilder bekamen wir Teilnehmer am Wochenende ausgehändigt. Der Magnet war wirklich nicht zu verachten, er hielt das Namensschild sogar durch eine Lederjacke hindurch. Also super – wäre da nicht dieser fette Warnhinweis auf der Rückseite des Magneten gewesen: „Warnung vor magnetischem Feld!“ Träger von Herzschrittmachern sollten also aufpassen. Weiterlesen


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Alles teilen, alles wissen, alles bewerten – leben wir längst im „Circle“?

Ich bin in den sozialen Medien aktiv, nutze Blutzucker-Apps, blogge und poste Statusmeldungen über meinen Diabetes. Was passiert mit diesen Daten? Und was machen diese Daten mit mir? Wie weit sind wir noch von der in dem Roman „Der Circle“ beschriebenen Gesellschaft entfernt?

Romane, in denen Visionen einer künftigen gleichgeschalteten Überwachungsgesellschaft beschrieben werden, haben mich schon immer interessiert. „1984“ von George Orwell zum Beispiel, oder „Schöne Neue Welt“ von Aldous Huxley, obwohl das eigentlich nur eine schulische Pflichtlektüre im Englisch-Leistungskurs war. Der aktuelle Bestseller „The Circle“  von Dave Eggers wird gern in einem Atemzug mit diesen beiden Titeln genannt. Weiterlesen


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Ein cremiger Rhabarber-Traum – ohne späteren Blutzucker-Albtraum!

Vor Kurzem habe ich auf einem anderen Blog ein interessantes Rezept für eine Rhabarber-Cremetorte mit nur wenigen Kohlenhydraten entdeckt. Ich habe es ausprobiert, leicht abgewandelt und alle Kohlenhydrate ausgerechnet. Das Ergebnis nenne ich mal ganz unbescheiden: TOLL!

Es ist mal wieder Zeit für ein schönes Low-Carb-Rezept, und zwar eines für eine super leckere und fluffige Cremetorte, die eure Insulinvorräte so gut wie gar nicht strapaziert. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Daniela Pfeifer vom Blog Lowcarbgoodies, bei der ich das Rezept entdeckt habe. Hier zeige ich euch meine ganz leicht abgewandelte Variante – inklusive Fotos vom Herstellungsprozess und detaillierten Kohlenhydratangaben. Bei meiner Rechnerei kam übrigens heraus, dass ein Stück Torte nur knapp 3,5 Gramm Kohlenhydrate enthält. Ich habe mehrfach nachgerechnet, ob mir nicht irgendetwas entgangen ist oder ich etwa eine Nachkommastelle verschoben habe. Nein, alles richtig gerechnet. Und so konnte ich (ausgehend von einem Blutzuckerwert von 111 mg/dl) tatsächlich zwei Stücke Torte essen, ohne auch nur einen Tropfen Insulin zu spritzen. Weiterlesen


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Inolin sprizen oder sterben: Wie mein Neffe und meine Nichte Diabetes spielten

Bei meiner gestrigen Aufzählung der doofen und lustigen Begebenheiten fehlte doch glatt die herzallerliebste Geschichte von meinem Neffen und meiner Nichte, die sich im Rollen spiel mit dem Thema Diabetes und Insulin auseinandersetzten. Sie wird hiermit nachgeliefert!

Mein Neffe und meine Nichte waren 7 und 9 Jahre als, als sie in den Herbstferien einmal eine Woche bei mir und meinem Mann verbrachten. Sie hatten zuvor natürlich bei Familientreffen schon mitbekommen, dass ich Diabetes habe und immer ein paar Extradinge tun muss, die sonst nicht jeder erledigen muss. Doch wir hatten noch nie eine Woche Alltag miteinander geteilt, so dass sie sich in der Ferienwoche bei ihrer Tante erstmals ein bisschen näher mit dem Thema auseinandersetzten. Weiterlesen


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Von Top bis Flop: Die coolsten und die dümmsten Sprüche zu meinem Diabetes

Manchmal kann einen das Umfeld mit seinen Sprüchen ganz schön in Erstaunen versetzen, wenn es um den Diabetes geht. Ich habe einmal ein paar besonders krasse Beispiele für diesen „Wow-Effekt“ zusammengetragen – doch ich bin sicher, ihr habt auch eine Menge davon auf Lager!

Man sieht mir nicht unbedingt an, dass ich Diabetes habe – wie auch, denn eine Bauchspeicheldrüse, die ihren Geist aufgegeben hat, steht einem schließlich nicht ins Gesicht geschrieben. Und so reagieren Menschen manchmal überrascht, gelegentlich sogar sehr ungewöhnlich oder lustig, wenn sie von meiner Erkrankung und meinem Umgang damit erfahren. Ich will euch nun gar nicht mit den üblichen Sprüchen wie „Mein Schwager hat seinen Diabetes ja mit ganz viel Sport wieder wegbekommen“ oder „Tut das nicht weh, sich selbst zu spritzen?“ langweilen, die jeder von euch sicherlich schon mehr als nur einmal in verschiedenen Varianten gehört hat. Sondern euch meine ganz persönlichen positiven wie negativen Highlights präsentieren. Weiterlesen