Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Buchtipp: Vom Schwergewicht zum Wohfühl-Ich – Das Steiner-Prinzip

Matthias Steiner ist ein Promi, der aus seinem Typ-1-Diabetes kein Geheimnis macht und in der Community deshalb sehr beliebt ist. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, in dem beschreibt, wie er vom 150-Kilo-Gewichtheber zum 45 Kilo leichteren schlanken Tänzer wurde.

Matthias Steiner hat seit exakt seinem 18. Geburtstag Typ-1-Diabetes. Das hat ihn nicht davon abgehalten, seine Karriere als Gewichtheber weiterzuverfolgen und 2008 die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking in der Superschwergewichtsklasse zu holen. Matthias Steiner widmete diesen Sieg seiner ein Jahr zuvor verstorbenen Ehefrau und nahm die Medaille mit einem Foto von ihr in der Hand entgegen. Lange galt er als „der stärkste Mann der Welt“. Das alles verdient in meinen Augen schon ungeheuren Respekt. Ich weiß schließlich bereits aus meinen bescheidenen Erfahrungen als Hobbyathletin, wie anspruchsvoll es sein kann, Typ-1-Diabetes und Sport miteinander zu vereinbaren. Weiterlesen


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Sport schenkt mir das Vertrauen in meinen Körper zurück

Der Totalausfall eines Organs kann dem Vertrauen in den eigenen Körper einen ganz schönen Knacks verpassen. Mir ist es gelungen, dieses Vertrauen durch Sport wiederherzustellen.

Vielleicht erinnert ihr euch, ich war als Kind ein ziemlicher Bewegungsmuffel. Ich mochte lieber lesen und zeichnen als draußen zu toben oder Sport zu treiben. Und auch als Erwachsene empfand mich weiterhin nicht als besonders sportlich, auch als ich mich aus purer Vernunft in einem Fitnessstudio angemeldet hatte und dort regelmäßig Gewichte stemmte oder im Schwimmbad meine Bahnen zog. Weiterlesen


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Die IDAA: Der etwas andere Sportverein – nur für Diabetiker

Auch als nur mäßig ambitionierte Freizeitsportlerin mit Diabetes bin ich in der International Diabetes Athletes Association (IDAA) gut aufgehoben bin. Von meiner Sorte gibt es in diesem Verein sogar noch einige mehr – und auch die „IDAA-Topathleten“ sind gar nicht so ehrfurchteinflößend wie zuerst gedacht, sondern einfach nette und lustige Diabetiker, wie ich bei der IDAA-Jahresmitgliederversammlung im Harz feststellen durfte.

Seit gut einem Jahr bin ich Mitglied in der IDAA, der International Diabetes Athletes Association. Ich hatte lange mit dem Beitritt gezögert, weil mit ein paar Besuche auf der Website des Vereins den Eindruck vermittelt hatten, dass sich dort in erster Linie wahnsinnig ambitionierte Topathleten tummeln, für die 10-Kilometer-Läufe und Volkstriathlons unter ihrer Würde sind. Denn auf der IDAA-Page findet man viele Erfahrungsberichte von Sport-Events wie der Challenge Roth (wohl der berühmteste Iron Man Triathlon Deutschlands), von 24- oder 72-Stunden-Läufen und diversen Radrennen mit Distanzen gefühlt nie unter 150 Kilometer. Weiterlesen


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#DBW2015: Wer vertritt eigentlich meine Interessen als Diabetikerin?

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Ich bin Mitglied im Deutschen Diabetiker Bund (DDB), in der International Diabetes Athletes Association (IDAA) und in diversen Facebook-Gruppen zum Thema Diabetes. Aber was bringt mir das eigentlich in meinem Alltag mit Diabetes?

Wenn mehrere Leute dasselbe Problem haben, dann tun sie sich zusammen, gründen eine Gruppe oder einen Verein und sprechen ab dann gemeinsam mit lauterer Stimme, um gegenüber der Öffentlichkeit ihre Interessen zu vertreten. So funktioniert gesellschaftliches Leben in Deutschland und vermutlich vielen weiteren Teilen der Welt. Zum einen ist es für den einzelnen schön und tröstlich zu spüren, dass er mit seinem Problem nicht allein auf weiter Flur ist. Zum anderen kann man gemeinsam tatsächlich mehr bewirken, wenn Dinge im Argen liegen, die sich allein nicht lösen lassen. Weiterlesen


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Zuvielwenig Insulinkohlenhydratbewegung: Typische Probleme beim Sport mit Diabetes

Bewegung hilft ungemein dabei, die den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und die Blutzuckerwerte stabil zu halten. Doch das Verhältnis zwischen Insulin, Kohlenhydraten und sportlicher Belastung genau auszutarieren, ist eine ziemlich knifflige Aufgabe.

Sport macht Spaß, Sport hält fit, Sport verbessert die Insulinempfindlichkeit, Sport verbessert die Stoffwechsellage. Soweit so klar. Deshalb rät uns ja unser Arzt so hartnäckig dazu, deshalb können wir sportliche Motivationstipps in beinahe jedem Diabetesmagazin nachlesen. Allerdings können insulinpflichtigen Diabetikern beim Sport auch eine Menge kleinere oder größere Missgeschicke passieren. Dinge, über die Stoffwechselgesunde im Traum nicht nachdenken müssen. Das ist zwar blöd, aber leider nicht zu ändern. Also ran an die Herausforderung! Ich habe einmal sechs typische Probleme zusammengestellt, die einem im Zusammenhang mit Sport und Diabetes begegnen können – und was ich persönlich in so einem Fall unternehme. Weiterlesen


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Mein neuer blutzuckerwirksamer Sport heißt… Gartenarbeit!

In den vergangenen Wochen haben wir unseren Garten umgestaltet. Und mit Umgestaltung meine ich: Da blieb wirklich kein Stein auf dem anderen. Viele Arbeiten haben wir zwar von Profis machen lassen, doch beim Pflanzen war unsere Muskelkraft gefragt – und für mich damit ein besonderes Auge auf meine Zuckerwerte.

Es ist schon länger her, da waren Waschbetonplatten einmal modern. Irgendwann in den 1980er Jahren, als unser Haus gebaut wurde. Vor drei Jahren, als wir die Hütte gekauft haben, war Christoph und mir zwar aufgefallen, dass es im Garten so einiges gibt, was uns nicht gefällt. Doch wir steckten unsere Energie erst einmal in die Renovierung der Innenseite unseres neuen Domizils. Diesen Sommer waren nun der Garten und die Terrasse an der Reihe. Die Terrasse wurde neu befestigt und bekam einen ganz anderen Zuschnitt. Die unsäglichen Waschbetonplatten und Betonstufen wichen schönem roten Pflasterklinker und Granittreppen. Anstelle dürrer alter Kiefern soll nun eine immergrüne Sichtschutzhecke unsere Grundstücksgrenze markieren. Weiterlesen


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Daily Dose Mini-Insulinspritze: Wie gewonnen, so zerronnen…

Kaum hatte ich die Mini-Insulinspritzen „Daily Dose“ von Mylife entdeckt und getestet, waren sie auch schon nicht mehr lieferbar, weil der Hersteller sie mangels Nachfrage vom Markt genommen hat. Schade.

Vor einer Weile hatte ich an dieser Stelle über die Mylife Daily Dose Insulinspritze berichtet die weniger Platz als ein normaler Insulinpen beansprucht und deshalb eigentlich prima zum Mitnehmen beim Sport geeignet ist. Die kleine Einschränkung „eigentlich“ deshalb, weil die genaue Dosierung mit der 0,3 ml Spritze nicht so einfach ist und weil ich gerade beim Sport sehr präzise kleinste Mengen Insulin abgeben möchte, damit ich nur einen erhöhten Wert vorsichtig korrigieren kann und mich nicht versehentlich ins Hypo-Nirvana katapultiere. Nach meinem Bericht erreichten mich einige Kommentare, dass von Mylife Daily Dose ja auch 0,1 ml Spritzen verfügbar sind, mit denen die Dosierung aufgrund der insgesamt geringeren maximalen Füllmenge deutlich einfacher ist. Ebenso erreichten mich allerdings auch Kommentare, wonach man sich fix bevorraten sollte, weil Mylife die Mini-Insulinspritzen vom Markt nimmt. Weiterlesen


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Pille statt Sport? Das ist auch in Zukunft keine Option – zum Glück!

Es gibt ja kaum etwas, das nicht von Wissenschaftlern erforscht wird. Also dürfte ich mich eigentlich nicht wundern, dass im Labor an Medikamenten getüftelt wird, die sportliche Aktivität überflüssig machen. Dass diese Forschung bislang nicht erfolgreich war, finde ich allerdings eher beruhigend.

Sport kräftigt die Muskeln, kurbelt den Stoffwechsel an, verbessert die Blutzuckereinstellung, senkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Wir wissen das alles natürlich. Insbesondere als Diabetiker – ob nun Typ 1 oder 2 – kann man sich gutgemeinten sportlichen Ratschlägen ja kaum entziehen. Und Hand auf’s Herz: Den meisten von uns ist der Zusammenhang zwischen Bewegung und schöneren Blutzuckerverläufen doch auch längst aufgefallen. Wenn da nicht der elendige Schweinehund wäre, der einem manchmal jeglichen sportlichen Antrieb raubt. Einen hypnotisiert und umschmeichelt, bis man auf der Couch hängenbleibt anstatt draußen in der Natur zu joggen. Zumindest bei mir ist in der Regel der Schweinehund verantwortlich, wenn ich mein Sportprogramm einmal sausen lasse. Weiterlesen


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Mylife Daily Dose Insulinspritze: Ein kleiner Schuss Insulin für unterwegs?

Beim Sport ist das Risiko zu unterzuckern deutlich größer als die Gefahr hoher Zuckerwerte. Doch manchmal ist es auch beim Sport ratsam, ein bisschen Insulin dabei zu haben. Ich habe hierfür einmal die Einweg-Insulinspritzen „Mylife Daily Dose“ von Ypsomed getestet.

In den vergangenen Monaten musste ich leider häufiger einmal beobachten, dass sportliche Aktivität den Zuckerwert nicht immer sinken, sondern manchmal auch kräftig ansteigen lässt. So geschehen beim Staffellauf beim Hamburger Marathon und kurz darauf beim Itzehoer Störlauf. Ich habe inzwischen eine plausible Erklärung für die Anstiege gefunden – doch die beste Erklärung hilft nichts, wenn im entscheidenden Moment kein Insulin greifbar ist, weil ich den großen Insulinpen nicht beim Laufen mit mir herumschleppen wollte. Weiterlesen


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Mit Diabetes durch das Jahr: Mein persönlicher Rückblick auf 2014

Im ausklingenden Jahr jährte sich meine Diagnose Typ-1-Diabetes bereits zum vierten Mal. Zum Glück hinderte mich mein lästiger Begleiter auch in diesem Jahr nicht daran, meinen Alltag ganz gut zu wuppen und ein paar neue persönliche sportliche Bestleistungen aufzustellen.

Nachdem WordPress uns schon mit ein paar Statistiken zur Nutzung dieses noch recht neuen Blogs versorgt hat (ich bin ehrlich gesagt baff, dass unter meinen Leser Menschen aus 31 Nationen waren), möchte ich auch noch einen kleinen persönlichen Rückblick hinterherschieben. Weiterlesen