Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 8: Tempo, Tempo, kleine Schnecke!

Heute standen „nur“ zwei Trainingseinheiten auf unserem Plan: Frühsport mit Lauf-ABC am Strand, und dann am Vormittag Tempotraining – ebenfalls am Strand. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und nutzten die Gelegenheit, einmal den nächstgelegenen Ort Chiclana de la Frontera zu erkunden – lauffaul und per Bus.

So langsam habe ich mich an diese morgendlichen Sporteinheiten gewöhnt und finde sie auch ganz angenehm – zum Wachwerden, zum Morgensonnenstrahlensammeln und für das schöne Gefühl, schon so früh am Morgen aktiv gewesen zu sein. Heute hieß es für uns beim Frühsport nach einer Weile: Schuhe ausziehen, barfuß Laufen! Der feuchte Sand war zwar noch recht kalt, aber das Laufen mit nackten Füßen auf Sand fühlte sich gut an. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 6: Ruhetag mit Ausflug nach Jerez und Cádiz

Im Trainingsplan für die Laufreise war für heute „Ruhetag“ eingetragen. Christoph und ich nahmen das auch wirklich wörtlich und ließen das Laufen Laufen sein. Dafür mieteten wir ein Autochen, mit dem wir entspannt in der Gegend herumgurkten.

Wenn man jeden Tag drei feste sportliche Termine hat, dann fühlt sich so ein Ruhetag an wie Wochenende nach einer arbeitsamen Woche – einfach toll! Unsere Beine freuten sich, dass wir ihnen heute nur Herumflanieren abverlangten (angeblich hilft leichte körperliche Betätigung mit 60 Prozent der maximalen Herzfrequenz ja auch beim Erholen von Muskelkater?), und ein Pärchentag nur zu zweit, ohne die restliche Gruppe, war auch einmal eine sehr schöne Abwechslung. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 5: Mein erster Start in der Klasse Veteranas C, Femenino

Die Regeneration am gestrigen Nachmittag tat gut, sonst wäre ich heute beim 8-Kilometer-Volkslauf in dem kleinen Bergort Medina Sidonia sicherlich auf Platz 200 statt auf Platz 174 gelandet (von 175 Teilnehmern insgesamt…).

Unsere Trainerinnen hatten uns wirklich nicht zu viel versprochen, als sie schon beim Vortreffen versuchten, uns für die Teilnahme an einem spanischen Volkslauf zu begeistern. „Das ist eine ganz andere Stimmung als bei Läufen in Deutschland“, war eine der Werbebotschaften. Und: „Es ist eine tolle Sache, eine unbekannte Stadt im Ausland läuferisch zu erkunden.“ Nach dem heutigen Tag weiß ich: Sie hatten Recht! Was für ein cooles Erlebnis war das doch heute! Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 4: Muskelkater ahoi!

Die vielen verschiedenen Trainingsreize der vergangenen zwei Tage haben ihr Ziel nicht verfehlt: Ich spüre heute jede Muskelfaser meiner Beine. Und habe deshalb beschlossen, das nachmittägliche Lauftraining ausfallen zu lassen.

Ja, ich weiß, dass wir hier eine Laufreise und damit Aktivurlaub gebucht haben. Aber das Wort Urlaub ist trotzdem ein wesentlicher Bestandteil der Bezeichnung dessen, was wir hier tun. Und deshalb habe ich heute morgen einmal intensiv in mich hinein gelauscht, was ich nach dem frühmorgendlichen Lauftraining am Strand (der Blutzucker war übrigens wieder brav und hat sich von 116 mg/dl nüchtern nach dem Aufstehen bis 120 mg/dl nach den 45 Minuten Morgentraining ohne Sport-KE und ohne Extra-Insulin kaum gerührt) und den Kräftigungsübungen am Vormittag gern mit meinem Urlaubstag anfangen möchte. Weiterlesen


Ein Kommentar

Laufreise, Tag 3: Alter Schwede, straffes Pensum heute!

Heute morgen hätte mich mein Schweinehund beinahe ausgetrickst. Ich bin dann trotzdem heroisch zum Frühsport am Strand gegangen. Und habe am Mittag Kräftigungsübungen gemacht. Und bin mit dem Fahrrad etwa 9 Kilometer zum Leuchtturm von Conil gefahren, wo ich das Rad an eine Teamkollegin übergeben habe, um die selbe Strecke wieder zurück zu laufen.

Man hat ja so seine eingespielte Morgenroutine, die man nur schwer durchbrechen kann. Bei mir besteht sie aus: Zuckermessen, über das geplante Frühstück nachdenken, eine passende Dosis Insulin spritzen. Beinahe hätte ich mir also heute morgen vier Einheiten Insulin in den Bauch gejagt, obwohl doch wieder ein Nüchternlauf am Strand angesagt war. Mein Schweinehund war angesichts dieser großartigen Chance sofort zur Stelle und flüsterte mir ein: „Wenn du jetzt – so ganz versehentlich – Insulin spritzt, dann kannst du nicht zum Frühsport, weil du sofort frühstücken musst. Jetzt ist DIE Gelegenheit!“ Aber nix da. Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Also in letzter Sekunde den Insulinpen beiseite gelegt, rein in die Laufklamotten, raus an den Strand. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Laufreise, Tag 2: Nüchternlauf? Geht auf einmal doch!

Mein nagelneues Fitbit-Armband (Geburtstagsgeschenk! 🙂 )sagt, dass ich heute knapp 25.000 Schritte gegangen bin. Das finde ich für meinen ersten Trainingstag hier in Andalusien schon ganz beachtlich. Beachtlich (um nicht zu sagen TOLL) finde ich auch, wie mein Zucker heute bei dem straffen Programm mitgespielt hat.

Der Tag begann mit Frühsport am Strand. Gegen Sport am Strand ist ja überhaupt nicht einzuwenden, aber das Wörtchen „früh“ hatte mir im Vorfeld ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet. Zum einen, weil ich es eigentlich überhaupt nicht mag, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen, geschweige denn Sport zu treiben. Zum anderen, weil Nüchternläufe für mich bislang eine ziemlich knifflige Angelegenheit waren. Ihr wisst schon: Bei nüchternem Magen zapft der Körper schneller die Glykogenreserven in der Muskulatur und in der Leber an. Die freiwerdende Glukose braucht Insulin, doch davon habe ich – bis auf mein Basalinsulin – keines in der Blutbahn mehr. Der Zuckerspiegel steigt trotz Bewegung ins Unermessliche. Nicht gut. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Bald geht es los: Kofferpacken für meine Laufreise nach Andalusien

So langsam bekommt mein Schweinehund eine Ahnung davon, auf was ich mich da eingelassen habe. Doch ob er nun einverstanden ist oder nicht: Ich werde tatsächlich im März für eine 10-tägige Laufreise nach Andalusien fliegen, wo wir praktisch rund um die Uhr sportlich auf Trab gebracht werden.

Natürlich ist mal wieder mein Mann Schuld. Wie so oft, wenn es um meine sportlichen Ziele geht. Christoph hat ja bereits einige Marathons auf dem Buckel und trainiert auch in diesem Frühjahr wieder für den Hamburger Marathon. Und wie schon2015, bereitet er sich hierauf unter anderem mit einem Vorbereitungskurs beim Hamburger Laufladen „Laufwerk“ auf dieses sportliche Highlight vor. Das Laufwerk ist aber nicht nur ein Laden, in dem man Laufklamotten kaufen und Laufkurse buchen kann. Im vergangenen Jahr hatte er mitbekommen, dass etliche seiner Laufkurs-Mitstreiter im März für zehn Tage zu einer Laufreise nach Andalusien verschwanden, danach toptrainiert zurückkamen und den Marathon quasi mit links… naja, vielleicht nicht ganz, aber die Laufreise mit täglichem Frühsport plus Lauftrainings-Einheiten am Vormittag und noch einmal am Nachmittag war nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Weiterlesen


3 Kommentare

Mit dem Diabetes auf Wanderschaft im Saarland – einfach nur schöööööön!

Vor einer Weile ist im Focus Diabetes eine Geschichte von mir erschienen, in der ich über einen Wandertrip im Saarland berichtet habe – und darüber, wie es mir dabei mit meinem Zucker gegangen ist. Hier könnt ihr diesen Bericht noch einmal nachlesen – auch wenn ihr heute am 3. Advent vielleicht gerade andere Gedanken im Kopf habt als eigene Experimente in Sachen Wandern zu planen…

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“, soll Johann Wolfgang von Goethe einmal gesagt haben. Und als ich an einem sommerlichen Tag Ende Juni zusammen mit meinem Mann Christoph – und wie immer in Begleitung meines Typ-1-Diabetes – auf einem wunderschönen Wanderweg den saarländischen Litermont hinaufstapfe, weiß ich, dass Goethe mit seiner Äußerung Recht hatte. Ich spüre den federnden Waldboden unter den Füßen und atme seinen harzigen Duft ein. Ich höre die surrenden Insekten und die quakenden Frösche, fühle die moosbewachsenen Felsbrocken. Und ich genieße das befreiende Gefühl, ohne Zeitdruck in der Natur unterwegs zu sein. Weiterlesen


Ein Kommentar

Ostseelauf in Timmendorf: Knackig kalt, schön sonnig und Blutzucker auf Talfahrt

Am Abend vor dem Ostseelauf regnete und windete es in Timmendorf so ungemütlich, dass mein Mann und ich (auf einen Samstagabend!) uns schnell ins Hotelzimmer flüchteten und ungelogen schon um 21 Uhr im Bett lagen. Der Lauftag selbst entschädigte uns dafür mit tollster Frühlingssonne. Doch irgendwas ist ja immer: Weil mein Frühstück beim Laufstart noch nicht lang zurücklag und noch ein Bolus wirkte, musste ich auf der 10-km-Strecke permanent Traubenzucker einwerfen, um den Blutzucker stabil zu halten.

Es gibt ein Gedicht von Wilhelm Busch, das funktioniert bei mir als Universal-Trost:

Fortuna meint es gut mit uns,

doch will sie uns nie ganz beglücken.

Schenkt sie uns einen Sommertag,

so schenkt sie uns auch Mücken.

Weiterlesen


2 Kommentare

Ein Haufen Blogger, ein Wochenende im Schloss und ein etwas verstaubter Pharmakonzern

Die Firma Roche Diagnostics, bei Diabetikern vor allem durch ihre Marke Accu-Chek und eine kaum zu leugnende Schwerfälligkeit bei Innovationen bekannt, will sich künftig aktiver in den sozialen Medien engagieren. Dafür hat sie zu ihrem traditionellen Roche-Mediendialog dieses Jahr erstmals auch einen ganzen Haufen Diabetes-Blogger eingeladen. Und das hat Spaß gemacht.

Ich kenne die Firma Roche Diagnostics schon recht lange und inzwischen aus einigen verschiedenen Perspektiven. So habe ich etliche Jahre lang im Auftrag einer PR-Agentur Fachpressetexte für die Diabetes-Sparte des Konzerns geschrieben – und zwar lange bevor ich selbst an Typ-1-Diabetes erkrankt war. Mit meiner Diagnose gewann meine Beziehung zu Roche und seiner Diabetes-Marke Accu-Chek eine neue Facette: Ich wurde auch zur Kundin, denn bei meinem ersten Besuch in einer diabetologischen Praxis entschied ich mich intuitiv für das seinerzeit nagelneue Blutzuckermessgerät Accu-Chek Mobile. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich erst wenige Tage zuvor einen Fachpressetext zur Markteinführung des Geräts geschrieben hatte und daher eine recht gute Vorstellung davon hatte, wie das Ding funktioniert. Ich habe diese Produktentscheidung übrigens später auch nicht bereut, nachdem ich diverse andere Blutzuckermessgeräte getestet hatte. Erst das Freestyle Libre ist für mich mehr als ein bedeutungsloser Seitensprung, denn seit ich dieses System nutze, kommt mein Accu-Chek Mobile nur noch etwa zwei- bis dreimal am Tag zum Einsatz. Weiterlesen