Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Inolin sprizen oder sterben: Wie mein Neffe und meine Nichte Diabetes spielten

Bei meiner gestrigen Aufzählung der doofen und lustigen Begebenheiten fehlte doch glatt die herzallerliebste Geschichte von meinem Neffen und meiner Nichte, die sich im Rollen spiel mit dem Thema Diabetes und Insulin auseinandersetzten. Sie wird hiermit nachgeliefert!

Mein Neffe und meine Nichte waren 7 und 9 Jahre als, als sie in den Herbstferien einmal eine Woche bei mir und meinem Mann verbrachten. Sie hatten zuvor natürlich bei Familientreffen schon mitbekommen, dass ich Diabetes habe und immer ein paar Extradinge tun muss, die sonst nicht jeder erledigen muss. Doch wir hatten noch nie eine Woche Alltag miteinander geteilt, so dass sie sich in der Ferienwoche bei ihrer Tante erstmals ein bisschen näher mit dem Thema auseinandersetzten. Weiterlesen


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Von Top bis Flop: Die coolsten und die dümmsten Sprüche zu meinem Diabetes

Manchmal kann einen das Umfeld mit seinen Sprüchen ganz schön in Erstaunen versetzen, wenn es um den Diabetes geht. Ich habe einmal ein paar besonders krasse Beispiele für diesen „Wow-Effekt“ zusammengetragen – doch ich bin sicher, ihr habt auch eine Menge davon auf Lager!

Man sieht mir nicht unbedingt an, dass ich Diabetes habe – wie auch, denn eine Bauchspeicheldrüse, die ihren Geist aufgegeben hat, steht einem schließlich nicht ins Gesicht geschrieben. Und so reagieren Menschen manchmal überrascht, gelegentlich sogar sehr ungewöhnlich oder lustig, wenn sie von meiner Erkrankung und meinem Umgang damit erfahren. Ich will euch nun gar nicht mit den üblichen Sprüchen wie „Mein Schwager hat seinen Diabetes ja mit ganz viel Sport wieder wegbekommen“ oder „Tut das nicht weh, sich selbst zu spritzen?“ langweilen, die jeder von euch sicherlich schon mehr als nur einmal in verschiedenen Varianten gehört hat. Sondern euch meine ganz persönlichen positiven wie negativen Highlights präsentieren. Weiterlesen


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Alltagsmathematik: Ferrero will es einfach nicht verstehen…

Kürzlich habe ich eine Packung Mon chéri geschenkt bekommen. Mit Mon chéri verbindet mich eine besondere Kindheitserinnerung. Denn als ich ungefähr elf Jahre alt war, nahm mich irgendwann eine Freundin beiseite, mit der ich gemeinsam im Flötenkreis spielte: „Komm Antje, wir kaufen uns nach dem Flöten ein Mon chéri!“, sagte sie mit verschwörerischer Miene.

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Ein Stück Mon chéri kostete seinerzeit im Jedermann-Markt 35 Pfennig an der Kasse

Im Jedermann-Markt in Lemgo-Brake – vermutlich ist das heute ein Edeka-Markt – konnte man an der Kasse Mon chéri einzeln kaufen, für 35 Pfennig das Stück. Und auch Elfjährige wurden nicht nach dem Alter gefragt, obwohl Mon chéri doch einen ganz ordentlichen Schluck Alkohol enthält. Ich bin also recht früh auf den Geschmack der Piemont-Kirsche gekommen. Es wurde unser gemeinsames heimliches Ritual: Jeden Montag nach dem Flötenkreis ein Mon chéri beim Jedermann-Markt. „Mon chéri, nicht irgendwas zum Naschen – wer kann da schon Nein sagen?“ war seinerzeit die Botschaft der Marke im Werbefernsehen. Weiterlesen


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Versehentlich nüchtern gestartet: Blutzucker-Chaos bei zwei Läufen

Woran liegt es, wenn bei einem 10-Kilometer-Lauf trotz eines perfekten Blutzuckerwertes beim Start der Blutzucker ab der Hälfte der Strecke steil ansteigt? Darüber durfte ich auch beim Itzehoer Störlauf grübeln – und habe tatsächlich eine Theorie entwickelt.

Vor einer Weile hatte ich euch ja über mein Blutzucker-Chaos bei der IDAA-Staffel beim Hamburger Marathon berichtet , bei dem ich eine Etappe von 9,2 Kilometern bestritten habe. Unmittelbar nach dem Lauf hatte ich darüber nachgedacht, warum wohl mein Blutzucker nach ein paar Kilometern so steil auf über 200 mg/dl anstieg und beinahe bis zum Ende des Laufes nicht wieder absinken wollte. Ich hatte es auf das für meine Verhältnisse sehr hohe Tempo zurückgeführt, das mich vermutlich über die anaerobe Schwelle (hallo Adrenalin?) getragen und dadurch meinen Blutzucker hat ansteigen lassen. Weiterlesen


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Heiraten mit Diabetes: Traumkleid, Traumtag, Traumzucker!

Himmel, wie die Zeit vergeht! Heute, am 30. April ist es bereits vier Jahre her, dass mein Mann Christoph und ich einander an einem wunderschönen Sonnentag das Jawort gegeben haben. Für die Vorbereitungen hatten wir nur gut zwei Monate Zeit, in denen auch das perfekte – und diabetestaugliche – Brautkleid gefunden werden musste.

Mein Mann Christoph und ich sind entschlussfreudige Menschen. Als wir Ende Januar 2011 beschlossen zu heiraten, wollten wir Nägel mit Köpfen machen und entschieden uns für den 30. April als Hochzeitsdatum, weil uns der Gedanke gefiel, nach dem Jawort in den Mai zu tanzen und dass alle Jahre wieder unser Hochzeitstag in einen Feiertag mündet. Viele sachkundige Menschen behaupten ja, eine ordentliche Hochzeit erfordere mindestens ein halbes Jahr Vorbereitung. Ich sage: Das ist bei gutem Willen auch in zwei Monaten zu schaffen. Dabei entpuppte sich der Kauf eines Brautkleides als der größte Zeitfresser. Weiterlesen


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Tiefgründiges zu Ostern: Was wäre, wenn der Osterhase Diabetes hätte?

Na, da haben uns die Jungs und Mädels von der Diabetes-Blog-Woche aber ein lustiges Aufsatzthema gestellt! Wenn der Osterhase Diabetes hätte, würde er bei dem ganzen Hin- und Hergehoppel vermutlich ständig unterzuckern und die vielen Schokoladeneier lieber selbst essen als sie uns zu bringen. Doch halt, was sagt die Wissenschaft? Haben Hasen eigentlich auch Diabetes?

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Um die gestellte Frage zu beantworten, müssen wir aber erst einmal die Begrifflichkeiten klären. Denn aus meiner Zeit als Kaninchenbesitzerin (2002 bis 2005) weiß ich: Wer Hase sagt, meint eigentlich meist Kaninchen. Dabei sind Hasen und Kaninchen eigentlich nur entfernte Verwandte, wie man hier sehr schön nachlesen kann: „Hasen und Kaninchen werden ja häufig in einen Topf geworfen.“ Tatsächlich? Das erklärt vermutlich, warum ich bei meiner Google-Recherche nach den Stichworten „Hase+Diabetes“ enorm viele Treffer aus der Kategorie Kochrezepte hatte. Weiterlesen


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Mein Diabetes wird fünf Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt.

Heute ist der fünfte Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Beim letzten Blutspendetermin hatte man außer der Reihe, als kleinen Service für die Blutspender, den Blutzuckerwert bestimmt. Ich bekam Post, weil mein Wert irgendwo bei 380 mg/dl lag. Ich wusste aus meiner Arbeit als Medizinjournalistin, dass das ein absurd hoher Wert war. Doch ich tippte auf einen Messfehler, weil ich keines der typischen Diabetes-Symptome wie übermäßigen Durst und ständiges Wasserlassen hatte. Ich hatte zwar seit Weihnachten zwei Kilo abgenommen, doch dieser Gewichtsverlust war hart erkämpft gewesen und ganz sicher nicht Folge einer gestörten Glukoseverwertung. Weiterlesen


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Bitte einmal alles ganz schnell umkrempeln: Neuer Faktor, neue Basaldosis gefällig?

Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Blutzucker meist relativ brav und vorhersehbar benimmt. Die Betonung liegt auf MEIST. Denn in den vergangenen Wochen habe ich recht intensiv daran basteln müssen, die Dosis für mein Basalinsulin und meinen morgendlichen KE-Faktor wieder in den Griff zu bekommen.

Mein Diabetes mag keine schleichenden Veränderungen. Wenn er sich überlegt, dass er künftig mehr Basalinsulin braucht, dann entscheidet er das sehr plötzlich. Das gleiche gilt für KE-Faktoren: Gestern reichten 0,5 Insulineinheiten (IE) pro Kohlenhydrateinheiten (KE)? Macht nix, ab heute sollen es bitteschön 1,2 sein. Zum Glück passiert das nicht oft, sodass ich überwiegend gut klarkomme und nur selten mit größeren Blutzuckerschwankungen zu kämpfen habe. Doch in letzter Zeit war ein bisschen der Wurm drin. Es fing damit an, dass gegen Ende November 2014 mein morgendlicher Insulinbedarf für das Frühstück schlagartig von 0,5 IE/KE auf 1,0 IE/KE anstieg. Es kostete mich ein wenig Überwindung, mir auf einmal die doppelte Menge Insulin für eine Mahlzeit zu spritzen, doch die Blutzuckerwerte sprachen für sich: Das ist offenbar mein neuer Bedarf. Weiterlesen


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Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf – sportlich, sportlich bis zum Jahresende

Bei diesem Lauf konnte man einfach nicht übersehen, dass der Hauptsponsor und Namensgeber ein großer Baustoffhersteller ist: Die Laufstrecke führte uns 8 oder 14 Kilometer um mehrere Kreidegruben herum.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele große und kleine Volksläufe in unserer Umgebung veranstaltet werden. Auf den traditionellen Holcim-Silvesterlauf in Lägerdorf (in der Nähe von Itzehoe) sind mein Mann und ich erst über den Lauftreff Raa-Besenbek aufmerksam geworden. Bei Distanzen von 2,5, 4,5, 8 und 14 Kilometern ohne Zeitnahme ist für jeden Läufer eine passende Distanz dabei, um das Jahr sportlich ausklingen zu lassen und nicht erst am verkaterten Neujahrstag mit den guten Vorsätzen zu starten. Weiterlesen


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Mit Diabetes durch das Jahr: Mein persönlicher Rückblick auf 2014

Im ausklingenden Jahr jährte sich meine Diagnose Typ-1-Diabetes bereits zum vierten Mal. Zum Glück hinderte mich mein lästiger Begleiter auch in diesem Jahr nicht daran, meinen Alltag ganz gut zu wuppen und ein paar neue persönliche sportliche Bestleistungen aufzustellen.

Nachdem WordPress uns schon mit ein paar Statistiken zur Nutzung dieses noch recht neuen Blogs versorgt hat (ich bin ehrlich gesagt baff, dass unter meinen Leser Menschen aus 31 Nationen waren), möchte ich auch noch einen kleinen persönlichen Rückblick hinterherschieben. Weiterlesen