Der Totalausfall eines Organs kann dem Vertrauen in den eigenen Körper einen ganz schönen Knacks verpassen. Mir ist es gelungen, dieses Vertrauen durch Sport wiederherzustellen.
Vielleicht erinnert ihr euch, ich war als Kind ein ziemlicher Bewegungsmuffel. Ich mochte lieber lesen und zeichnen als draußen zu toben oder Sport zu treiben. Und auch als Erwachsene empfand mich weiterhin nicht als besonders sportlich, auch als ich mich aus purer Vernunft in einem Fitnessstudio angemeldet hatte und dort regelmäßig Gewichte stemmte oder im Schwimmbad meine Bahnen zog. Weiterlesen →
Den Anfang machten die DAK und die Techniker Krankenkasse, doch inzwischen erstatten auch viele Betriebskassen ihren Versicherten die Kosten für das Freestyle Libre Glukosemesssystem.
Seit der Pharmariese Abbott Mitte Oktober 2014 sein neues Glukose-Messsystem „Freestyle Libre“ auf den Markt gebracht hat, ist in der Diabetes-Community eine regelrechte Massenhysterie ausgebrochen, die auch ein Jahr später noch nicht abgeklungen ist. Lange Zeit kam Abbott mit der Produktion nicht hinterher und belieferte nur Bestandskunden. Doch inzwischen wurden die Produktionskapazitäten ausgebaut. Just in den vergangenen Tagen haben Neukunden, die bislang nur auf der Warteliste stehen, die Nachricht erhalten, dass sie in Kürze ebenfalls bestellen können. Ab Februar 2016 sollen endgültig alle interessierten Neukunden ohne Wartefristen bestellen können. Weiterlesen →
Ein leckerer heißer Pudding kann ein toller Seelentröster sein, vor allem wenn man in trübes Novemberwetter hinausstarrt. Ich greife da allerdings nicht zu einem Papiertütchen voller Maisstärke, sondern zu Mandelmehl, Mandelmilch und Tagatesse.
Das Prinzip Pudding ist ja total einfach: Man nehme ein rasch quellendes Mehl, etwas Süße, rühre das ganze in Milch ein und verquirle den dickflüssigen Brei in kochender Milch. Dann ein Weilchen aufkochen und quellen lassen, fertig. Ich habe mir allerdings eine Low Carb Variante des konventionellen Tütchen-Puddings ausgedacht, damit mein Blutzucker auch nach einem süßen Dessert in Balance bleibt. Wer Wert drauf legt, sich gänzlich pflanzlich zu ernähren, kommt auf meinem Blog heute ausnahmsweise auch einmal auf seine Kosten: Mein Mandelpudding ist sogar vegan. Weiterlesen →
Asche auf mein Haupt, ich habe die Kategorie Rezepte in letzter Zeit sträflich vernachlässigt! Das soll nun wieder anders werden. Daher habe ich heute endlich einmal wieder ein paar Fotos gemacht und die Zutaten ordentlich aufgeschrieben, als ich mir zu Mittag ein schnelles Low-Carb-Gericht aus Chicorée gezaubert habe.
Die kalte und dunkle Jahreszeit hat begonnen, also ist wieder Chicorée-Zeit. Wenn ich mir das gesunde Gemüse kaufe (es enthält Vitamin A, B und C sowie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium und den löslichen Ballaststoff Inulin – nicht zu verwechseln bitte mit dem Insulin, das ich mir für andere Mahlzeiten spritzen muss), dann mixe ich die leicht bitter schmeckenden Blätter entweder unter den Salat, wo sie ihm eine nette herbe Note verleihen. Oder ich dünste sie kurz an und überbacke sie mit Käse. Weiterlesen →
Es ist nun exakt ein Jahr her, dass ich hier auf diesem Blog meinen ersten Beitrag veröffentlicht habe. Das muss gefeiert werden – und zwar mit einer Verlosung für euch, liebe Leser!
Als ich am 12. November 2014 dieses Blog freischaltete, hatte ich noch keine Ahnung, wie viel Freude es mir bereiten würde, auf diesem Wege regelmäßig andere Menschen an meinem Leben mit Diabetes teilhaben zu lassen. Ich hatte auch keine Ahnung, wie viele Menschen dies sein würden. Nun, zwölf Monate später, sind tatsächlich schon beinahe 100 Blogbeiträge online. 443 Menschen folgen diesem Blog über die verschiedenen Kanäle. Wow, das ist wirklich kaum zu glauben! Dafür bin ich sehr dankbar, denn ich bin mir relativ sicher, dass das Bloggen ohne Leser deutlich weniger Spaß machen würde. Weiterlesen →
Low Carb hat derzeit Konjunktur. Gute Gründe für Essen mit weniger Kohlenhydraten gibt es genug – doch vielen Menschen fällt die Umstellung erst einmal schwer. Dabei kann man mit ein paar einfachen Tricks ganz leicht „normale“ Gerichte abwandeln und daraus Low Carb-Varianten machen.
Wer sich mit weniger Kohlenhydraten ernähren möchte, muss nicht unbedingt all seine Lieblingsrezepte über Bord werfen. Wir wissen ja alle: Wenn wir auf das verzichten sollen, was uns besonders gut schmeckt, dann halten wir keine Ernährungsumstellung oder Diät lange durch. Es muss ja nicht gleich ein kompletter Verzicht auf Kohlenhydrate sein. Viele Gerichte lassen sich mit ein paar Tricks kohlenhydratärmer gestalten und lassen den Blutzucker deshalb längst nicht so stark ansteigen wie die klassischen Varianten. Ich persönlich bin in meiner Ernährung wenig dogmatisch, sondern esse gern alles, was mir schmeckt. Aber ich versuche, die Menge der Kohlenhydrate im Rahmen zu halten, weil das meinen Blutwerten und meinem Glukoseprofil sehr gut bekommt. Hier also ein paar Tricks, die sich in meiner Küche bewährt haben. Weiterlesen →
Auch als nur mäßig ambitionierte Freizeitsportlerin mit Diabetes bin ich in der International Diabetes Athletes Association (IDAA) gut aufgehoben bin. Von meiner Sorte gibt es in diesem Verein sogar noch einige mehr – und auch die „IDAA-Topathleten“ sind gar nicht so ehrfurchteinflößend wie zuerst gedacht, sondern einfach nette und lustige Diabetiker, wie ich bei der IDAA-Jahresmitgliederversammlung im Harz feststellen durfte.
Seit gut einem Jahr bin ich Mitglied in der IDAA, der International Diabetes Athletes Association. Ich hatte lange mit dem Beitritt gezögert, weil mit ein paar Besuche auf der Website des Vereins den Eindruck vermittelt hatten, dass sich dort in erster Linie wahnsinnig ambitionierte Topathleten tummeln, für die 10-Kilometer-Läufe und Volkstriathlons unter ihrer Würde sind. Denn auf der IDAA-Page findet man viele Erfahrungsberichte von Sport-Events wie der Challenge Roth (wohl der berühmteste Iron Man Triathlon Deutschlands), von 24- oder 72-Stunden-Läufen und diversen Radrennen mit Distanzen gefühlt nie unter 150 Kilometer. Weiterlesen →
Gestern habe ich nach langer Zeit wieder einmal „A beautiful mind“ angeschaut, den oscarpreisgekrönten Kinofilm über den Mathematiker John Nash aus dem Jahre 2001. Früher war ich darüber nicht gestolpert, doch dieses Mal stutzte ich angesichts der gruseligen Szenen einer „Insulinschocktherapie“ bei Schizophrenie.
Der Film „A beautiful mind“ handelt von dem brillanten Mathematiker John Nash (1928 bis 2015), der besonders in den Bereichen Spieltheorie und Differentialgeometrie sowie auf dem Gebiet der partiellen Differentialgleichungen arbeitete (was auch immer das ganz genau sein mag). Nash kommt einem – typisches Wunderkind eben – ziemlich schrullig vor, bis sich herausstellt, dass er an Schizophrenie erkrankt ist und paranoide Wahnvorstellungen hat. Er glaubt, vom Geheimdienst mit der Dechiffrierung sowjetischer Militärinformationen beauftragt zu sein und driftet immer weiter ab in eine Welt aus Verschwörungen, geheimen Bombenverstecken und Verfolgungsjagden. Er analysiert vermeintliche implementierte Codes aus Zeitungen und Zeitschriften und tapeziert sein ganzes Büro mit Papierausrissen und Querverweisen. Ich habe den Film seinerzeit im Kino gesehen und war schwer beeindruckt von diesem Zusammenspiel von Genie und Wahnsinn. Weiterlesen →
Lisa hat mit ihrem heutigen Blogpost ein paar Tabus angesprochen, über die Diabetiker nicht sprechen, die sie aber wider besseres Wissen trotzdem tun.
Es geht um das konsequente Händewaschen vor dem Blutzuckermessen, das regelmäßige Wechseln der Lanzetten und Pen-Nadeln und das Desinfizieren der Haut vor dem Katheterwechsel. Okay, letzteres ist für mich kein relevantes Thema, da ich keine Pumpe trage. Doch die anderen Punkte kenne ich nur zu gut, da weicht mein Verhalten auch ab und an von dem ab, was ich in meiner Schulung gelernt habe. Machen wir also einmal den ganz ehrlichen Check: Wie mustergültig ist mein Diabetesmanagement? Weiterlesen →
„Du hast doch gar nicht genug trainiert. Die fahren alle immer so gefährlich dicht auf. Das Rennen startet schon um 7 Uhr, was wird dein Blutzucker nur dazu sagen?“ Schon verstanden, lieber Schweinehund, du bist in Wahrheit mein Schutzengel!
Liebe Leserinnen und Leser, ich schulde euch noch ein Geständnis. Ich hatte an dieser Stelle ja mehrfach großspurig angekündigt, in diesem Jahr an den Cyclassics teilzunehmen. Und ups, irgendwie war hier noch gar nichts von einem tollen Rennen, Glukosemanagement auf dem Rennrad und Euphorie im Ziel trotz Zieleinfahrt kurz vor dem Besenwagen zu lesen. Nun, das hat einen Grund… Weiterlesen →