Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Es gibt so Tage… da klappt es einfach nicht mit dem Sport

In dieser Woche ist sportlich irgendwie der Wurm drin. Okay, am Montag war ich anderthalb Stunden mit dem Rennrad unterwegs. Aber seither kommt immer etwas dazwischen – und die Sache wird nicht leichter, wenn man dabei auch immer den Blutzucker im Auge behalten muss!

Die Triathlon-Saison hat begonnen. Das ist die Zeit im Jahr, in der beim Nachhausekommen oft kleine Haftnotizen an der Tür kleben, mit denen mein Mann Christoph und ich uns gegenseitig darüber informieren, dass wir gerade beim Laufen/Schwimmen/Radfahren sind. Keine Sorge, wir kommunizieren nicht nur über solche Zettel, aber an manchen Tagen sammeln sich da durchaus ein paar Zettelbotschaften an. Auch wenn ich immer „nur“ in der Sprintdistanz starte (500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen), bereite ich mich doch halbwegs gewissenhaft auf dieses sportliche Ereignis vor. Weiterlesen


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Ja, ich darf das essen. Aber ist es auch wirklich schlau?

Mit diesem Beitrag werde ich mich vielleicht bei dem einen oder anderen Typ-1-Diabetiker unbeliebt machen. Es geht darum, was wir essen „dürfen“ und was nicht.

Ich weiß, dass vielen von uns reflexartig die Hutschnur hochgeht, wenn sie die beiden Wörter „Essen“ und „dürfen“ auch nur zusammen in einem Satz sehen. Weil solche Sätze häufig von Menschen kommen, die keine Ahnung von Typ-1-Diabetes haben, unsere Form der Stoffwechselstörung munter mit Typ-2-Diabetes in einen Topf werfen und ihr geballtes Halbwissen dann gern mit erhobenem Zeigefinger kundtun: „Das darfst du aber gar nicht essen, da ist doch Zucker drin!“ Weiterlesen


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Mein Diabetes wird sechs Jahre alt: Erinnerungen an einen komischen Tag

Es gab in meinem Leben bislang zwei Tage, an denen mir schlagartig klar wurde, dass ab jetzt nichts mehr so sein würde wie zuvor. Zum einen den Tag, an dem ich erfuhr, dass ich schwanger war. Und zum anderen den Tag, an dem ich die Diagnose Typ-1-Diabetes erhielt. Letzteres ist heute sechs Jahre her – und ich kann meinem Beitrag zum 5. Geburtstag vom Vorjahr eigentlich nichts hinzufügen. Deshalb veröffentliche ich ihn heute noch einmal.

Heute ist der sechste Jahrestag meiner Diabetes-Diagnose. Der 30. März 2010 hat sich in meine Erinnerung eingebrannt wir kaum ein anderer Tag, und deshalb möchte ich heute einmal zurückblicken. Ich war gerade 40 Jahre alt geworden und hatte diesen runden Geburtstag mit ein bisschen Verspätung auch groß gefeiert. Mich plagte neben einer ganz leichten Midlife-Crisis nur ein hartnäckiger Husten, dem mit den üblichen Hausmitteln einfach nicht beizukommen war. Am Montag nach der Feier ging ich also zu meinem Hausarzt, um meine Lunge abhören und mir etwas Stärkeres gegen meinen Husten verschreiben zu lassen. Bei der Gelegenheit wollte ich ihm auch den komischen Computerbrief vom Roten Kreuz zeigen, der nach dem Blutspendetermin ins Haus geflattert war. Weiterlesen


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Warum mich das neue CGM-System Eversense nicht neugierig macht

Ein Implantat, das kontinuierlich den Gewebezucker misst und die Daten an das Smartphone sendet, ist zwar prinzipiell eine tolle Idee. Aber das System „Eversense“, das die Firma Senseonics aktuell in der Pipeline hat, hat für meinen Geschmack noch ein paar gravierende Macken.

Vor einer Weile wurde beim Roche Mediendialog das neue CGM-System „Eversense“ vorgestellt. Eigentlich lasse ich mir die Medien- und Blogger-Events von Roche Diagnostics nur ungern entgehen, doch in diesem Jahr war ich zum Zeitpunkt des Events zur Laufreise in Andalusien und konnte nicht teilnehmen. Schade eigentlich, denn in diesem Jahr stellte Roche etwas ganz Neues vor: den implantierbaren Glukosesensor Eversense mit dem dazugehörigen Transmitter und der Smartphone-App. Das System stammt zwar nicht aus dem Hause Roche selbst, doch das Unternehmen ist finanziell an der Firma Senseonics beteiligt und wollte das Blogger-Event offenbar dazu nutzen, das neue CGM-System der überwiegend sehr technikbegeisterten Blogger-Community vorzustellen. Weiterlesen


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Laufreise, Tag 7: Kräftigung und ein langsamer Lauf am Strand

Nach dem gestrigen Vormittagsregen ziehen hier die Temperaturen noch ein wenig an. Bis zum Ende unserer Reise dürfen wir uns wohl jeden Tag über 17-19 Grad Wärme freuen. Für Krafttraining in der Mittagssonne fast ein wenig zu warm, für einen langsamen Dauerlauf am Strand ideal.

Allerdings begann der Tag für mich nicht unbedingt perfekt. Ich hatte mich in der Nacht gefühlte Ewigkeiten schlaflos umhergewälzt. Gestern hatte ich nämlich den Fehler begangen, doch einmal kurz ein paar Job-Mails zu lesen und dabei gleich eine Ahnung davon bekommen, mit welchen Baustellen ich mich ab Montag wieder herumärgern darf. Und so lag ich also in der Nacht wach, dachte über dieses und jenes nach, das eigentlich erst ab Montag wieder Platz in meinem Kopf einnehmen dürfte. Aber wie Gedanken nun einmal so sind, lassen sie sich nicht immer brav in die vorgesehenen Kanäle oder Zeitfenster leiten, sondern wollen auch um 2 Uhr oder 4 Uhr nachts gründlich durchdacht werden… 😦 Weiterlesen


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Laufreise, Tag 1: Packen, Fliegen, Feiern, Ankommen…

Heute ist Tag 1 unserer Laufreise in Andalusien, von der ich jeden Tag ein klein wenig hier berichten möchte. Gelaufen sind wir heute noch nicht, dafür früh am Hamburger Flughafen gewesen, über Mallorca nach Jerez de la Frontera geflogen und am späten Nachmittag im Hotel angekommen.

In den vergangenen Tagen lief die WhatsApp-Gruppe der Reiseteilnehmer sich schon ziemlich heiß. Da gibt es einen Rennradverleih am Hotel. Mit welchem Klicksystem? Wer hat Lust auf Beachvolleyball? Ich persönlich denke ja, dass wir auch mit unseren diversen täglichen Laufeinheiten genug in Bewegung sein werden. Und in den trainingsfreien Zeiten könnte ich mir vorstellen, mal einen Strandspaziergang zu machen oder in den Dünen mit einem guten Buch zu faulenzen. Weiterlesen


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Kostenerstattung beim Freestyle Libre: Alles reine Verhandlungssache!

Da dachte ich über eine geraume Zeit, dass ich die Spielregeln der gesetzlichen Krankenkassen, nach denen sie die Kosten bestimmter Hilfsmittel wie des Freestyle Libre erstatten oder eben auch nicht, verstanden habe. Seit heute weiß ich: In diesem Business geht es zu wie auf einem orientalischen Basar.

Wer sich in letzter Zeit in den verschiedenen Facebook-Gruppen zum Freestyle Libre herumgetrieben hat, der kapiert so langsam gar nicht mehr, nach welchen Kriterien einzelne Krankenkassen die Kosten für das Freestyle Libre erstatten oder eben nicht. Die Techniker Krankenkasse (TK), bei der auch ich versichert bin, war ja Anfang 2015 vorgeprescht und hatte allen Versicherten mit Typ-1-Diabetes (sofern sie denn als Bestandskunden bei Abbott registriert waren und dieses tolle Angebot auch nutzen konnten) die Erstattung eines Großteils der Kosten angeboten. Weiterlesen


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Wölkchen-Pizza: Mein neuestes Low-Carb-Experiment

Vor einer Weile habe ich irgendwo in den Weiten von Facebook einen Hinweis auf ein Rezept für „Cloud Bread“ gefunden. Es soll toll schmecken und sich auch als Pizzaboden eignen. Und das alles bei pi mal Daumen null Kohlenhydraten.

Klingt verlockend, nicht wahr? Allerdings hätte mich der Begriff „Cloud Bread“ vielleicht ein wenig stutzig machen sollen. Denn nun, nachdem ich die Wölkchen-Pizza zum Abendessen verputzt habe, verrate ich schon einmal soviel: Kross und knusprig ist was anderes. Was nicht heißt, dass der fluffige Teig meiner Wölkchen-Pizza nicht irgendwie auch lecker war. Ob ich das Rezept noch einmal, wie auf der verlinkten Seite* angegeben, auch als „himmlisches Brötchen“ einsetze, weiß ich noch nicht. Weiterlesen


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Alltagsmathematik: Kleine Vollkornscheiben, große Rechnung

Es wird uns Diabetikern im Alltag nicht immer leicht gemacht. Gestern hatten wir zum Beispiel Gäste zum Brunch und tischten unter anderem kleine Vollkornhappen mit Frischkäse und Lachs auf. Bis ich wusste, wie viele Gramm Kohlenhydrate eine dieser Minischeiben Vollkornbrot enthält, musste ich ein ganzes Weilchen rechnen.

Kennt ihr diese kleinen Pumpernickelhäppchen, kreisrund mit einem Durchmesser von etwa vier Zentimetern? Perfekt für kleine Brunch-Häppchen, fanden Christoph und ich, als wir gestern ein paar Leckereien für ein Brunch mit Gästen vorbereiteten. Für mich ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viele Gramm Kohlenhydrate in einem dieser Häppchen enthalten sind. Ein Blick auf die Nährwerttabelle auf der Packung zeigte mir: Es wird mal wieder kompliziert. Weiterlesen


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Wie man auch ohne Pumpe einen verzögerten Bolus spritzen kann

Insulinpumpenträger wissen ihn meist sehr zu schätzen: den verzögerten oder gesplitteten Bolus, mit dem sie Mahlzeiten abdecken können, deren Kohlenhydrate zum Teil erst etwas später im Blut ankommen und den Glukosespiegel beeinflussen. Man kann einen verzögerten oder gesplitteten Bolus aber durchaus auch mit ganz normalen Insulinpens simulieren.

Eines vorweg: Ich weiß um die vielen Vorteile, die eine Pumpentherapie im Alltag haben kann. Von wegen besseres Feintuning, mehr Flexibilität mit verschiedenen Basalraten, diskrete Bolusgabe in der Öffentlichkeit etc. Mich persönlich reizt eine Insulinpumpe derzeit trotzdem nicht. Ich habe mich mit meinem Freestyle Libre Sensor angefreundet und empfinde ihn nicht als störend, doch ein weiteres (und doch noch um einiges größeres) Gerät am Körper zu tragen, schreckt mich bislang doch sehr ab. Ich bin zufrieden, wenn ich nach dem Insulinspritzen meine Pens in meinem Täschchen verstauen kann und meinen Körper danach wieder für mich habe – ohne dass ich an einen Katheter mit seinem Schlauch (in dem ich mich bestimmt permanent verheddern würde) und den besten Aufbewahrungsort für die dazugehörige Pumpe denken muss. Weiterlesen