Mit diesem Beitrag werde ich mich vielleicht bei dem einen oder anderen Typ-1-Diabetiker unbeliebt machen. Es geht darum, was wir essen „dürfen“ und was nicht.
Ich weiß, dass vielen von uns reflexartig die Hutschnur hochgeht, wenn sie die beiden Wörter „Essen“ und „dürfen“ auch nur zusammen in einem Satz sehen. Weil solche Sätze häufig von Menschen kommen, die keine Ahnung von Typ-1-Diabetes haben, unsere Form der Stoffwechselstörung munter mit Typ-2-Diabetes in einen Topf werfen und ihr geballtes Halbwissen dann gern mit erhobenem Zeigefinger kundtun: „Das darfst du aber gar nicht essen, da ist doch Zucker drin!“ Weiterlesen →
Ich liiiiiiieeeeeeebe Zuchini. In allen Formen, in allen Varianten, in allen Lebenslagen. Neulich gab es in der Gemüseabteilung Kugel-Zuchini – und die eignen sich hervorragend zum Aushöhlen und Füllen mit Hackfleisch. Im Ofen auf Tomatensauce gegart ergibt das eine tolle Low Carb- bzw. LOGI-Mahlzeit.
Einmal falsch bewegt beim Hütchen-Hüpfen, und schwups war’s das für heute. Der Rücken ziept und braucht Wärme. Die Laufschuhe dürfen heute auslüften, und ich schreibe mal über meine Ernährung und Insulinanpassung während dieses Urlaubs.
Mein Rücken ist normalerweise nicht anfällig für die typischen Zipperlein, die Büromenschen gern plagen. Aber irgendwann ist halt immer auch ein erstes Mal. Und so kam es, dass ich heute morgen beim Frühsport am Strand beim Hütchen-Hüpfen ungünstig (vermutlich im Hohlkreuz, dazu neige ich leider ein bisschen) wieder auf dem Boden landete und auf einmal einen fiesen Schmerz im unteren Rücken – Iliosakralgelenklendenwirbelsäuleirgendwosodiesegegend – spürte, der mich seither treu begleitet. Weiterlesen →
Mein heutiger Bericht beginnt mit einem Geständnis: So langsam freue ich mich auf zu Hause. Darauf, auch mal wieder etwas anderes zu machen als zu laufen oder über das Laufen zu reden und zu denken.
Mein Körper ist müde. Es ist so eine Art Müdigkeit, die von den Füßen die Beine hoch durch den ganzen Körper bis hoch in den Kopf wandert und sich auch dort breitmacht. Ich habe in den vergangenen Tagen für meine Verhältnisse sehr viel trainiert. Wäre ich zum Beispiel vergangenen Juni zu dieser Laufreise gestartet, hätten mich die vielen Laufeinheiten mitten in meiner Triathlon-Vorbereitung getroffen und ich hätte sie deutlich lockerer weggesteckt. Aber nach einem eher trainingsarmen Winter, etlichen sehr arbeitsintensiven Wochen und dann noch einer fetten Erkältung (die leider bis heute noch nicht vollständig auskuriert ist) hat mich dieses Trainingslager ziemlich hart erwischt. Im Trainingsheft steht, man solle auch hier während der Laufreise das wöchentliche Laufpensum um nicht mehr als Faktor 3 steigern. Nun, ich verrate den Trainerinnen lieber nicht, um welchen Faktor sich meine aktuellen wöchentlichen Laufkilometer hier multipliziert haben… Ich bin also müde. Weiterlesen →
Nach dem gestrigen Vormittagsregen ziehen hier die Temperaturen noch ein wenig an. Bis zum Ende unserer Reise dürfen wir uns wohl jeden Tag über 17-19 Grad Wärme freuen. Für Krafttraining in der Mittagssonne fast ein wenig zu warm, für einen langsamen Dauerlauf am Strand ideal.
Allerdings begann der Tag für mich nicht unbedingt perfekt. Ich hatte mich in der Nacht gefühlte Ewigkeiten schlaflos umhergewälzt. Gestern hatte ich nämlich den Fehler begangen, doch einmal kurz ein paar Job-Mails zu lesen und dabei gleich eine Ahnung davon bekommen, mit welchen Baustellen ich mich ab Montag wieder herumärgern darf. Und so lag ich also in der Nacht wach, dachte über dieses und jenes nach, das eigentlich erst ab Montag wieder Platz in meinem Kopf einnehmen dürfte. Aber wie Gedanken nun einmal so sind, lassen sie sich nicht immer brav in die vorgesehenen Kanäle oder Zeitfenster leiten, sondern wollen auch um 2 Uhr oder 4 Uhr nachts gründlich durchdacht werden… 😦 Weiterlesen →
Die Regeneration am gestrigen Nachmittag tat gut, sonst wäre ich heute beim 8-Kilometer-Volkslauf in dem kleinen Bergort Medina Sidonia sicherlich auf Platz 200 statt auf Platz 174 gelandet (von 175 Teilnehmern insgesamt…).
Unsere Trainerinnen hatten uns wirklich nicht zu viel versprochen, als sie schon beim Vortreffen versuchten, uns für die Teilnahme an einem spanischen Volkslauf zu begeistern. „Das ist eine ganz andere Stimmung als bei Läufen in Deutschland“, war eine der Werbebotschaften. Und: „Es ist eine tolle Sache, eine unbekannte Stadt im Ausland läuferisch zu erkunden.“ Nach dem heutigen Tag weiß ich: Sie hatten Recht! Was für ein cooles Erlebnis war das doch heute! Weiterlesen →
So langsam bekommt mein Schweinehund eine Ahnung davon, auf was ich mich da eingelassen habe. Doch ob er nun einverstanden ist oder nicht: Ich werde tatsächlich im März für eine 10-tägige Laufreise nach Andalusien fliegen, wo wir praktisch rund um die Uhr sportlich auf Trab gebracht werden.
Natürlich ist mal wieder mein Mann Schuld. Wie so oft, wenn es um meine sportlichen Ziele geht. Christoph hat ja bereits einige Marathons auf dem Buckel und trainiert auch in diesem Frühjahr wieder für den Hamburger Marathon. Und wie schon2015, bereitet er sich hierauf unter anderem mit einem Vorbereitungskurs beim Hamburger Laufladen „Laufwerk“ auf dieses sportliche Highlight vor. Das Laufwerk ist aber nicht nur ein Laden, in dem man Laufklamotten kaufen und Laufkurse buchen kann. Im vergangenen Jahr hatte er mitbekommen, dass etliche seiner Laufkurs-Mitstreiter im März für zehn Tage zu einer Laufreise nach Andalusien verschwanden, danach toptrainiert zurückkamen und den Marathon quasi mit links… naja, vielleicht nicht ganz, aber die Laufreise mit täglichem Frühsport plus Lauftrainings-Einheiten am Vormittag und noch einmal am Nachmittag war nicht spurlos an ihnen vorübergegangen. Weiterlesen →
Vor einer Weile habe ich irgendwo in den Weiten von Facebook einen Hinweis auf ein Rezept für „Cloud Bread“ gefunden. Es soll toll schmecken und sich auch als Pizzaboden eignen. Und das alles bei pi mal Daumen null Kohlenhydraten.
Klingt verlockend, nicht wahr? Allerdings hätte mich der Begriff „Cloud Bread“ vielleicht ein wenig stutzig machen sollen. Denn nun, nachdem ich die Wölkchen-Pizza zum Abendessen verputzt habe, verrate ich schon einmal soviel: Kross und knusprig ist was anderes. Was nicht heißt, dass der fluffige Teig meiner Wölkchen-Pizza nicht irgendwie auch lecker war. Ob ich das Rezept noch einmal, wie auf der verlinkten Seite* angegeben, auch als „himmlisches Brötchen“ einsetze, weiß ich noch nicht. Weiterlesen →
Es wird uns Diabetikern im Alltag nicht immer leicht gemacht. Gestern hatten wir zum Beispiel Gäste zum Brunch und tischten unter anderem kleine Vollkornhappen mit Frischkäse und Lachs auf. Bis ich wusste, wie viele Gramm Kohlenhydrate eine dieser Minischeiben Vollkornbrot enthält, musste ich ein ganzes Weilchen rechnen.
Kennt ihr diese kleinen Pumpernickelhäppchen, kreisrund mit einem Durchmesser von etwa vier Zentimetern? Perfekt für kleine Brunch-Häppchen, fanden Christoph und ich, als wir gestern ein paar Leckereien für ein Brunch mit Gästen vorbereiteten. Für mich ist es natürlich wichtig zu wissen, wie viele Gramm Kohlenhydrate in einem dieser Häppchen enthalten sind. Ein Blick auf die Nährwerttabelle auf der Packung zeigte mir: Es wird mal wieder kompliziert. Weiterlesen →
Insulinpumpenträger wissen ihn meist sehr zu schätzen: den verzögerten oder gesplitteten Bolus, mit dem sie Mahlzeiten abdecken können, deren Kohlenhydrate zum Teil erst etwas später im Blut ankommen und den Glukosespiegel beeinflussen. Man kann einen verzögerten oder gesplitteten Bolus aber durchaus auch mit ganz normalen Insulinpens simulieren.
Eines vorweg: Ich weiß um die vielen Vorteile, die eine Pumpentherapie im Alltag haben kann. Von wegen besseres Feintuning, mehr Flexibilität mit verschiedenen Basalraten, diskrete Bolusgabe in der Öffentlichkeit etc. Mich persönlich reizt eine Insulinpumpe derzeit trotzdem nicht. Ich habe mich mit meinem Freestyle Libre Sensor angefreundet und empfinde ihn nicht als störend, doch ein weiteres (und doch noch um einiges größeres) Gerät am Körper zu tragen, schreckt mich bislang doch sehr ab. Ich bin zufrieden, wenn ich nach dem Insulinspritzen meine Pens in meinem Täschchen verstauen kann und meinen Körper danach wieder für mich habe – ohne dass ich an einen Katheter mit seinem Schlauch (in dem ich mich bestimmt permanent verheddern würde) und den besten Aufbewahrungsort für die dazugehörige Pumpe denken muss. Weiterlesen →