Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


3 Kommentare

Alltagsmathematik: Ferrero will es einfach nicht verstehen…

Kürzlich habe ich eine Packung Mon chéri geschenkt bekommen. Mit Mon chéri verbindet mich eine besondere Kindheitserinnerung. Denn als ich ungefähr elf Jahre alt war, nahm mich irgendwann eine Freundin beiseite, mit der ich gemeinsam im Flötenkreis spielte: „Komm Antje, wir kaufen uns nach dem Flöten ein Mon chéri!“, sagte sie mit verschwörerischer Miene.

ferrero-mon-cheri1

Ein Stück Mon chéri kostete seinerzeit im Jedermann-Markt 35 Pfennig an der Kasse

Im Jedermann-Markt in Lemgo-Brake – vermutlich ist das heute ein Edeka-Markt – konnte man an der Kasse Mon chéri einzeln kaufen, für 35 Pfennig das Stück. Und auch Elfjährige wurden nicht nach dem Alter gefragt, obwohl Mon chéri doch einen ganz ordentlichen Schluck Alkohol enthält. Ich bin also recht früh auf den Geschmack der Piemont-Kirsche gekommen. Es wurde unser gemeinsames heimliches Ritual: Jeden Montag nach dem Flötenkreis ein Mon chéri beim Jedermann-Markt. „Mon chéri, nicht irgendwas zum Naschen – wer kann da schon Nein sagen?“ war seinerzeit die Botschaft der Marke im Werbefernsehen. Weiterlesen →


3 Kommentare

Alltagsmathematik: Beim diabetischen Dreisatz führen offenbar viele Wege zum Ziel…

Wie viele Gramm Kohlenhydrate sind in 5 Ferrero Küsschen enthalten? Vor einer Weile hatte ich euch gebeten, mir eure Rechenwege zu schildern. Eure Antworten haben mich verblüfft: Ich hatte keine Ahnung, wie unterschiedlich man diese Aufgabe rechnen kann!

„Ich habe letztens noch meiner Tochter gesagt: Dreisatz brauchst du ein Leben lang, das bestätigt dir jeder Diabetiker!“ Das war eindeutig mein Lieblingskommentar auf die kleine Rechenaufgabe, die ich euch vor einer Weile hier gestellt habe. Wer’s nicht gelesen hat, die Aufgabe lautete folgendermaßen: 100 Gramm Ferrero Küsschen enthalten 40,3 Gramm Kohlenhydrate. Die Packung enthält 178 Gramm bzw. 20 Stück. Wie viele KH enthalten 5 Stück? Denn natürlich verzichtet Ferrero (bislang!) darauf, die Kohlenhydratangaben pro Stück auf der Packung zu vermerken. Das wäre ja zu einfach, die diabetische Bevölkerung muss schließlich fit im Kopfrechnen bleiben, nicht wahr? Allerdings gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die Lebensmittelhersteller irgendwann einmal ein Einsehen haben und ihre Nährwerttabellen auf den Packungen einfach um eine Spalte ergänzen: nämlich mit den Nährwertangaben pro Stück. Weiterlesen →


10 Kommentare

Alltagsmathematik: Verratet ihr mir eure Rechenwege beim KH-Berechnen?

Heute habe ich auf Facebook ein Bild von der Rückseite einer Packung Ferrero Küsschen gepostet und mal wieder ein bisschen gejammert:

Rechenaufgabe zum Nachmittag: 100 Gramm Ferrero Küsschen enthalten 40,3 Gramm KH. Die Packung enthält 178 Gramm bzw. 20 Stück. Wieviele KH enthalten 5 Stück? Und warum nehmen uns die Hersteller nicht ein bisschen Rechnerei ab, indem sie Nährwertangaben pro Stück auf die Packung schreiben?

Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

Kohlenhydrate berechnen per App – ein tolles Projekt mit einigen Fragezeichen

GoCarb soll Nahrung anhand von Fotos erkennen, segmentieren und rekonstruieren, um dann ihren Kohlenhydratanteil zu berechnen. Doch an meinen Lieblingsgerichten würde das System vermutlich scheitern.

Eine hühnereigroße Kartoffel enthält etwa zehn Gramm Kohlenhydrate und damit eine KE, eine Scheibe Schwarzbrot etwa zwei KE. Zwei Esslöffel gekochter Reis entsprechen einer KE, ebenso wie eine halbe Banane. Mit solchen Faustformeln wurde ich – wie vermutlich jeder insulinpflichtige Diabetiker – vor knapp fünf Jahren aus meiner Schulung entlassen und stehe seither mehrmals täglich vor der Herausforderung, den Kohlenhydratanteil meines Essens korrekt abzuschätzen, damit ich die richtige Dosis Insulin spritzen kann. Weiterlesen →


4 Kommentare

LOGI-Alternative zum klassischen Rezept: Wirsing-Lasagne!

Blanchierte Kohlblätter statt Nudelplatten – fertig ist die Wirsing-Lasagne. Damit die Wirsingblätter auf den Fotos noch schön knackig grün aussehen, hat mein weltbester Ehemann sie extra mit Eiswasser abgeschreckt.

Diese LOGI-Variante kommt mit deutlich weniger Kohlenhydraten aus als die klassische italienische Lasagne. Schmeckt natürlich auch ein bisschen anders, aber ebenso wie „echte“ Lasagne sehr lecker. Manche Leute behaupten ja, Wirsing-Lasagne sei im Grunde dasselbe wie Dithmarscher Kohlpudding, doch der erinnert mich eher an Kohlrouladen als an Lasagne, oder was meint ihr? Weiterlesen →


5 Kommentare

Hackfleisch-Pizza: Kein Teig, keine Kohlenhydrate, kein großer Aufwand

Zugegebenermaßen schmeckt diese „Pizza“ nicht wirklich nach Pizza. Doch weil sie dem Prinzip folgt „Boden auf Blech ausbreiten, mit verschiedenen Gemüse belegen, mit Käse bestreuen und dann ab in den Ofen“, ist der Name „Hackfleisch-Pizza“ sicher nicht ganz verkehrt.

Bitstrips Pizza

Ab und zu muss es auch mal eine richtige Pizza sein. Mit einem Boden aus klassischem Pizzateig, ganz ungeachtet der vielen Kohlenhydrate. Mittlerweile gelingt es mir auch ganz gut, den richtigen Spitz-Ess-Abstand zu wählen, damit die Pizza keine Achterbahnfahrt des Blutzuckers auslöst. Im Alltag versuche ich allerdings, weniger Kohlenhydrate zu mir zu nehmen als mit einem typischen Pizzaessen einhergehen. In diversen Foren zur LOGI-Ernährung kursieren Rezepte für Hackfleisch-Pizza, mit der sich das hervorragend bewerkstelligen lässt. Das Ergebnis erinnert geschmacklich zwar nicht wirklich an Pizza, ist aber einfach zuzubereiten, enthält im Grunde überhaupt keine Kohlenhydrate und schmeckt superlecker. Weiterlesen →


Ein Kommentar

Cannelloni LOGI-Style: Man nehme Eierpfannkuchen statt Teigrollen

Dem Charme der italienischen Küche, insbesondere der vielen leckeren Pasta-Gerichte, kann man sich nur schwer entziehen. Wenn man die Rezepte ein wenig kreativ abwandelt, kann man aber der damit verbundenen geballten Kohlenhydrat-Attacke durchaus entgehen.

Spaghetti, Tagliatelle, Lasagne, Cannelloni… es gibt so viele leckere Pasta-Gerichte in unendlich vielen Variationen, dass ein Menschenleben vermutlich nicht ausreicht, um alle zu probieren. Die meisten Diabetiker wissen allerdings aus leidvoller Erfahrung, dass Pasta-Gerichte ziemliche Kohlenhydrat-Bomben sind und eine Menge Insulin erfordern – zudem lässt sich nur selten auf den Punkt genau vorausplanen, wann die Kohlenhydrate ins Blut gelangen und wann genau man die erforderlichen Insulineinheiten spritzen muss, damit das Wirkmaximum des Insulins passgenau auf die Blutzuckerspitze trifft. Kurz gesagt: Wer sich eine Pasta-Mahlzeit gönnt, hat häufig mit blöden Achterbahnfahrten seines Blutzuckers zu kämpfen. Weiterlesen →


Hinterlasse einen Kommentar

Fast Food LOGI-Style: Rosenkohl mit Schinkenwürfeln und Sahne

Heute hatte ich keine große Lust zu kochen, das Abendessen sollte also bitte schnell gehen und nach Möglichkeit kein Insulin benötigen. Dafür reichten drei Zutaten aus, die ich in unserem Kühlschrank gefunden habe: Rosenkohl, Schinkenwürfel und Sahne.

Kochen nach dem LOGI-Prinzip muss weder kompliziert noch zeitaufwändig sein. Heute reichten in unserer Küche drei simple Zutaten für ein leckeres und LOGI-konformes Abendessen, für das ich keinerlei Insulineinheiten spritzen musste. Der Zeitaufwand lag insgesamt bei nur etwa 20 Minuten – wobei ich noch einige Partien Ruzzle auf dem iPhone spielen konnte, während der Rosenkohl kochte. (Übrigens: Mein Name bei Ruzzle lautet Ontsche, wer also Lust hat mich herauszufordern – nur zu!) Weiterlesen →


Ein Kommentar

Kekslein, rechne dich: Reaktionen auf meinen Blogbeitrag

Vor einer Weile habe ich hier darüber geschrieben, zu welchen mathematischen Höchstleistungen Diabetiker etwa bei der Berechnung von Keksen auflaufen müssen, wenn die Nährwerte auf der Packung nicht pro Stück, sondern nur pro 100 Gramm angegeben werden. Inzwischen sind ein paar Reaktionen der Hersteller eingetroffen.

Der eine oder andere von euch erinnert sich vielleicht an meinen Artikel kurz vor Weihnachten 2014 zur umständlichen Berechnen von Kohlenhydraten bei Keksen und anderen Leckereien. Umständlich ist es nämlich immer dann, wenn die Nährwerttabelle nur den Kohlenhydratanteil pro 100 Gramm, nicht aber pro Stück enthält (nicht so vorbildlich). Ich hatte meinen Beitrag auch an die erwähnten Unternehmen weitergeleitet und war natürlich gespannt, ob und wie sie darauf reagieren würden. Weiterlesen →


3 Kommentare

Rezept: Kartoffelpuffer mit Zuchini und Hack

Bei Kartoffelpuffern lässt sich der Kohlenhydratanteil gewaltig reduzieren, wenn man einen Großteil der Kartoffeln durch geriebene Zuchini ersetzt. Dieses Mal habe ich auch etwas gebratenes Hackfleisch unter den Teig gemengt.

Kartoffelpuffer mit Apfelmus sind superlecker, aber leider ziemliche Kohlenhydratbomben. Ich bin daher seit geraumer Zeit dazu übergegangen, einen Großteil der Kartoffeln durch ebenso fein geriebene Zuchini zu ersetzen. Ansonsten bereite ich die Kartoffelpuffer wie gewohnt zu – und finde, sie schmecken fantastisch. Gestern habe ich dieses bewährte Rezept abgewandelt, indem ich gebratenes Hackfleisch unter den Teig gemischt habe (vielleicht, weil mich derzeit dieser eigenartige Hackfleisch-Song als penetranter Ohrwurm verfolgt?). Auch das fand ich sehr lecker, das Hack verträgt sich auch gut mit dem Apfelmus, das es zu den Puffern gab. Wer bei vegetarischen Puffern bleiben möchte, kann das Hack natürlich auch weglassen. Weiterlesen →