Süß, happy und fit

Echte Geschichten aus meinem bewegten Leben mit Typ-1-Diabetes


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Was würdest du tun, wenn es eine Pille gegen Diabetes gäbe?

Diese Frage wurde neulich in irgendeiner Facebook-Gruppe gestellt. Klingt auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen albern – doch die Antworten und Diskussionen in dem langen daraus entstandenen Thread zeigen ganz deutlich, was Diabetiker am allermeisten an ihrer Erkrankung nervt.

Eine Pille gegen Diabetes, einfach runterschlucken und weg ist die Erkrankung, die Bauchspeicheldrüse funktioniert wieder. Das ist natürlich ein völlig unrealistischer Gedanke. Es gibt eine solche Pille nicht einmal ansatzweise in den Forschungslabors – und wenn es sie gäbe, hätte sie (wie jedes andere Medikament auch) vermutlich Nebenwirkungen, die den einen oder anderen von ihrem Gebrauch abschrecken würde. Das wussten natürlich auch alle diejenigen, die neulich eine solche Frage in einer Facebook-Gruppe kommentiert haben. Und trotzdem haben sie ihren Gedanken spaßeshalber einmal freien Lauf gelassen und sich ausgemalt, was sie als erstes tun würden, wenn sie durch eine solche Wunderpille spontan von ihrem Diabetes befreit wären. Ich fand die Antworten unheimlich spannend, weil sie im Umkehrschluss sehr deutlich zeigen, was unsereins am Diabetes am meisten nervt. Weiterlesen


Nanu, zelebrieren die beim „Spiegel“ auch den Diabetesmonat November?

Wenn ich mich über Diabetesthemen informieren möchte, schlage ich in der Regel nicht die aktuelle Ausgabe des „Spiegel“ auf. Ich schaue auch nicht bei „Spiegel Online“ nach. Es kommt normalerweise nämlich einfach eher selten vor, dass sich das Nachrichtenmagazin mit Diabetes beschäftigt. Doch dieser Monat November scheint die große Ausnahme zu sein: Ich habe fünf längere Artikel im Spiegel entdeckt, die sich alle mit verschiedenen Facetten des Diabetes beschäftigen.

Und ich will es vorwegnehmen: Bis auf einen finde ich die Artikel alle gut geschrieben und ordentlich recherchiert. Weiterlesen


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Weltdiabetestag: Die Grünen haben seit April dazugelernt

Zum heutigen Weltdiabetestag hat die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Pressemitteilung verschickt, in der sie dazu aufruft, die Ursachen von Diabetes entschieden zu bekämpfen. Der Wortlaut der Pressemitteilung erinnerte mich sehr an eine Verlautbarung der Fraktion zum Weltgesundheitstag am 7. April 2016. Mit einem klitzekleinen, aber in meinen Augen bedeutsamen Unterschied.

Heute ist der 14. November und damit Weltdiabetestag. Eine gute Gelegenheit für alle, die Rang und Namen haben, irgendetwas zum Thema Diabetes öffentlich zum Besten zu geben. Auch Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft bei den Grünen, schickte eine Pressemitteilung über den Äther. Schon beim Lesen der ersten Zeilen hatte ich ein Déja-vu: War das nicht beinahe derselbe Text, die die Fraktion schon zum Weltgesundheitstag am 7. April herausgegeben hatte? Weiterlesen


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Diabetes-Monat November: Muss ich wirklich bei jeder Aktion mitmachen?

Am 14. November ist wie in jedem Jahr Weltdiabetestag, und alle großen Diabetes-Organisationen haben den gesamten Monat November zum „Diabetes-Awareness-Monat“ erklärt, und auf einmal ändern alle schnell ihre Profilbilder. Zu diesen ganzen Aktionen habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis.

Der Monat hatte kaum begonnen, da häuften sich in meiner Facebook-Timeline die Infos, dass dieser oder jene Kontakt von mir sein Profilfoto gewechselt hat. Statt eines einfachen Fotos ist es dann in der Regel ein Meme mit dem Schriftzug „#this is diabetes“ (von der American Diabetes Association, ADA), ein blauer Kreis als Diabetes-Symbol oder mit dem Schriftzug „T1D looks me“ (von der Juvenile Diabetes Research Foundation, JDRF). Letztere hat auf ihrer Website auch einen kleinen Gimmick parat, mit dem man anhand des Diagnosedatums ausrechnen lassen kann, wie viele Tage man schon mit Diabetes lebt, wie viele Stunden Schlaf man deswegen entbehren musste, wie viele Fingerpiekser und wie viele Katheterwechsel man erdulden musste. Weiterlesen


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Hamburg-Triathlon 2016: So lief es bei den anderen Startern aus der IDAA!

Beim ITU-Triathlon in Hamburg vor genau drei Wochen war ich nicht allein am Start, sondern Teil eines kleinen Teams der IDAA, der internationalen Vereinigung von Sportlern mit Diabetes. Hier könnt ihr nachlesen, wie es den anderen IDAA-Triathleten ergangen ist: Da gab es ein paar Viren- und technische Pannen, aber trotzdem tolle Zeiten…

Wie es mir ganz persönlich beim ITU-Triathlon am 16. Juli 2016 in Hamburg ergangen ist, habe ich hier ja schon ausführlich beschrieben. Außer mir waren aber noch weitere Typ-1-Diabetikerinnen und –Diabetiker auf der Strecke, die ebenfalls in der IDAA Mitglied sind und sich bei diversen Wettkämpfen zusammenfinden und sich über ihr Training und ihr Diabetesmanagement beim Sport austauschen. Weiterlesen


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DXStockholm: Our future, our choices… and our f**king disease

Community-Events like the recent #DXStockholm could be so cool and hip and happy, if there wasn’t one thing… this f**king diabetes which can easily spoil all community happiness. When a participant of a community event passes out with a hypo, it’s not about future and choices, but simply about G-L-U-C-O-S-E – F-A-S-T.

(Since it was a paneuropean blogger event, I translated today’s blogpost into English so that the non-German bloggers will be able to read it, too.)

I don’t want to be misunderstood. I really appreciate the super weekend I was invited to by Abbott together with a bunch of other diabetes bloggers from all over Europe. “Diabetes Exchange” (DX) is truly important. It’s important for us bloggers to exchange amongst us, and it’s important for companies to exchange with us (their customers and multipliers) about what what kind of stuff we are desperately waiting for. Weiterlesen


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DXStockholm: Our future, our choices… und unsere Scheißkrankheit

Community-Events wie kürzlich der #DXStockholm könnten so toll und hip und happy sein, wenn da nicht eine Sache wäre… und zwar der beschissene Diabetes, der einem schnell auch mal querschießt bei der ganzen Community-Happiness. Wenn eine Teilnehmerin mit einer Hypo umkippt, dann geht es nämlich nicht um Zukunft und Entscheidungen, sondern einfach nur um Z-U-C-K-E-R — S-C-H-N-E-L-L.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Ich fand das Wochenende super, zu dem das Unternehmen Abbott mich und einen Haufen anderer europäischer Diabetes-Blogger vergangenes Wochenende nach Stockholm eingeladen hatten. „Diabetes Exchange“ (kurz DX) ist schließlich eine wichtige Sache, und zwar gleichermaßen der Austausch von uns Bloggern untereinander wie auch der Austausch mit der Industrie, die schließlich gern wissen möchte, auf welche technologischen Innovationen wir am allersehnsüchtigsten warten, worauf wir Wert legen und was uns (ihre Kunden und Multiplikatoren) Wert legen. Weiterlesen


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Zwei Wochen lang Diabetes simulieren – Was kriegt man dabei wohl mit?

Heute bin ich auf ein Experiment aufmerksam geworden, das Imke vom Nachbarblog „Diabetes durch zwei“ plant. Sie will zwei Wochen lang ihren Blutzucker messen und „spritzen“ als sei sie selbst Diabetikerin, um besser zu verstehen, wie sich das Leben mit Diabetes anfühlt. Nun, ich habe da ein paar Aufgaben für sie…

Imke hat keinen Diabetes, bloggt aber darüber. Sie beschäftigt sich als Lebenspartnerin eines Typ-1-Diabetikers auf ihrem Blog mit der Angehörigen-Perspektive, die bekanntlich auch mich so sehr interessiert, dass ich ein Buch darüber schreiben möchte. Nun möchte sie also die reine Angehörigen-Perspektive verlassen und (zumindest soweit das möglich ist, wenn man selbst eine funktionierende Bauchspeicheldrüse hat) selbst erleben, was es bedeutet, täglich mehrmals den Blutzucker zu messen, sich selbst eine Spritze zu setzen und dabei möglicherweise von anderen beobachtet zu werden. Weiterlesen


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Interviewpartner für mein Buchprojekt gesucht!

Knapp ein Jahr ist es her, dass ich für den Focus Diabetes eine Titelgeschichte zum Thema „Diabetes und Angehörige“ geschrieben habe. Weil es immer noch nur wenig Ratgeberliteratur für die Angehörige von Menschen mit Diabetes gibt (neuerdings gern „Typ-F-Diabetiker“ genannt, wobei „F“ für „Familie/Freunde“ steht), möchte ich ein Buch schreiben – und suche auf diesem Wege Interviewkandidaten, die sich mit ihrer persönlichen Geschichte von mir portraitieren lassen möchten.

Das inhaltliche Konzept für das Buch steht, ein Verlag ist gefunden, nun geht es also los. In meinem Buch möchte ich Menschen portraitieren und anhand ihrer persönlichen Geschichten bestimmte Facetten des Lebens mit Diabetes thematisieren – und wie es sich für die Angehörigen von Diabetikern (Typ-1 ebenso wie Typ-2) anfühlt, Teil dieses Lebens mit einer chronischen Erkrankung zu sein. Jedes Portrait wird dann durch ein Expertenstatement ergänzt. Weiterlesen


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#DBW 2016 Osteredition: Sorry, mein Diabetes ist einfach kein Fashion Victim

diabetes-blog-woche

 

Es ist mal wieder Zeit für eine Diabetes-Blogwoche, die ganz im Zeichen von Ostern, Frühling und Farbenfreude steht.

Und so lautet das gesetzte Thema denn auch: „Wie verschönert ihr Eure Diabetes Devices? Erlaubt ist, was gefällt… oder It´s hip to be square. Zeigt uns eure Styles in Sachen Diabetes, eure besten Bastelanleitungen und liebsten Onlineshops.“ Weiterlesen